Aktuelle Zeit: So, 19 Nov 2017 05:06

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: Sa, 22 Jun 2013 22:54 
Offline

Registriert: Sa, 22 Jun 2013 22:14
Beiträge: 2
Beim googlen hab ich dieses Forum gefunden, ein bisschen durchgelesen und mich dann angemeldet.

Ich bin erstaunt, dass ich offenbar gar nicht so alleine mit meinem Problem bin...

Ich (40) bin mit meinem Mann (43) seit 2002 zusammen, verheiratet sind wir seit 2007.
In der Anfangszeit lief sexuell alles normal... aber noch im ersten Jahr nahm dies von seiner Seite aus immer mehr ab... bis irgendwann gar nicht mehr passierte.
Er rechtfertigte das mit Stress auf der Arbeit... nach eine Weile habe ich ihn darauf angesprochen, einen Besuch beim Urologen angeregt, aber er ging auf diesen Vorschlag damals nicht ein. Das war Ende 2002/Anfang 2003.

Bislang hat sich nichts verändert, wir haben tatsächlich so lange schon keinen Sex mehr.
Wenn ich es mal versucht habe, dann lief das gnadenlos schief, er bekam keine richtige Erektion und während dem Geschlechtsverkehr nahm die eh schon kaum vorhandene Erektion komplett wieder ab.
Das war vllt. mh 2004 rum.

Seither läuft zwischen uns nichts mehr, keine Berührungen in intimen Bereichen, egal wo, nada.

Nun habe ich seit Anfang diesen Jahres vermehrt gespürt, dass ich das so nicht mehr kann. Ich habe Bedürfnisse und möchte diese auch ausleben können.

Also im April wieder darüber geredet, Arztbesuch vorgeschlagen... bislang alles erfolglos.

Im April hatte mein Mann lange Krankenschein wegen Rückenbeschwerden, die er aber schon jahrelang hat und nie zum Arzt ging. Desweiteren hat er Übergewicht, aktuell wurde Bluthochdruck festgestellt... den großen Check beim Arzt, der im April stattfinden sollte hat er aber abgesagt, leider.
Noch dazu ist er starker Raucher.

Ich persönlich glaube, dass das alles in einem Zusammenhang mit der fehlenden Lust steht.

Immer, wenn ich das Thema anspreche (mh, einmal alle 2 Wochen vllt.), gibt es nur Streit. Warum ich denn andauernd mit dem Thema anfange...

Mein Mann meint, es hätte keinen körperlichen Ursachen, sagt mir gegenüber, dass er sich alle paar Wochen selbst befriedigt. Ob das so stimmt, weiss ich ehrlich gesagt nicht.

Wenn ich einen zaghaften Versuch starte, wo es erstmal nur um Nähe gehen würde, nicht direkt um Sex (was ich auch so versuche mitzuteilen), dann blockt er immer direkt ab.
Es macht keinen Unterschied, ob ich nackt vor ihm stehe oder unsere Mülltonne, die Reaktion ist die gleiche, nämlich keine.
Heute nach allen Gesprächen habe ich gedacht, ok, mal auf die "harte Tour" versuchen... nach dem Duschen vor ihn gestellt, Handtuch fallen lassen, seine Hände auf meine Brüste... nunja, wieder nur eine Abfuhr und er war sauer.
Warum ich "sowas" machen würde... er wäre nun mal so und schluss. Mhhhh....

Erst sagte er, es würde nicht an mir liegen... die Tage dann aber, er würde mich nicht als "Objekt sexueller Begierde" sehen... mhhh... toll.
Aber nach wie vor sagt er immer, er liebt mich mehr als sein Leben und würde sich nie von mir trennen wollen.
Dass er eine andere Frau hat, schliesse ich zu 100 % aus.

Ich schlug ihm bereits vor, er könnte ja einfach mal mit einer anderen versuchen, denn ich wüsste schon gerne, woran es liegt. Er war daraufhin sehr sauer.

Heute suchte ich wieder das Gespräch, es gab natürlich wieder Streit.
Ich sagte dann, er soll sich gerne alle Zeit nehmen, die er braucht, aber von mir nicht erwarten, dass ich diese Enthaltsamkeit weiterhin teile, denn das kann und will ich nicht mehr. Dass ich in Zukunft meine sexuellen Bedürfnisse anderweitig befriedigen werde und was er darüber denke.
Er meinte dann, da kann er nichts zu sagen und wenn ich meinte, dann solle ich das so machen.
Ich hab dann nur gesagt, wenn er ja eh kein Interesse hat, ich ihn damit dauernd nur nerve, dann ist das doch eine gute Lösung. Ich bin viel ausgeglichener und "nerve" ihn dann nicht mehr dauernd.
Zudem nehme ich ihm ja nicht wirklich was weg.. was man seit Jahren nicht möchte, kann man schlecht als "ureigenen Anspruch" ansehen irgendwie.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich auch zwischenzeitlich schon Sex mit einem alten Bekannten, traumhaft schön, es fehlte mir halt total.

Da ich aber eigentlich niemanden hintergehen möchte, ist es mir eben lieber, wenn ich zukünftig mit offenen Karten spielen kann. Damit meine ich nun nicht, dass ich es meinem Mann immer sage, aber so muss ich nicht dauernd denken, ist das nun fremdgehen oder nicht?

Sorry, ich habe sicher etwas wirr geschrieben, ich könnte heulen, wenn ich an diese sch***** Situation denke.

Ich verstehe es einfach nicht, möchte gerne wissen warum... bekomme aber keine Antwort von ihm.
Er unternimmt auch nichts, Urologe, Eheberatung... das kommt offenbar alles nicht in Frage.

Danke fürs Lesen!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo, 24 Jun 2013 18:32 
Offline

Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1150
Wohnort: Freiburg
Hallo Chany,

wir haben Ihren Beitrag aufmerksam gelesen. Sie beschreiben, dass es seit mehrerem Jahren praktisch keine Zärtlichkeiten und Sex mehr zwischen Ihnen und Ihrem Mann gibt und dass Ihnen das sehr fehlt.

Außerdem haben Sie Erektionsschwierigkeiten bei Ihrem Mann beschrieben. Bluthochdruck und Übergewicht geleten als Risikofaktoren hierfür.

Sie haben ja bereits mehrmals Ihrem Mann gegenüber angesprochen, dass Sie sich Sex und körperliche Nähe wünschen und er scheint wenig darauf einzugehen. Sie haben geschrieben, dass Ihr Mann zu Ihnen meinte, dass Sie Ihre sexuellen Bedürfnisse von ihm aus auch anderweitig befriedigen dürfen und das Sie Sex mit einem alten Bekannten hatten. Jetzt fühlen Sie sich unsicher, wie Sie damit umgehen wollen oder sollten. Sie könnten Ihren Mann fragen in wie weit er darüber bescheid wissen möchte, wenn Sie mit anderen Menschen Sex haben.

Insgesamt scheint die Situation in Ihrer Partnerschaft nicht gerade leicht. Falls Sie sich in dieser Hinsicht mehr Unterstützung wünschen, könnte vielleicht auch eine Beratung bei einer Ehe-Familien- und Lebensberatungsstelle hilfreich sein.

mit freundlichen Grüßen
ISG-Team


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Do, 27 Jun 2013 09:05 
Offline

Registriert: Sa, 22 Jun 2013 22:14
Beiträge: 2
Fast richtig - außer dass er nicht wirklich damit einverstanden ist, dass ich meine Bedürfnisse anderweitig befriedige.
Inzwischen ist es mir aber relativ egal, ob er einverstanden ist oder nicht, denn er hat sich sein "Grab" ja selbst geschaufelt und ich habe keine Lust mehr auf Rücksichtnahme.

Eheberatung, Arztbesuch - das möchte er alles nicht.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Di, 18 Feb 2014 16:05 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 26 Dez 2013 15:21
Beiträge: 8
hm. Vielleicht leidet er an Depressionen.

Da ist man oft auch zu fertig um irgendwie Veränderungen einzugehen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Do, 20 Feb 2014 09:22 
Offline

Registriert: Do, 20 Feb 2014 01:03
Beiträge: 17
Ja, nach so einem langen Weg mit Übergewicht und Rauchen ist es schwer, Gewohnheiten zu ändern, nichtsdestotrotz sollte das kein Grund sein, dass sie in ihrem Leben Kompromisse eingehen müssen. Klar lässt es sich von außen leicht sagen, aber ich würde das Gespräch suchen und auf die Missstände aufmerksam machen, dass sein Leben IHNEN Probleme bereitet und sie gewillt sind, ihm zu helfen, um seine und ihre Lebensqualität wieder angemessen zu steigern...


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de