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BeitragVerfasst: Sa, 25 Dez 2010 13:10 
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Registriert: Sa, 25 Dez 2010 13:07
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Hallo!

Derzeit habe ich Erektionsprobleme und bin erst 23 Jahre alt. Um meine Geschichte zu verstehen bedarf es einiger Hintergrundinformationen.

Bis vor 2,5 Monaten habe ich 4 Jahre lang verschiedenste Antidepressiva (Cipralex, Efectin, Wellbutrin, Trittico, Aurorix, Stablon, Valdoxan) aufgrund von Angstzuständen und Depressionen genommen.

Während der Einnahme von Efectin und Cipralex waren keine Morgenerektion, keine nächtlichen Erektionen und auch keine ausreichende Erektion bei Stimulation möglich. Die gerade erwähnten Antidepressiva habe ich 3 Jahre lang genommen. Danach würde auf die anderen Antidepressiva gewechselt, wobei sich kurz darauf die Erektion verbessert hat, jedoch noch immer nicht so ist wie früher!

Jetzt, 2,5 Monate nach der letzten Einnahme der Antidepressiva und auch psychischer Stabilisation bestehen trotzdem folgend Symptome:
1) fehlende oder ganz schwache Morgenerektion und Erektionen in der Nacht (wenn ich zufällig aufwache)
2) nur durch Gedanken ist es nahezu unmöglich eine Erektion hervorzurufen
3) wenn Erektion vorhanden, fällt sie viel früher ab, wenn nicht Stimuliert wird
4) im Sitzen fällt es leichter eine Erektion zu bekommen als im Stehen, wo es nahezu unmöglich ist
5) wenn ich mich mehrere Tage hintereinander nicht onaniere scheint die Erektion besser als, wenn ich jeden Tag onaniere, jedoch noch immer nicht so wie früher
6) die Erektion hat nie ganz so eine Härte wie früher

Noch ein paar Eckdaten zu mir:
1) bin 23 Jahre alt
2) sportlich
3) Nichtraucher
4) und ernähre mich halbwegs gesund

Da ich davon überzeugt bin, dass es ein physisches Problem und kein psychisches ist, aufgrund der ausbleibenden bzw. ganz weichen Morgenerektion / Erektionen im Schlaf, war ich auch schon bei 2 Urologen.

Diese haben natürlich die Nieren, die Blase mittels Ultraschall untersucht. Danach habe ich auch 2 Bluttests gemacht, die auch in Ordnung waren laut den Urologen, obwohl die Werte schwankten. Außerdem wurde ich zum Hausarzt geschickt, dieser hat dann EKG und Blutdruck gemessen um weiteres auszuschließen. Im Endeffekt haben mir beide Urologen einen Cialis Kur mit 5mg verschrieben.

Diese mache ich seit 3 Wochen – das Ergebnis
1) fehlende oder etwas stärkere Morgenerektion und Erektionen in der Nacht (wenn ich zufällig aufwache)
2) etwas leichter durch Gedanken eine Erektion hervorzurufen, jedoch immer noch ziemlich schwer und diese wird nicht sehr hart
3) wenn Erektion vorhanden, fällt sie nicht mehr ganz so früh ab, wenn nicht Stimuliert wird
4) im Stehen ist es auch etwas leichter eine Erektion zu bekommen
5) die Erektion ist auch etwas härter, jedoch immer noch nicht ganz so wie früher

Es mir jedoch so vorkommt, wie wenn nur die Symptome mit dieser Therapie behandelt werden würden, da ich schon einmal, noch während der Einnahme der Antidepressiva 2 Wochen lang eine Cialis Probepackung 5mg ausprobiert hatte. Danach war die Erektion wieder genauso schlecht wie zuvor.

1. Daher wollte ich nun wissen, welches körperliche Problem dahinterstecken könnte? Dachte an ein venöses Leck?! Wären die Symptome nicht passend dafür?
Auf ein venöses Leck wurde ich nie untersucht….

2. Oder kann es sein, dass die Antidepressiva die Erektion irreversibel geschädigt haben?!

3. Welche Untersuchungen würden sie mir noch empfehlen?

Bitte um Hilfe
Beste Grüße


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BeitragVerfasst: Mo, 27 Dez 2010 19:09 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1169
Wohnort: Freiburg
Guten Tag bobby _23,

vielen Dank für Ihren ausführlichen Bericht. Gerne sind wir Ihnen bei der Suche nach einer akzeptablen Erklärung behilflich, soweit die Möglichkeiten uns das erlauben.
Wie sie berichten, nehmen Sie seit mehr als vier Jahren Antidepressiva ein und haben wegen der Erektionsstörungen, als eine Nebenwirkung der Therapie, des Öfteren die Präparate gewechselt. Grundsätzlich ist bekannt,dass Depressionen Erektionsstörungen hervorrufen können oder es auch eine Nebenwirkung der Antidepressiva sein kann. Letzteres lässt den häufigen Wechsel der Medikamente vermuten.
Um auf die Fragen am Ende des Berichts einzugehen, so können wir nur annehmen ,dass Punkt eins und zwei eher nicht zutrifft; denn ein diagnostiziertes, venöses Leck kann nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht operiert werden. Cialis könnte dann in der Tat für die Therapie in Frage kommen. Ebenfalls ist eine irreversible Schädigung bezüglich der erektilen Dysfunktion, verursacht durch Einnahme von Antidepressiva, eher unwahrscheinlich. Jedoch um die Frage klar zu beantworten, sollten Sie sie an Ihren behandelnden Arzt/Ärzte stellen.
Ergänzende Therapien könnten Entspannungsübungen, wie z.B.: Die Muskelrelaxation nach Jacobson oder das Autogene Training sein.Wenn nicht schon geschehen, weisen wir noch ergänzend auf eine Untersuchung der Schilddrüsenhormone hin .Denn sie können auch Ursache der erektilen Dysfunktion sein.
Schliesslich wäre es hilfreich, wenn sie die uns geschilderte Problematik in einem nochmaligen Gespräch mit Ihren zuständigen Ärzten erörtern würden.
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so sind wir gern bereit, sie zu beantworten.

Alles Gute!
Mit freundlichen Grüßen

ISG-Team


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