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 Betreff des Beitrags: ein weiterer schmerzlicher Fall...
BeitragVerfasst: Sa, 24 Jul 2010 23:02 
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Registriert: Sa, 24 Jul 2010 22:20
Beiträge: 1
hi,
also ich bin 22, seit fast 5 jahren mit meinem Freund zusammen, hatte mit ihm auch mein erstes mal.
Und ich habe seit dem ersten mal unglaubliche Schmerzen :(
es nervt mich unglaublich ganz ehrlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich hatte nie ein problem mit meiner sexualität oder weiblichkeit, masturbiere seit ich 12 bin oder so....fand sex schon immer interessant und erregend.

auf mein erstes mal hatte ich mich total gefreut... und dann ging er einfach nicht rein! erst beim dritten Anlauf nach stundenlangen versuchen, in denen ich das gefühl hatte entzweigerissen zu werden, und ich dann irgendwann gesagt habe: "scheiß auf schmerzen rein jetzt damit", hats dann geklappt.
aber seit dem jedesmal wieder :cry:

je länger die pause zwischendrin umso schlimmer.
und zwar immer relativ am scheideneingang an der oberseite. mit kondomen geht gar nicht, gleitgel brennt, nur mit deumavan einigermaßen. aber immer hop hop schnell, dass es ja nich anfängt weh zutun bevor wir fertig sind....

das krasse ist, dass es gleichzeitig unglaublich weh tut und sich einfach unglaublich geil anfühlt. ich versteh das nicht... ich will doch und es könnte so schön sein, was es ja manchmal auch für ganz kurze momente ist.
ich bin erregt,vetraue meinem partner, mach vorher autogenes training,um jede Verspannung zu lösen, und hab auch schon versucht mich mit vibratoren oder diesen kugeln zu weiten.
Wenn er nur mit den Fingern eindringt, dann geht es meistens... versteh ich nicht.

ich war auch schon bei zig frauenärzten/innen (die untersuchungen schmerzen auch immer tierisch). aba keiner findet was. Die letzte hat jetzt gesagt, dass es damit zusammenhängen könnte, dass ich als Kind öfters Pilzinfektionen hatte.
aber genau weiß sie es auch nich.

Habe jetzt schon öfter gelesen das es anderen auch vorne im eingangsbereich oben schmerzt. was ist denn da?

greets larix


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BeitragVerfasst: Do, 29 Jul 2010 12:02 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1151
Wohnort: Freiburg
Hallo larix,

vielen Dank für die ausführliche Schilderung Ihres Problems. Es wird deutlich, dass sie sehr darunter leiden. Dyspareunie (= schmerzhafter Geschlechtsverkehr) ist ein häufiges Problem von Frauen aller Altersgruppen.

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können vielfältige Ursachen haben. Zum einen sind körperliche Erkrankungen möglich wie Entzündungen, Infektionen, Zysten. Schmerzen direkt am Anfang der Scheide können für eine muskuläre Anspannung sprechen. Schmerzen beim tiefen Eindringen weisen auf einen Zusammenhang mit den Eierstöcken hin. Deshalb sollte, wie sie ganz richtig erkannt haben, zunächst die gesundheitliche Abklärung bei einem Gynäkologen erfolgen. Unter Umständen ist eine Zweitmeinung durch einen weiteren Arzt sinnvoll.

Wenn akute körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden können, liegt eventuell eine Lubrikationsstörung vor, d.h. die Scheide wird nicht feucht genug. Abhilfe schaffen in diesem Fall, wie Sie bereits wissen, diverse Gleitcremes (Apotheke, Drogerie).

Unter Vaginismus versteht man das unwillkürliche Anspannen der Muskultur im unteren Bereich der Scheide. Diese Verspannung führt ebenfalls zu sehr schmerzhaftem Sex oder macht den Geschlechtsverkehr sogar unmöglich. Vaginismus tritt vor allem bei Frauen auf, die negative Erfahrungen mit Sexualität gemacht haben. Sollte der Verdacht bestehen, ist ein gezieltes Ansprechen und Nachfragen beim Frauenarzt angebracht.

Sexualität ist immer auch ein Lernprozess, der von vielen Faktoren abhänigig ist. Wenn zu Beginn eine negative Erfahrung gemacht wird (Schmerz), können Angst und Unsicherheit eine unwillkürliche Verkrampfung auslösen, die wiederum zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führt. Dieser Teufelskreis wird durch wiederholte schmerzhafte Erfahrungen verstärkt. Zu beachten ist, dass Ihnen bestimmte Ängste, Sorgen und andere Belastungen nicht bewusst sein müssen, um zur innerlichen Verkrampfung beizutragen.

Wirksame Methoden zur Durchbrechung des Teufelskreises können Entspannungsübungen sein, Beckenbodentraining (An- und Enspannung des Beckenbodens) und ein ausgedehntes Vorspiel. Eine intakte, offene Partnerschaft wirkt sich ebenfalls positiv auf die Sexualität aus.

Eine psychotherapeutische Behandlung sollte in Betracht gezogen werden, wenn Sie selbst nicht mehr weiter wissen und das Gefühl haben auf der Stelle zu treten. Grundvorraussetzung hierfür ist der Ausschluss einer körperlichen Erkrankung, die die Symptome erklärt. Der Psychotherapeut macht sich ein genaueres Bild von der Problematik und rät gegebenenfalls zu einer Psychotherapie. Sexualtherapie ist eine besondere Form der Psychotherapie, bei der die Sexualität im Vordergrund steht.

Adressen und Ansprechpartner finden Sie auf unserer Webseite http://www.isg-info.de im Expertenpool und gerne können Sie sich auch telefonisch bei uns melden: Tel.: 0180/ 555 84 84 (14c/min).

Wir hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben und wünschen Ihnen alles Gute.

Freundliche Grüße.
Ihr ISG-Team


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