
Eine Erektiler Dysfunktion (ED) beruht nur selten auf einer hormonellen Störung. Bei Männern über 60 Jahren sollte trotzdem immer abgeklärt werden, ob ein gestörter Testosteronhaushalt für die Erektionsstörung verantwortlich ist.
Wird nicht genug Testosteron gebildet oder freigesetzt
(Hypogonadismus), leidet die männliche Fruchtbarkeit (Fertilität), der sexuelle Trieb (Libido) lässt nach und die Erektionsfähigkeit wird geschwächt. Testosteron fungiert bei den biochemischen Abläufen während der Erektion als Katalysator und wird fast ausschließlich in den Hoden gebildet . Ist zu wenig Testosteron im Blut vorhanden, kann dieser Prozess nicht reibungslos ablaufen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.
Schädigung der Hypophyse
Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) reguliert die Testosteronproduktion. Sie gibt ein spezielles Steuerungshormon (Luteinisierendes Hormon, LH) in den Blutkreislauf ab, das in den Hoden die Produktion von Testosteron bewirkt. Ab einer bestimmten Testosteron-Konzentration im Blut wird die Bildung von LH normalerweise gedrosselt, damit weder zu viel noch zu wenig Testosteron im Körper vorhanden ist. Ein Defekt der Hinrnanhangsdrüse kann die LH-Freisetzung behindern und so die Testosteronbildung reduzieren.
Mögliche Ursachen für Fehlregulationen in der Hypophyse sind TumoreEntzündungen im Gehirn, aber auch Alkoholismus. oder
Störung der Leber- oder der Nebennierenfunktion
Auch Leber- oder Nierenschäden können die Testosteronproduktion einschränken und so zu einer Erektilen Dysfunktion beitragen. In diesen Organen werden Kortisol und andere Steroide gebildet, die für die Produktion des männlichen Geschlechtshormons notwendig sind. Fehlen diese Hormone aufgrund krankhafter Veränderungen, fehlt dem Körper auch Testosteron.
Schilddrüsenerkrankungen
Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann den Hormonhaushalt durcheinander bringen und eine Erektionsstörung begünstigen.
Natürlicher Alterungsprozess
Mit fortschreitendem Alter nimmt die Produktion des Testosterons ab, weshalb ältere Männer häufiger unter Erektiler Dysfunktionen leiden. Mediziner bezeichnen dieses natürliche Phänomen als "partielles Androgendefizit" des "alternden" Mannes (PADAM). Der Testosteronwert im eines 70-jährigen Mannes beträgt nur noch rund ein Drittel der Konzentration bei einem jungen Mann.
Behandlung
Wird ein Testosteronmangel als Ursache einer erektilen Dysfunktion festgestellt und ist Prostatakrebs ausgeschlossen, kann eine Hormonbehandlung begonnen werden. Diese Dauertherapie besteht meist aus Spritzen, die alle ein bis drei Monate in den Gesäßmuskel injiziert werden.( Quelle: www.Netdoktor.de )







