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BeitragVerfasst: Sa, 13 Mär 2010 22:25 
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Registriert: Sa, 13 Mär 2010 22:17
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Hallo,

ich hatte vor fast 4 Jahren eine Wochenbettdepression und seither nehme ich Fluoxetin 20 mg. Das Problem ist ich habe Lust und alles, aber ich bekomme keinen Orgasmus mehr wenn ich mit meinem Mann schlafe. Ich bin langsam richtig frustriert und er auch. Wegen unseren 2 Kindes habe ich Medis abgesetzt und plötzlich war alles wieder normal und ich habe wieder Orgasmen erlebt. Leider bekam ich in der SS einen Depressionsrückfall und muss Medis wieder nehmen und meine Ärztin meinte, es wäre gut über lange Zeit um den Rückfall nicht zu provozieren. Ich traue mich nicht mit meiner Ärztin darüber zu reden aber so kann es auch nicht weitergehen. Bei der SB klappts manchmal wenn ich einen Vibrator benutze aber es dauert ewig lange und ohne dieses Hilftmittel klappt es auch nicht mehr. Die Beziehung leidet natürlich auch, mein mann meint schon, kommst ja eh nicht mehr muss man sich wohl damit abfinden aber das kann ich nicht, es fehlt mir dadurch auch an Lebnsqualität. Was kann ich tun. Ach ja in der Packungsbeilage steht auch verzögerter oder ausbleibender Orgasmus als Nebenwirkung. Ich brauche dringend Rat!!!


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BeitragVerfasst: Mo, 15 Mär 2010 17:47 
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Hallo tanja1980,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie schildern das Problem nicht mehr bzw nur sehr schwer zum Orgasmus zu kommen, was als Nebenwirkung ihres Medikamentes zu verstehen ist.

Auch wenn es Ihnen schwer fällt mit Ihrer Ärztin darüber zu sprechen, empfehlen wir Ihnen doch sich zu überwinden und mit ihr offen einen Medikamentenwechsel zu diskutieren. Das Ausbleiben eines Orgasmus ist eine häufige Nebenwirkung von Antidepressiva. Bei einem anderen Medikament kann dies jedoch weniger ausgeprägt sein.

Wir wünschen Ihnen hierbei viel Erfolg!
Ihr ISG-Team


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BeitragVerfasst: Mo, 15 Mär 2010 20:54 
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Danke, für die Antwort. Ich hoffe ich kann mich dazu überwinden mit meiner Ärztin zu sprechen, aber es fällt mir sehr sehr schwer, es ist mir einfach schrecklich unangenehm. :oops: :oops: :oops:

Viele Grüsse
Tanja


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BeitragVerfasst: Do, 20 Mai 2010 08:00 
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Beiträge: 12
Hallo ISG Team,

ich habe nun mit meinem Arzt gesprochen und der meinte ich solle versuchen das Medikament abzusetzen, es wäre auf jeden Fall vertretbar, ein anderes Medikament käme für mich nicht in Frage. Seit 3 Wochen habe ich nun die Dosis von 20 auf 5 mg heruntergefahren und ich merke keine Verbesserung, nicht mal annähernd, auch bei der Selbstbefriedigung geht es nicht schneller. Ich habe langsam totalen Frust, mir fehlt immer mehr die Lust bzw. ich drücke mich da wohl falsch aus, ich befriedige mich sehr oft selbst, die Lust ist schon da nur nicht auf Sex mit meinem Mann. Ich bin dann jedesmal so erregt, dass ich das Gefühl habe ich bekomme gleich einen Orgasmus aber es geht nicht. Ich weiß gar nicht wie das auf Dauer weitergehen soll in der Ehe wenn das so bleibt, der Frust wird immer größer und größer und ich weiß einfach keinen Rat. Meine Ehe ist sonst wirklich gut aber dieses Problem macht mich fix und fertig, manchmal bin ich soweit, dass ich sage es wäre besser gar keinen Sex mehr zu haben um mir den Frust zu ersparen. Ich habe auch schon ein richtig schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber, ich befriedige mich dauernd selbst und signalisiere ihm aber keine Lust zu haben, ich fühl mich richtig schlecht dabei. :cry: Oder wenn wir Sex hatten und er schläft dann gehe ich in ein anderes Zimmer und befriedige mich noch selbst, ich komm mir nur noch schlecht dabei vor.
Wie kann man den aus diesem Teufelskreislauf wieder ausbrechen? Warum kann ich mich zum Orgasmus bringen aber mein Mann mich nicht, egal was er macht, oral, mit der Hand oder beim Verkehr, es geht einfach nicht, ich könnte nur noch heulen. Ansonsten stimmt bei uns alles, wir haben zwei nette Kinder, eine Eigentumswohnung und auch sonst verstehen wir uns prima, ich weiß nicht mehr weiter. Ich kann ja auch mit keinem drüber reden, das belastet mich dann noch mehr. Ich mache zwar eine Verhaltenstherapie und habe schon mal grob mein Problem angesprochen, aber die Therapeutin konnte mir auch nicht viele Ratschläge geben, ein paar Tipps schon aber es hilft alles nichts.


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BeitragVerfasst: Do, 20 Mai 2010 11:42 
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Wohnort: Freiburg
Hallo Tanja,

Sie schreiben, dass Sie trotz Absetzen des Medikamentes Fluoxetin weiterhin Schwierigkeiten haben beim Sex mit ihrem Mann zum Orgasmus zu kommen. Auch nach Absetzen eines Medikamentes kann es einige Zeit dauern bis sich das normale Sexualverhalten wieder einstellt. Auch eine Depression an sich bringt häufig Libidoverlust und Orgasmusstörungen mit sich.

Sie schreiben weiterhin, dass es Ihnen möglich ist bei der Selbstbefriedigung einen Orgasmus zu bekommen. Eventuell fällt es Ihnen schwer sich bei Ihrem Mann zu entspannen und fallen zu lassen. Oder Sie treten unbewusst mit einer negativen Erwartungshaltung an die Sache heran und somit entsteht der von Ihnen beschriebene Teufelskreis.

Was auch immer der genaue Hintergrund ist, scheint es für Sie eine sehr belastende Situation zu sein. Haben Sie denn schon mal einen Sexualtherapeuten bzw. eine Paartherapie in Betracht gezogen? Können Sie mit Ihrem Mann offen über das Problem sprechen?

Gerne beraten wir Sie auch telefonisch Tel.: 0180/5558484 (14Cent/min).

Mit freundlich Grüßen,
Ihr ISG-Team


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BeitragVerfasst: Sa, 22 Mai 2010 17:38 
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Danke für die Antwort. Ich habe natürlich schon über eine Sexualtherapie nachgedacht, was uns aber aus zeitlichen Gründen mit einem Baby und einem Kleinkind nicht möglich ist, weil wir keinen haben der die Kinder mal nehmen könnte.
Ich mache seit fast 2 Jahren eine Verhaltenstherapie, in der ich das Thema auch schon grob angesprochen habe, aber irgendwie ist es mir total peinlich offen drüber zu reden, ich denke eine Verhaltenstherapeutin könnte mir eventuell schon auch weiterhelfen oder nicht? Diese Therapie kann ich auch nur machen weil mein Mann dann auf die Kinder aufpasst.
Mit meinem Mann kan ich schon drüer reden, aber nur über bestimmte Dinge, z.B. über das Thema Selbstbefriedigung spricht er nicht, ich habe zwar schon gesagt, dass ich es mache und dadurch auch einen Orgasmus erreiche aber er von seiner Seite aus ist zu dem Thema sehr reserviert, ich muss sagen für mich wäre es wichtig auch darüber zu sprechen.
Das mit der Hotline ist schon gut gemeint, aber am Telefon würde ich wahrscheinlich nur was daherstammeln was keinen weiterbringt, es ist mir einfach unangenehm. Wie in meiner Therapie auch die ich mache. Ich habe mal einiges aufgeschrieben und ihr zu lesen gegeben, das ging dann ganz gut, aber ans eingemachte ging sie auch nicht und irgendwann war die Sitzung vorbei und Thema beendet und ich war so schlau wie vorher.
Ich muss auch mal schauen wie es sich entwickelt wenn ich die Medis eine Weile absetze, wie es dann ist.


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BeitragVerfasst: Do, 29 Jul 2010 15:11 
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Registriert: Sa, 13 Mär 2010 22:17
Beiträge: 12
Hallo, nun melde ich mich nach längerer Zeit mal wieder zu Wort. Ich habe es nicht geschafft meine Medis komplett abzusetzen habe mich aber auf 10 mg gut eingestellt. Bei der Selbstbefriedigung dauert es nicht mehr so lange wie vorher um zum Orgasmus zu kommen wie mit der ganzen Dosis, das sehe ich als Fortschritt an. Aber im Sexleben mit meinem Mann ist es eher schlimmer geworden, letztes mal als wir Sex hatten hat bei mir während des Sex die Erregung so nachgelassen, dass ich richtig Schmerzen hatte und ich froh war als es vorbei war. Ich muss dazusagen, dass ich vor ein paar wochen mit meinem Mann gesprochen habe und ihm gesagt, habe, dass ich gerne einen Vibratr ins Liebesspiel einbeziehen würde, weil ich dadurch einfach auch zum Orgasmus kommen kann, auch mit Medis. Mein Mann war daurch eher gekränkt. Er meinte er wäre nicht gut genug sonst bräuchte ich das ja nicht. Er hat dann wiederwillig gesagt, wenn ich meine dass ich das brauche dann soll ich es halt machen, das hat mir die Lust im Voraus genommen, also läuft alles wie immer nur habe ich gar keine Lust mehr auf Sex mit meinem Mann, ich befriedige mih lieber selber, da hab ich mehr davon. Was kann ich den sonst noch tun um unser Problem zu lösen? Mir ist es auch peinlich in meiner Verhaltenstherapie drüber zu sprechen, mein Mann gibt mir jaso sehr das Gefühl, dass man einen Vibrator nicht benutzt es wäre ja was schmutziges usw. deshalb schäme ich mich uch in meiner Therapie drüber zu sprechen. Es wird einfach immer schlimmer. Was kann ich sonst noch tun, ich weiß mir keinen Rat mehr?????

Viele Grüsse
Tanja


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BeitragVerfasst: Fr, 30 Jul 2010 12:05 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1151
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Liebe Tanja1980,
vielen Dank für Ihr Vertrauen, dass Sie uns entgegenbringen!
Ihr Problem zieht sich nun schon über einen langen Zeitraum und aufgrund Ihrer Beiträge scheint es, dass die Situation mit Ihrem Mann sich weiter verschlechtert hat.

Wir möchten Sie aber ermutigen, nicht aufzugeben! Die Gefahr die aktuell besteht ist, dass Sie in einen negativen Kreislauf kommen: Sie schreiben, dass Sie teils "froh" sind, wenn der Sex mit Ihrem Mann vorbei ist. Das führt dazu, dass Sie dem nächsten Sexerlebnis nicht freudig sondern eher mit negativen Erwartungen entgegen sehen. Leider haben Erwartungen manchmal die Eigenschaft, dass sie selber zu ihrer Erfüllung beitragen: Sie sind unentspannt, wie sie schreiben ist schon fast genervt und so können Sie von vornerherein keinen Spaß am Sex mit Ihrem Mann haben. Die anfänglichen Erwartungen erfüllen sich und verstärken sich für das nächste Mal noch mehr.
Sicherlich ist es nicht leicht, aus diesem Kreislauf heraus zu kommen und auch für eine Verbesserung der Kommunikation mit Ihrem Mann raten wir Ihnen, sich Hilfe zu holen.

Da für Sie, wie Sie schreiben, aktuell keine Paartherapie in Frage kommt, empfehlen wir Ihnen sich zu überwinden, und erneut mit Ihrer Verhaltenstherapeutin über diese sexuellen Themen zu sprechen. Da liegt es natürlich an Ihnen, dass Sie ihr die relevanten Dinge erzählen, damit Sie nicht wieder unbefriedigt aus der Stunde gehen. Falls Sie das vorab üben wollen, ermutigen wir Sie erneut, bei unserer Infoline anzurufen - es wird ungewohnt sein, darüber zu sprechen, aber Sie können es!
Herzliche Grüße
Ihr ISG-Team


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BeitragVerfasst: Mi, 08 Sep 2010 22:26 
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Beiträge: 12
Hallo ISG-Team, danke für die Antwort, habe nur noch alle paar Wochen Therapie weil diese sich dem Ende zuneigt und wir nur noch alle 1 bis 2 Monate Termine Machen. Morgen habe ich wieder einen Termin, ich werde versuchen nochmals detailierter mein Problem anzusprechen ich hoffe die richtigenWorte zu finden. Ich hoffe wir finden in unserer Ehe einen Weg um wieder erfüllte Sexualität erleben zu können. Ansonsten läuft es ja ganz gut in der Ehe, auch mit den Kindern, meine Depressionen und die Ängste habe ich recht gut in den Griff bekommen in der Therapie jetzt fehlt nur noch dieses eine leidige Problem zu lösen. Ich werde es morgen versuchen anzusprechen :oops: :oops: :oops: . Was mir sehr schwer fallen wird ist die detaillierte Beschreibung des Problems, aber wenn ich es nicht genau bescheibe kann sie mir ja nicht helfen.

Vielen Dank.
LG Tanja1980


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BeitragVerfasst: Mo, 13 Sep 2010 10:54 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1151
Wohnort: Freiburg
Liebe Tanja1980,
wir freuen uns, dass Sie sich wieder in unserem Forum melden! Wir wünschen Ihnen, dass Sie es geschafft haben, die sexuelle Problematik anzusprechen und hoffen, dass die Therapiestunde für Sie hilfreich war!
Wir hoffen, Sie können so neben Ihrer Angst und Depression nun auch ihre Sexualität zum Positiven verändern!
Viel Erfolg weiterhin und herzliche Grüße
Ihr ISG-Team


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BeitragVerfasst: So, 21 Nov 2010 15:11 
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Registriert: Sa, 13 Mär 2010 22:17
Beiträge: 12
Hallo liebes ISG Team,

ich habe es jetzt so gemacht, dass ich meiner therapeutin einen Brief geschrieben habe, ganz offen und mit allen Einzelheiten den ich mit der Überweisung eingeworfen habe, weil ich es nie geschafft habe wenn sie mir gegenübersaß das Thema offen anzugehen. AM Mittwoch habe ich meine nächste Stunde und ich hoffe ich schaffe es offen drüber zu reden, die ganzen Einzelheiten weiß sie ja jetzt. :oops:

LG tanja1980


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