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 Betreff des Beitrags: Frau über 60 - keine Lust auf Sex?
BeitragVerfasst: Fr, 28 Dez 2007 22:51 
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Registriert: So, 23 Dez 2007 21:09
Beiträge: 5
Zunächst einmal, ich wurde auf diese Organisation durch einen Artikel in meiner Tageszeitung aufmerksam.

Was ich da so lese, dann muss ich sagen, dann sollte ich mich wohl nicht beklagen. Also: Um die 40 Jahre verheiratet, zwei Kinder aufgezogen, ca 35 Jahre schönen Sex zusammen, aber seit etwa 5 Jahren möchte meine Frau nicht mehr, bzw sie sagt, sie kann nicht mehr. Arztbesuche wegen Infektionen, Ausfluss, trockene Scheide. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, sie möchte einfach nicht den früheren Zustand wieder, obgleich sie das Gegenteil behauptet. Sie weigert sich, Gel zu benutzen. Vermeide ich Situationen, die mich erregen, dann gefällt ihr das auch nicht.
Frage: Ein normaler Zustand wenn man einiges über 60 ist?

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lebe im dritten Drittel


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 Betreff des Beitrags: Was macht deiner Frau Spaß?
BeitragVerfasst: Di, 01 Jan 2008 20:31 
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Registriert: Do, 17 Okt 2002 02:00
Beiträge: 145
Wohnort: München
Hallo Moritz,
die Frage, was in der Sexualität normal ist, halte ich für wenig hilfreich. Es ist ganz klar, dass sich die Sexualität mit dem Alter ändert. Dafür sorgen allein schon die altersbedingten körperliche Veränderungen. Auch lässt bei vielen älteren Menschen die Lust auf Sex nach. Wenn du dich allgemein über die Veränderung der Sexualität bei Frauen informieren willst, dann lies mal den Artikel Wie wandelt sich Sexualität im Alter? Das Sexualleben älterer Frauen – ein tabuisiertes Thema.

Aber statistischen Angaben helfen dir nicht, die Beziehung zu deiner Frau befriedigend zu gestalten. Könnt ihr über eure Sexualität reden? Wenn ja, dann habt ihr gute Karte, eine euch beide zufriedenstellende Lösung zu finden. Aus deiner Schilderung entnehme ich, dass für deine Frau Zärtlichkeiten und Sex schon noch ein Thema sind. Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist für sie nur der eigentliche Geschlechtsverkehr (Penetration) nicht mehr lustvoll. Warum lehnt sie eigentlich ein Gleitgel ab? Hast du sie schon einmal gefragt, auf was sie Lust hat? Es gibt ja noch andere Spielarten der Sexualität als GV, die für euch beide zum Höhepunkt führen können. Da würde es sich lohnen, mal herauszufinden, was euch beiden Spaß macht und gut tut.

Wenn für euch das Gespräch über eure Sexualität schwierig ist, dann empfehle ich dir den Artikel Gespräche über sexuelle Probleme. Vielleicht findest du dort eine Anregungen.

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Günther
Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)


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 Betreff des Beitrags: Frau über 60
BeitragVerfasst: So, 06 Jan 2008 21:54 
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Registriert: So, 23 Dez 2007 21:09
Beiträge: 5
Hallo Günther,
danke für deinen Beitrag. Ein Grund, warum meine Frau wohl keinen GV mehr möchte, sind Entzündungen und Ausscheidungen. Wir reden zwar darüber, aber so richtig äußert sie sich nicht. Sie sagt auch, sie hat Schmerzen, wenn ich tief eindringe.
Ja, sie möchte noch in den Arm genommen werden, geküsst werden. Da war mal so eine Situation, sie war zu müde, um es mir mit der Hand zu machen, da onanierte ich einfach selbst. Erstaunlicherweise drückte sie mich sofort , signalisiert Zuspruch!
Meist geht es nun so, wie es wohl in keinem Lehrbuch steht: Wir streicheln uns gegenseitig, ich fange dann nach einer Weile an zu onanieren. Seltener, dass es meine Frau macht. Sie macht es auch nicht gut, obwohl ich ihr schon gesagt habe: "Nicht so hastig! Weiter vorne."
Aber in der Art mich zu streicheln, kraulen, ist sie wirklich prima geworden. Oralverkehr findet sie scheußlich, ich denke da anders.

Ein ander Mal würde ich gerne mal etwas von meiner Kindheit, Jugend berichten? Ich meine das begleitet mich noch heute.
Gruß

Moritz

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 07 Jan 2008 19:33 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1150
Wohnort: Freiburg
Lieber Moritz,
Schmerzstörungen (bedingt durch Entzündungen und Ausfluss) führen bei Frauen häufig zur nachlassenden Libido. Meist ist eine Behandlung der primären Störung nötig, um wieder Lust zu fördern. Lässt Ihre Partnerin sich wegen der genannten Probleme gynäkologisch behandeln? Wenn nicht, dann wäre eine medizinische Abklärung und Therapie zunächst eine geeignete Option. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen meist zu der Angst, beim nächsten Versuch könne es erneut schmerzen, deswegen vermeidet man sexuelle Aktivität. Das Vermeidungsverhalten hält das Problem (kein Sex) allerdings aufrecht, weil Frau nicht lernen kann, dass Geschlechtsverkehr auch ohne Schmerzen wieder möglich ist. Häufig führt eine Sexualtherapie hier zu guten Erfolgen, weil eine entsprechende Aufklärung über diesen Teufelskreis erfolgt und Paare ermutigt werden, diesen zu durchbrechen. Eine Behandlung der körperlichen Ursachen für die Schmerzen ist jedoch unabdingbar, denn solange körperlich nicht alles in Ordnung ist, wird Ihre Frau wohl auch weiterhin wenig Lust verspüren, mit Ihnen sexuell aktiv zu werden.
Suchen Sie das Gespräch zu Ihrer Partnerin, ermutigen Sie sie zum Gang zum Gynäkologen und eventuell auch zu einer gemeinsamen Sexualtherapie.
Alles Gute und viele Grüße.
Ihr ISG-Team


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 Betreff des Beitrags: Sexualstörungen.
BeitragVerfasst: Do, 07 Feb 2008 17:57 
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Registriert: Mi, 11 Apr 2007 12:53
Beiträge: 11
Meine Frau und ich sind über 30 Jahre Verheiratet.Sie
hat seit geraumer Zeit kein Lust mehr zum Sex.Sie
Antwortet mir Sie brauche das nicht,und Sex wäre für
Sie nicht mehr wichtig.Mit Ihr darüber Reden geht
auch nicht.Jedes mal wenn ich mit dem Thema beginne Blockt Sie ab.Ich vermisse das schon,die
Zärtlichkeiten und den GV.Dadurch ist man ja auch als Mann sehr Frustriert und Ratlos.Denn ich will nicht
mit 55 J.Darauf verzichten.Ich weiß mir keinen Rat mehr? Haben die Wechseljahre einen Einfluss? Unser
Sexual leben war Früher ganz normal Sie war schon
Früher sehr Passiv.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 18 Mär 2008 17:05 
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Registriert: So, 23 Dez 2007 21:09
Beiträge: 5
Hallo blaubär,

habe nach einiger Zeit erstmals wieder hier reingeschaut. Bedauere, dass dir niemand vom Expertenteam geantwortet hat.
Mit (erst) 55 da hast du ein Problem! Ich bin mehr als ein Dutzend Jahre älter, aber bis vor einigen Jahren klappte es bei bei gegenseitigem Gefallen.
Meine Frau ist 7 Jahre jünger. Wie ich oben schrieb, jetzt möchte sie seit einigen Jahren keinen Verkehr mehr wegen Schmerzen.
Da sie gelegentlich Zärtlichkeiten möchte, läuft das meist so, dass ich , manchmal auch sie , es mir mit der Hand macht. Das wäre natürlich nicht möglich, wenn sie eine Abneigung oder gar Abscheu ausdrücken würde.
Mein Eindruck, es gefällt ihr auch. Aber ich hoffe immer noch auf GV!

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lebe im dritten Drittel


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BeitragVerfasst: So, 05 Okt 2008 21:06 
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Registriert: So, 05 Okt 2008 21:01
Beiträge: 1
Was ich vermisse, ist eine Aufklärung über die Frage, ob fehlende Lust auch medikamentös angegangen werden kann, wie z. B. durch männliche Hormone.
Es gibt auch keine informationen darüber, ob es solche Präparate schon gibt und welche Fachärzte so etwas verschreiben. Kann mir jemand antworten?
Sylvia


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BeitragVerfasst: So, 05 Okt 2008 21:53 
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Registriert: Mo, 31 Dez 2007 01:09
Beiträge: 65
Wohnort: Köln, Großraum
Hallo Sylvia,

Sylvia hat geschrieben:
Was ich vermisse, ist eine Aufklärung über die Frage, ob fehlende Lust auch medikamentös angegangen werden kann, wie z. B. durch männliche Hormone.


Das Lustempfinden ist ein zu komplexer Vorgang, als das man ihn einfach mit einer Pille an- bzw. abschalten könnte.

Gruß

Goldhamster


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BeitragVerfasst: Mo, 06 Okt 2008 17:42 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1150
Wohnort: Freiburg
Hallo Sylvia,
zur Behandlung der weiblichen Lustlosigkeit für Frauen, die nicht auf Grund einer Operation postmenopausal sind, gibt es bisher kein zugelassenes Medikament.
Zur Zeit befindet sich ein Medikament in Phase III klinischer Studien, d.h., es wird bei Frauen, die speziell dieses Problem haben, getestet. Erste Ergebnisse und ggf. die Vermarktung des Präparats sind jedoch nicht vor 2009/2010 zu erwarten.
Viele Grüße,
Ihr ISG-Team


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BeitragVerfasst: So, 12 Jul 2009 09:32 
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Registriert: Mi, 11 Apr 2007 12:53
Beiträge: 11
Seit Oktober 2008 habe ich schon keinen Sex mit mit meiner Frau gehabt,sie lehnt auch jegliche Zärtlichkeiten ab.Wir sind beide 57
Jahre alt.Ich habe hier im Forum schon vieles gelesen,aber das konnte mir auch nicht so richtig weiter helfen.Ich wäre bereit eine
Beratung zu Pro Familiea,aber meine Frau lehnt das ab.Jeder
versuch Zärtlich zu sein wird zurück gewiesen.Mir ist so manches durch den Kopf gegangen wie ein Seitensprung oder Trennung.Aber
33 Jahre kann man nicht so einfach vergessen.Ich werde mit jedem Tag unzufriedener weil mich der ganze Zustand fertig macht.Wir sind fast wie Bruder und Schwester.So habe ich mein Eheleben mir nicht vorgestellt.


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BeitragVerfasst: So, 12 Jul 2009 13:02 
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Registriert: Do, 09 Okt 2008 11:57
Beiträge: 100
Ich habe es in diesem Forum schon gesagt: man kann auch Sex haben ohne Lust! Das gilt nicht nur für Frauen. Vielleicht kommt der Appetit beim Essen.
Wer aber ALLE Spielarten ablehnt hat kein Interesse am Partner !!!

Wer vernachlässigt wird sollte etwas stärker und öfter flirten. Wenn auch das das Interesse nicht weckt, dann muss man halt fremd gehen. Das hilft der Gesundheit und der Seele. Man ist danach viel ausgeglichener. Dem lustlosen Partner kann und muss es doch gleichgültig sein.

Es gibt keinen Grund auf die schönste Sache der Welt zu verzichten!


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BeitragVerfasst: Mo, 13 Jul 2009 19:33 
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Registriert: Mi, 11 Apr 2007 12:53
Beiträge: 11
Hallo Klaus 47
Ich habe mir das mit dem Fremd gehen auch schon überlegt,und bin völlig Deiner Meinung.Denn ich merke jeden Tag wie ich leide wie ein Hund.Das Leben geht so schnell an einem vorbei,und ich habe keine Lust mehr wie ein winselten er Hund um Zärtlichkeiten und Sex zu betteln.Wenn meine Frau das nicht will und zwingen kann ich sie nicht und es soll ja auch Spass machen.Was nutzt mir eine Therapie wenn der andere es nicht will.Ich habe es aufgegeben da ist alle mühe umsonst was ich sehr schade finde.Hier lese ich nur von Männern die keine Lust haben,aber was ist mit den Frauen.??


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BeitragVerfasst: Di, 14 Jul 2009 10:08 
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Registriert: Do, 09 Okt 2008 11:57
Beiträge: 100
Hallo blaubär,
Sieh´dir mal den Bericht von "sternenwanderer" an in „kaum Sex nach der Geburt".
Da kannst du sehen was alles vergeblich unternommen wurde. Er hat die Konsequenz gezogen.

Meine Frau ist ebenfalls 60 Jahre. Sie hat viel Spaß beim Sex und auch immer einen Orgasus, oft auch 2.
Wir haben aber auch mal Streit. Dann habe ich keine Lust auf Sex mit ihr und versorge mich - wenn möglich - anderweitig. In unserem Alter schläft sonst der Trieb ein weil die Hormone einschlafen. Es soll keine Entschuldigung sein, wenn ich sage, dass mich das auch für zu Hause wieder stimuliert.


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BeitragVerfasst: Sa, 01 Aug 2009 23:19 
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Registriert: Mi, 11 Apr 2007 12:53
Beiträge: 11
Ich habe hier ja viel gelesen,aber ich vermisse das so wenige Männer sich äußern über die Unlust ihrer Partner innen Denn ich werde doch wohl nicht alleine mit so einem Problem sein.Gibt es Gruppen oder Sonstige die Mit einem Partner zusammen sind denen es so ergeht wie mir.Es ist ja auch nicht so einfach wenn man fast 33Jahren Verheiratet ist.einen neuen Partner zu finden.Ich
weiß nicht wie es noch weiter gehen soll,bin ganz verzweifelt.Warum macht ein Partner dem andren das leben schwer?Wer hat wie ich die Erfahrung gemacht das der Partner sich so verhält?Ich bin kein Sexprotz nur einmal Zärtlich zu sein und den Partner spüren mehr will ich nicht.


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BeitragVerfasst: Sa, 08 Aug 2009 09:50 
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Registriert: Do, 09 Okt 2008 11:57
Beiträge: 100
Meine grundsätzliche Meinung zu diesem Leben ohne Sex:
Wer seinem Partner diese kleine Gefälligkeit nicht gönnt (auch wenn er/sie momentan keine Lust hat), hat kein Recht auf einen Partner. Er/Sie hat den außerehelichen GV zu akzeptieren.
Wann haben 2 Menschen zum gleichen Zeitpunkt Lust dazu genau das Gleiche zu tun? Das kommt so selten vor, dass kaum ein gemeinsamer Spaziergang zu Stand käme.

In "Mein Mann braucht keinen Sex" habe ich mehrmals geschrieben. Dies gilt alles für beide Geschlechter. Zur Biologie und Gesundheit habe ich am 3.6.09 geschrieben.

Kann ja sein, dass meine Einstellung etwas extrem ist. Vielleicht auch, weil ich gelegentlich lese, was manche Menschen (meistens Männer) unternehmen, um ihre Potenzstörungen zu beseitigen (z. B. nach einer Prostata-OP). Wenn ich nur daran denke, ich müsste mir eine Spritze in den Penis machen wird mir schon schlecht.

Ich kann daher diese freiwillige Keuschheit beim besten Willen nicht nachvollziehen.


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