
Chicago (hub). Einsamkeit macht nicht per se krank - entscheidend ist, ob Einsamkeit empfunden wird. Das legt eine Studie der Uni von Chicago nahe. Zwar gaben in einer Befragung alter Menschen dreimal so viele eine gute Gesundheit an, wenn sie gute Sozialkontakte hatten. Doch gaben fünfmal so viele eine gute Gesundheit an, wenn sie sich als sozial integriert empfanden, wie jene, die sich einsam fühlten. Beides war unabhängig vom realen Grad der Integration, teilt die Uni mit. (Quelle: www.aerztezeitung.de )

Zweifel an Wirksamkeit des pflanzlichen Potenzmittels «Plantagrar» wachsen.
Leinfelden (ddp). Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Anfang der Woche meldeten mehrere Medien, ein Mitarbeiter der Berliner Charite habe eine pflanzliche Wirkstoffkombination entdeckt, die Männern mit Potenzproblemen besser helfen könne als der Viagra-Wirkstoff Sildenafil. Der von den Medien daher schnell «Bio-Viagra» getaufte Cocktail stärke die Libido, verhelfe zu mehr Spaß am Sex und verbessere das allgemeine Wohlbefinden - ohne dabei die Nebenwirkungen zu haben, die Sildenafil und ähnliche Wirkstoffe vor allem für Männer mit Herz-Kreislauf-Problemen gefährlich machen können. Lediglich Durchfall trete auf, zitieren die Meldungen den Pillenerfinder Olaf Schröder, der nach eigenen Angaben bereits «eine hervorragende Wirkung» in einer ersten Studie nachgewiesen haben will.
Mittlerweile gibt es allerdings erhebliche Zweifel - sowohl an der Seriosität der Daten als auch an der Wirksamkeit der pflanzlichen Mischung. Die Charité hat sich bereits von Schröders Aussagen distanziert: Bei der Untersuchung handele es sich um die Aktivität eines Mitarbeiters der Charité in eigener Verantwortung, Herr Schröder sei nicht berechtigt, Erklärungen für die Charité abzugeben. Momentan prüfe man, ob die Arbeiten den Richtlinien der Klinik für gute wissenschaftliche Praxis entsprächen, daher könnten bis auf weiteres auch keine Anfragen zum Ablauf und den Ergebnissen der Studie oder dem Vorgehen bei den angeblichen Tests gemacht werden. Nach veröffentlichten Ergebnissen sucht man ebenfalls vergeblich.
Auch die Frage, ob die Pflanzenmischung überhaupt einen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit haben kann, ist nicht geklärt. Einer der Bestandteile, ein Extrakt des Erd-Burzeldorns, kann zwar laut verschiedener Tierversuche den Testosteronspiegel im Blut erhöhen, und fördert zumindest in Ratten wohl tatsächlich die Potenz. In einer ersten klinischen Studie beim Menschen ließ sich dieser Effekt hingegen nicht nachweisen, und auch die mögliche Ankurbelung der Testosteronproduktion ist beim Menschen mehr als umstritten.
Ähnliches gilt für einen zweiten Inhaltsstoff des Cocktails: die Maca-Pflanze. Auch hier gibt es aus Versuchen mit Mäusen und Ratten Hinweise auf eine aphrodisierende Wirkung, klinische Tests oder gar kontrollierte Studien sind jedoch ebenfalls Mangelware. Ergänzt werden die beiden Pflanzenextrakte durch Policosanol - einen Zuckerrübenextrakt mit cholesterinsenkender Wirkung -, die Aminosäure L-Arginin, die als gefäßerweiternd gilt, und einem Extrakt aus Weintrauben.
«Ich halte zwar nicht für ausgeschlossen, dass die Mischung die Potenz stärken kann, bin aber sehr, sehr skeptisch», schätzt Professor Sabine Kliesch, Urologin an der Universitätsklinik Münster und Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie die Situation ein. «Wenn man sich die bisherige Literatur anschaut, deutet eigentlich nichts darauf hin, dass die betreffenden Wirkstoffe tatsächlich solch eine Wirkung hätten.» Und selbst wenn der Cocktail wie behauptet den Testosteronspiegel erhöhen und die Wirkung des Hormons verstärken könnte, heiße das noch lange nicht, dass er Patienten mit Erektionsstörungen auch wirklich helfen könne. «Es würde nur bei denjenigen wirken, bei denen das Problem in einem extremen Testosteronmangel begründet wäre - und das ist eher die Ausnahme.»
Zudem will Olaf Schröder die Mischung nicht als Medikament, sondern als Lebensmittel beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel verkaufen - schließlich seien alle Inhaltsstoffe bereits auf dem Markt. Geplant sei das für 2010. «Diesen Ausweg nehmen viele, wenn sie keine echten geprüften Daten zur Verfügung haben», kommentiert Christian Steffen, zuständiger Experte beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, wo Studien mit Arzneimitteln beantragt und zugelassen werden müssen. Und er wird noch deutlicher: «Auf das, was Nahrungsergänzungsmittel angeblich können, sollte man überhaupt nichts geben - meistens stimmt davon nämlich gar nichts». Im Gegensatz zu Arzneimitteln werde dort nicht geprüft, ob die Inhaltsstoffe überhaupt die angegebenen Wirkungen haben oder nicht.
«Bei der Maca-Pflanze und beim Erd-Burzeldorn bin ich relativ sicher, dass sie so gut wie wirkungslos sind», betont er. Die wenigen Studien, die es gibt, sind seiner Ansicht nach so zweifelhafter Herkunft, dass sie eigentlich gar nichts aussagen. Auch Sabine Kliesch ist hier ganz deutlich: «Sobald in einer Studie eine Wirkung nachgewiesen werden kann, handelt es sich ganz klar um ein Arzneimittel, das entsprechende Auflagen für eine Zulassung erfüllen muss. Die Behauptung, die Mischung wirkt, sei aber trotzdem ein Nahrungsergänzungsmittel, ist daher ein Widerspruch in sich.»
Aufgrund der vielen Anfragen rund um das pflanzliche Wundermittel der Charité hat Steffen auch selbst begonnen, sich für den Fall zu interessieren - und ist beim Recherchieren auf eine interessante Information gestoßen: «Das Institut für Transfusionsmedizin, an dem Olaf Schröder arbeitet, gibt etwa alle zwei bis drei Jahre eine derartige Meldung heraus», erzählt er. So will man dort unter anderem einen pflanzlichen Wirkstoff gegen Vogelgrippe und einen gegen Depressionen entdeckt haben. «Da frage ich mich doch, was das mit Transfusionsmedizin zu tun hat und ob dort nicht andere, finanzielle Interessen eine Rolle spielen».
Die angeblich so vielversprechenden Ergebnisse der Studie zum Bio-Viagra hat Steffen dabei übrigens nicht zu Gesicht bekommen. «Ich weiß noch nicht einmal, ob es so eine Studie gegeben hat», erklärt er. In einem ist er jedoch sicher: «Das war ein spektakulärer PR-Coup - obwohl oder gerade weil möglicherweise überhaupt nichts dahinter steckt.»
Von ddp-Korrespondentin Ilka Lehnen-Beyel (Quelle: www.direktbroker.de )

Auch nach der Neufassung der Beihilfeverordnung für Beamte im Saarland sind Zuschüsse für Mittel gegen Erektionsstörungen möglich. Eine Ausschlussklausel gebe es nicht, befand gestern das Verwaltungsgericht Saarlouis.
Saarlouis. Das Saarland muss voraussichtlich Beamten bei krankheitsbedingten Erektionsstörungen Zuschüsse zu Medikamenten wie Viagra, Cialis oder Levitra zahlen, wenn Ärzte sie verschreiben. Das ergab gestern eine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in Saarlouis. Ihr Urteil geben die Richter erst in zwei Wochen bekannt, ließen aber wenig Zweifel an dessen Tendenz. Als im Mai 2008 das Bundesverwaltungsgericht einem Beamten aus Rheinland-Pfalz hierfür die Beihilfe (den Beitrag des Dienstherren zur Krankenversicherung) versagte, hatte das Saarland die Zuschüsse an einen 48-jährigen Saarlouiser eingestellt, der nun vor Gericht zog. Anders als im Nachbarland habe die saarländische Beihilfe-Verordnung keine konkrete Ausschlussklausel für diese Mittel, betonte das Gericht. Auch in der seit Jahresbeginn gültigen Neufassung gebe es nur einen Verweis auf die Arzneimittel-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen. Die AMR seien aber für die Länder nicht bindend, zudem seien dort pauschal "Lifestyle-Produkte" von der Erstattung ausgenommen, die "überwiegend der Steigerung des Lebensstandards" dienen. Das treffe die Situation nicht. Der Vorsitzende Richter betonte: "Die erektile Dysfunktion ist eine schwerwiegende Erkrankung, die therapiert werden kann." Bei dem Kläger sei sie durch einen Hormonmangel hervorgerufen, der noch weitere Symptome auslöse, wie Nachlassen von Muskelkraft und Knochendichte. Im Saarland ist die Beihilfe für 15 797 Beamte oder männliche Angehörige zuständig.

Bio bringt es nun auch im Bett: Die Berliner Charité testet zur Zeit erfolgreich eine Potenzpille aus pflanzlichen Bestandteilen. In klinischen Versuchen hatten 50 Männer danach mehr Lust auf Sex, mehr Spaß im Bett und fühlten sich auch sonst wohler in ihrer Haut. Im Frühjahr 2010 soll das Mittel auf den Markt kommen.
„Die Libido der Männer mit Pflanzen-Potenzmittel war im Vergleich sogar höher als in der Kontrollgruppe, die Viagra nahm“, berichtet Olaf Schröder vom Charité-Institut für Transfusionsmedizin. Er wertet die Ergebnisse der Tests als „sehr gut“. Im Frühjahr 2010 soll das Bio-Potenzmittel auf den Markt kommen. Profitieren davon können aber nur Männer.
In den jüngsten Tests bestätigt sich für die Wissenschaftler, was bereits eine erste, kleinere Studie im Jahr 2007/08 zeigte: Die Mischung verschiedener Pflanzenextrakte erhöht im Körper den Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron und verbessert die Durchblutung. Der anregende Charité-Cocktail besteht vor allem aus Teilen der Pflanze Tribulus terrestris (End-Burzeldorn), die in Osteuropa wächst. Ähnlich wirkt die Andenpflanze Maca. „Maca steigert die Bindungsfähigkeit des Testosterons“, erläutert Schröder.
Zum Bio-Potenzmittel hinzu kommen Policosanol, das aus Zuckerrohr und Reis gewonnen wird und die Blutfettwerte senkt, sowie die Aminosäure L-Anginin. Sie kommt in Erdnüssen und Weizenkeimen vor und führt unter anderem zur Gefäßerweiterung. Weintraubenextrakt, traditionell für seine stärkende Wirkung auf Herz-Kreislauf- und Immunsystem bekannt, komplettiert die Mischung.
„Alle diese Substanzen sind seit Jahrtausenden bekannt. Klinische Studien zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen liegen ebenfalls vor“, sagt Schröder. Da die Wirkstoffe alle auf dem Markt seien, werde das neue Mittel später nicht als Medikament, sondern als diätetisches Lebensmittel verkauft.
Gravierende Nebenwirkungen haben die Berliner Forscher bislang nicht dokumentiert. „In Einzelfällen kam es zu Durchfall“, berichtet Forscher Schröder. Das klingt nicht unpraktisch. Denn eine mögliche Überdosierung würde sich nach Ansicht der Forscher damit auf der Toilette von selbst erledigen. Gefahren, dass der mit Pflanzenkraft erhöhte Testosteron-Spiegel auch die Aggressivität wachsen lasse, sieht Schröder nicht. „Dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege und auch keine der Versuchspersonen berichtete davon.“
In weiteren Studien sollte nach Ansicht der Berliner Mediziner aber noch geprüft werden, ob sich bei längerer Einnahme die Nebenwirkungen noch reduzieren lassen und die Wirksamkeit weiter steigern lässt. Denn Wunder, so betont Schröder, leistet auch die neue Pille nicht. Es gehe darum, Potenzprobleme, die zum Beispiel durch Nierenkrankheiten, Diabetes oder Depressionen entstehen können, zu minimieren. „Sie ganz auszuschalten geht nicht.“
Ein kleines Berliner Unternehmen will das Bio-Mittel unter dem Namen „Plantagrar“ im Frühjahr 2010 auf den Markt bringen. Der ist groß, denn rund zehn Prozent aller Männer und mehr als die Hälfte der 50- bis 70-jährigen leiden an Erektionsstörungen. Bislang ist Viagra mit dem Wirkstoff Sildenafil auf diesem Terrain der Platzhirsch. Allein 2007 setzte das Pharmaunternehmen Pfizer damit weltweit 2,5 Milliarden US-Dollar um. (Quelle: www.welt.de )

Freiburg (ISG) –-Zwei von drei Deutschen sprechen selbst mit guten Freunden kaum über Sex, da ihnen die Materie zu privat ist, so die Ergebnisse der Erhebung "Gesprächskultur in Deutschland". Doch das ist schade, findet Dr. Michael Berner, Vorstand des Informationszentrums für Sexualität und Gesundheit (ISG) e.V.
„Reden über Sexualität lohnt sich, wenn etwas nicht stimmt“, sagt der Psychiater und Psychotherapeut Dr. Berner, der vor fast 10 Jahren mit anderen Ärzten das ISG gegründet hat. „Unsere Erfahrungen und Untersuchungen zeigen: wenn Sie mit dem Partner oder vielleicht auch mit guten Freunden darüber sprechen, die Chance auf Verbesserung steigt dadurch!“. Zum Beispiel, ob andere Männer nicht auch Erektionsstörungen haben, andere Frauen auch über ein gestörtes sexuelles Verlangen klagen oder ob andere Paare auch nur einmal pro Woche oder einmal im Monat Sex haben. „Viele Mythen über Sexualität sind weit verbreitet. Wer seine Vorstellungen nicht an der Realität überprüft, wird vielleicht immer grundlos unglücklich bleiben.“ Über Sex zu sprechen, gilt jedoch offensichtlich in unserer Gesellschaft immer noch als Tabu, wie eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit über 1800 Teilnehmern beweist. Dort hatten 64% der Befragten angegeben, das Thema lieber zu meiden.
Aber wenn auch das Gespräch mit dem Partner oder dem besten Freund, der besten Freundin nicht gewagt wird, was dann? „In diesem Fall empfiehlt sich ein Anruf bei den medizinisch und gesprächstherapeutisch ausgebildeten Mitarbeitern bei der Infoline des ISG“, so Dr. Michael Berner. Fast 50.000 Anrufer haben sich genau aus diesen Gründen in den letzten Jahren an das ISG gewandt. Das seriöse und auf Wunsch auch anonyme Informationsangebot half ihnen, ihre Sprachlosigkeit zu überwinden und hat ihnen Hilfestellungen gegeben, wie sie in ihrer Partnerschaft das heikle Thema nun angehen können.
Schon 1972 widmete sich Woody Allen mit einem Film dem Tabuthema: „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, scheint es. Sehr viele der Fragen, die beim ISG an der Infoline gestellt werden, drehen sich um die durchschnittliche Penislänge, die normale Häufigkeit von Geschlechtsverkehr, aber auch insbesondere um Auswirkungen von bestehenden Krankheiten auf das Sexualleben. Viele Anrufer sind durchaus überrascht, dass beispielsweise Erektionsstörungen durch Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und auch Stress ausgelöst werden können. „Davon sind in unserer Gesellschaft ja viele Männer betroffen. Es hilft zu wissen, dass man nicht alleine mit diesem Problem ist und was die Ursachen sind“, meint Dr. Berner. „Und natürlich gibt es für sexuelle Störungen - ob beim Mann oder bei der Frau – auch Behandlungsmöglichkeiten, über die das ISG im Gespräch oder mit schriftlichem Infomaterial aufklären kann.“
Darum: überwinden Sie Ihre Sprachlosigkeit – Reden über Sex lohnt sich!
Broschüren und weitere Informationen erhalten Interessierte an der ISG Infoline Montags bis Freitags 10-12 und 15 bis 18 Uhr unter 0180 555 84 84 (14 ct/min).

Je mehr Sex Männer haben, desto glücklicher sind sie. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die britische Forscher der Universität Bristol an über 1.00 Probanden durchgeführt haben.
Sie legten ein Augenmerk auf den gesundheitlichen Zustand der Männer in Relation zu der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs. Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Es stellte sich zudem heraus, dass Sexmuffel mit der Zeit eine bis zu doppelt so hohe Sterbewahrscheinlichkeit aufweisen. Ob der Sex mit einer oder mit mehreren Personen ausgeübt wird, spiele laut der Forscher keine Rolle. (Quelle: www.paradisi.de )

- Washington (dpa) - Ähnlich wie die Potenzpille Viagra könnte Schwefelwasserstoff Männern mit Erektionsstörungen einmal helfen. Auch er erleichtere das Anschwellen des Schwellkörpers im Penis.
Das schreibt eine internationale Forschergruppe um Giuseppe Cirino von der Universität Neapel in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften («PNAS»; online vorab). Die Wissenschaftler erhoffen sich von ihren Ergebnissen neue Therapien bei Impotenz.
Schwefelwasserstoff üblicherweise vor allem als Giftstoff bekannt ist ein gasförmiger Botenstoff im Nervensystem des Menschen und anderer Säuger. Zwei Enzyme stellen ihn aus dem Ausgangsstoff L- Cystein her. Menschliches Penisgewebe enthalte diese beiden Enzyme in dem Bindegewebe und den glatten Muskeln der Penisarterie, berichten Cirino und seine Kollegen. Im Labor führten die Forscher menschlichen Schwellkörpern L-Cystein beziehungsweise Schwefelwasserstoff zu. Daraufhin entspannten sich die Muskeln des Schwellkörpers, beobachteten die Forscher. Im intakten Penis würden sich in der Folge die Adern weiten, Blut einströmen und eine Erektion auftreten.
Cirino und seine Kollegen untermauern ihre Laborergebnisse durch Versuche an Ratten. Diese zeigten, dass die Injektion sowohl von L- Cystein als auch von Schwefelwasserstoff in den Schwellkörper eine Erektion bei den Nagern fördern. Der Schwellkörper des Penis ist von zahlreichen Gefäßen durchzogen, die sich je nach Erregungsstand zusammenziehen oder weiten. Erektionsstörungen werden heute weitestgehend auf Erkrankungen dieser Gefäße zurückgeführt. Die vorliegende Studie belegt erstmals die Mitwirkung des L-Cystein/Schwefelwasserstoff-Stoffwechsels bei der Erektion des menschlichen Penis, betonen die Forscher. (Quelle: www.ka-news.de )

Berlin (ddp). Die Gesprächsthemen Sexualität und Geld sind laut einer Studie stärker tabuisiert als noch vor einigen Jahren. Knapp zwei von drei Deutschen sprechen selbst mit guten Freunden kaum über Sex, da ihnen die Materie zu privat ist, wie die Erhebung "Gesprächskultur in Deutschland" zeigt. Im Vergleich zu 2005 stieg der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe laut der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie von 61 auf 64 Prozent. Über die Themen Einkommen und Vermögen schweigen demnach 61 Prozent, ein Plus von vier Prozentpunkten. Die Tabuisierung werde restriktiver, auf eine Entspannung deute nichts hin, konstatierte die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher.

Viele Frauen leider einmal oder öfters in ihrem Leben an einer Pilzinfektion der Scheide. Wichtig ist dabei eine ordentliche Diagnose und keine Übertherapie.
Wenn's juckt und brennt: Fast jede Frau macht einmal in ihrem Leben eine Vaginitis - oft auch gleich mehrfach - durch. Pilz- oder Bakterieninfektionen sowie ein Mangel an "gesunden" Laktobazillen in der Scheide sind die Ursache. Ordentliche Diagnose, keine Übertherapie und eventuell prophylaktische Maßnahmen sind die wichtigsten Gegenmittel, erklärten am Donnerstag Fachleute bei einer Pressekonferenz in Wien.
Pilzinfektion. "75 Prozent der Frauen haben einmal in ihrem Leben eine Candidose (Pilzinfektion) der Scheide, die Hälfte davon mehrfach. Bei 16 Prozent der Frauen kommt es bei einer Schwangerschaft zu einer bakteriellen Vaginose. Die dritte Ursache ist ein Mangel an Laktobazillen, den Döderlein-Stäbchen", erklärte der Wiener Gynäkologe Armin Witt. Die Symptome sind mit Jucken und Brennen sowie Ausfluss und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr jeweils ähnlich.
Scheidenflora. Das Problem: Oft wird sofort zu einem Anti-Pilzmittel gegriffen. Hilft das nicht, geht's weiter zum Antibiotikum, das dann in einem "Rundumschlag" auch die natürliche Scheidenflora kaputt macht. Die Folge können dann erst recht Pilzinfektionen sein. Auch wenn sofort eine Kultur aus einem Vaginalabstrich angelegt wird, muss das Ergebnis längst nicht aussagekräftig sein. Das Resultat ist eine lange Liste an vorkommenden Keimen, die gar keinen Krankheitswert haben.
Gezielter Einsatz. Witt: "Man sollte den Abstrich sofort mikroskopisch - eventuell mit Gram-Färbung - untersuchen und nicht übertherapieren." So lässt sich leicht feststellen, welche der drei häufigsten Ursachen zutrifft. Pilzmittel, Antibiotikum oder Laktobazillen-Präparate können dann gezielter eingesetzt werden. Desinfektionsmittel, "Alternativmedizin", Anti-Pilz-Diäten etc. haben keinen belegten Effekt. Auf sie verfallen manche Frauen vor allem deshalb, weil solche Probleme noch immer ein Tabuthema sind.
Therapie. Sollte eine Vaginitis aufgrund eines Mangels an Döderlein-Stäbchen (Laktobazillen) - auch aufgrund einer zuvor erfolgten Antibiotikatherapie wegen einer bakteriellen Infektion - vorliegen, können laut einer wissenschaftlichen Studie des Wiener Gynäkologen Ljubomir Petricevic sowie von Witt mit 190 Probandinnen Scheidenkapseln ("Gynophilus") Abhilfe schaffen, die Lactobacillus casei rhamnosus enthalten. Damit normalisierte sich die Vaginalflora bei 83 Prozent der Betroffenen nach siebentägiger Anwendung binnen vier Wochen. Bei Patientinnen, die diese Therapie nicht bekamen, war eine Normalisierung nur bei 35 Prozent der Fall. (Quelle: www.kleinezeitung.at )

Erkrankungen und Probleme im Geschlechtsleben weltweit steigend
pte - In 15 Ländern Europas und des Nahen Ostens steht die Woche um den Valentinstag, vom 10. bis 14. Februar, im Zeichen der sexuellen Gesundheit. Die International Society For Men's Health & Gender ISMH will mit der Aktion unter dem Titel "European Sexual Awareness Events" (ESAE) aufklären, Mut machen und vor allem dazu anregen, über Probleme beim Sex zu sprechen. Sexualstörungen gelten in der westlichen Welt mittlerweile als "Volkskrankheit".
Die ISMH will das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit und sexuelle Gesundheitsstörungen für Fachwelt und Laien gleichermaßen in den Mittelpunkt zu rücken. Gemeinsam mit der European Society for Sexual Medicine (ESSM) und der European Sexual Dysfunction Alliance (ESDA), die im November 2003 beim ESSM-Kongress in Istanbul beschlossen wurde, sollen Menschen bewogen werden, über ihre Störungen zu sprechen und bei Fachleuten Rat zu suchen. Das diesjährige Motto der Kampagne lautet auch "Nicht hängen lassen - sprechen!".
Nach einer Studie im Jahr 2001, die in 28 Ländern an 26.000 Personen durchgeführt wurde, gaben 44 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Männer an, in den letzten 12 Monaten sexuelle Probleme gehabt zu haben. Derzeit sind allein in österreich rund eine Mio. Menschen direkt oder indirekt (als Partner) von Sexualstörungen betroffen. Allein die Prävalenz der erektilen Dysfunktion beim Mann wird in einer Hochrechnung für 2025 auf weltweit 300 Mio. Fälle geschätzt. Frauen klagen besonders über Lustlosigkeit, Orgasmusstörungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Lubrikatonsstörungen. Beim Mann steht der frühzeitige Samenerguss an erster Stelle der Beschwerden, gefolgt von Erektionsstörungen. Aber auch Ängste, beim Geschlechtsverkehr "zu versagen" oder generelle Lustlosigkeit machen Männern zu schaffen.
Die Informationswoche will Menschen mit sexuellen Problemen dazu bringen, diese Problematik anzusprechen. Experten wie der Wiener Mediziner Siegfried Meryn, Präsident der ISMH, rate zu einer offenen Kommunikation, denn Sexualstörungen sind häufig ein "Frühwarnsystem" für organische Erkrankungen. "Zum Einen können unter Umständen andere Erkrankungen schon früh entdeckt werden oder schon allein durch Lebensstil-Änderungen wie Einschränkung von Nikotin und Alkohol positive Effekte erzielt werden", so der ISMH-Präsident. "Noch stecken wir diesbezüglich in österreich in den Babyschuhen", erklärt Meryn, "doch müssen wir auch hier zu Lande alles versuchen, um aufzuklären und Akzente zu setzen." Offene Worte, auch seitens der Ärzteschaft, seien daher dringend notwendig, denn medizinische Interventionen, aber auch psychologische bzw. psychosoziale Hilfestellungen könnten es Paaren ermöglichen, ihr privatestes Leben mit mehr Erfüllung zu leben. Geschieht dies, hat es auch einen nicht zu unterschätzenden und positiven Einfluss auf andere Lebensbereiche. (Quelle: www.arzt-aspekte.de)
Weitere Informationen:
http://www.ismh.org
http://www.sexualhealth2004.org

ROCHESTER (mut). Männer mit früh nachlassender Manneskraft laufen Gefahr, kurz darauf eine KHK zu bekommen. So erkranken Männer, die bereits im Alter zwischen 40 und 49 Jahren eine erektile Dysfunktion (ED) entwickeln, etwa 50-mal häufiger in den folgenden zehn Jahren an KHK als sexuell gesunde Männer. Darauf deuten Daten einer US-Studie, in der über 1400 Männer zehn Jahre lang untersucht worden sind. Hochgerechnet und bezogen auf Männer unter 50 Jahren erkranken danach innerhalb von zehn Jahren 10 von 1000 sexuell gesunden Männern an einer KHK, aber 485 von 1000 Männern mit ED. Gerade bei Männern unter 50 Jahren ist eine ED daher ein wichtiges Warnsignal für eine beginnende KHK, so die Studienautoren (Mayo Clinic Proceedings 84, 2009, 108). (Quelle: www.aerztezeitung.de )

Ist er zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn? Von der Antwort auf diese Fragen hängt das Selbstbewusstsein vieler Männer ab. Um sein bestes Stück ranken sich viele Mythen und Märchen. News.de bringt ein wenig Licht ins Dunkel.
Je länger, desto besser? Von wegen die Länge des Penis lässt auf das sexuelle Leistungsvermögen eines Mannes schließen! Das ist alles Quatsch. Sagt Professor Dr. Sommer. Nicht der Dr. Sommer von der Bravo, sondern der Professor für Männergesundheit von Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Mann muss es wissen, schließlich beschäftigt er sich seit Jahren mit der Lehre und Forschung zu männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen und Sexualstörungen.
Seine Erkenntnis: «Ein kleiner, stabiler Penis kann oft bessere Erektionen hervorbringen und somit befriedigender für die Partnerin sein als ein langes Exemplar - frei nach dem Motto: lang und schmal - Frauens Qual. Klein und dick - Frauens Glück.» Untersuchungen hätten gezeigt, so Dr. Sommer, dass es für Männer mit großen Prachtexemplaren schwierig sei, eine Erektion aufrecht zu halten. Ein kleinerer Penis sei dagegen oft stabiler und letztlich befriedigender für die Frau, weil ausreichend hart. Und je dicker das Ding ist, desto stärker ist die Reibung an den lustempfindlichen Stellen der Frau.
Wie groß muss er denn nun sein? Hier zählen nur nackte Tatsachen: Im Durchschnitt ist der Penis eines weißen Europäers im schlaffen Zustand 7,3 Zentimeter lang, im erigierten Zustand misst er im Schnitt 15,4 Zentimeter. Das längste Exemplar der Welt misst stolze 48,3 Zentimeter, wobei der Träger - Pornodarsteller Long Don John Silver - kaum Freude daran haben wird. Denn ein Penis über 30 Zentimeter Länge passt nicht mehr in die Vagina und ist somit völlig nutzlos, wie Dr. Sommer sagt. Der Träger des kleinsten Penisses will lieber anonym bleiben. Für Mikropenisse gilt ein Grenzwert von 2,5 Zentimetern.
Wer hat den längsten? Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1998 haben Afrikaner einen größeren Penis als Westeuropäer, während kleinere Exemplare besonders häufig in Asien zu finden sind.
Welche Penisform ist die beste? Die gibt es nach Aussage Dr. Sommers nicht, allenfalls eine besonders schöne: die zylindrische, wobei der Penis im erigierten Umfang von der Eichel bis zum Ansatz ungefähr gleich groß ist. Mit einer solchen Form ist etwa ein Drittel der Männer ausgestattet. Die meisten Männer haben allerdings einen Flakonpenis - die Eichel ist dicker als der Schaft. Die übrigen Kollegen verfügen über einen Penis in Kegelform – die Peniswurzel ist dicker als die Partie unterhalb der Eichel.
Lässt sich der Penis verlängern? Ja, mittels einer Massagemethode der Araber (Jelg), die so geht: den Penis zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und mit Melkbewegungen jeden Tag eine halbe Stunde von der Wurzel bis zur Spitze massieren. Ein sichtbarer Erfolg stellt sich aber frühestens nach einem Jahr ein. «Nur» halb so lang dauert die Verlängerung mittels eines Penis-Stretchers - also einer Art Streckmaschine. Um zwei bis drei Zentimeter wett zu machen, muss der Penis aber vier Monate lange täglich sechs Stunden in die Streckvorrichtung. Der Nachteil dieser Methode: Es können Erektionsstörungen auftreten.
Apropos Erektionsstörungen: Es gibt zwar Phasen, in denen Mann keine Lust hat, aber dauern sie an, sollte er einen Urologen aufsuchen. Denn die Störungen können auf schwerwiegende Krankheiten hinweisen: Herzinfarkt und Schlaganfall. Es gibt natürlich auch das Gegenteil: die Dauererektion, die zwar viel versprechend klingt, aber für den Betroffenen ein schmerzhafter Zustand ist. Wird sie nämlich über vier Stunden nicht behandelt, drohen langfristige Erektionsprobleme, warnt Dr. Sommer.

52% aller Männer zwischen 40 und 70 Jahren leiden an Erektionsstörungen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass Übergewicht eine der Hauptursachen dafür ist. So führt Übergewicht zu einem um 30% erhöhten Risiko von Erektionsstörungen. Neue Hoffnung für alle Bierbauchträger bringt nun eine neue Langzeitstudie der Universität Neapel, die beweist, dass Abnehmen und Sport die Erektionsfähigkeit steigern.
Die Wissenschaftlerin Dr. Esposito setzte dazu übergewichtige Männer mit Potenzproblemen auf eine Diät aus ausgewogener, ballaststoffreicher Mischkost und verordnete ihnen ein regelmäßiges Sportprogramm. Das Ergebnis: über ein Drittel der Männer erlangte ihre Potenz zurück.
Doch woher kommt dieser Zusammenhang zwischen Abnehmen und Potenz? Wie die Studie zeigt, führt Übergewicht zu chronischem oxidativen Stress und zur Bildung freier Radikale. Diese reduzieren den Anteil von Stickstoffoxid im Körper, was wiederum einen signifikanten Einfluss auf die Entstehung von Erektionsstörungen hat. Wie die Untersuchung von Dr. Esposito zeigt, lassen sich Erektionsstörungen daher durch Sport und vor allem durch eine gezielte Diät beseitigen.
Aber welcher gestresste Mann hat heutzutage schon Zeit und Lust für Diät-Kocherei, Kalorienzählen, Einkaufen und Hunger leiden? Zeitgleich zur Studie von Dr. Esposito hat daher amapur, der führende Hersteller natürlicher Diätnahrung, eine Diät speziell für Männer auf den deutschen Markt gebracht. Die amapur for men Diät ist exakt auf den männlichen Organismus abgestimmt, hoch wirksam und vor allem: männersicher einfach in der Anwendung. Kein Wunder, denn hinter amapur steckt wiederum eine Frau. Und die hat als solche ein natürliches Interesse an der angenehmsten Nebenwirkung der Welt. Peggy Reichelt, Geschäftsführerin von amapur: "Bisher haben mich vor allem Dankschreiben zufriedener Manager und Schauspieler erreicht, die mit amapur for men in wenigen Wochen deutlich abnehmen konnten. Seit Dr. Esposito bewiesen hat, was unser Produkt sonst noch leistet, freue ich mich noch mehr auf Feedback von unseren Anwendern. Aber vielleicht sollte ich besser deren Frauen befragen..."
Die amapur for men Diät besteht aus kleinen, 100% natürlichen, sättigenden Fertig-Snacks, mit denen die normale Nahrung für 10 Tage ersetzt wird. Diese Kekse, Shakes, Riegel und Fertigsuppen lassen sich bei Arbeit und Freizeit bequem verzehren. Außerdem enthält amapur for men als einzige Diät einen Komplex an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, die speziell auf die Anforderungen des männlichen Organismus abgestimmt sind, ergänzt um die Anti-Stress- und Anti-Aging-Wirkstoffe Coenzym Q10 und L-Carnitin.
Berlin (ots), (Quelle: www.arzt-aspekte.de)

Zu salzarme Ernährung kann die sexuelle Lust bei Menschen massiv einschränken, wie zwei Forscher in Paris nun herausgefunden haben. In ihrem Bericht für die Fachzeitschrift "Nephrology, Dialysis, Transplantation" führen die beiden Wissenschaftler außerdem aus, dass verminderter Salzkonsum auch zu einer eingeschränkten Lebenserwartung beiträgt.
Zu wenig Salz in der Nahrung führt bei beiden Geschlechtern zu eingeschränkter sexueller Lust und kann beim Mann sogar schwerwiegende Erektionsstörungen hervorrufen. Bei Frauen führt die Mangelernährung zudem zu Komplikationen in der Schwangerschaft.
Dopamin-Ausstoß gehemmt
Die eingeschränkte Lust im Falle eines Salzmangels erklären sich die Forscher vor allem durch eine eingeschränkte Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, der eine Rolle bei der Frage spielt, ob man sein Gegenüber sexuell attraktiv findet oder nicht. (Quelle: www.krone.at )

Dass es einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Erektionsstörungen gibt, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Angeblich hat jeder zweite Mann mit einem Diabetes auch mit Erektionsstörungen zu kämpfen. Warum ist das so und was kann man dagegen tun?
Rein statistisch sind 25% aller Erektionsstörungen auf das Vorliegen eines Diabetes mellitus zurückzuführen, gibt das Onlineportal impotenz-selbsthilfe.de an. Erektionsstörungen treten bei Diabetikern als Begleit- oder Folgeerkrankung und manchmal als Vorbote des Diabetes auf.
Wie entsteht eine Erektion?
Das Wort „Erektion“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Erregung“ und „Aufrichtung“. Die Erregung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Penis steif wird. Sinnliche Reize, wie beispielsweise ein aufregendes Dekollete, erotische Literatur oder Pornofilme, werden vom Gehirn aufgenommen und bewertet. Das Hirn sendet dann einen entsprechenden Nervenimpuls an die Nerven im Penis. Dort werden in den Nervenenden so genannte Neurotransmitter freigesetzt, die wie eine Art Türöffner arbeiten. Neurotransmitter sind Botenstoffe. Sie lösen eine komplexe biochemische Reaktion aus, an deren Ende die Erschlaffung der glatten Schwellkörpermuskulatur des Penis steht. Sobald diese Muskulatur erschlafft, dehnen sich die Hohlräume in den Schwellkörpern des Penis aus und es strömt Blut ein. Dieses einströmende Blut lässt den Penis anschwellen und sorgt dafür, dass die Venen im Penis zusammengedrückt werden. Dadurch wird auch der Rückfluss des Blutes aus den Schwellkörpern stark gedrosselt. Die vollständige Versteifung (Rigidität) entsteht danach durch das Zusammenziehen der Beckenbodenmuskulatur.
Gestörte Erektionsfähigkeit – Allein unter vielen
Die Fähigkeit, eine anhaltende Erektion zu haben, ist nicht selbstverständlich. Das Bild vom Mann, der immer will und immer kann, ist jedoch längst eine Art Kulturgut. Nicht nur in der Medienlandschaft, auch im Gespräch mit Freunden und Kollegen hört man meist nur Geschichten über aufregenden Sex mit tollen Frauen. Dieses Verhalten ist natürlich relativ logisch, denn mit unbefriedigendem Sex und ausbleibenden Erektionen kann man nicht prahlen. Diese Form der Selbstdarstellung findet man schon in Höhlenmalereien. Wahr ist aber auch, dass jeder Mann in seinem Leben mehrmals erlebt, dass die Erektion ausbleibt, obwohl er erregt ist und gerne eine hätte. Schätzungen zu Folge soll jeder zweite Mann über 40 Jahren von Erektionsstörungen zeitweise oder langfristig betroffen sein.
Was sind die Ursachen einer Erektionsstörung?
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) definiert den Begriff „Erektionsstörung“ folgendermaßen: „Die erektile Dysfunktion beschreibt ein chronisches Krankheitsbild von mindestens 6-monatiger Dauer bei dem mindestens 70 Prozent der Versuche, einen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, erfolglos sind.“ So kompliziert wie die Entstehung einer Erektion ist, können auch die Gründe sein, die sie verhindern. Meist gibt es auch nicht nur einen, sondern viele Gründe, warum man keine Erektion bekommen kann. Eine grobe Unterscheidung wird zwischen den physischen und den psychischen Ursachen getroffen. Zu den physischen Ursachen gehören Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck, starker Alkoholkonsum, Arteriosklerose (Verkalkung der Blutbahnen), größere Operationen an Mastdarm oder Prostata und eben die Folgen eines Diabetes. Wenn man über längere Zeit hinweg erhöhte Blutzuckerwerte hat, können Nerven, Blutgefäße und Schwellkörper des Penis dauerhaft geschädigt werden. Eine organische Erektionsstörung ist in der Regel langfristig und muss medikamentös behandelt werden. Wenn zu den hohen Blutzuckerwerten auch noch ein schlechter Cholesterinspiegel, mangelnde Durchblutung oder hoher Blutdruck hinzukommen, vervielfacht sich die Wahrscheinlichkeit einer Störung. Auch manche Medikamente, zum Beispiel Betablocker für Herzkranke, Antidepressiva oder Antiepileptika, können zu Erektionsstörungen führen. Medikamente dürfen jedoch ausschließlich in Absprache mit dem Arzt abgesetzt oder verändert werden.
Körper und Psyche
Psychisch bedingte Erektionsstörungen resultieren zum Beispiel aus großem Stress, der Angst den Job oder die Partnerin zu verlieren oder andere negative Erfahrungen. Physische und psychische Ursachen kommen bei einer Erektionsstörung oft zusammen: Wer als Diabetiker bereits die Erfahrung gemacht hat, dass manchmal die Erektion ausbleibt, setzt sich selbst so sehr unter Leistungsdruck, dass er aus Angst vor dem „Versagen“ jeder Annäherung aus dem Weg geht. Darunter leidet dann nicht nur der betroffene Mann, sondern auch der oder die Partnerin. Wer versucht, die Erektionsprobleme vor dem Partner zu verheimlichen, zieht sich meist zurück.
Erektionsstörung – Was tun?
Niemand ist schuld daran, dass der andere nicht mehr kann. Wer in einer festen Beziehung lebt, sollte unbedingt mit seinem Partner das Thema besprechen. Wenn Leidensdruck und Sprachlosigkeit zu groß sind, gibt es die Möglichkeit sich via Internet anonym und kostenlos mit anderen Betroffenen oder professionellen Therapeuten in virtuellen Selbsthilfegruppen auszutauschen. In jedem Fall sollte aber schleunigst ein Arzt eingeweiht werden, denn das Vorliegen einer Erektionsstörung kann auch nur ein Symptom zahlreicher anderer, schwerer Erkrankungen sein.. Wer also länger als ein halbes Jahr unter ausbleibenden Erektionen leidet, sollte dringend einen Termin beim Urologen oder Andrologen machen. „Andrologie“ bedeutet soviel wie „Männerheilkunde“ und sie ist das Gegenstück zur Gynäkologie, der Frauenheilkunde. Ein guter Androloge sollte sich Zeit nehmen, um auf die Schilderungen und Fragen des Patienten einzugehen. Der Patient sollte sich seinerseits auf den Arztbesuch vorbereiten: Beipackzettel von Medikamenten einpacken, Fragen überlegen und vor allem auf das Vorliegen eines Diabetes hinweisen.
Autor: Meike Dackweiler, Quelle: www.impotenz-selbsthilfe.de www.diabetes-news.de

Es ist zum Verzweifeln: Viele Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen haben Kinder, und auch in der Werbung strahlen zahlreiche kleine Wonneproppen um die Wette. Doch der eigene Wunsch nach Kindern bleibt unerfüllt.
Das ist kein Einzelfall: Während in Deutschland jedes Jahr rund 680 000 Babys geboren werden, bleiben Experten zufolge etwa 15 Prozent der Paare ungewollt kinderlos - Tendenz steigend. «Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine enorme Belastung für die betroffenen Männer und Frauen», sagt Anke Rohde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). Die Ärztin leitet den Bereich Gynäkologische Psychosomatik am Universitätsklinikum Bonn. Das Selbstbewusstsein könne unter dem Eindruck des «Nichtfunktionierens» und dem Kontrollverlust über die Lebensplanung erheblich leiden.
Viele Paare denken in diesen Situationen deswegen schnell an eine künstliche Befruchtung in spezialisierten Kliniken. Doch Christian Albring, der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte in München, warnt davor, diesen Weg zu früh zu gehen. «Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, die man zuerst ausprobieren kann.»
Der erste Schritt hört sich fast banal an, ist aber durchaus effektiv: «Am besten beobachtet die Frau ihren Zyklus genau, damit man abhängig von der individuellen Zykluslänge ermitteln kann, wann der Eisprung stattfindet», sagt der in Hannover tätige Gynäkologe Albring. «Es kommt nämlich häufig vor, dass Paare sagen 'Wir probieren schon lange', dabei aber nicht bedenken, dass sie nach einem Arbeitstag oft keine Lust mehr auf Sex haben und den Termin verpassen oder sogar nur eine Wochenendbeziehung führen.»
Entscheidend ist folglich der Geschlechtsverkehr in den Tagen um den Eisprung der Frau. Dabei ist aber darauf zu achten, vorher nicht zu häufig Sex miteinander zu haben, da es drei Tage dauert, bis beim Mann die optimale Spermienzahl gebildet wird. «In der fraglichen Zeit sollte man dann jeden zweiten Tag Verkehr haben», rät Albring. Klappt es dann immer noch nicht, kann der Frauenarzt per Ultraschall überprüfen, ob überhaupt Eibläschen vorhanden sind.
«Wenn nach einigen Versuchen der Erfolg ausbleibt, kann der Gynäkologe die Durchlässigkeit der Eileiter prüfen sowie bei der Frau eine Hormonanalyse und beim Mann ein Spermiogramm erstellen», sagt Albring. Diese Schritte können noch beim Frauenarzt unternommen werden. Bei verheirateten Paaren übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Ist dann allerdings noch immer kein Nachwuchs unterwegs, kann möglicherweise eine der zahlreichen Kinderwunschkliniken weiterhelfen. «Wir versuchen beispielsweise, den Zyklus mit Hilfe von Hormonen zu stimulieren und somit zu optimieren», sagt Christian Friedrich Stoll vom Kinderwunschzentrum Berlin.
Sind beim Mann zwar Spermien vorhanden, aber laut dem Spermiogramm in der Qualität, Funktionsfähigkeit oder Beweglichkeit eingeschränkt, helfen Kinderwunschkliniken mit der sogenannten Insemination. Dabei werden die besten Samenzellen mittels eines kleinen Schlauches direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht, erklärt Stoll.
Eine weitere Möglichkeit, zum Beispiel bei einem Eileiterverschluss der Frau, ist die In-vitro-Fertilisation (IVF). «Dazu werden Eizellen entnommen und in einem Reagenzglas mit Samenzellen des Mannes zusammengeführt», erläutert der Mediziner. Ist die Samenqualität dafür zu schlecht, können sie auch direkt in die Eizelle injiziert werden. Diesen Vorgang nennt man Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI. Die Krankenkassen übernehmen aber nur einen Teil der Kosten und diese auch nur unter bestimmten Bedingungen.
Erfolgreich sind die Versuche nicht immer, wie mehrere Studien belegen. «Die Wahrscheinlichkeit, durch sogenannte künstliche Befruchtungsverfahren wie IVF oder ICSI schwanger zu werden, liegt im Durchschnitt bei 30 Prozent», sagt Albring.
Gynäkologische Psychosomatik an der Uniklinik Bonn: www.femina.uni-bonn.de
Infos vom Berufsverband der Frauenärzte: www.frauenaerzte-im-netz.de
(dpa/tmn)
Von Aliki Nassoufis, 04.02.09, 12:00h (Quelle: www.rundschau-online.de)

«Besserer Sex. Bessere Orgasmen. Besseres Leben.» - So wirbt der Elektronikhersteller Sega Toys übersetzt für sein neustes Produkt, den «Love Trainer». Über Kopfhörer treibt eine elektronische Frauenstimme die Partner zu sexuellen Höchstleistungen an – Viagra für die Ohren.
An jedem Klischee ist letztlich auch was dran: Japaner sind technik-geil. Und da hat sich der einstiege PC-Spieleriese Sega gedacht, man entwickelt einen Kopfhörer, der die «sexuelle Leistungsfähigkeit erhöhen» soll. In Wahrheit hatte man wohl noch das ganze Lager voll mit dem erfolglosen Fitness-Kopfhörer «FiTrainer».
Also schnell umprogrammiert die Dinger, anstatt «maximale Erfolge» beim Sporttreiben geht es nun um «maximale Erfolge» beim Geschlechtsverkehr. Die Zeiten sind hart für den einstigen PC-Spieleriesen Sega – anders kann man sich den «Love Trainer» beim besten Willen nicht erklären. Übrigens geht es hier nicht um «Love» sondern um Sex – also sollte man das Gerät auch so nennen. Und nun gibt es die Liebeshörer auch in den USA, für umgerechnet 60 Euro.
Wie funktioniert das Ganze? Beim «Love Trainer» handelt es sich um einen Nackenbügelkopfhörer mit eingebautem Ohrclip. Der misst dann den Puls und gibt dem Träger Kommandos wie: «Following the beat, make love much harder»etwa: Folge dem Takt und erhöhe die Stoßzahl, wenn die Initiative zu wünschen übrig lässt. Bei zu forschem Einsatz hingegen bremst die Stimme vorsichtig mit «Making love a bit more gentler would be perfect!»Ein klein wenig vorsichtiger stoßen wäre perfekt!
Dabei wundert man sich über den Sinn einiger Ansagen. Damit man auch wirklich den Einstieg nicht verpasst, animiert die weibliche Stimme mit einem «The foreplay will now begin!»Jetzt beginnt das Vorspiel! zum Vorspiel. Wenn der Puls dann auf Touren ist, gibt die Sextrainerin mit dem Hinweis «The Love-Making will now begin!»Jetzt beginnt das Liebemachen! die Hauptrunde des Liebesspiels frei. Ist das Level dann erfolgreich abgeschlossen, wirbt die Stimme mit einem «Well done, let's make love more regularly!»Gut gemeistert, wir sollten öfters Liebe machen. für eine Ehrenrunde. So oder ähnlich laufen alle Durchsagen des «Love Trainer», eine Auswahl sowie das Präsentationsvideo sind auf der Produktseite zu finden.
Im Werbesprech von Sega Toys klingt das Ganze natürlich viel besser: Da wird der «Love Trainer» als «bahnbrechender Sex-Verbesserer» gepriesen, der «ein Durchhaltevermögen» gibt, so dass «der Partner nach mehr betteln wird, nach viel mehr.» Und der Pulsmesser ist nicht einfach nur ein schnöder Pulsmesser, sondern eine «patentierte Bio-Feedback-Technologie». Sogar Erektionsstörungen will der «Love Trainer» heilen können.
Damit man sich das langweilige Gestöhne des Partners oder der Partnerin nicht anhören muss, gibt es die Möglichkeit, den MP3-Player an den Kopfhörer anzuschließen. Wohin man sich den Player dann stecken soll, bleibt wohl das Geheimnis der Entwickler. Ähnlich unausgegoren ist auch, dass heterosexuelle Frauen völlig außen vor gelassen werden – schwer vorstellbar, dass sich jede von einer weiblichen Stimme angesprochen fühlt.
Auch ist nicht abschließend geklärt, wie die Kopfhörer verschiedene Rhythmen in Einklang bringen wollen. Zwar ist ein möglicher Streit über die richtige Stimmungs-CD mit dem «Love Trainer» passé. Aber was, wenn er sich von AC/DC antreiben lässt, während sie sich mit Alicia Keys in Stimmung bringt?
Großartig ist auch der Hinweis, dass der «Love Trainer» durchaus von nur einem der beiden Partner genutzt werden kann. Dann hat mit diesem «Sex-Spielzeug der Zukunft» die Beziehung bald keine Zukunft mehr. Deswegen der Tipp der Redaktion: Geld sparen und einfach eine alte Kuschelrock-Scheibe einlegen.
Von www.news.de - Redakteur Frank Meinzenbach
