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 Betreff des Beitrags: ED + Schmerzen + Libidoverlust
BeitragVerfasst: So, 31 Aug 2008 10:56 
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Registriert: So, 31 Aug 2008 10:36
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

ich bin momentan etwas ratlos und hoffe, Ihr könnt mir etwas weiterhelfen.

Als Jugendlicher hatte ich überhaupt keine Probleme mit meiner Erektion bzw. meiner Libido, allerhöchstens insofern, dass ich schon fast zu häufig mastubierte bzw. Sex hatte (oft sogar 2 bis 3-mal am Tag).

Die Probleme kamen erst nach und nach und anfangs fiel es mir gar nicht so sehr auf. So war z.B. meine Erektion nicht mehr ganz so hart oder ich hatte ganz leichte Schmerzen im Penisschaft oder im Dammbereich. Ich glaube die ersten Symptome dieser Art hatte ich mit ca. 18 oder 19. Auch in den kommenden Jahren hatte ich kaum ein Problem mit meiner Erektion selbst, vielmehr sind die Schmerzen schlimmer geworden. Damals nahm ich das ganze nicht so ernst und dachte, das geht schon wieder weg.

Mittlerweile bin ich 24 und die Symptome haben sich insbesondere innerhalb des letzten Jahres drastisch verschlimmert:
- Anfang des Jahres war es zeitweise sogar so schlimm, dass ich überhaupt keine Erektion bekommen konnte.
- Mittlerweile bekomme ich zwar wieder eine Erektion, jedoch brauche ich dafür relativ lange.
- Die Errektion ist weitaus schwächer als früher und hält auch nicht mehr lange an, i.A. reicht es jedoch bis zum Orgasmus.
- Ich hatte bereits seit Monaten keine Morgenerrektion mehr.
- Ich habe meistens leichte, manchmal mittelschwere Schmerzen (leicht brennendes Gefühl) im Penisschaft, insbesondere in der Harnröhre (v.a. auch beim Urinieren). Außerdem habe ich häufig Schmerzen im Dammbereich (zwischen Anus und Skrotum). Diese Schmerzen nehmen nach einem Samenerguss zu und fühlen sich irgendwie an wie eine Entzündung.
- Erst innerhalb des letzten Jahres hat auch meine Libido hat stark nachgelassen.
- Nach dem Urinieren kommt es häufig zu einem Nachtröpfeln.

Natürlich war ich wegen der ganzen Geschichte bereits beim Urologen. Untersucht wurden Blut, Urin und Sperma. Zudem wurde der Blutfluss im Penis gemessen. Wirklich aufschlussreich war das ganze jedoch nicht:
Die Hormone sind "im Normalbereich". Die Blutwerte sind soweit OK, Krankheitserreger konnten keine gefunden werden. Infektionen konnten auch keine nachgewiesen werden. Der Blutfluss im Penis ist lt. dem Urologen "schon etwas niedrig", jedoch konnte er hierfür auch keine Ursache ausfindig machen.

Zu den Schmerzen im Dammbereich sagte er nur, "die können kommen und wieder gehen". Für meine ED-Probleme machte er in erster Linie meinen Stress verantwortlich. Zwar hatte ich noch vor gut einem halben Jahr extrem Stress und zu diesem Zeitpunkt waren auch meine Probleme am schlimmsten, jedoch ist der Stress mittlerweile vollständig verschwunden, meine ED-Probleme jedoch nicht. Als Lösung bat er mir lediglich potenzsteigernde Mittel an.

Ich habe auch schon etwas über Prostatitis gelesen und festgestellt, dass doch einige Symptome ganz ähnlich sind, wie z.B. das Nachtröpfeln nach dem Urinieren und die Schmerzen im Dammbereich. Auch können Potenz- und Libidoprobleme damit einhergehen.

Was ich daher etwas merkwürdig fand ist, dass er meine Prostata gar nicht abgetastet oder anderweitig untersucht hat, um festzustellen, ob diese vielleicht vergrößert ist oder Ähnliches. Ist das normal? Können mittlerweile Prostataprobleme alle über Blut, Urin oder Sperma abgeklärt werden? Oder hätte er meine Prostata doch näher untersuchen sollen?

Wäre natürlich super, wenn jemand hier wäre, der meine Symptomatik genau kennt und mir sagt, das ist die Ursache und das musst du tun, um deine Probleme los zu werden, aber ich bin natürlich für jede Hilfe von Euch dankbar. Wichtig ist mir v.a., dass ich erstmal die Ursache meiner Proleme herausfinde!

Hat vielleicht einer von Euch 'ne Idee was ich sonst noch untersuchen lassen sollte?
In welche Richtung gehen meine Symptome?
Welche Ursachen könnten diese haben?
Gibt es etwas, an das ich bisher vielleicht noch nicht gedacht habe?
An wen kann/sollte ich mich wenden?

Vielen Dank für Eure Hilfe,
Temujin


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 Betreff des Beitrags: Re: ED + Schmerzen + Libidoverlust
BeitragVerfasst: Mo, 01 Sep 2008 15:42 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1160
Wohnort: Freiburg
Lieber temujin,
Sie schildern vielfältige Symptome, die zwar beim Urologen abgeklärt wurden, jedoch ohne wirkliches Ergebnis und ohne Behandlungsoptionen, bis auf die angeratenen PDE-V-Hemmer.
Zunächst einmal ist in der Tat wichtig zu klären, was die Ursache Ihres Problems ist. Eine Prostata-Erkrankung wäre durchaus denkbar bei den genannten Symptomen. So kommt es bei einer akuten Prostata-Entzündung häufig zu Schmerzen in der Dammgegend, Schmerzen bei der Blasen- und auch Stuhlentleerung und zu häufigen Toillettengängen. Weiterhin sind hier aber charakteristisch: Fieber, Schüttelfrost, ein starkes Krankheitsgefühl, gelegentlich auch Rückenschmerzen und Eiter im Urin. Bei einer chronischen Prostatitis - diese tritt auf, wenn eine akute Entzündung unbehandelt bleibt - sind die Symptome etwas uncharakteristischer, äußern sich aber meist in Form von Schmerzen in der Dammregion und Störungen der Sexualfunktionen (Libidoverlust, mangelnde Erektionsfähigkeit, verzögerter Samenerguss). Hatten Sie denn einmal eine Prostatitis? Wurde diese evtl. unzureichend behandelt? Wenn Sie schildern, dass die Symptome schon seit über einem Jahr andauern, sollte auf alle Fälle eine chronische Prostatitis in Betracht gezogen und abgeklärt werden. Behandelt werden würde diese mit einem Antibiotikum (Langzeittherapie 3-6 Monate), eine akute Prostata-Entzündung wird meist bis zu 4 Wochen antibiotisch behandelt. Diagnostiziert wird eine Prostatitis i.d.R. über Urinuntersuchung, Tastbefund und Ultraschall. Bei der chronischen Prostatitis ist der Tastbefund jedoch oft unauffällig, hier ist der Ultraschall anzuraten. Neben diesen Erkrankungen, in denen es eine organische Ursache gibt, existiert eine Erkrankung, bei der keine Bakterien nachweisbar sind, es jedoch trotzdem zu Schmerzen im Dammbereich und zu einem Brennen und Jucken in der Harnröhre kommt. Diese Erkrankung nennt sich Prostatodynie, hierfür gibt es keine ursächliche Therapie. Man empfiehlt Sitzbäder, entzündungshemmende Medikamente, Schmerzmittel, Biofeedback und Psychotherapie (Schmerztherapie).
Normalerweise sollte der Arzt bei den von Ihnen geschilderten Symptomen zusätzlich zu Blut-, Urin- und Spermakontrolle die Prostata abtasten und einen Ultraschall machen. Erst wenn körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden können, sollte überlegt werden, wie weiter verfahren wird. Wir empfehlen Ihnen, noch einmal einen Urologen aufzusuchen. Adressen finden Sie z.B. in unserem Expertenpool auf unserer Homepage, wenn Sie die ersten beiden Ziffern Ihrer Postleitzahl eingeben und nach Urologen suchen. Gerne können Sie sich auch noch einmal telefonisch mit uns in Verbindung setzen (0180 555 84 84).
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen etwas weitergeholfen zu haben und wünschen Ihnen alles Gute!
Ihr ISG-Team


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