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BeitragVerfasst: So, 07 Mär 2010 22:05 
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Registriert: So, 07 Mär 2010 21:23
Beiträge: 1
Liebe Leserinnen und Leser,
ich bin 40 Jahre alt und weiblich. Mein Verhältnis zur Sexualität ist äusserst aufgeschlossen und verschieden Ausführungsformen, Neigungen stehe ich neugierig und mit Freude gegenüber. Mir ist jedoch ein Mann begegnet, der in mir einige Fragen aufwirft. Im letzten Spätsommer lernte ich ihn kennen und wir haben sehr schnell viel Zeit miteinander verbracht. Er hielt sich permanent in meiner Wohnung auf- ich würde sagen es war von "Null auf Hundert", was die äusserliche Nähe betraf. Schon bei den ersten sexuellen Handlungen wurde mir deutlich, dass er etwas "anders" ist. Er konnte nie einen Orgasmus in mir bekommen, wenngleich er mit mir schlief und dafür sorgte, dass es mir gut ging. Manuelle Bemühungen meinerseits in jedweder Formen konnten ihn nicht soweit stimulieren, dass es auch für ihn einen Höhepunkt gab. Wenn er mit mir schlief, fühlte ich so eine Art technischen Vorgehens, die Innigkeit oder gar ein Verschmelzen liess er nicht zu, zumindest fühlte es sich für mich so an.
Eines Tages brachte er von zu Hause einen Cockring mit. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Lederring, den er, wenn er stimuliert war, über Glied und Hoden zog, so dass mehr Blut im Genitalbereich verblieb. Er forderte mich auf, seine Genitalien sehr grob zu quetschen und zu kratzen, bis hin zu leicht blutigen Hautabschürfungen.
Mir hat es grosses Unbehagen bereitet, den Mann, den ich lieb habe, zu verletzen. Aber nur und ausschliesslich so konnte er einen Höhepunkt erreichen. Hilfreich waren Kleidungsstücke, wie Korsett, Stay-Up Stockings und High Heels etc. In der Vergangenheit hat er auch Dominas besucht und Freundinnen nie länger als drei Monate gehabt. Begründung: "es war eben nie die Richtige dabei".
Nach wenigen Monaten verlor er dann sexuell komplett von einem Tag auf den anderen das Interesse an mir. Ich sprach das Thema vorsichtig an, aber er äusserte sich nie zu seinen Vorlieben so dass wir letzlich sprachlos in einer Sackgasse steckten. Vor kurzem hat er dann die Beziehung zu mir beendet- wieder ohne Begründung. Nun frage ich mich, ob das Beziehungsende hiermit in Zusammenhang steht. Ich mag diesen Mann sehr gern und wüsste gern, ob ich irgend etwas hätte tun können. Braucht er eine sadistische Partnerin, um ein erfülltes Sexualleben zu haben?

Hat jemand Erfahrung damit, was für Erlebnisse zu diesen Neigungen führen?
Und- wäre es für ihn möglich, eine Beziehung zu wollen, in der dieser Aspekt der Sexualität verknüpft werden kann mit der Fähigkeit auch anders, zärtlich Erfüllung zu finden? Toll wäre es, wenn ein ebenso fühlender Mann etwas schreiben könnte!!!!
Ich bin mit so einem Menschen persönlich zum ersten Mal konfrontiert worden und hege schon Zweifel an mir selbst.
Ich freue mich auf Beiträge und wünsche noch ein schönes Restwochenende!
Die Wahlmünchnerin


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BeitragVerfasst: Mi, 27 Apr 2011 15:34 
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Registriert: Mi, 27 Apr 2011 15:29
Beiträge: 1
Hallo,
habe gerade die Frage im Netz gefunden.

Würde gerne noch individuell darauf antworten.
Hier ein von mir schon früher angefertigtes Statement zu meinem Masochismus.


Missbrauch in der Familie ist immer ein heißes Thema.
Ob für den Täter oder für das Opfer.
Meine Erfahrung ist die, dass ich mich damals als Junge an der
Missbrauchssituation als mehr oder weniger aktiv Beteiligter empfand.

Nach dem Gesetz der Anziehungskraft scheinen sich oft Menschen in
Familien und darüber hinaus zusammen zu finden, die oft wie Topf und
Deckel zusammenpassen.

Ich selbst bin männlich, 52 Jahre alt und habe eine sehr bewegte und oft
schmerzhafte sexuelle Biografie hinter mir.

Nach meiner heutigen Definition wurde ich von meiner Mutter missbraucht,
und dies obwohl keine direkte sexuellen Handlungen von ihr ausgingen.
Für mich war dies lange Zeit schon deshalb kaum zu erkennen.

Ich selbst würde bei der Erziehung von Kindern sehr genau darauf achten,
dass die erfolgten Grenzüberschreitungen nicht stattfinden, und doch
muss ich sagen, dass für mich als damaliger Junge eine starke und auch
noch als erwachsener Mann eine gewisse erotische Erregung überfällt,
wenn ich an die damaligen Ereignisse denke.

Zwischen meiner Mutter und mir empfand ich eine starke erotische
Anziehungskraft und dementsprechend auch ein positives Gefühl in
gewissen Situationen. Mich verfolgten schon früh Unterwerfungsfantasien
gegenüber meiner Mutter und allgemein dem weiblichen Geschlecht
gegenüber. Schon weit vor meiner Geschlechtsreife hatte ich eindeutig
masochistische Neigungen bzw. Phantasien im Umgang mit Mädchen und
Frauen.


Geboren bin ich in einer Familie, die mütterlicherseits ein
Glaubenssystem aufgebaut hatte, dass die Frau das erhabene Geschlecht
sei, das über den Mann, nicht nur, aber vorwiegend in sexueller Hinsicht
herrschen soll. Mein Vater bestätigte viele Jahre später genau meine
Beobachtungen. Es lag so eine Stimmung in der Luft, zumal ich selbst
seit ich denken kann zur Unterwerfung unter das weibliche Geschlecht
neige. Hier und da bekam ich konkrete Hinweise, nahm Wortfetzen auf,
oder beobachtete das Verhalten der Familienmitglieder. Aber auch über
die Familie hinaus nahm ich Hinweise für die Herrschaft der Frauen über
Männer wahr. Konnte ich als kleines Kind zwar bis zum Alter von ca. 12
Jahren weder eine Erektion noch einen Orgasmus bekommen, so empfand ich
die Spannung zwischen den Geschlechtern auch damals schon in ganz jungen
Jahren als sehr groß und besonders prickelnd. Gerne spielte ich mit den
Mädchen Unterwerfungsspiele. Neben den Erfahrungen in meiner Familie und
den Spielen mit Mädchen gesellten sich meine Phantasien. Je älter ich
wurde, desto intensiver und ausgefeilter wurden diese Phantasien.

Hier einige reale Situationen, die meisten zunächst in Kurzform:

Meine Mutter konnte mich schwer loslassen, hat mich eher daran gehindert
das Haus zu verlassen. Auch ich hing sehr an ihrem Rockzipfel.
Sie begleitete meine medizinische (und letztlich auch psychische)
sexuelle Entwicklung, indem sie mich zu diversen Untersuchungen wegen
meiner genitalen Defekte, Leistenbruch, mehrfacher Hodenhochstand
begleitete. Schon früh trug ich ein Umschnallband gegen meinen
Leistenbruch. Delikat waren in diesem Zusammenhang die Zurschaustellung
meiner Operationsnarben (und damit meines ganzen Unterleibes) vor ihren
Freundinnen. Ihr war es überaus wichtig, dass ich im späteren Leben
meinen Mann stehen könne. Leider war die Folge der häufigen
Hodenhochstände eine Unfruchtbarkeit der Spermien. Eine Erektion konnte
ich ab dem 12. Lebensjahr hingegen bekommen.



Als kleines Kind war meine Vorhaut soweit ich mich erinnern kann noch
nicht nach hinten zu streifen. Als ich älter wurde wies meine Mutter
mich auf die Gefahr einer Phimose hin und beobachtete in regelmäßigen
Abständen, dass ich meine Vorhaut immer ein Stück mehr nach hinten
streifen konnte.


Ich durfte ihr als "Buttler" beim Anziehen helfen, sogar die
BH-Verschlüsse durfte ich zumachen, die kniffeligen Strapse konnte ich
bald mit einigem Geschick schließen, Reißverschlüsse von Kleidern auf-
und zumachen waren eine Selbstverständlichkeit. Das Geraderücken der
Strümpfe verlief vor ihr kniend. (Diese Scene erinnert mich sehr an die
vom blauen Engel). Auch beim Hineinschlüpfen in ihre Schuhe durfte ich
behilflich sein. Ich erinnere mich an den warmen Duft ihrer Lederschuhe.
Ich war nicht nur stolz, sondern gar innerlich beglückt. Das Rauschen
und Knistern der seidenen Unterröcke an ihren Nylons habe ich noch heute
im Ohr, wenn sie sich abends an mein Bett setzte und dabei ihren Rock
etwas anhob. Mit ca. 10 Jahren erweiterte ich das abendliche Ritual,
indem ich sie an jedem Abend demütig fragte, ob ich den Tag über auch
lieb genug gewesen sei.

Wenn Damen zu Besuch waren, war ich gern in ihrer Nähe, belauschte die
Gespräche und war zu etlichen Diensten bereit, wie Sekt für die
Nachmittagsrunde einzukaufen, Kaffee bereiten und servieren, die Mäntel
beim Aus- und Anziehen halten etc..

Oft wurde ich wegen kleiner Vergehen von meiner Mutter windelweich
geschlagen, dabei musste ich meine Hose herunterziehen und bekam Schläge
mit der Hand oder dem Klöpper auf meinen nackten Hintern gelegentlich
traf sie auch die Innenseiten der Beine und meine Genitalien. Was
empfand meine Mutter wohl dabei – was war ihre Triebfeder für die stark
übertriebenen Reaktionen?

Oft wurde ich wegen kleiner Vergehen von meiner Mutter windelweich
geschlagen, dabei musste ich meine Hose herunterziehen und bekam Schläge
mit der Hand oder dem Klöpper auf meinen nackten Hintern gelegentlich
traf sie auch die Innenseiten der Beine und meine Genitalien. Was
empfand meine Mutter wohl dabei – was war ihre Triebfeder für die stark
übertriebenen Reaktionen?

Es gab eine Zeit während der Grundschule, in der meine Mutter mich
häufig bei meinen Schulaufgaben kontrollierte und bei Fehlern meiner
Aufgaben stark ausrastete. Einmal hat meine Mutter mich so sehr
geschlagen, dass ich kaum zum Sportunterricht gehen konnte, da man noch
Tage später meine Striemen sah. Ich schämte mich, wegen dieser Striemen
anderen Kindern gegenüber. Meine Mutter wollte mich erst nicht zum Sport
schicken, und zog mir eine Nylonhose über, hat mich zudem mit Puder an
den Stellen geschminkt.

Immer wieder fand meine Mutter Gründe mir weiblich determinierte
Kleidungsstücke anzuziehen. So ließ sie mich zum Turnen neben den o. g.
Gründen mit Nylonstrumpfhosen mitmachen, da ich ja so schnell erkältet
wäre. Sie hat mir auf dem Markt eine Damen-Strech-Hose gekauft, die ich
nicht gerne anzog, die sie mir aber gerne zum Anziehen herauslegte.
Diese Hose hatte in der Mitte keinen Hosenschlitz sondern auf der linken
Seite einen Reißverschluss. Ich habe immer gehofft, dass es keinem
meiner Klassenkameraden auffiel. Aber gelegentlich wurde ich darauf
angesprochen, dass dies ja wohl eine Damenhose sei. Ich habe mich dabei
sehr geschämt und die Arschbacken zusammengekniffen.

Sie betonte immer wieder meine weiblichen Seiten und dass ich ein ganz
besonders sensibler Junge sei. Schon früh interessierte ich mich eher
für weibliche Hobbies und Berufswünsche. Frisierte Puppen, kochte und
buck gern, erledigte Hausarbeiten und übte mich in allerlei
Handarbeitstechniken, von Sticken bis Stricken war mir alles vertraut.
Als in den frühen 70ern die androgynen Stars wie bspw. Mick Jagger etc.
Meine Vorbilder wurden, war sie schnell dabei mir Locken in die langen
Haare zu machen. Obwohl sie eigentlich lange Haare bei Männern ablehnte.


Mit ca. 10 bis 11 Jahren nahm mich meine Mutter eines Abends, als mein
Vater außer Haus schien, zusammen mit meinem kleinen Bruder nackt zu
sich ins Bett. Das heißt sie zog mich im Bett aus, angeblich um meinen
Operationsverlauf und das Ergebnis der Bemühungen zu überprüfen. Sie
fingerte lange an meinen Genitalien herum. Eine riesige Erregung
breitete sich in meinem Körper aus. Ich hatte das Bedürfnis mich ihr
hinzugeben, mich mit ihr zu vereinen. Zu diesem Zeitpunkt war ich
innerlich sicher bereit zum Sex - aber was bedeutete das für mich? Einen
steifen Schwanz bekam ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich kann nur
ahnen, ob sie genau das, also meine erektile Erregbarkeit überprüfen
wollte. Nach einiger Zeit schien sie enttäuscht zu sein und kuschelte
ganz unverfänglich mit mir, woraufhin sie mich an ihren nackten Busen
presste. Was ging in ihr vor, war sie selbst sexuell erregt? Da wurde
mir (evtl.) zum ersten Mal deutlich, dass in der Überprüfbarkeit von
Erregung ein großer Unterschied zwischen Männern und Frauen existiert.
Frauen können Erregung entweder verbergen oder Vortäuschen – Männer
können sich dabei (also beim Lügen) noch so anstrengen, es klappt nicht.
Es klappt ja schon „oral“ (also gemeint ist verbal mittels gesprochenem
Wort) nicht.
Mein Vater kam dann unerwartet ins Schlafzimmer und beendete die Scene.
Neben vielen Anderen war dies eine Scene, die mich bei meinen späteren
Onanie-Phantasien begleiteten - die ich noch weiter ausbaute, in denen
ich meine Abhängigkeit und Hörigkeit bzw. Unterwerfung ihr gegenüber
noch phantasievoll verstärkte. An den Abenden flüsterte ich ganz leise
meine Untergebungs-„Tantren“, die ihr gewidmet waren in meinem Zimmer.

In einer dieser Abenden musste sie wohl im Flur gehört haben, dass ich
unter der Bettdecke onanierte und stürmte so schnell in mein Zimmer,
dass ich sehr übberrascht war. Sie riss mir die Bettdecke vom Leib und
betrachtete meinen entblössten Unterkörper. Augenblicklich schien sie zu
erkennen, dass ich nicht nur onanierte, sondern auch welche Phantasien
ich dabei hatte. Hatte sie gar meine Untergebungs-„Tantren“ gehört? Mich
überkam eine riesige Scham und ich fühlte mich in irgendeiner Weise
schuldig, weil ich so perverse Gedanken hatte. Sie schnauzte mich an und
fragte mich was ich da tun würde. Zudem sprach sie ein striktes Verbot
dieser Aktivitäten aus. Ich verstand die Welt nicht mehr. Später sollte
ich einmal in der Lage sein, mit meinem Penis Kinder zu zeugen, aber
Spass durfte ich nicht dabei haben. "Nun ja – sie hatte ja auch ganz
recht: mit meinen perversen Gedanken beim Sex war ich wirklich
verdammenswert!"




Meine Mutter klärte mich vor meiner letzten Operation (ca. 11 bis 12
Jahre) auf. Bis dahin hatte ich noch keine Ejakulation gehabt. Sie
teilte mir mit, dass die Befriedigung der Frau an erster Stelle steht.
Der Mann sollte nicht zuerst einen Orgasmus haben, seine Bedürfnisse
hinten anstellen und alles dafür tun, dass seine Frau befriedigt ist.
Dann kam irgendwann mit ca. 12 Jahren der große Moment, ganz unverhofft
und überraschend.
Es war nicht in einem Traum passiert, so dass ich bspw. morgens wie
viele überraschte Jungens meines Alters mit einer feuchten Bettdecke
aufwachte, sondern ich war in diesem Augenblick wach.
Ich verspürte ein Verlangen! Erst in meinem Kopf, dann in meinem
Unterleib. Ich ließ mich in meine Phantasien fallen und rieb dabei
unwillkürlich auf dem Bauch liegend mit angewinkeltem rechten Bein
meinen halbsteifen Schwanz an der Bettdecke. Als ich mir die heißesten
Sachen ausmalte (*dazu ein anderes Mal – Fortsetzung folgt!) entrann
meinem Penis plötzlich, ganz unverhofft eine Flüssigkeit!

Sie betrat nicht nur mein Zimmer ohne Anklopfen und erwischte mich dabei
gelegentlich beim Onanieren, sondern auch das Badezimmer, wenn ich in
der Badewanne lag. Als sie mich einmal im Alter von ca. 16 Jahren in der
Wanne mit einem steifen Schwanz sah, der aus dem niedrigen Wasser
hervorstach, hielt sie sich besonders lang im Badezimmer auf, erledigte
noch allerlei Dinge, setzte sich auf den Wannenrand und wechselte einige
Worte mit mir, tat so als bemerke sie nichts und verlor kein Wort über
meine Erektion. Ich bekam keinen Ton heraus. Mir war das sehr peinlich.
Es dauerte einige Zeit, bis die Erektion verschwand, daraufhin verließ
sie das Zimmer ohne ein weiteres Wort zu verlieren.




Woher kam die sklavische Verehrung und Unterwerfungslust gegenüber dem
weiblichen Geschlecht im Allgemeinen und zu meiner Mutter? Da gab es die
eine oder andere Situation, in denen sie mich sexuell erregte. Dazu
kamen aber auch meine Phantasien und Prädestination.

Ich muss etwas zugeben, was kein heranwachsender Jüngling zugeben mag.
Es gab eine Zeit in der ich meine Mutter sexuell begehrte
(Motherfucker), war ihr hörig, war ein Muttersöhnchen. Es wäre aber ein
Fehler meine Leidenschaft nur in Zusammenhang mit meiner Mutter zu
sehen. Zu jeder Frau (naja fast jeder) und besonders einigen schönen
Mädchen meines Alters empfand ich die gleiche Unterwerfungslust.
Bis vor ca. 12 Jahren habe ich meine sexuellen Phantasien für krankhaft
pervers gehalten und versucht es weitestgehend geheim zu halten.
Lediglich meiner Exfrau hatte ich dies in einem Anfall von Ehrlichkeit
am Anfang unserer Beziehung gebeichtet, was sie aber sofort wieder
vergas. Zudem hatte ich bei einem Neurologen diesbezüglich Andeutungen
gemacht, der mich mit allerlei Psychopharmaka vollstopfte, die mich
entweder lethargisch machten oder fürchterlich unruhig. Ich glaubte
daraufhin (letztlich bis zum Ende meiner Ehe) meine perversen Phantasien
unterdrücken zu müssen, was ich auch tat. Aber damit habe ich mich nur
selbst betrogen. Diese Phantasien hatten wahrscheinlich eine Funktion,
waren der Ausdruck oder das Ventil innerer seelischer Vorgänge, die ich
wie Abscheulichkeiten in einer Büchse einzuschließen hoffte. Und dieser
Akt der Verdrängung nahm mir jede Kraftreserven. Ich konnte nicht mehr
leben, sondern nur noch überleben. Den Deckel auf dieser Büchse zu
halten gelang mir über eine gewisse Zeit, bis sich in unregelmäßigen
Abständen etwas Monströses in der Büchse regte. Es überfielen mich dann
sexuelle Suchtphasen, in denen ich jedoch versuchte keine direkten
sadomasochistischen Phantasien (genau genommen waren es masochistische
Ersatzphantasien) aufkommen zu lassen und die mich nach ein bis zwei
Wochen oft an den Rand körperlicher Belastbarkeit führten. Meinen
damaligen religiösen Vorstellungen wiedersprachen diese Phasen voll und
ganz, so dass ich mich in höchstem Maße als sündig empfand. Immer wieder
wurde ich von Schuldgefühlen geplagt. Ich hatte Schuldgefühle, weil ich
meine Frau nicht sexuell befriedigen konnte und ich hatte Schuldgefühle
wegen der Phantasien, die sich in den Phasen bahnbrachen. Wenn diese
Phasen vorbei waren, hatte ich eher eine Unlust bzw. gar Abneigung
bezüglich sexueller Betätigungen. Ich schlief oft über mehrere Monate
nicht mit meiner Exfrau.


Was mich lange Zeit sehr verwirrte war die Tatsache, dass die Mädchen in
die ich mich mit meinem Herzen verliebte und die Mädchen, später Frauen,
die mich sexuell erregten so unterschiedlich waren. Später, als ich mich
in meine langjährige Partnerin und spätere Ehefrau verliebte, war sie
für mich meine Herzensgeliebte, eher eine freundschaftliche Schwester,
als eine herausfordernde, sexuell erregende, aktive oder gar dominante
Geliebte. Langsam konnte ich die sexuelle Verwirrtheit oder besser
sexuelle Heimatlosigkeit, die in einigen Filmen u.a. mit Marcello
Mastroianni oder von Pasolini dargestellt wurde nachvollziehen.

Bevor wir heirateten waren meine Exfrau und ich 10 Jahre zusammen. Die
Ehe ging nach weiteren ca. 8 Jahren auseinander. Meine Exfrau hatte
schon vor unserer Ehe andere Männer als Liebhaber, was sich in der Ehe
weiter fortsetzte.
Meine Exfrau fand mich zu wenig männlich, brauchte also Ersatzmänner.
Die Ehe ging nicht sehr gut. Sie fühlte sich sexuell unbefriedigt, ich
hatte fortwährend Angst, dass sie mich verlässt. Ich hatte damals gerade
in beruflicher Hinsicht große Schwellenängste, fühlte mich trotz großer
Anstrengung als Versager. In der ganzen Zeit unseres Zusammenseins war
ich vom christlichen Glauben bzw. deren stark moralischen Auslegungen
gerade in sexueller Hinsicht beeinflusst. Ich habe sie anfangs ein
einziges Mal mit einer anderen Frau betrogen in den fast 20 Jahren, die
ersten 10 davon lebten wir in wilder Ehe (zudem war ich vor unserer
richtigen Ehe 2-3 Mal bei einer Prostituierten, als ich das Cuckolding
(Fremdgehen) von ihr damals nicht aushielt). Während unserer Ehe war
auch der Besuch eines Bordells für mich dann Tabu. Für sie galten andere
Regeln. Es war in unserem ersten Jahr des Zusammenseins, als ich sie
betrog. Ich hatte Angst mit ihr das erste Mal zu schlafen. Sie war mit
21 Jahren noch Jungfrau, sie schien mir wie eine Heilige, ein Wesen
nicht aus Fleisch und Blut. So musste ich einen Umweg über eine Nacht im
Karneval mit einer meiner Kommilitoninnen nehmen, die gerade ihre Tage
hatte – das war Fleisch und Blut! Sie war nicht hübsch aber geil – und
sie war vor allem keine Heilige wie meine Freundin! Meine Ex bekam davon
Wind, ich musste ihr alles beichten – seit dem hatte sie regelmäßig
andere Liebhaber in unsere Beziehung!!! Es war, als hätte ich ihr mit
meinem Fehltritt den Schlüssel oder besser die Lizenz zum Cuckolding
(Fremdgehen) gegeben.

Sexuell bekam iauch ch über viele Jahre keine Erfüllung. Als ich Ende
der 70er mit meiner späteren Frau zusammenkam, war mir über weite
Strecken kein Geschlechtsverkehr, selbst Petting möglich. Ich habe
starkes Unwohlsein in meinen Genitalien gefühlt. Körperlich bin ich Ende
der 70er zusammengebrochen, hatte allerlei psychosomatische
Verdauungsbeschwerden und konnte mich nur langsam wieder aufrichten.
Meine Gesundheit hing immer schon an einem seidenen Faden. Aber in den
folgenden 15 bis 20 Jahren ging ein großer Teil meiner Energie drauf
meinen Körper wieder in den Griff zu bekommen. Als ich zwischen 1979 und
1980 mehrere Anlaufstellen aufgesucht hatte, von Familentherapiegruppen
über Neurologen zu Psychologen, mir aber keiner helfen wollte
(Therapieplätze waren damals sehr rar), entschied ich mich meine
Therapie zunächst selbst in die Hand zu nehmen.

Erst Ende der 90er habe ich endlich einen Therapieplatz bekommen – erst
nachdem sich abzeichnete, dass meine Ehe gescheitert war.

Die Psychoanalyse hat mir damals viel Selbstbewußtsein gegeben und ich
konnte mich von vielen Fesseln lösen.
Dazu kommt, dass seit Anfag der 90er Jahre, durch das Internet, mir die
geheimen sexuellen Wünsche und Phantasien anderer Menschen zugetragen
wurden. Ich weiß nun, dass meine “Perversitäten” keine ausgrenzenden
Seltenheiten sind, sondern im Rahmen einer gewissen normalen Spannbreite
liegen.
Mit einigem zeitlichen Abstand betrachte ich die Situationen oder besser
Stationen meiner sexuellen Biografie und kann nun in einer spielerischen
Weise diese in meiner Phantasie in erregende Rollenspiele umwandeln,
ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Auch die Erinnerungen an meine Mutter und an meine Exfrau bereiten mir
nun kein Unbehagen. Ja ich kann sogar beim Niederschreiben dieser
Erinnerung eine positiv empfundene Erregung zulassen. Nun ich bin halt
ein unverbesserlicher Masochist! Dazwischen liegt eine Zeit der großen
Distanz, Ablehnung, Auflehnung und Anklage und Konflikte. Lange habe ich
mich nicht an die erotischen Situationen mit meiner Mutter erinnern
wollen, oder anklagend meiner Mutter gegenüber daran gedacht. Heute sehe
ich die Situation etwas anders. Ich will damit das Verhalten meiner
Mutter nicht legitimieren, sondern zum Ausdruck bringen, dass ich ein
anderes Verhältnis dazu gefunden habe.

Jeder Mensch hat sich auf das Abenteuer auf diesem Planeten mit der
Familie in der er hineingeboren wurde bis zu einem gewissen Grad
selbstverantwortlich eingelassen.

Jeder ist seines Glückes Schmied.


Grüße ...


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