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BeitragVerfasst: Mi, 13 Okt 2010 17:58 
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Registriert: Mi, 13 Okt 2010 15:46
Beiträge: 1
Hallo,

ich befürchte, mein Text wird etwas länger werden. Ich möchte aber möglichst alles Relevante erwähnen und hoffe, dass trotzdem niemand deshalb davon abgeschreckt wird, ihn zu lesen. Denn mein Leidensdruck ist mittlerweile enorm hoch!

Ich (kürzlich 32 Jahre alt geworden, schlank, körperlich sehr aktiv, allerdings Raucher) habe ab der zweiten Septemberwoche von jetzt auf gleich mein Lustempfinden gänzlich verloren und seitdem bekomme ich auch keine Erektion mehr. Zuvor trat dieses Problem noch nie bei mir auf, im Gegenteil: Ich habe eher immer sehr schnell eine Erektion bekommen und auch sehr oft Lust und Verlangen nach Sex verspürt.

Anfang Juli habe ich eine Frau kennengelernt, mit der ich auch eine Beziehung eingangen bin. Ich habe mich mit ihr so wohl gefühlt wie schon lange nicht mehr. Sowohl was sie als Person und Partnerin angeht, als auch bezüglich meines restlichen Lebens. Freunde haben mir gesagt, ich habe seit langer Zeit nicht mehr so glücklich gewirkt wie in dieser Zeit. Wir konnten problemlos Sex miteinander haben, der für mich sehr angenehm und erfüllend war. Wir haben auch sehr locker und entspannt über das Thema Sex und diesbezügliche Wünsche sprechen können. Ich habe manchmal bereits bei ihrer puren Anwesenheit eine Erektion bekommen und wenn wir zusammen im Bett lagen und intim wurden, bekam ich sie ebenfalls bereits bei den ersten Küssen und Berührungen. Ende August bemerkte ich zwar, dass meine Lust auf Sex bereits leicht zurückging, da ich aber durch ein Projekt größeren beruflichen Stress ausgesetzt war und vor allem ein für mich sehr stressauslösender Termin bevorsteht (Zahnarztbesuch bei sehr ausgeprägter Zahnarztphobie), machte ich mir diesbezüglich keine weiteren Gedanken.

Den letzten Sex hatten wir in der ersten Septemberwoche. Danach hatte sich aufgrund äußerer Faktoren erst einmal keine weitere Situation ergeben, in der wir Sex hatten oder es versucht hätten: Erst war ich durch eine Sportverletzung eine Woche ausgeschaltet, danach sie aufgrund einer Grippe. Ich fühlte mich in der Zeit aber auch sehr müde und ausgelaugt und merkte nun auch mehr und mehr bewusst, dass ich so gar kein Lustempfinden mehr verspürte (allerdings war mir nicht bewusst, dass ich seitdem wohl auch überhaupt eine Erektion mehr hatte). Diese Situation sorgte bei mir auch für ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber. Meine Gefühle für sie sind nämlich keineswegs abgeflaut und sie sowie unsere Beziehung waren mir sehr wichtig. Ich merkte, dass mein Nicht-Begehren sie außerdem leicht frustrierte. Schließlich möchte Frau in einer so frischen Beziehung ja umworben und verführt werden. Als Reaktion habe ich ihr erhöhte zeitliche Aufmerksamkeit geschenkt, um dies zu kompensieren.
Sie sprach das Thema auch an, ohne dabei Druck oder dergleichen auszuüben, doch anstatt mal kurz in mich zu gehen und in meinem Körper "nachzuhorchen", sagte ich nur, dass ich wohl einfach unter enormen Stress stehe und sich dies spätestens in meinem bevorstehenden Urlaub bestimmt wieder ändern werde. Davon war ich auch selbst überzeugt. Da ich auch noch niemals diesbezüglich ein Problem hatte, dachte ich gar nicht an etwas Schlimmeres. Von meiner Seite aus hatte ich das Thema seitdem aber auch vermieden.

Als sie wieder gesund war und theoretisch nun wieder die Möglichkeit bestand, miteinander Sex zu haben, geschah aber trotzdem nichts. Sie machte keine Anstalten in dieser Richtung (wie ich jetzt weiß, weil sie bewusst abwarten wollte, dass ich sie endlich wieder verführe) und ich ebenfalls nicht. Kein Wunder, wenn die Libido weg ist. Einige Tage später, mein Urlaub war gerade drei Tage alt, stellte sie mich dann zur Rede. Sie sagte, dass wir nun seit Wochen wie ein altes Ehepaar leben und jegliche sexuelle Spannung scheinbar verloren gegangen ist. Sie machte das auch gar nicht vorwurfsvoll, sie ging einfach davon aus, dass bei uns die Luft raus sei, was ja durchaus geschehen kann. Schließlich waren wir auch noch nicht so lange zusammen. Sie meinte, dass wir uns ja super gut verstehen, aber vielleicht einfach nicht als Paar füreinander bestimmt seien, sondern stattdessen als sehr gute Freunde und beendete die Beziehung. Dies war für mich sehr katastrophal, da ich mich bereits sehr in sie verliebt hatte.

Für eine Woche fiel ich erst einmal in ein tiefes emotionales Loch, schlief und aß wenig, rauchte dafür aber viel mehr als sonst. Erst dann bemerkte ich, dass ich eigentlich gar nicht sagen konnte, wann ich das letzte Mal eine Erektion hatte. Mir fiel auf, dass ich auch morgens keine mehr hatte, was eigentlich sonst immer der Fall war. Erst dachte ich noch, dass es vielleicht an dieser sehr ungesunden Woche lag. Doch je mehr ich darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass ich wahrscheinlich seit Wochen keine mehr hatte.
Ich stellte dann vor genau einer Woche fest, dass ich auch aktiv keine Erektion herbeiführen konnte, nicht mechanisch und auch nicht durch visuelle Stimulation, was bis dato immer funktioniert hat. Seitdem achte ich auch bewusst darauf, ob ich morgens mit einer Erektion aufwache (was wie gesagt eigentlich jeden Tag bei mir der Fall war). Ich habe aber keine und selbst eine herbeiführen konnte ich seitdem auch keine.

Ich muss dazu sagen: Ich hatte bereits zuvor sehr stressvolle Zeiten, vor mehreren Jahren sogar mal eine mittelschwere Depression, doch selbst damals hatte ich nie Erektionsprobleme. Und ich weiß, dass die nächtliche bzw. morgendliche Erektion selbst bei hoher psychischer Belastung oder bei viel Stress noch eintritt.

Mittlerweile habe ich richtig Panik. Ich habe auch schon einen Termin beim Urologen ausgemacht, leider bekam ich aber erst einen in zwei Wochen. Nun kreisen meine Gedanken aber ständig darum und ich befürchte, bis dahin komplett durchzudrehen. Seitdem lese ich sämtliche Internetseiten zu diesem Thema, finde aber nicht ein annährend ähnliches Beispiel oder einen Beitrag, der mir es erklären und ein wenig Ruhe verschaffen könnte.

Deshalb bitte ich Sie eindringlich um hilfreiche Ratschläge!

Wie kann ein relativer junger Mann, innerhalb kürzester Zeit komplett Libido und Erektionsfähigkeit verlieren, obwohl es noch kurz zuvor prima mit einer Partnerin, bei der eigentlich alles gestimmt hat, klappte?


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BeitragVerfasst: Do, 14 Okt 2010 03:37 
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Registriert: Do, 14 Okt 2010 03:20
Beiträge: 1
Warum sollten medizinsche Laien hier rumspekulieren, warum du Errektions-Probleme hast, wenn du demnächst einen Termin beim Experten hast?

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BeitragVerfasst: Do, 14 Okt 2010 11:45 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1164
Wohnort: Freiburg
Hallo MatHei,

zunächst einmal danke für Ihren ausführlichen Bericht Ihrer Probleme.

Um es gleich vorweg zu nehmen: eine zufriedenstellende Antwort auf Ihre Frage zu finden, wird ein schwieriges Unterfangen und ohne ein Gespräch wahrscheinlich nicht möglich sein. Der Einwand, dass vor dem Facharztbesuch herumzuspekulieren keinen, bzw. wenig Nutzen hat, ist eben auch richtig.

Allerdings scheint Ihr Leidensdruck wirklich sehr hoch zu sein und ich möchte mich bemühen, einige Gedanken zu Ihrem Problem wiederzugeben.

Zunächst einmal sprechen ja einige Dinge für eine körperliche Ursache, das Rauchen als Risikofaktor, aber vorallem das Ausbleiben einer nächtlichen Erektion mag einen dem Gedanken ja geradezu aufdrängen.
Stutzig macht jedoch das beinahe übergangslos auftretende Erscheinen der Erektilen Dysfunktion (ED) sowie die weniger werdende, zum Schluss ausbleibende Libido. Denn diese gehört nicht zum typischen, klinischen Bild einer ED (soweit man denn von typisch sprechen kann). Hier käme dann der nächste Gedanke ins Spiel: ein möglicher Testosteronmangel.

Ohne ausführliche, ärztliche Diagnostik können wir Ihnen aber auch keine definitive Antwort geben. Aus diesen zwei Punkten kann man wenigstens schlussfolgern, dass das Problem wahrscheinlich komplexerer Natur sein wird und sich eine Beratung lediglich über ein Forum eben nicht empfiehlt.

Ich möchte Sie daher ermutigen, die Zeit bis zum Arztbesuch abzuwarten, dort hat der Arzt viele diagnostische Mittel und kann vorallem ein Gespräch mit Ihnen führen. Gut möglich, dass Sie auch dort nicht sofort befriedigende Antworten erhalten, sondern weitere Abklärungen, bspw. in der Hormondiagnostik nötig sein werden. Und, wie ich Ihrem Beitrag entnehme, scheinen auch Sie selbst seelische Probleme nicht ganz ausschließen zu können.

Sollte Ihnen das Ende Ihrer Partnerschaft große Probleme bereiten, möchte ich Sie fragen: haben Sie mit Ihrer (ehemaligen) Partnerin denn schon über Ihre Vermutungen, Ihre Sichtweisen und Ihren Zustand gesprochen? Vielleicht gelingt es Ihnen ja so, ein klein wenig Druck abzubauen.

Gerne beraten wir Sie auch am Telefon. Unsere vertrauliche und neutrale Hotline können sie Mo-Fr von 10-12 Uhr sowie von 15-18 Uhr unter der 0180 / 555 84 84 erreichen.

Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und hoffen, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr ISG-Team


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