Die Endometriose ist eine östrogenabhängige
Erkrankung des Gebärmuttergewebes.
Allein in Deutschland sind
rund zwei Millionen Frauen davon betroffen.
Oft leiden Sie jahrzehntelang unter
Symptomen wie Unterbauchschmerzen,
schmerzhafter Monatsblutung,
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
oder beim Urinieren. Eine Behandlung,
die die Ursachen beseitigt, gibt es bisher
nicht. Auf dem 56. Kongress der Deutschen
Gesellschaft für Gynäkologie und
Geburtshilfe sprach Prof. Andreas Ebert
über den aktuellen Stand der Behandlungsmöglichkeiten.
Ziel müsse sein, die
Endometrioseherde zu verkleinern, das
Fortschreiten der Krankheit zu stoppen,
die Schmerzen deutlich zu verringern
und die Gefahr eines Wiederauftretens
zu senken, so Ebert. Zu Therapiebeginn
wird meist eine Schlüssellochoperation
empfohlen, bei der Gewebe für eine genaue
Untersuchung entnommen und
gleichzeitig eine Behandlung betroffener
Bereiche unternommen wird. Danach
wird oft mit einer Hormonbehandlung
begonnen, die selbstverständlich die Lebenssituation
(etwaiger Kinderwunsch)
berücksichtigt. Besonders spezialisierte
Hilfe können sich Frauen am Vivantes-
Humboldt-Klinikum in Berlin holen, wo
jüngst das erste Endometriose-Zentrum
Deutschlands eingerichtet worden ist.








