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BeitragVerfasst: Mo, 20 Sep 2004 16:54 
Ich leide sehr darunter dass mein Mann nicht mehr mit mir schlafen will, und vielleicht noch mehr das er nicht bereit ist über dieses Thema mit mir zu sprechen. Nachdem er nun endlich nach mehreren Jahren zum Arzt gegangen ist (Erektionsstörungen)- Arzt sagt er sei körperlich ganz gesund, lediglich eine Sache des Kopfes, hat ihm zwei Tabletten verschrieben die den Kreislauf durchbrechen sollen - meint mein Mann wir reden nicht drüber, wir wolllen nicht rückwärts schauen, nur vorwärts jetzt wird alles gut, rückwärts blicken wir nur auf einen Scherbenhaufen. Dies ist etwa vier oder fünf Wochen her, passiert ist aber weiter gar nichts. Er macht keinen Versuch und ich kann im Moment auch keinen Anfang machen. Ich habe ziemlich resigniert, sitze tagelang nur noch zu Hause und weine.l Dabei war es anfangs eine harmonische Beziehung. Wir sind 15 Jahre verheiratet und haben zwei Kinder, 14 und 6 Jahre alt. Rückblickend muss ich sagen dass die sexuelle Lust wohl schon vor 10 Jahren nachgelassen hat, es gab immer andere Gründe, aber genaues kann ich nicht herausfinden, es wurde immer weniger, bis dann schließlich die Erektionsstörungen auftraten. Da hat es drei oder vier Jahre gedauert bis er endlich zum Arzt gegangen ist, aber seitdem auch keinerlei Anzeichen. Was soll ich nur tun? Bin sehr am Ende meiner Kraft, habe Angst vor der Zukunft, auch unserer Kinder wegen die auch sehr an meinem Mann hängen. Ich kann aber so nicht weiter leben, zumal auch die sonstige Harmonie nicht mehr sehr ausgeprägt ist, mein Mann wird auf der einen Seite immer phlegmatischer, was die Arbeit an unserem Haus und Grundstück betrifft, auf der anderen Seite immer cholerischer, hat häufig schlechte Laune und schreit sowohl mich als auch die Kinder zusammen. Dann gibt es wieder ruhige PHasen. Ich brauche dringend Hilfe.


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BeitragVerfasst: Di, 28 Sep 2004 13:42 
Liebe Roberta,
ich kann verstehen, dass du dich ganz schön schlecht und zurückgewiesen fühlst. Ich stecke in einer ähnlichen Situation und bin auch oft völlig ratlos und davon überzeugt, dass irgendwann entweder ihm oder mir jemand übern Weg läuft und es funkt... Dann fängt vielleicht was neues an, ohne dass ich verstanden habe, warum das eigentlich sein muss.
Was mir ein bisschen hilft, ist, mich immer wieder auf mich zurückzubesinnen. Viel für mich machen, auch mal freie Abende haben, die ich im Café vertrödele usw. Du musst herausfinden, was dir gut tut. Vielleicht auch in sexueller Hinsicht. Ich habe inzwischen kein schlechtes Gewissen mehr, dass meine sexuellen Phantasien andere Männer einbeziehen, ich geniesse es sogar, weil ich mich nicht mehr so abhängig fühle, dass mich unbedingt der eine Mann begehren soll... Trotzdem macht es mich traurig, weil ich diese Entwicklung eigentlich nicht will.
Vielleicht kannst Du Deinen Mann ja überreden, mit in eine Paarberatung zu gehen. Lass Dir doch einfach mal bei der Caritas oder Pro familia einen Termin geben, gehe einmal alleine hin und lade ihn dann dazu ein... Ich denke, in jeder Beziehung liegt das Problem irgendwo anders.
Vielleicht gibt es das auch, dass das Begehren irgendwann aufhört, beim einen früher, beim andern später. Aber dabei sollte das Paar trotzdem noch so weit Paar bleiben, dass es versucht, damit gemeinsam umzugehen. Ein schwieriger Weg, vor allem wenn einer jedes Gespräch blockiert.
Ich wünsche dir alles Gute. Denke immer dran, dass du nicht völlig abhängig bist, sonst tust du dir nur selber leid. Viel Glück!
Lisa-Belle


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 15 Nov 2004 15:13 
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Registriert: Mo, 15 Nov 2004 14:15
Beiträge: 3
Wohnort: Bad Liebenstein
Hallo,

beim Lesen Ihres Beitrages kommen mir die meisten Dinge aus vielen, vielen Gesprächen mit betroffenen Männern sehr bekannt vor.

Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, habe ich das - zugegebenermaßen unbewiesene - Gefühl, daß es sich wohl vordringlich nicht um ein sexuelles, sondern vielmehr ein partnerschaftliches Problem handelt. Die Ursache kenne ich nicht. Wahrscheinlich ist, daß Ihr Mann Ihnen - nach der Beschreibung - ausweicht und sich in seiner Lebenssituation ausgesprochen unwohl fühlt.

Ich glaube nicht, daß "zwei verschriebene Tabletten" das Problem lösen können,

Rainer Hartwich


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