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BeitragVerfasst: Mo, 25 Sep 2006 01:58 
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Beiträge: 107
@ resopal,

Dein Posting hier ist echt Wasser auf meine Mühlen, ich kann auch immer nur zur Trennung raten, wenn alles versucht wurde und sich nichts ändert - Dein Problem ist ähnlich dem, was Richard z.Z. hat und Du findest meine Antworten in Threads wie http://www.isg-info.de/forum/viewtopic.php?p=2859#2859 oder http://www.isg-info.de/forum/viewtopic.php?p=2857#2857
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du trotz aller Querelen immer noch mit Deiner Frau zusammen und lehnst Dich resigniert zurück - hmm - findest, dass Du aufgrund des Alters mit Mitte 50 für niemanden mehr attraktiv bist > sprich, Dich guckt keine Frau mehr an - Veto - mein Mann ist 54 und ich finde ihn immer noch begehrenswert und leider ( für mich) andere Frauen auch...von daher denke ich, es ist nie zu spät für einen Neuanfang.
Andererseits respektiere ich es, dass Du nach 30 Jahren die Frau, mit der Du soviel durch hast, nicht alleine lassen magst - eine echte Zwickmühle, da Du auch schreibst, dass Dich sexuelle Gefühle traurig machen, da Du sie nicht ausleben kannst.
Und den gleichen Appell, den Du an die Männer gerichtet hast, muss ich hier auch an die Frauen richten - nämlich dass sie gar nicht wissen, was sie da mit Füssen treten, wenn sie sich ihrem Mann ständig sexuell verweigern und hier noch eins obendrauf - darauf bestehen bzw. erwarten, dass der Mann trotzdem bei ihnen bleibt.

Grüßle Vita


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BeitragVerfasst: Mo, 25 Sep 2006 07:49 
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Registriert: Mo, 21 Aug 2006 16:06
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Hallo Resopal,
deine Geschichte habe ich mit großer Traurigkeit gelesen. Es tut mir leid, daß du solche Erfahrungen machen mußtest. Und danke, daß du so viel Verständnis für "unsere" Geschichten aufgebracht hast. Ja, es gibt natürlich auch die andere Seite der Medaille. Ich kann nachvollziehen, wie weh es dir tut oder getan hat, daß deine Frau so abweisend ist. Es muß auch für deine Frau schlimm gewesen sein, daß sie so schlechte Erfahrungen in der Kindheit oder Jugend zum Thema Sex machen mußte. Es ist unsagbar schwer, so etwas zu verarbeiten. Auch ich bin teilweise sex. mißbraucht worden, wobei mir das in dem damaligen Alter nicht klar war, daß das schon Mißbrauch war und es hätte zur Anzeige kommen müssen. Ich hatte totale Angst, überhaupt jemandem davon zu erzählen. Ich fühlte mich schmutzig und schuldig. Aber ich denke, ich habe es seelisch gut verpackt. Ich kann nachvollziehen, daß man nach so vielen Jahren die Flinte ins Korn wirft und nicht mehr an Wunder glaubt. Wenn man sich damit abfinden kann und trotzdem ein harmonisches Zusammenleben führen kann, kann man doch trotz allem eine gute Partnerschaft führen. Meine Meinung ist, daß Sex dazugehört. Normalerweise. Glaube, so denkt jeder hier. Aber wenn es nicht geht, was will man da tun ? Man kann den Partner doch nicht dazu zwingen. Ich würde meinen Partner - glaube ich jedenfalls - nicht wegen nicht stattfindendem Sex verlassen. Dafür liebe ich ihn zu sehr, aber eine ständige Trauer um das, was man gemeinsam in Sachen Sex erleben möchte oder könnte, wäre ständig präsent. Ich hoffe, daß du mit deiner Frau trotzdem glücklich bist und ihr zueinandersteht. So wie du sagst, habt ihr ja schon einige Höhe und Tiefen durchlebt und euch gegenseitig gestützt. Ich wünsche dir weiterhin viel Glück und viel Kraft für die Zukunft.
Liebe Grüsse
Abakus


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BeitragVerfasst: Mo, 25 Sep 2006 11:54 
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Registriert: Mi, 13 Sep 2006 15:33
Beiträge: 29
Hallo Resopal,

Auch mir ist deine Geschichte richtig unter die Haut gegangen.
Vor allem weil du so endgültig und hoffnungslos schreibst.
Ein Mann der die Mitte 50 überschritten hat soll, deiner Meinung nach, für andere als sexuelles Wesen nicht mehr existieren? Ich bin 37 mein Mann 52, also nahe der Mitte 50, und für mich als sexuelles Wesen austerordentlich interrasant. Habt ihr das Thema eurer Sexualität in eurer Beziehung in all den Jahren je besprochen oder habt ihr es tabuisiert?
Ich denke du solltest dich nicht damit abfinden. Schon gar nicht da du es als den größten Fehler deines Lebens ansiehst, es hingenommen zu haben. In einer Partnerschaft trägt man gegenseitige Verantwortung .für das leibliche und seelische Wohlbefinden des anderen und deine Frau trägt diese Verantwortung zu einem wesentlichen teil nicht. Wenn man die Mitte 50 überschritten hat ist man lange noch keine 80 oder 90. Du hast noch viele Jahre vor dir die spannend, aufregend und sehr schön sein können wenn du nicht aufgibst nach einer für dich passenden Losung zu suchen. Ich wünsche dir ganz viel Glück dabei!

Lebe Grüße,
Lydia


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BeitragVerfasst: Mo, 25 Sep 2006 18:57 
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Registriert: Mo, 19 Dez 2005 10:24
Beiträge: 246
Hallo Resopal, hallo Mädels,

ich finde jeder muß für sich entscheiden, ob's ihm der Partner wert ist oder nicht. Ich war schon mal verheiratet, er war's nicht wert. Ich hab's versucht, er hat nicht mitgezogen, also habe ich mich trotz Kindern von ihm getrennt. Wir hatten keine sexuellen Probleme und trotzdem wollte ich die Scheidung.

Meinen 2. Mann habe ich geheiratet, obwohl er Impotent war. Er hat einiges über sich ergehen lassen ohne Erfolg Anfangs. Er wollte ja, aber es ging einfach nicht. Ich will nicht mehr bei Null anfangen und denke nicht, dass ein potenterer Mann mich mehr lieben würde.

@Resopal
fehlt dir der Sex oder fehlen dir die Zärtlichkeiten?? Du kannst beides haben, aber dafür muß du etwas tun. Ob jetzt mit deiner Frau oder mit einer Anderen, es ist dein Leben. Ich finde du solltest für dein Glück kämpfen. Solange du dich nicht bewegst, wird sich nichts ändern.

Vielleicht solltest du mal nur an dich denken. Was wolltest du schon immer mal machen?? Tu es...

Gruß
Sahne


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BeitragVerfasst: Di, 26 Sep 2006 00:37 
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Registriert: So, 24 Sep 2006 22:10
Beiträge: 6
Hallo Vita, Abakus, Lydia, Sahne,
vielen Dank für Eure Reaktionen. Eure Ratschläge und Wünsche tun mir gut. Schließlich ist es das erste Mal, dass ich mich geoutet habe und ich hätte nie gedacht, dass es andere interessiert.
Beim Lesen meines eigenen Beitrags war ich selbst ein wenig erschrocken, wie bitter er klingt, aber ich habe nichts dramatisiert und will auch nichts relativieren.
Zur Zeit bin ich dabei, eine Art Bilanz meines bisherigen Lebens zu ziehen. Über meine Frau kann ich - das kam ein wenig zu kurz - nur Gutes sagen. Sie liebt mich und würde (fast) alles für mich tun. Sie ist warmherzig, humorvoll und sehr klug. Man kann auch über alles mit ihr reden. Auch über Sexualität und wie wichtig das alles ist. Aber leider ist alles nur Theorie für andere. Wenn es wirklich konkret würde, kämen plötzlich die ganzen Ausnahmen zum Tragen. Dass man sich auch ohne Sex lieben kann, dass man eine schwere Woche hatte und die nächste noch schwerer wird usw. Ich kann es schon lange nicht mehr hören und wir vermeiden dieses Thema schon seit Jahren. Alles in allem könnte ich also zufrieden sein, außer, nun ja, das leidige Thema Sex.
Ich hatte gehofft, dass es für mich im Laufe der Jahre immer unwichtiger würde, sich sozusagen von allein erledigen würde. Welch ein Irrtum! Es ist alles ganz anders. Nichts erledigt sich von allein. Im Gegenteil: Die Versäumnisse werden immer deutlicher erkennbar. Was kann man dagegen tun? Fremdgehen, sich Liebe/Sex kaufen wäre ist eine Lösung, ist aber tabuisiert. Sie führt zu Frust, Stress und bei Entdeckung zu schweren existenziellen Krisen - will ich das? Ich glaube nicht.
Das Problem ist meiner Meinung nach, dass heutzutage in unserer Kultur an Ehe und Partnerschaft viel zu hohe Erwartungen geknüpft werden, denen sie nicht gerecht werden können. 30 und mehr Jahre lang Liebe, Treue, Partnerschaft, Leidenschaft von einem einzigen Menschen erwarten - das kann nicht gut gehen. Aber sich Auswege, Umwege und individuelle Lösungen zu suchen, ohne den liebgewonnen Partner aufzugeben, ist strikt verboten, da es dieses Problem einfach nicht geben darf. Ein Tabu, an welchem eisern festgehalten wird.
So ist man in der Lage des Vogels im goldenen Käfig. Er fühlt sich frei. Nur wenn er seine Flügel ausbreitet und versucht, zu fliegen, merkt er, dass er ein Gefangener ist.


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BeitragVerfasst: Di, 26 Sep 2006 11:53 
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Beiträge: 246
Hallo Resopal,

hast du deine Frau schon mal gefragt, warum sie nicht mehr will. Gibt es einen Grund dafür?? Sex gehört zu einer guten Beziehung ja eigentlich schon dazu und wenn du noch welchen haben möchtest müßtest du es ihr irgendwie begreiflich machen. Wir Frauen haben/hatten ja das gleiche Problem nur, dass halt die Männer nicht wollten.

Wie alt ist deine Frau? In deinem Alter? Nimmt sie Hormone ein? Es gibt unterschwellig Gründe die ihr vielleicht gar nicht klar sind. Kannst du mal etwas näher beschreiben? Es könnte ein ganz banaler Grund sein, den ihr nur aus der Welt schaffen müßt.

Ich zähle mal ein paar Sachen auf die mir so einfallen:

Kinder im Haus die mithören
Haus sehr hellhörig Nachbarn hören was
Angst vor Schwangerschaft (kann auch über 40 noch sein)
Hygieneproblem (hat eine Freundin von mir, er muß immer ein Kondom benutzen)
sie findet sich hässlich oder denkt du liebst ihren Körper nicht mehr
sie findet sich zu dick, zu dünn, zu alt zu??
du hast ihr noch nicht direkt gesagt dass du noch willst oder es gar nicht mehr versucht und sie denkt du willst auch nicht mehr
überrumpel sie einfach - manchmal muß man sich nehmen was man will. Was denkst du wie sie darauf reagieren würde??


Du glaubst gar nicht was Frauen oft für ungaubliche Phobien haben. Auch sehr kluge Frauen kommen mit sich und ihrem Körper im Alter oft nicht zurecht und denken sie sind nicht mehr attraktiv.

Versuch das mal rauszubekommen was das Problem ist. An pure Unlust kann ich in einem Alter um die 40/50 nicht glauben. Und wie wäre es, wenn du ihr sagst, dass du einfach auch noch ein recht auf Sex hast?? Oder macht sie dich absolut nicht mehr an?? Das spürt sie mit Sicherheit. Findest du sie anziehend?? Bring sie doch mal ein bischen aus dem Tritt, da wird dir bestimmt was einfallen :D

Noch was zum Schluß, wie sieht es bei dir mit ED aus?? Vielleicht möchte sie sich damit nicht auseinandersetzten.

Bin sehr gespannt auf deine Antwort
herzliche Grüße
Sahne


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BeitragVerfasst: Di, 26 Sep 2006 23:35 
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Registriert: So, 24 Sep 2006 22:10
Beiträge: 6
Hallo Sahne,

vielen Dank für Deine Nachfrage und Dein Interesse. Sehe ich mal ab von meinem Problem, ist es das Beste, was mir im Leben passieren konnte, meine Frau kennengelernt zu haben. Da haben sich zwei Individualisten gefunden und in gegeseitiger Hochachtung und Liebe über die Jahre zusammengerauft.
Aber alles hat seinen Preis. Mein Preis war es, ihre sexual- und lustfeindliche Haltung akzeptieren zu müssen, die ihr anerzogen waren und durch traumatische Erfahrungen in einer fast zerrütteten Familie verfestigt wurden. Sie hat früher auch mal eine Psychotherapie gemacht, aber da ging es weniger um Sexualität, sondern darum, mit ihrer Vergangenheit und ihren (verstorbenen) Eltern Frieden zu schließen. Dass sie sich überhaupt mit mir sexuell einließ, begründete sie später damit, ich sei so anders als andere Männer. Es war als Kompliment gemeint.

Später war mir klar, was sie damit meinte: mein Mitgefühl und meine Rücksichtnahme bis zur Selbstaufgabe. Es war mein Fehler, dies alles nicht rechtzeitig zum Thema gemacht zu haben. Die Probleme haben mich schlichtweg überfordert. Es hat sich dann alles so verfestigt. Aber wenn in trauter Zweisamkeit im Bett plötzlich Diskussionen angezettelt werden über die Gefahr von Gebärmutterhalskrebs durch Geschlechtsverkehr oder den üblen Geruch von Sperma, dann ist man einfach nur noch frustriert und gelähmt. Noch heute wird der Fersehkanal gewechselt ("Mal sehn, was es auf dem andern gibt") oder das Zimmer verlassen ("Ich geh mal grad was essen"), wenn im TV Sexszenen gezeigt werden. Sie findet es einfach unausstehlich. Aber sie kann nichts dafür. In jungen Jahren habe ich ihr einmal gesagt, dass sie in schönerer Unterwäsche noch viel anziehender für mich wäre. Empörte Antwort: Sie sähe dann ja wie eine Nutte aus. Gegen diesen empörten Widerstand konnte ich damals einfach nicht andiskutieren.
Na ja, ich will nicht tiefer in den Erinnerungen graben, aber die Chancen, überhaupt etwas zu ändern, sind heute verpasst und Deine gut gemeinten Vorschläge und Ideen kommen leider zu spät. Ich hätte es einfach viel früher probieren müssen und meine Frau hat sich alles in allem in diesem Zustand prima eingerichtet. Dazu kommt: Selbst wenn sich was ändern würde - Ich habe heute einfach keine Lust mehr auf zehn Minuten Konfirmandensex mit Händchenhalten und anschließender Diskussion. Auch diese Zeit ist endgültig vorbei.
Noch eine Geschichte am Rande: Zu Beginn meines Beziehungs-Frustes hatte ich mal eine kurze Affäre. Die Frau hatte mich regelrecht angebaggert und deutlich signalisiert, was sie von mir wollte. (Der Traum vieler Männer! Meint die wirklich mich?) Jetzt oder nie habe ich gedacht, tonnenweise Skrupel weggeräumt, mein schlechtes Gewissen betäubt und sie besucht. Sie hatte mich schon erwartet. Kurz und gut: Ich hatte das erste Mal eine Frau für einen Moment vollkommen glücklich gemacht. Ich war völlig baff. Keine Opferhaltung, keine Probleme - pures Vergnügen für beide. So schön und einfach kann es also sein. Sie hatte mir Wünsche erfüllt, die zu äußern ich mich nie getraut hätte und ich hatte mich das erste Mal als Mann "wie alle andern" gefühlt. Ein Gefühl - unbeschreiblich!

Kurz darauf ist sie in eine abgelegene Gegend gezogen. Ich habe sie noch ein paarmal besucht (vor der Arbeit 2 Stunden hin, eine Stunde Aufenthalt, 2 Stunden zurück. - Was tut man nicht alles für ein bisschen Sex und Anerkennung), dann ging es aus verschiedenen Gründen nicht mehr. Noch heute rufe ich sie regelmäßig an. Übrigens: als Lebensgefährten wären wir nichts füreinander gewesen, das war schnell klar für uns. Trotzdem: Ich bin ihr einfach nur dankbar.


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BeitragVerfasst: Mi, 27 Sep 2006 07:58 
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Beiträge: 107
Zitat:
Aber wenn in trauter Zweisamkeit im Bett plötzlich Diskussionen angezettelt werden über die Gefahr von Gebärmutterhalskrebs durch Geschlechtsverkehr oder den üblen Geruch von Sperma


@ resopal

Deine Frau hat wirklich Glück, dass Du Deine Opferrolle so vollkommen angenommen hast, so braucht sie sich nicht zu ändern und hat alles was sie braucht.
Solche Sachen wie oben zitiert finde ich allerdings schon hammermässig - ist sie so naiv oder tut sie nur so? Oder setzt sie gezielt solche Tiefschläge, damit bei Dir alles zusammenfällt?
mehr kann man dazu wirklich nicht sagen - Du hast Dich entschieden in dieser Situation zu bleiben, das muss man akzeptieren und so stehen lassen.
Was die Sexszenen im Fernsehen betrifft - nun, die mag ich ehrlich gesagt auch nicht, obwohl ich sexuell wesentlich aufgeschlossener bin, aber wenn es da oft sehr ungeniert *zur Sache* geht, ist auch mir das peinlich - ich muss diese Einblicke in fremde Schlafzimmer nicht haben, zumal die Szenen oft überhaupt nichts mit dem Inhalt des Filmes zu tun haben - im Tatort z.B., wenn irgendein Kommissar sich in eine *Verdächtige* verknallt, da würde es völlig reichen, das Geschehen nur anzudeuten - ist jedenfalls meine Meinung. Ausserdem vermitteln diese ganzen Sexszenen ein völlig falsches Bild von der Realität und Leute, die das Gesehene für bare Münze nehmen, sind gefrustet, weil es bei ihnen halt nicht so läuft..


Grüßle Vita


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BeitragVerfasst: Mi, 27 Sep 2006 08:47 
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Registriert: Mo, 19 Dez 2005 10:24
Beiträge: 246
Hallo Resopal,

sie ist wohl sehr stur und auf ihre Art egoistisch.

Was sie über den Sex sagt stimmt nicht. Sex ist gesund für Körper und Seele. Hilft z.B. gegen Senkungsbeschwerden, trainiert den Blasenmuskel, die Streicheleinheiten sind gut für die Seele und lockern den verspannten Körper. Gut, wenn ich ein Haar in der Suppe finden will, dann finde ich es auch. Jede Frau hat in ihrem Leben mal schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht und bei keiner ist die Erziehung optimal. Ist aber kein Grund alles abzulehnen. Wenn der Partner die Zurückweisung hinnimmt ohne Gegenwehr, dann fühlt sie sich noch bestätigt.

Was hälst du davon einfach mal an dich zu denken und sie aus dem Tritt zu bringen. Traust du dich das?? Ich meine nicht fremdgehen. Einfach mal was für dich tun. Machst du was für dich, was dir Spass macht?? Hast du ein Hobby außer TV und PC?? Was machst du im Urlaub? Geh mal alleine weg oder fahr mal ein WE weg mit einem Freund. Sie ist sich sehr sicher in ihrer Haltung und wenn du nichts dagegen unternimmst denkt sie im Recht zu sein. Du solltest versuchen unabhängig von ihr Entscheidungen für dich zu treffen, zieht sie mit ist es gut, wenn nicht auch. Stehe dann aber auch dazu und mache nicht dem lieben Frieden willen eine Wende um 180 Grad. Das bringt dir nur Frust, weil du wieder nicht bekommst was du wolltest. Übe dir deinen Freiraum zu schaffen auch gegen ihren Willen. Sie konnte nur deshalb so stark werden, weil du wohl sehr schnell aufgibst. Zu spät ist es nie, das kannst du mir nicht erzählen. Ich glaube du wirst eine andere Einstellung bekommen, wenn du mal das Gefühl hast, dass deine Bedürfnisse auch was wert sind. Nicht nur in sexueller Hinsicht. Deshalb erst mal an banalen alltäglichen Dingen üben.

Versuch's mal...

herzliche Grüße
Sahne


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BeitragVerfasst: Mi, 27 Sep 2006 23:08 
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Registriert: So, 24 Sep 2006 22:10
Beiträge: 6
Hallo Vita, Sahne und alle anderen,

Dank für Eure Beiträge. Komplizierte Beziehungsprobleme in ein paar Zeilen darzustellen, ist nicht einfach. Vor allem, wenn sie so widersprüchlich sind wie bei mir. Die krassen Beispiele, die ich genannt habe, waren bei uns nicht die Regel, aber sowas bleibt natürlich im Gedächtnis. Ich wollte damit zeigen, wie tief jemand von der Sexualität entfremdet werden kann, dass er sogar seinen eigenen Partner brüskiert, den er liebt. Und das ist nicht nur so gesagt, sondern durch viele konkrete Taten bewiesen.
Vielleicht habe ich den Eindruck erweckt, meine Frau sei das raffinierte Luder, das dem schwachen Gutmenschen ihren Willen aufzwingt. Das ist wirklich nicht so. Ich könnte es auch an Beispielen belegen. Das Leben hat, wie alle hier wissen, viele andere Fassetten, nicht nur Sex. Aber die spielen hier in dieser Rubrik nun mal keine Rolle.
Es sprengt wohl einfach den Rahmen dieses Forums, komplizierte Probleme in aller Widersprüchlichkeit so darzustellen, wie sie sind. Immerhin habt Ihr meine Beiträge gelesen, Euch Eure Gedanken dazu gemacht und geschrieben. Es hat mir wirklich gutgetan. Eure Ratschläge und guten Wünsche habe ich sehr genau gelesen und wenn ich die meisten davon nicht befolgen werde liegt es ausschließlich daran, dass ich die Zeit nicht mehr zurückdrehen will sondern nach vorne schauen. Wer weiß, was noch wird.

Bevor ich hier aber das Wort zum Sonntag schreibe, sage ich jetzt lieber allen sehr herzlichen Dank und "bis die Tage, woll..."


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BeitragVerfasst: Do, 28 Sep 2006 10:30 
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Registriert: Mo, 19 Dez 2005 10:24
Beiträge: 246
Hallo Resopal,

nein, du hast nicht den Eindruck erweckt deine Frau sei ein raffiniertes Luder. Du hast den Eindruck erweckt aufgegeben zu haben und auf der Stelle zu stehen dich bedingungslos unterzuordnen ohne Rücksicht auf deine eigenen Bedürfnisse.

Das war jetzt die 180 Grad Wende. Schnell zurück ins alte Muster, dann wird es nicht ungemütlich und du bleibst weiter der brave Ehemann der alles schluckt bis zur Selbstaufgabe. Nach außen führt ihr sicher eine sehr harmonische Ehe und solange du nichts forderst was sie nicht geben will gibt es keine Probleme.

Habe heute eine Werbung in der Zeitung gelesen die mich sehr, sehr nachdenklich gemacht hat:

"Gibt es ein Leben vor dem Tod?? JA!! PASCHA - Das FKK-Paradies"

...und dann kannst du sagen, ich durfte ja nicht zuhause... aber war es nicht eher so, dass du nicht in der Lage warst ihr deine Bedürfnisse klar zu machen. Hinzustehen und zu sagen ich bin auch noch da... 30 Jahre lang zu schlucken nur dem lieben Frieden willen??? Es gibt ein Leben vor dem Tod, auch für dich und zu spät ist es nie. Fremdgehen und Puff ist nur was für Männer die nie gelernt haben sich durchzusetzten und das Beste aus dem zu machen was sie haben.

Denk drüber nach...

"Kaum Sex kaum Zärtlichkeiten" das kann nicht das Leben sein. Wir Frauen wollen das so nicht hinnehmen und kämpfen um die Liebe und die Zärtlichkeit sie gehört für uns zum Leben. Warum gibst du auf??

Grüße aus dem Leben vor dem Tod
Sahne


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BeitragVerfasst: Do, 28 Sep 2006 11:11 
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Registriert: Mo, 31 Jul 2006 03:10
Beiträge: 107
sehr gut ausgedrückt, liebe Sahne!

Mich erinnert das alles an einen ehemaligen Kollegen, mit dem ich vor mehr als 20 Jahren mal *was* hatte - der lebte und lebt immer noch in einer sehr ähnlichen Ehe.
Seine Frau hatte nie wirklich Lust, war sehr prüde und hat wenn es denn mal passierte, nur alles über sich ergehen lassen. Wenn sie ihre Regel erwartete, lief sie schon Tage vorher demonstrativ mit Binden herum um zu signalisieren: *lass mich in Ruhe*.
Vor mir hatte er schon mal eine andere Beziehung, wollte deswegen ausbrechen und neu anfangen - aber seine Frau hat *Terz* gemacht, sogar gedroht, sich das Leben zu nehmen, wenn er sie verlässt - also brav alles zurück und weiter nach aussen die tolle Ehe simulieren...
Ich hatte mich sehr in ihn verliebt und wäre gern mehr für ihn gewesen als ein Verhältnis, aber er hat mir gleich klar gemacht, dass er eben sehr gebunden ist und es nicht nochmal riskieren möchte, so ein Theater zu erleben, womöglich noch mit Suizidversuchen.
Ne Weile hab ich das so hingenommen, dann aber nach etwa einem Jahr die Geschichte beendet.
Wir sind allerdings noch heute in losem Kontakt, er ruft immer wieder an um zu plaudern und meinen Geburtstag vergisst er nie - also doch irgendwie ein Hinweis darauf, dass ich mehr für ihn war als nur eine Bettgeschichte, oder?
Gelegentlich treffe ich die Beiden in der Stadt - beim letzten Mal kam das Gespräch irgendwie auf Sex, da meinte sie nur zu ihm schauend: "na sowas brauchen wir ja nicht mehr...." - er rollte nur mit den Augen und schwieg....
Als wir uns dann verabschiedeten, sah ich den Beiden nach und dachte nur: 'da geht er hin, der Trottel, immer schön brav an Frauchens Seite, bloss nicht aufmucken, dafür aber immer mal wieder heimlich zur Seite springen...' - das kann's doch nicht sein....

Grüßle Vita


Zuletzt geändert von Vita am Do, 28 Sep 2006 22:58, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do, 28 Sep 2006 22:03 
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Registriert: Mi, 13 Sep 2006 15:33
Beiträge: 29
@resopal, ich kann mich Sahnes Beitrag voll und ganz anschließen. Er könnte nicht treffender sein. Nur eines noch. An jedem Tag wo ich um meinen Mann kämpfe wünsche ich mir auch für ihn, das sich ihm eine Welt auftut die sein Leben und ihre Qualität verschönert. Diese Möglichkeit hast du deiner Frau verwehrt und verwehrst es ihr immer noch.

Ich wünsche dir Mut endlich was zu ändern.
Liebe Grüße,
Lydia


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BeitragVerfasst: Do, 28 Sep 2006 23:25 
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Registriert: So, 24 Sep 2006 22:10
Beiträge: 6
Liebe Lydia, Vita, Sahne,

was Ihr nicht wissen könnt: Ich habe in den letzten Jahren in meinem und unserem Leben Grundlegendes geändert. Erst dadurch habe ich sicherstellen können, dass ich überhaupt weiterlebe und noch "ein Leben vor dem Tod" habe, wie Ihr so treffend sagt. Und das hatte nichts mit Sexualität zu tun, sondern mit dem Überleben an sich. Bei all diesen Lebenskrisen waren wir füreinander da und haben uns aufeinander verlassen können. Das hat unser Zusammenleben und die Wertschätzung füreinander die letzten Jahre stark geprägt.
Ich weiss, ich bin jetzt sehr ins Allgemeine abgedriftet und bin auch manchen Eurer Fragen ausgewichen, aber weitere Einzelheiten würde ich nur im persönlichen Gespräch erzählen und möchte sie nicht in einem öffentlichen Forum preisgeben. Für komplexe Dinge ist es wirklich nicht gut geeignet.
Trotzdem vielen Dank für Eure Wünsche und Ratschläge. Ich denke drüber nach.


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BeitragVerfasst: Fr, 29 Sep 2006 10:14 
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Registriert: Mi, 13 Sep 2006 15:33
Beiträge: 29
Hallo resopal,

du hast recht, das konnten ich nicht wissen und ich denke zu verstehe was du meinst.

Du schreibst:

…., dass ich die Zeit nicht mehr zurückdrehen will sondern nach vorne schauen. Wer weiß, was noch wird.

Das ist bestimmt gut. Ich wünsche dir das da noch ganz viel wird und hoffe, das du jemanden hast oder finderst mit dem du im persönlichen Gespräch deine komplexe Lage besprechen kannst. Bringt leider nicht immer eine Lösung ist aber Balsam für die Seele.
Falls ich mich nicht irre, klingt dein letzter Beitrag ein wenig so als wolltest du dich von uns hier verabschieden. Ich würde mich aber sehr freuen wenn du doch, hin und wieder mal, von dir hören lässt. Auch wenn du dich allgemeiner ausdrucken willst.

Liebe Grüße,
Lydia


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