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BeitragVerfasst: Sa, 07 Jan 2017 09:10 
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Registriert: Sa, 07 Jan 2017 08:40
Beiträge: 1
Guten Tag zusammen und ein frohes neues Jahr.

Ich möchte euch gerne meine Geschichte erzählen und hoffe, weitere Erkenntnisse zu meiner Situation zu erlangen.

Das Ganze fing vor knapp 10 Jahren im Zusammenhang mit einem Bandscheibenvorfall L5/S1 an. Es ist anzumerken, dass der Vorfall und das Auftreten der ED zeitlich getrennt voneinander liegen.

Zu meiner Person:
32 Jahre alt (damals 22 Jahre), 1,85m groß, 78kg, sportlich, Nichtraucher, weder Diabetiker noch Hypertoniker

Bis zum spontanen Auftreten der ED ein regelmäßiges und erfülltes Sexleben. Stehvermögen selbst in außergewöhnlichen Situationen und an ebensolchen Orten gegeben; Appetenz: mehrmals täglich

Durch mehrmaliges verkehrtes Heben und Tragen schwerer Gegenstände Entstehung eines Bandscheibenvorfalls L5/S1. Dieser wurde vom Hausarzt als gewöhnlicher Hexenschuss abgetan und 10 Tage mit Voltaren Resinat und Spritzen behandelt. Einen bereits gebuchten Urlaub sollte ich auf Anraten meines Arztes und auf Drängen meiner damaligen Freundin antreten. Ich quälte mich 14 Tage mit Schmerzen. Nach Rückkehr Besuch eines Sportmediziners. Lasègue endgradig positiv, Fußheberparese und Ausfall des ASR. Eine Bildgebung wurde veranlasst und der Radiologe rief direkt in der Neurochirugie der nächsten Universitätsklinik an. Zwei Tage später wurde mir ein Massenprolaps entfernt (Aussage des Operateurs: der Sequester war riesig). Während dieser Zeit und trotz all der Schmerzen hatte ich täglich Lust auf Sex, befriedigte mich selbst oder ließ es meine Freundin tun. Die gleiche Situation zeigte sich nach der OP; ich war benommen, hatte aber zwei Tage nach dem Aufwachen aus der Vollnarkose wieder Verlangen und eine ordentliche Erektion. Nach kurzer Phase im Krankenhaus und zuhause, wurde ich zu einer AHB geschickt; vier Wochen lang. Ich erholte mich schnell, Fußheberparese war weg, ASR wieder da. Sexuell alles in Ordnung.

Nach Ablauf der AHB Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag. Ich bekam ein Stehpult und einen Gymnastikball; mir wurden Extrapausen zugestanden und mein Arbeitgeber nahm extrem viel Rücksicht auf mich.

Eine Terminarbeit musste beendet werden; ich machte Überstunden, war jedoch mit sexuellen Gedanken überflutet, wollte mich zwischendurch schon erleichtern, tat dies jedoch nicht und konzentrierte mich vehement auf meine Aufgabe.

Abends erschöpft ins Bett. Morgens das böse Erwachen. Keine Erektion, keine Lust, der Penis gab mir beim Berühren/leichten Masturbieren kein erregendes Gefühl. Tags darauf die gleiche Situation. Sex mit meiner Freundin war unmöglich; ich verspürte überhaupt keine Lust mehr.

Ich weiß nicht, was über Nacht zuerst verlorenging: Libido oder Erektionsfähigkeit!

Ich kontaktierte die NC und bat um einen Termin. Äußerliche Untersuchung: ohne Befund; Heilung der Wunde am Rücken exzellent; keine Anzeichen auf Einblutungen unter der Haut

Weiterleitung an die Andrologie: Testosteron hoch, SHBG niedrig, Prolaktin ebenso niedrig
Volumetrische Bestimmung des Hodenvolumens durch Ultraschall: 15 und 20ml

großes Blutbild ohne Befund

Es wurde Viagra verschrieben. Einnahme einer 100mg Tablette hatte mäßigen bis guten Erfolg. Freundin trennte sich alsbald von mir. Grund: Impotenz; neuer potenter Partner war bereits gefunden. Ich war vollends niedergeschlagen!

Zwei Jahre ohne Sexualität; tägliches Masturbieren mit weichem, halbsteifen Penis, um Muskulatur zu erhalten

Neurologische Untersuchung nach zwei Jahren: Bulbocavernosusreflex abgeschwächt und nicht sicher auslösbar. Elektromyographische Auswertung des Nervus Tibialis nicht erfolgreich; Befund: nicht stellbar

Vorstellung im UK Eppendorf, Hamburg. Prostaglandinspritze ergab keine vollständige Erektion; Beckenbodenmuskulatur wurde als schwach eingestuft und ein „erhöhter venöser Abschluss des Blutes über das gesamte Schwellkörpergebiet“ wurde diagnostiziert; Therapie: Beckenbodentraining

Wiederum am Boden zerstört; versucht mich bei Laune zu halten. Eines Tages Aufwachen mit voller Erektion und unbändiger Lust; Erektion im Stehen über zig Minuten gehalten; Orgasmus intensiv; nach kurzer Zeit wieder Erektion

Ich war euphorisch. Diese Euphorie hielt jedoch nur zwei Tage an. Zwei Tage später war nämlich alles wieder vorbei.

Wie konnte Tage zuvor ein venöses Leck diagnostiziert werden, wenn ich kurz darauf diese Episode hatte? Anruf in HH; Antwort: keine; nicht nachvollziehbar

Ich hatte über Wochen hinweg Hoffnung, doch es tat sich nichts, was diesen zwei Tagen gleichkam.
Anschaffung eines erec-fit zur Unterstützung des Trainings. Zwischenzeitlich Blutuntersuchung und Darstellung der Neurotransmitter: ohne Befund; MRT des Beckens: ohne Befund

Über die weiteren Jahre hinweg bis heute seltenes Auftreten guter Phasen (wenige Stunden bis maximal drei Tage).

Kann womöglich ein Nerv geschädigt sein, der wie bei einem Kabel mit Kontaktstörung immer mal wieder sein Gegenstück trifft und diese Phasen verursacht? Wie kann es sein, dass ich auch Jahre nach dem ersten Auftreten der ED noch -auch wenn es sehr sehr selten ist- richtige harte Erektionen ohne Einnahme eines PDE-5 Hemmers bekomme? Manchmal wache ich aus einem Traum aus, habe eine richtig harte Erektion, werde mir dessen bewusst und schon fällt sie in sich zusammen.

Es gibt auch Tage, an denen mir 200mg Viagra keine Hilfe bringen.

Hat womöglich jemand noch einen Tipp für mich? Momentan bin ich wieder absolut verzweifelt, da mir das Leben ohne eine Partnerin so langsam reicht. Ich lerne viele interessante Frauen kennen, aber kann keine Nähe zulassen, um nicht wieder einen Rückschlag wie der damals erleiden zu müssen. Das ist aber auch nebensächlich! Hier geht es eher um das Organische an der Sache. Es verwirrt mich einfach, dass es kurzfristig wieder geht und dann monatelang wieder nicht.

Um jedwede Hilfestellung eurerseits bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße,

BCS


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BeitragVerfasst: Di, 31 Jan 2017 13:31 
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Vielleicht ein Kopfproblem?!
Inwiefern hast du dort schon drüber nachgedacht?


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