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BeitragVerfasst: Mo, 03 Dez 2007 22:17 
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Registriert: Do, 17 Okt 2002 02:00
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Hallo Sowas,

Sowas hat geschrieben:
Zitat:
Vakuumpumpen werden, sofern sie vom Arzt verschrieben werden, von der Krankenkasse übernommen.

Dies entspricht leider nicht mehr den Tatsachen, schon seit ein paar Jahren nicht mehr. Wie ich dieses jahr zu meinem Leidwesen feststellen musste. Wie es bei den privaten aussieht, weiss ich nicht, gesetzliche wie die AOK zahlen garantiert nicht. Ich wette um eine Vakuumpumpe...


ich nehme die Wette an, würde aber lieber um eine sehr gute Flasche Rotwein wetten. Vakuumpumpen habe ich nämlich genug.

Aber mal im Ernst. Vakuumerektionshilfen sind im Heil- und Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt und gehören damit zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Selbsthilfegruppe "Erektile Dysfunktion (Impotenz)", deren Sprecher ich bin, hat jedes Jahr mit vielen Hunderten Betroffenen Kontakt, da gibt es auch immer wieder Männer, die sich eine Pumpe verschreiben lassen. Da hat es noch keine Schwierigkeiten gegeben. Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir eine Kopie des ablehnenden Bescheids deiner Krankenkasse schicken würdest. Es kann schon mal vorkommen, dass ein Sachbearbeiter aus Unkenntnis einen Antrag ablehnt. Deshalb macht es bei Vakuumpumpen Sinn, dass man das Rezept direkt an die Vertriebsfirma schickt, die sorgen dann für die Abrechnung mit der Kasse. Wenn du mir nicht glaubst, dann ruf doch einfach mal bei diesen Firman an.

_________________
Günther
Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)


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BeitragVerfasst: Mo, 03 Dez 2007 22:34 
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Registriert: Fr, 29 Jun 2007 12:18
Beiträge: 18
Ich werde morgen den Bescheid der AOK praesentieren. Habe sogar zwei ablehnende Bescheide erhalten. Muss auch Cialis selbst bezahlen. Mein Urologe bestaetigte mir ausdruecklich, dass die Kassen solche Dinge nicht mehr bezahlen duerfen. Dies geht nicht von den Kassen aus, sondern vom Gesetzgeber.

Tut mir leid, da besitzt du leider die falschen Informationen. Ich haette gerne einen feinen Barolo von Elio Altare oder Domenico Clerico aus dem Piemont. Einverstanden? Schliesslich hattest du die Wette angenommen...


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BeitragVerfasst: Mo, 03 Dez 2007 22:39 
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Registriert: Do, 17 Okt 2002 02:00
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Wohnort: München
Hallo Sowas,

Sowas hat geschrieben:
"Die für die Erektion verantwortlichen Nerven müssen intakt sein. Aber selbst wenn nach Operationen oder Erkrankungen nur noch Restfunktionen der Nerven vorhanden sind, können PDE5-Hemmer eine ausreichende Erektion ermöglichen."

Diese Aussage halte ich schlichtweg fuer falsch. Ohne intakte Nerven gibt es keine Erektionen, "Restfunktionen der Nerven" reichen da sicherlich nicht aus.

zunächst mal möchte ich für die anderen Leser anmerken, dass dies ein Zitat aus dem Artikel ist, auf den ich in meinem Beitrag von heute 18:35 Uhr verweise. Aber jetzt zur Sache. Es gibt nicht den für die Erektion verantwortlichen Nerv, es handelt sich vielmehr um ein ganzes Nervenbündel. Wenn nur ein Teil dieses Bündels beschädigt ist, dann kann das sehr wohl dazu führen, dass in sexuell erregenden Situation eine Vergrößerung oder schwache Erektion des Penis entsteht. Ich kenne viele Männer, denen es nach einer Op im kleinen Becken (Blase, Enddarm, Prostata) so geht. Wenn sich da wenigstens noch etwas regt, dann stehen die Chancen gut, dass man mit Viagra und Co. eine bessere Erektion bekommt.

Sowas hat geschrieben:
Meine Darmoperation liegt nun sieben Monate zurueck. Lt. OP Bericht wurde der fuer die Erektion wichtige Nerv 'sicher geschont'. Trotzdem muss er was abbekommen haben. Trotz taeglich 5 mg Cialis tut sich ueberhaupt nichts. Auch keine naechtlichen Erektionen.


Was der Op-Bericht sagt, ist eine Sache, was tatsächlich passiert ist, eine andere. Die Nerven sind so empfindlich, dass schon allein das vorsichtige Verschieben mit der Pinzette zu ernsthaften Störungen führen kann.

Die tägliche Einnahme eines PDE-5-Hemmers nach einer solchen Op hat den Sinn, die nächtlichen Erektionen zu verstärken. Im schlaffen Zustand werden die Schwellkörper unzureichend durchblutet. Unsere nächtliche Erektionen haben den Zweck, die Schwellkörper mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Geschieht dies nicht, so wird Schwellkörpergewebe um- und abgebaut. Wenn nach einer Op keine nächtlichen Erektionen, auch nicht ansatzweise, vorhanden sind, dann ist es ziemlich fraglich, ob die regelmäßige Einnahme von PDE-5-Hemmern sinnvoll ist. In diesem Fall wird man eher zu regelmäßigen (3-mal wöchentlich) Anwendung von SKAT raten.

Übrigens gibt es bei dir durchaus noch Hoffnung. Die Regenerierung der Nerven nach einer Op kann bis zu 2 Jahren dauern.

_________________
Günther
Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)


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BeitragVerfasst: Mo, 03 Dez 2007 22:51 
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Registriert: Do, 17 Okt 2002 02:00
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Wohnort: München
Sowas hat geschrieben:
Ich werde morgen den Bescheid der AOK praesentieren. Habe sogar zwei ablehnende Bescheide erhalten. Muss auch Cialis selbst bezahlen. Mein Urologe bestaetigte mir ausdruecklich, dass die Kassen solche Dinge nicht mehr bezahlen duerfen. Dies geht nicht von den Kassen aus, sondern vom Gesetzgeber.


Jetzt vermischst du bzw. dein Urologe 2 Sachverhalte. Dass die Medikamente nicht mehr gezahlt werden, ist klar. Da hat der Gesetzgeber mit der Gesundheitsreform 2004 den §34 des SGB V entsprechend geändert. Das kannst du übrigens alles detailliert auf den Seiten Kostenübernahme nachlesen. Davon sind aber Vakuumpumpen nicht berührt, das sind keine Medikamente, sondern Hilfsmittel.

Klar, die Wette gilt. Aber ich schlage vor, dass wir hier im Forum unsere Diskussion beenden. Wir werden dann nur noch hier mitteilen, wer die Flasche bekommen hat. Bitte schreib mir eine E-Mail oder rufe mich mal an.

_________________
Günther
Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)


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BeitragVerfasst: Di, 18 Dez 2007 14:01 
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Registriert: Di, 24 Jul 2007 11:45
Beiträge: 7
Hi, damit eure Diskussion ein nettes Ende findet:

Da der von uns (ja, meine Frau ist immer dabei und unterstützt mich) ausgesuchte Urologe nur auf Geld aus war und ohne Diagnose gleich auf eine OP - Prothese - hinarbeiten wollte hat meine Frau bei der Krankenkasse angerufen.

In unserem Fall ist es die DAK. Also einfach die Diagnose ED reicht nicht aus, um diese Vakuumerektionshilfe von der Krankenkasse genehmigt zu bekommen. In meinem Fall kommt ja KHK dazu.

Also muss auf dem Rezept ED und KHK stehen, dann reicht man das Rezept bei der Krankenkasse ein, die vermitteln dann eine Firma, mit der sie zusammenarbeiten. Man muss dann maximal 10 Euro Eigenanteil leisten.

Es gibt ja einige Krankheiten bzw. derer Medikamente eine ED auslösen, also hat man eine gute reelle Chance, eine derartige Hilfe genehmigt zu bekommen.

Ich wünsche euch allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

LG Fruchtzwerg


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