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BeitragVerfasst: Mi, 17 Apr 2013 11:37 
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Registriert: Mi, 17 Apr 2013 10:15
Beiträge: 1
Hallo,

mein Freund (44)hat Errektionsstörungen. Auch leidet er unter Depressionen.
Das Gute daran ist, dass er mit mir darüber redet. Leider hat sich das zum Mittelpunkt unserer Beziehung entwickelt. Er setzt mich damit sehr unter Druck. Er meint ich muss ihm doch helfen und was tun, dass ihm hilft. Seine Lösung ist es, mindestens täglicher Sex , bei dem ich sehr aktiv sein soll. Ich mir doch doch was ausdenken muss, damit es besser wird. Ich ihm doch zeigen soll, wie begehrenswert, ich ihn finde. "Sonst funktioniert das sowieso nie wieder".
Ich habe es versucht zu erfüllen, und wenn wir Sex hatten, ist er sehr traurig geworden, weil es nicht richtig funktioniert hat. Und hat geweint. Er meint er würde lieber sterben, als damit leben das "ES" da unten nicht mehr funktioniert.
Er sagt , dass er schon Angst hat, bevor wir Sex haben, das es nicht klappt.
Ich versuche verständnissvoll zu sein. Ich sage ihm, dass das ok für mich ist. Versteht er nicht. " wie kann so ein Scheiß Sex , für dich ok sein."
Er hat Angst davor, dass ich mir jemanden anderen suche, der "ES " besser kann. Ich sage ihm immer wieder, dass ich ihn nicht verlasse.
Ich sage ihm auch , dass wir damit zum Arzt gehen sollten. Da will er auf keinenfall hin.
Oder durch "Viagra" es verbessern können. Zu denen will er nicht gehören,- die solche Tabletten nehmen.
Dann sage ich ihm " wir können doch mal so einen Kokring ausprobieren" , da sagt er " den Penis abschnüren bis er blau wird , ne" .
Er meint immer wieder ich bin die Lösung des Problems. Oder wenn es ihm ganz schlecht geht, dann bin ich das Problem.

Ich weiß, dass er depressiv ist. Und ich weiß auch ein bisschen , was das bedeutet.
Aber- ich weiß nicht mehr weiter. Ich leide so unter diesem ganzen Thema und Druck, das ich selber die ganze Lust am Sex verliere. Ich habe auch keinen Spaß mehr daran.
Es ist immer so, als ob eine große schwarze Wolke über einem hängt.
-Hoffentlich geht es jetzt ein bisschen besser. -Mache ich jetzt alles richtig. -Was soll ich sagen, wenn es wieder nicht geklappt hat. -Hoffentlich wird er dann nicht wieder so traurig. - Will ich jetzt eigentlich Sex oder mache ich das nur ihm zuliebe????

Sex bedeutet Stress und traurig sein.
Ich würde ihm ja gerne sagen, wie ich es empfinde- nur leider kommt dann , es geht nicht immer nur um dich!
Manchmal habe ich das Gefühl Depressionen sind ansteckend.
Ich bin kurz davor ihn zu verlassen. Obwohl ich das nicht will und grade nicht, weil er im Moment so krank ist.
Aber es macht mich kaputt.
Was kann ich denn jetzt noch tun?

LG Elektra


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BeitragVerfasst: Mi, 17 Apr 2013 19:48 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1162
Wohnort: Freiburg
Hallo Elektra,

Sie haben beschrieben, dass Ihr Freund unter Erketionsstörungen leidet und dass sie davon ausgehen, dass er eine Depression hat. Sie haben außerdem berichtet, dass ihr Freund meint, Sie könnten ihm durch häufigen Sex helfen und dass er sich dies wünscht. Es ist verständlich, dass Sie sich dadurch unter Druck gesetzt fühlen und Ihnen unter diesen Umständen die Lust am Sex vergeht.

War Ihr Freund denn schon bei einem Arzt oder Psychotherapeuten, um abklären zu lassen ob eine Depression vorliegt? Bekommt er irgendeine Form der Behandlung oder Therapie? Nimmt er Medikamnete?
Denn falls Ihr Freund wirklich eine Depression hat, können Sie ihn auch nicht durch Sex oder andere Dinge retten, sondern er benötigt eine Therapie.

Erektionsstörungen sind manchmal ein Symptom einer Depression. Sie können aber auch viele andere Ursachen haben und treten gelegentlich auch als Nebenwirkung von manchen Antidepressiva auf.

Eine Depression wirkt sich immer auch auf die Partnerschaft aus und die Belastung für Angehörige ist oft sehr hoch. Deshalb ist es wichtig, dass Sie gut auf sich und auf Ihre eigenen Bedürfnisse achten und diese auch ernst nehmen.

Aus unserer Sicht wäre, falls eine Depression vorliegt, wichtig zunächst diese zu behandeln. Eventuell vergehen die Erektionsstörungen dadurch ebenfalls. Sollte das nicht der Fall sein, kann es bei einer allgemein besseren psychischen Verfassung auch leichter werden die Erektionsstörung in den Griff zu bekommen. Außerdem könnte eine Paarberatung oder -therapie hilfreich sein. Darin könnten sowohl die Probleme im sexuellen Bereich als auch andere Themen angesprochen werden.

Mit freundlichen Grüßen

ISG-Team


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BeitragVerfasst: Do, 25 Jul 2013 16:15 
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Registriert: Do, 25 Jul 2013 16:11
Beiträge: 2
Ich finde wirklich toll - die Antworten hier auf http://www.liebe-lust-leben.de/forum.html sind sehr professionell!
Das hat mir jetzt auch geholfen :)


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