Forum

Ihre Fragen

... beantwortet vom Expertenteam der ISG-Infoline

Hallo,
ich habe seit einigen Monaten Schwierigkeiten mit der Potenz und fühle mich auch abgeschlagen. Auf Drängen hat mir mein Hausarzt dann Testosteron-Spritzen verschrieben. Dies ist nun schon drei Monate her, aber ich verspüre noch keine Besserung. Wirken die Hormone bei mir nicht, oder was mache ich falsch?
Günter N., 56 Jahre

 
Hallo Herr Neumann!
Es ist eine sehr gute Idee, dass Sie etwas gegen Ihre Erektile Dysfunktion unternehmen wollen. Wichtig wäre zuerst einmal herauszufinden, welche Ursache die Potenzprobleme bei Ihnen haben, ob sie körperlich oder eher psychisch bedingt sind.
Für Ihre Erektionsstörungen, aber auch für Ihre Abgeschlagenheit muss nicht unbedingt ein Mangel an Testosteron verantwortlich sein, es könnte sich zum Beispiel auch um eine Fehlfunktion der Schilddrüse handeln, ein erstes Anzeichen von Depressionen oder anderen Erkrankungen sein. Deswegen sollten Hormone nur dann zugeführt werden, wenn durch eine Blutuntersuchung ein Hormonmangel festgestellt wurde.
Was viele nicht wissen: Testosteron wirkt nur dann gegen Erektionsstörungen, wenn diese durch Testosteronmangel verursacht sind. Oft sinkt dabei die Libido sowie das allgemeine Wohlbefinden und die Betroffenen klagen über Abgeschlagenheit. In solch einem Fall lassen sich Hormone inzwischen recht unkompliziert über Gels oder Pflaster oder auch über Depotspritzen zuführen. Der Trend geht zu den Gels, jedoch werden diese nicht von den Kassen übernommen. Wir raten Ihnen deswegen, einen Termin bei einem niedergelassenen Urologen auszumachen, um die Ursache für Ihre Erektionsstörungen herauszufinden. Neben einer Blutentnahme und einer kurzen körperlichen Untersuchung steht dort auch das Gespräch im Vordergrund, bei dem der Arzt versuchen wird, die Ursache ihrer Probleme herauszufinden und Sie über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informieren wird.
Schauen Sie doch auch auf unsere Website www.isg-info.de, dort haben wir unter dem Titel „Hormonersatztherapie beim Mann“ ein ausführliches Informationsblatt zu diesem Thema bereitgestellt.
Mit freundlichen Grüßen
Das ISG-Team
 
Hi,
ich habe einen festen Partner, mit dem ich sehr glücklich bin. Allerdings komme ich nur selten zum Orgasmus, während wir miteinander schlafen. Eine Freundin hat mir nun geraten, doch mal einen Vibrator ins Liebesspiel einzubauen oder ihn auch mal für mich allein auszuprobieren. Ich habe vor solchen Geräten schon immer Hemmungen gehabt. Muss ich mir nicht Sex-verrückt vorkommen, wenn ich so etwas benutze? Außerdem weiß ich gar nicht, wie man das geeignete Gerät aussucht ...
Sabine F., 37 Jahre

 
Liebe Frau F.!
Eine Menge Frauen haben Hemmungen, wenn es um Vibratoren geht. Auch wenn Fernsehserien wie „Sex and the City“ den Eindruck vermitteln, jeder hätte so ein Gerät im Nachttisch. Die Offenheit, mit der Samantha in der Serie über Vibratoren spricht, hat einige Frauen veranlasst, sich selbst einen Vibrator zuzulegen. Andere jedoch, vielleicht sogar die schweigende Mehrheit, fühlten sich eher in ihren Vorurteilen bestätigt - dass Vibratoren etwas für sexbessesene Singles sind und ihr Besitz einfach nur peinlich ist. Aber es lohnt sich, diese Meinung noch mal zu überdenken. Wenn sie den Vibrator gemeinsam mit ihrem Partner benutzen wollen, sollten sie natürlich vorher ein Gespräch über das Thema suchen – so vermeiden Sie, dass er sich verletzt fühlt. Damit das Experiment gelingen kann, sollten sie den Vibrator außerdem erst mal für sich allein ausprobieren und dabei die eigenen Hemmungen abbauen.
Den „richtigen“ Vibrator zu finden, wird jedenfalls nicht an der Auswahl scheitern. Heutzutage sind alle Formen, Größen und Materialien zu haben. Die neue Generationen von Vibratoren ist meist so konzipiert, dass sie sich der weiblichen Anatomie anpassen (z.B. G-Punkt-Vibratoren) und mehr können, als einfach nur die Scheide zu penetrieren. Wichtig ist, beim Kauf darauf zu achten, dass ein Vibrator mit der richtigen Frequenz arbeitet und auf die Klitoris einwirkt. Denn die Klitoris (der Kitzler) muss stimuliert werden, damit eine Frau zum Orgasmus gelangt. Die Sexforscher Gilligan und Bridley (1979) fanden heraus, dass 80 Hertz die Vibrationsgeschwindigkeit ist, die Frauen am wahrscheinlichsten zum Orgasmus verhilft. Vibratoren sollten immer mit Gleitmittel verwendet werden, um Wundscheuern und Schmerzen zu vermeiden. Und natürlich sollte man im Hinterkopf haben, dass Vibratoren die eigene Lust steigern und nicht als Bedrohung oder Peinlichkeit angesehen werden sollten. Wer dies beachtet und seinen persönlichen Lieblingsvibrator gefunden hat, wird feststellen, dass man ganz ungeahnte Erfahrungen damit machen kann …
Viel Erfolg!
Ihr ISG-Team