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BeitragVerfasst: Do, 05 Dez 2002 21:36 
Bin 54 Jahre alt. Urologische Untersuchungen sind befundlos. Nach schweren Erkrankungen meiner Ehefrau vor 2 Jahren (geheilt) habe ich häufig Probleme beim Geschlechtsverkehr. Die Erektion fällt beim Eindringen in sich zusammen und ich erfahre einen extremen Schweissausbruch. Bei Einnahme von Viagra ist das Problem weg. Doch dies ist keine Lösung. Die Vorwürfe meiner Ehefrau, bezügliche einer Ablehnung sind gravierend.Mittlerweile ist eine regelrechte Angst in mir aufgebaut.
Wer weiß Rat?


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BeitragVerfasst: So, 08 Dez 2002 14:50 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1162
Wohnort: Freiburg
Hallo User,

ersteinmal vorneweg: 30 bis 50% der Männer über 40 leiden an Erektionsstörungen! Sie sind also nicht alleine und mit 54 Jahren ist es fast "normal", wenn es mit der Erektion nicht mehr so wie früher klappt. Bei vielen Männern finden sich dafür Gründe wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, hormonelle Störungen oder Medikamente (mehr dazu unter der Rubrik "Erektionsstörungen"). Häufig bleibt die Untersuchung beim Urologen wie bei Ihnen aber ohne Ergebnis. In diesem Fall kann man entweder das Problem als Veränderung des Körpers mit dem Alter interpretieren und akzeptieren und eine geeignete Hilfe -wie bei Ihnen Viagra- suchen. Oder man stellt sich die Frage, ob es nicht etwa psychische Faktoren sind, die die Erektion beeinflussen. Dabei kann es sich um starke berufliche Belastung, Probleme oder Unzufriedenheit in der Partnerschaft oder auch psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen handeln, die Erektionsstörungen hervorrufen können.
Nicht selten berichten uns Männer, deren Frauen über längere Zeit sehr krank waren, über danach auftretende Erektionsprobleme. Dies kann einerseits ein Zufall sein, bei dem ein Nachlassen der Erektionsfähigkeit mit der Erkrankung zusammengetroffen ist, oder es handelt sich wirklich um ein partnerschaftliches Problem. Wenn man sich über lange Zeit aufgrund der Erkrankung der Frau sexuell stark zurückhalten musste, ist es gut vorstellbar, dass danach Probleme auftreten. Eventuell deswegen, da die Partnerin als jemand galt, der geschont und gepflegt werden und auf den man Rücksicht nehmen musste. Es kann schwierig sein, das Bild der kranken und zu schonenden Partnerin abzulegen und sie wieder als attraktiv und begehrenswert zu sehen und sich dementsprechend anders zu verhalten. Das muss nicht heissen, dass sie nicht mehr attraktiv für den Partner ist, sondern dass er gelernt hat, sein Begehren und seine sexuellen Wünsche zurückzuhalten. Wenn es einige Male zu einem Zusammenbrechen der Erektion beim Sex gekommen ist, entsteht bei vielen Männern eine große Angst davor, immer wieder zu versagen. Diese Angst und Anspannung kann zu noch viel größeren Schwierigkeiten mit der Erektion führen, so dass sich eine Art Teufelskreis entwickelt. Dieses Gefühl kennen Sie sicher auch. Dazu passt der Schweißausbruch beim Sex, der häufig ein Symptom von Angst und Stress ist. Viele Partnerin sind durch Erektionsprobleme verunsichert und interpretieren sie als mangelndes Interesse. Es ist natürlich möglich, dass dies der Grund ist, häufig liegen die Ursachen aber woanders und der Mann leidet selber stark darunter, die Partnerin attraktiv zu finden, durch die Potenzprobleme aber kein befriedigendes Sexleben mit ihr führen zu können. Deswegen ist es sehr wichtig, immer im Gespräch zu bleiben und von den Ängsten, die man hat, zu erzählen. Versuchen Sie, ihre Situation als ein Problem zu sehen, dass Sie gemeinsam lösen wollen, denn schließlich sind Sie ja beide gleichermaßen betroffen.
Sollten Sie das Gefühl haben, an einem psychischen Problem zu leiden, ist der Sexualtherapeut der richtige Ansprechpartner. Tipps und Adressen finden Sie bei Pro Familia, Deutsche Gesellschaft für Sexualberatung e.V., http://www.profamilia.de.

Wir hoffen, Ihnen mit unserer Antwort weitergeholfen zu haben und wünschen alles Gute,
Ihr ISG-Team


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