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 Betreff des Beitrags: Medikamente schuld an Lustlosigkeit?
BeitragVerfasst: Mo, 02 Feb 2009 17:35 
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Registriert: Mo, 02 Feb 2009 16:56
Beiträge: 1
Hallo Zusammen,

habe ziemlich tief geschluckt, als ich die Beiträge hier gelesen habe. Hatte früher nie ein Problem, dass mein Partner keine Lust auf Sex hatte und jede Annäherung abgewiesen wird...
Kurz zu meiner Geschichte...nach einer Scheidung lebe ich mit einem Mann, der ich über alles liebe und auch sehr begehre :cry: , bald drei Jahre zusammen. Am Anfang lief es im Bett ganz normal :) , nachdem wir zusammengezogen sind, wurde ein Wunschkind gezeugt, drei habe ich aus erster Ehe. Wir waren alle sehr glücklich, dass es geklappt hat und ich habe auch schweren Herzens akzeptiert, dass er keinen Sex mit einer Schwangeren haben könne, etisch könne er das einfach nicht...o.k dachte es sei für 9 Monate, denn ich hatte riesige Lust ! Nun das Kind wurde geboren, aber seine Lust kam nicht mehr. Zuviel Stress bei der Arbeit, zu viel Arbeit zu Hause, hiess es als wir uns den Traum vom eigenen Hof erfüllt haben... Nun muss er täglich Protonenpumpblocker einnehmen, kann es sein, dass diese die Unlust auslösen? Oder ist es eher das Uebergewicht, sein Bauchfett, dass er seitdem zugelegt hat und auch wegen zuviel Stress nicht bekämpfen kann? Er war vorher auch nicht ein Knochengestell, hat jetzt aber gute 10-15 Kilo mehr. Das es extrem frustrierend ist, wenn man einen Mann hat, der einem nicht mehr begehrt und wenn mann abgewiesen wird, oder der Fernseher/PC interessanter sind, brauche ich wohl nicht zu sagen. Aber wie geht Ihr mit Eurer Lust um ? Macnmal wird ich fast wahnsinnig vor Lust und werde dann agressiv. Nach dem Wochenende sinke ich in Depressionen ?, habe richtige Heulmorgen und weiss nicht was ich machen soll. Dazu kommt vielleicht auch, dass ich den ganzen Tag alleine den Hof schmeisse,mich um die Kinder kümmere und mich abends auf meinen Schatz freue. Bekannte, Freundinnen ect. habe ich keine, da wir in einen anderen Kanton gezogen bin und durch die Scheidung alle verlohren habe. Bin auch momentan etwas angebunden mit meinem kleinen Sonnenschein. Trennung nicht möglich, Fremdgehen nicht möglich, da es keine Gelegenheit gäbe und ich mein Freund zu sehr liebe und begehre, aber ein Leben ohne Sex und Zärtlichkeiten ??? Nein!!! Was nun?


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BeitragVerfasst: Mo, 02 Feb 2009 19:03 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1151
Wohnort: Freiburg
Liebe finja,
Sie schildern, dass Ihr Partner seit Ihrer Schwangerschaft keine sexuelle Lust mehr verspürt und Sie dies enorm belastet. Insgesamt scheinen Ihre momentanen Lebensverhältnisse, wie Sie sie beschreiben, sehr schwierig zu sein, und man entnimmt Ihrem Beitrag einen deutlichen Leidensdruck.
Die mangelnde Lust auf sexuelle Aktivität von Seiten Ihres Partners kann unterschiedliche Gründe haben.
Zum einen können körperliche Gründe genannt werden, beispielsweise Testosteronmangel. Erfolgte bereits eine Abklärung des Hormonspiegels beim Arzt? Wenn nicht, wäre dies sicherlich sinnvoll. Manche Männer haben auf Grund von körperlichen Risikofaktoren, z.B. Übergewicht, auch Erektionsprobleme, die sich dann häufig als Libidostörung äußern. Betroffene meiden Sexualkontakte aus Angst zu "versagen" und während ggf. eine körperliche Ursache vorhanden ist (mangelnde Durchblutung der Schwellkörper), vermuten Partnerinnen von betroffenen Männern dann häufig eine verminderte sexuelle Lust oder gar Affären bei Ihren Partnern. Dem muss nicht so sein. Sprechen Sie Ihren Partner einmal an, ob er eventuell Probleme mit der Erektionsfähigkeit hat. Ein Urologe kann hier diagnostische Abklärung leisten.
Natürlich spielen auch psychosoziale Faktoren eine entscheidende Rolle. Manche Männer sehen ihre Frauen plötzlich nicht mehr als Sexualpartnerin, sondern als Mutter, wenn diese schwanger wird und ein Kind gebärt. Durch die veränderte Rollenwahrnehmung kann die Libido sinken. Auch die veränderten Lebensumstände durch die Geburt eines Kindes können zeitweise zu einem Mangel an sexuellem Interesse führen.
Prinzipiell erscheint uns der erste wichtige Schritt darin zu bestehen, das Gespräch mit Ihrem Mann zu suchen und ihm mitzuteilen, dass Sie unter der gegenwärtigen Situation stark leiden und Änderungsbedarf sehen. Fragen Sie ihn, ob er ebenfalls motiviert ist, etwas an Ihrem momentanen Sexualleben zu verändern. Der Besuch beim Urologen zur Abklärung des Hormonstatus und einer möglichen erektilen Dysfunktion wäre in diesem Fall der nächste wichtige Schritt. Sollte es keine organsichen Gründe für sein mangelndes Verlangen geben, wäre u.U. noch einmal mit einem Sexual- oder/und Paartherapeuten zu schauen, was zu dieser momentanen Situation geführt hat und wie Sie sich wieder annähern können. Das Gespräch mit einem Spezialisten entlastet Sie sicherlich.
Da Sie selbst unter einer schlechten Stimmung leiden und in Frage stellen, ob Sie depressiv erkrankt sind, empfehlen wir Ihnen einen Besuch beim Psychiater oder Psychologen, um dies noch einmal abklären und wenn nötig, medikamentös und/oder psychotherapeutisch behandeln zu lassen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung. Alles Gute für Sie.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr ISG-Team


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