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 Betreff des Beitrags: Ursachenfindung für ED
BeitragVerfasst: Di, 27 Jan 2009 20:34 
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Registriert: Di, 27 Jan 2009 18:59
Beiträge: 2
Hallo,

ab Dezember 2008 befinde ich mich aktuell wegen Potenzstörungen in neurologischer, urologischer und internistischer Behandlung.

Zur Person:

1. ehemaliger Leistungssportler und aktiver Freizeitsportler, Alter 54 Jahre
2. Ausdauer- und Krafttraining im Winter mehrmals wöchentlich
3. ansonsten 5 x Radtraining in der Woche zwischen 40 und 60 km, zeitweise Taubheit im Gentialbereich ausgehend vom rechten Sitzbeinhöcker!
4. Nichtraucher, wenig Alkohol, keine Drogen, Übergewicht!
5. Bluthochdruck eingestellt, Medikamentenauswahl ohne sexuelle Nebenwirkungen!
6. bisher keine Ateriosklerose und Ablagerungen in den Blutgefäßen
7. kein Diabetes mellitus
8. Antidepressivum "Thombran", angeblich ohne sexuelle Nebenwirkungen eher Priapismusneigung
9. Bandscheibenprolaps L1 und L2 sowie L5 und S1
10. gutartige Prostatavergrößerung, Medikamente wegen zu großer sexueller Nebenwirkungen in 2008 bereits abgesetzt!
11. Lebenspartnerin ist seit Jahren leider frigide und ohne eigene Geilheit, daher häufig monatelange sexuelle Abstinenz, Rückbildung sexueller Energien
12. Schlafapnoe


bisherige Behandlungen:

1. sämtliche Medikamente wegen möglicher sexueller Nebenwirkungen umgestellt
2. Testosteronwertmessung 2,26 mg (Normbereich 3,5 - 8,5)
3. 4 Wochen Testogel Anwendung 50 mg
4. Unter PDE 5 Hemmer "Levitra" 20mg und "Cialis" 20mg, wenig Veränderung, "VIAGRA" 100mg Generika auf dem Postwege, daher leider noch keine Erfahrungswerte
5. Injektion Testoviron Depot 250 in dieser Woche, weitere 2 Injektionen in 3 wöchigem Abstand

evtl. weitere Untersuchungen und Maßnahmen:

1. Schließmuskelreflextest
2. Schwellkörperinjektionstest mit Ultraschall (SKIT) evtl. Suche nach venösem Leck evtl. Kontrastmitteluntersuchung
3. erneute Testosteronmessung, Prolaktinmessung bisher vom Arzt nicht für nötig erachtet, lediglich Aussage zur Zeugungsfähigkeit
4. Meditation und Entspannungsverfahren, Tantramassagen
5. Penisring?
6. die erektile Dysfunktion wurde thematisiert, darüber wird von mir gesprochen
7. Gewichtsreduktion

Beobachtungen:

1. keine morgendlichen und nächtlichen Erektionen mehr vorhanden
2. keine spontanen Erektionen tagsüber mehr vorhanden
3. keine Träume mit erotischem Inhalt vorhanden
4. Geschlechtsverkehr mit schwankender Erektion zeitweise bis zur Ejakulation möglich
5. Masturbation mit teilweise erschlaffender Erektion bis zur Ejakulation möglich
6. Sex ist irgendwie belangslos und wenig lustvoll geworden trotz Partnerinwechsel die aber ebenfalls nicht ganz willig erscheint, häufig verbale Erotik und Liebessehnsucht
7. psychische Reaktion der Unlustprojektion frigider Partnerin
8. Frustrationsverhalten und Wut, Kompensation über Nahrungsaufnahme
9. Masturbation ist Ersatzbefriedigung und mittlerweile Gewohnheitsverhalten

Auf Grund der aufgeführten verschiedenen Punkte ist es für mich sehr wichtig körperliche oder seelische Ursachen einzugrenzen um diese evtl. verändern zu können. Welche Untersuchungen, Maßnahmen und Werte könnten diesbezüglich weitere aufschlussreiche Rückschlüsse ermöglichen?

ZPT


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 Betreff des Beitrags: Re: Ursachenfindung für ED
BeitragVerfasst: Do, 29 Jan 2009 17:18 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1168
Wohnort: Freiburg
Lieber ZPT,
vielen Dank für Ihren Beitrag in unserem Forum. Wie wir Ihrer umfangreichen Liste entnehmen können, haben Sie sich schon sehr viele Gedanken über die Gründe für Ihre Erektionsstörungen gemacht und bereits einige Maßnahmen eingeleitet, um das Problem in den Griff zu bekommen. Sie fragen in Ihrem Beitrag nach weiteren Untersuchungen, die eventuell der Ursachenforschung dienen könnten. Viele diagnostische Schritte haben Sie ja schon mit Ihren Ärzten zusammen unternommen. Deshalb können wir Ihnen leider gar nicht mehr so viel weitere Optionen nennen. Vielleicht könnte eine erneute Vorstellung beim Neurologen sinnvoll sein, um eine eventuelle Beeinträchtigung der für die Erektion zuständigen Nerven durch Ihre beschriebenen Bandscheibenvorfälle abzuklären. Des weitere ist es unserer Meinung nach wichtig, Ihre Depression so gut wie möglich zu behandeln. Gerade Depressionen sind nämlich eine der Hauptursachen für mangelnde Libido und Erektionsprobleme. Schließlich sollten Sie in Bezug auf die Therapie darauf achten, dass Sie die PDE-5-Hemmer mindestens 8-9 mal ausprobieren bei Höchstdosis. Nur bei diesem Vorgehen kann man sicher eine Aussage über die Wirksamkeit der Medikamente machen.
Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie auch gerne persönlich mit einem unserer Berater an der Infoline sprechen. Unter der Nummer 0180-555-8484 sind wir Mo-Fr von 10-12 und von 15-18 Uhr für Sie erreichbar.

Ihr ISG-Team


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 Betreff des Beitrags: Re: Ursachenfindung für ED
BeitragVerfasst: Mo, 09 Feb 2009 22:31 
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Registriert: Di, 27 Jan 2009 18:59
Beiträge: 2
Liebes ISG-Team,

herzlichen Dank für die Rückmeldung. Bei passender Gelegenheit werde ich die mir zur Verfügung gestellte Telefonnummer nutzen.

Nach dem ich vor 3 Wochen Testosteron gespritzt bekommen habe, hat sich die Erektion hierdurch leider nicht von alleine wesentlich verbessert. Was natürlich sehr auffällt ist die Aggressivität und die Veränderung im sexuellen Appetit, kurzum ich bin zwar "megascharf" aber nur selten "megahart". Ich habe trotzdem meine frigide und leider anorgasmische Partnerin bereits mehrfach zum Geschlechtsverkehr und zu sexuellen Handlungen mit mir bringen können. Darüber bin ich neben der Befriedigung sehr erfreut. Ich habe die Veränderung der Erektion durch Viagra und Co. erreicht, da ich mir Generikaprodukte trotz Rezept und ärztlicher Verordnung zu erheblich günstigeren Preisen aus dem Internet privat besorgt habe. Weil ca. € 55,- für 4 Tabletten sind eine Unverschämtheit und schäbige Geschäftemacherei der Apotheken mit dem Leid vieler entmutigter Männer. Aber das nur am Rande.

Eine große Hürde für mich bei meiner Partnerin ist, sie hat grundsätzlich keinen Sexualtrieb und ist niemals heiß, sie kompensiert diesen Trieb über Kreuzworträtsel und Putzattacken. Trotz aller Bemühungen meinerseits, sie bekommt einfach keinen Orgasmus und sieht es keineswegs ein diese Störung behandeln zu lassen. Sie sieht anscheinend dafür keine Veranlassung da sie nicht darunter leidet. Also es besteht kein Leidensdruck. Sie wird niemals mit mir zu einem Psychologen laufen, um mit ihm über Probleme zu sprechen die ihr schlichtweg zu peinlich, schambesetzt oder grob ausgedrückt wohl scheiß egal sind.

Heute hatte ich ein Gespräch mit einer Psychoanalytikerin die meinte, man könne mit Testosterongaben nicht so einfach in den Hormonspiegel eingreifen, da ein Absinken dieser Werte wohl eher psychische Gründe hätte. Ich frage mich da allen ernstes, ob das sexuell frigide Verhalten meiner Partnerin nicht doch über Jahre meinen Hormonspiegel negativ beeinflusst und Spuren hinterlassen hatte? Das würde im Umkehrschluss bedeuten, wenn sich eine willige Partnerin häufiger hingibt, müsste sich dieses Problem doch von alleine lösen lassen, oder?
Da sich wider Erwarten bei meiner Partnerin wohl in Kürze von alleine nichts ändern wird, werde ich demnächst meine Sexualität bei "heißeren" Damen zeitweilig auszuleben versuchen.

Trotz meiner Problematik habe ich die Hoffnung bisher nicht gänzlich verloren, ich freue mich auf das eine oder andere weitere sexuelle Experiment in dieser Richtung, da auftretende Erektion ja nichts anderes als Freude beim männlichen Geschlechtsteil bedeutet.

Liebe Grüsse

ZPT


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