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BeitragVerfasst: Di, 04 Dez 2007 13:37 
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Registriert: Di, 04 Dez 2007 11:27
Beiträge: 3
Hallo erstmal,

Ich bin jetzt 11 Jahre mit meiner Frau zusammen und seit 3 Monaten verheiratet. Wir haben eine Tochter von 6 Jahren und jetzt zum eigendlichen Problem:

Seid unsere Tochter auf der Welt ist, hat unserer Sexleben erheblich nach gelassen. Wenn es hoch kommt, haben wir vielleicht 2 mal im Monat Sex, das ist gegen früher gar kein Vergleich. Sicherlich ist es bekannt, dass das Sexleben im Laufe der Zeit nach lässt, aber das eine Frau die wichtigste Nebensache der Welt garnicht als Solche ansieht, stimmt mich doch besorgt. Ihre eigenen Worte waren kürzlich "Sex ist für mich nicht mal die wichtigste Nebensache".

Ist das Normal????

Wenn ich über das Thema sprechen will, ist Sie zu müde oder es passt die Zeit gerade nicht.*lol*
Genauso ist es mit dem Sex, meistens ist Sie zu müde.

Auch beim Vorspiel (und das ist schon immer so gewesen) wird Sie nicht feucht, wir müssen immer zu Hilfsmitteln greifen (Gleitmittel).

Was das Thema allgemein angeht, hat Sie nie den Kopf frei. Beim Vorspiel fragt Sie mich plötzlich Dinge, wie "wann wollen wir morgen los?" oder Sie spricht irrgendwelche Themen an, sodaß mir die Lust vergeht.

Hat das vielleicht mit Ihrem Stiefvater zu tun, der sich damals (als 13 jährige) zu Ihr ins Bett gelegt hatte, um Sie manuell zu Orgasmus zu bringen. (hat er auch geschaft) Sie gibt sich selbst die Schuld dafür.
Außer ich, weiß es sonst keiner. Ich darf nicht die Hand bei Ihr anlegen, ohne das Sie sich daran errinnert. Zum Orgasmus kommt Sie nur mit Spielzeug, früher war es auch Oral möglich.

Wenn ich das Thema ersthafter anspreche, hat Sie tränen in den Augen und will natürlich was daran ändern.

Nur es tut sich nichts :evil:

Was soll ich tun??????

Grüße Skiworker

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Lebensfreude ist, andere zum Lachen zu bringen


Zuletzt geändert von Skiworker am Do, 06 Dez 2007 18:18, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Was noch zu sagen wäre
BeitragVerfasst: Di, 04 Dez 2007 14:40 
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Registriert: Di, 04 Dez 2007 11:27
Beiträge: 3
Was noch zu sagen wäre:
Habe mich falsch aus gedrückt:

Nicht Sie, sondern WIR wollen was ändern. Von meiner Seite gebe ich mir ja auch die größte Mühe, aber wenn von Ihrer Seite fast nichts kommt, dann verliert man auch das Interesse. LEIDER

und

Von den 2 mal im Monat habe ich das Gefühl, daß die 2 mal der Sex aus Höflichkeit passiert, was mich eher frustriert statt es mir was gibt.

Würde ich nicht die Initiative ergreifen, hätten wir warscheinlich garkein Sex.

Zudem kommt noch das Sie Ihren Körper nicht schön findet egal wieviel Kilo Sie wiegt. Ich kann nur sagen, daß Sie für mich die schönste Frau der Welt ist. Zudem kommt noch dass Ihr Selbstwertgefühl schon immer sehr niedrig war, was sich im Laufe der Jahre mit meiner Hilfe schon etwas gebessert hat.

Was das Thema Mißbrauch angeht gibt Sie sich die Schuld da hingehend, das Sie dabei einen Orgasmus bekommen hat.

Das WIR uns lieben brauche ich ja nicht zu erwähnen, das versteht sich von selbst.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 05 Dez 2007 23:40 
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Registriert: Di, 04 Dez 2007 11:27
Beiträge: 3
Habe Heute ein intensives und sehr aufschlußreiches Gespräch mit meiner Frau gehabt.

Dabei habe ich feststellen müßen, daß es meiner Frau immer weniger Spaß macht Sex zu haben.
Aber warum ist eigentlich noch viel schlimmer:

Vorab, meine Frau kann am aller wenigsten dafür.
Meine Frau wurde nicht nur einmal von Ihrem Stiefvater per Hand zum Höhepunkt gebracht. Dies fing mit ca. 12 Jahren an und dauerte bis in unserer Beziehung hinein, also bis ca. 17. Wobei Sie sich erst dagegen wehrte, wo wir dann zusammen waren. Ich darf Sie eigendlich von Anfang an nicht mit meiner Hand an Ihre Kitzler oder auch Muschi, da es Sie an Ihrem Stiefvater errinnert und in Ihr ein tiefer Eckel erwacht. Er hat es morgens vor der Schule und nachmittags nach der Schule auch getan, aber nie mit Ihr GV gehabt.

Sie kann Sich selbst nicht verstehen, daß Sie bei Ihm jedesmal gekommen ist und Sie es bei mir als Eckel empfindet. Als Sie mir das erzählte, hat Sie sehr geweint und ich war auch tiefst traurig.
Ich habe Ihr Mut zu gesprochen und Ihr gesagt, daß Sie am allerwenigsten dafür kann.

Doch eines hat mich auch erschrocken und nachdenklich gestimmt:

Warum hat Ihr Körper es bei Ihm immer wieder zu gelassen, daß Sie kommt, wenn Ihr Geist doch sagte das es ecklig und abstoßend ist???

Und warum lässt es Ihr Körper und Ihr Geist bei mir nicht zu, wo es doch diesmal richtig wäre?????

Sie sagt, Sie empfindet bei mir garnicht, wenn ich Sie dort anfasse??????

Ich bin sehr traurig darüber und stimmt mich doch sehr nachdenklich.
Sie sagt "Sie habe gedacht, daß Sie es vergessen habe, aber dies ist nicht so" was, denke ich, auch ganz normal ist.


Bitte helft mir, bin für jede antwort dankbar.....
:(
Gruß skiworker

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 10 Dez 2007 18:08 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1160
Wohnort: Freiburg
Lieber Skiworker,
Sie schildern ein wirklich komplexes und kompliziertes Problem in Ihrer Partnerschaft. Viele Frauen erleben nach der Geburt eines Kindes hormonelle Veränderungen, vermehrt Stress durch die Kindererziehung und hierdurch häufig ein vermindertes sexuelles Verlangen. In vielen Ehen ist dieser Zustand also etwas Übliches, wenn auch durchaus nichts Erwünschtes. Nun kommt bei Ihrer Partnerin aber noch eine weitere Komponente hinzu, die mit hoher Wahrscheinlichkeit starke Auswirkungen auf ihr gesamtes Sexualleben hat, nämlich der sexuelle Missbrauch durch ihren Vater. Wie Sie ja auch schreiben, empfindet Ihre Frau die Tatsache, dass sie bei sexueller Stimulation durch ihren Vater zum Höhepunkt kam, als unangenehm und schämt sich hierfür. Sexuelle Traumata in Kindheit und Jugend führen meist zu tiefgreifenden Problemen in zukünftigen Beziehungen, Angst oder Ekel vor Geschlechtsverkehr, mangelnde Lust hierauf und mangelnde Erregung (Ausbleiben des Feuchtwerdens der Scheide) sind keine Seltenheit.
Was können Sie und Ihre Partnerin nun tun? Sinnvoll wäre sicherlich ein Psychotherapie Ihrer Partnerin, um die vergangenen Ereignisse aufzuarbeiten, ebenso wie eine gemeinsame Paartherapie mit dem Schwerpunkt Sexualität, um hier noch einmal Sie Beide in den Mittelpunkt zu stellen und Ihre sexuelle Beziehung zueinander. Sexuelle Traumata sind schwer zu verarbeiten, manche Menschen verdrängen sie, doch oft kommen sie in irgendeiner Form im Laufe des Lebens doch wieder an die Oberfläche. Deshalb wäre eine entsprechende Behandlung Ihrer Frau eine sinnvolle Alternative. Bieten Sie ihr doch einmal die beiden Optionen (Psychotherapie für sie allein und Sexualtherapie für Beide) an. So wie Sie schildern, möchten sowohl Ihre Frau als auch Sie selbst etwas an der Situation verändern, so dass die Motivation zu einer Therapie wohl gegeben wäre. Ohne professionelle Hilfe ist das Thema des Missbrauchs und dessen Auswirkungen auf Ihre jetzige Partnerschaft sicherlich schwer in den Griff zu kriegen. Alles Gute!
Viele Grüße
Ihr ISG-Team


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