
Ist er eine schädliche Droge? Ein harmloses Genussmittel? Oder eine unterschätzte Medizin? Über Hanf wird seit Jahrzehnten heftig diskutiert. Zumeist denkt man beim Anblick der fingerförmigen Blätter als erstes an die Rauschzustände, die das enthaltene THC hervorrufen kann. Dabei wurde Hanf lange Zeit als Nutzpflanze betracht: Schon im 4. Jahrtausend v. Chr. wurde er in China kultiviert, um den Rohstoff zur Herstellung von Papier, Textilien und Seilen zu liefern. In dieser Funktion erlebte Hanf ab dem 17. Jahrhundert auch in Europa einen Boom. In Amerika wurde später die erste Levisjeans daraus gefertigt. Aber auch als Rauschmittel hat Hanf eine alte Geschichte: In den altindischen Kulturen galt er als heiliges Heil- und Genussmittel, aber auch als Aphrodisiakum, weil er vollkommene Ekstase ermöglichte. Der Legende nach gab die Göttin Shiva ihrem Gatten Pavarti Hanf zu rauchen, um seine Liebe zurück zu gewinnen. In einem alten persischen Gedicht heißt es: „Vom Haschisch wird der Peniskopf groß gleich dem Amboß.“ Aus dem Orient wird von luststeigernden „Fröhlichkeitspillen“ berichtet, die Haschisch, Opium, Stechapfel, Moschus und Honig enthielten. Im alten Rom stand man der Droge skeptischer gegenüber: Der Schriftsteller Plinius warnte sogar, der Hanfsamen zerstöre die Zeugungsfähigkeit der Männer.
Heute wird Hanf mehr und mehr aus Gesundheitsbewusstsein konsumiert – in seiner THC-freien Form. Nudeln, Müsli, Kekse und Öl aus Hanf gehören zum Sortiment der Biomärkte. Denn Hanfsamen enthalten wertvolle Fettsäuren, die bei Herzkreislauferkrankungen, chronischen Entzündungen und sogar bei Neurodermitis und PMS helfen sollen. Nur als Potenzmittel kommen sie nicht in Betracht – es sei denn, man bedenkt, dass ein gesunder Körper immer auch ein leistungsfähigerer ist.

Kennen Sie Frühburgunder? Diesen opulenten, stürmischen, kirschbetonten Bruder des Spätburgunders? Wie der Name schon sagt, ist der Frühburgunder tatsächlich ein Rotwein, der früh geerntet wird, rund vier Wochen früher als der Spätburgunder, aus dem die Sorte übrigens per Mutation hervorgegangen ist. Ein breiter Schwall von beerigen, herben und rauchigen Aromen ergießt sich auf die Zunge, wenn ein guter Frühburgunder darüber fließt. Die differenziertelegante Zurückhaltung, die wir von feinen Spätburgundern kennen, ist die Sache dieser Rebe nicht. Empfehlen wollen wir Ihnen heute einen Frühburgunder vom Weingut Fischer. In der „Bottinger Steingrube“, im badischen Nimburg, wachsen die Trauben dafür auf einem Boden aus braunem Jura, Muschelkalk und leichter Lössauflage. Dieses Terroir verleiht dem Wein eine ganz eigene Charakteristik. Im Keller der Fischers kommen noch fein dosierte Barriquearomen wie Vanille und Karamell dazu. Ein Frühburgunder zum Angewöhnen! Bestellbar unter www.fischer-weine.de für ca. 14,80 €.







