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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 03 Okt 2002 10:05 
Liebes ISG Team.

Zuerst einmal möchte ich mich ganz herzlich dafür bedanken, dass Sie sich so viel Zeit für mein Problem genommen haben und mir so ausführlich und kompetent auf mein langes Posting geantwortet haben.
Ich habe mich ausserordentlich darüber gefreut und weiss, dass so etwas keineswegs selbstverständlich ist. Ich kam mir ernstgenommen vor, was ein wenig zu meiner Beruhigung beigetragen hat. Auch schätze Ihr Angebot sehr, noch einmal eine Frage an Sie richten zu dürfen.
Höchstpeinliche Fragen ANONYM an ein kompetentes Forum senden zu können, ist eine tolle Sache, die vielen einen Ausweg aus
dem Dilemma aufzeigen und schlimmeres Leid verhindern kann.
Solche Dinge sollte man unterstützen !
Ich bin zwar kein Spitzenverdiener - aber könnte mir trotzdem vorstellen meine Anerkennung für die gute Beratung mit einer
kleinen, anonymen Spende auszudrücken. Dazu fehlt mir nur eine geeignete Anschrift an die ich etwas schicken könnte. Diese könnten sie mir ja mitteilen.


Doch nun zu meiner Nachfrage:

Zitat:
Die Ursachen einer Fibrose der Schwellkörper sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt Vermutungen darüber, dass
wiederholte Mikrotraumen der Tunica albuginea, einer Gewebeschicht des Penis, durch das Biegen beim Geschlechtsverkehr und
bei der Masturbation zu kleinen Wunden und später Narben führen, welche im Laufe der Jahre zu Verhärtungen dieser Schicht
führen können.


Soweit ich weiss ist die Tunica albuginea die kollagenhaltige reissfeste Schicht, um die Schwellkörper, die diesem bei einer
Erektion räumliche Grenzen aufzeigt und somit die Steifheit erzeugt.
Fibrotisiert diese, so ist der Schwellkörper ja eigentlich nicht direkt betroffen. Oder sehe ich das grundsätzlich falsch ?

Zitat:
Eine Fibrose äußert sich vor allem im Anfangsstadium durch schmerzhafte Erektionen. Ein Verlust der Erektion wird dabei nicht beobachtet, später allerdings eventuell eine Verbiegung des Penis in eine bestimmte Richtung.


Ihre Schilderungen hören sich bislang nach einer Beschreibung einer IPP an (Verhärtungen der Tunica albuginea, schmerzen bei der Erektion, Deviation).

Was mich verunsichert ist, dass ich auch einen recht stark nach oben gebogenen Penis habe.
(Ich habe zu diesem Zweck ein Bild meines vollständig errigierten Penis auf diese
Web-Page gestellt).

  • Aber ich meine, dass der schon immer so krumm war (100%ig sicher bin ich aber nicht).
  • Zudem hat der Urologe noch ausdrücklich gesagt, dass er keine Indurationen feststellen könne.
  • Als ich ihm eine kleine Verhärtung in der Schicht der Tunica albuginea zeigte, meinte er, das dies wahrscheinlich eine thrombierte Vene aber sonst nicht weiter tragisch sei.

Aus diesen Gründen denke ich nicht, dass ich an einer IPP leide. Die Bilder, die ich bisher von IPP gesehen habe zeigen zudem
auch viel kleinere Krümmungsradien meist im vorderen Drittel der Glieder. Bei mir ist die Krümmmung dagegen relativ gleichmässig
über die ganze Länge verteilt. Die krümmung nimmt auch bei Nachlassen der Erektion ab.

Was schmerzhafte Erektionen angeht, so habe ich bei der Erektion KEINE wirklichen Schmerzen. Es zieht aber schon ein wenig auf der (dem Schwämmkörper entgegengesetzen) Ober-Seite, wenn sich eine volle Erektion einstellt (vor allem, wenn man den PC-Muskel dazu anspannt und der Druck im Penis steigt).

  • Kann es sein, dass dann (durch die Krümmung verursacht) Gewebe gestaucht wird ? Wenn ja, kann dies zu den oben bemerkten Mikrotraumata führen ?
  • Ich habe nämlich auch beobachtet, dass die Rigidität nach oben (in Krümmungsrichtung) wesentlich geringer ist als nach unten.
    Ist das auffällig oder anhand der Krümmung physikalisch ganz logisch ?
  • Oder kann es zu Mikrotraumata füren, wenn der Ballen des Daumen bei der Masturbation längere Zeit an dieser Stelle der Tunica
    albuginea entlangfährt ?
  • Ich habe oft gehört, dass Penisdeviationen bis 40° - solange sie den betroffenen nicht kosmetisch stören nicht operativ begradigt werden müssen. Wenn Mikrotraumata aber durch Biegungen entstehen, dann sind krumme Glieder grösseren mechanischen Kräften ausgesetzt. Wie stark muss hier die Biegung wieder sein, um schädlich zu sein ?
Zitat:
Es ist richtig, dass ein Priapismus, das heißt also eine ohne sexuelle Erregung über lange Zeit bestehende Erektion, auf Dauer zu einer Mangelversorgung der Schwellkörper mit Sauerstoff führen und damit das Gewebe schädigen können. Eine solche Schädigung tritt aber erst bei ca. 8 bis 12 Stunden andauernden Erektionen auf.


Ein Arzt aus einem anderen Forum hat mir geschrieben, dass ab 4 Stunden Schädigungen entstehen. Macht aber für meinen Fall nichts denn ich erinnere mich nicht, so lange Exzesse erlebt zu haben. Und ich denke, dass sich dieser Wert auch nur auf eine ununterbrochene Erektion und nicht auf ein Tageslimit bezieht.

Zitat:
Dass sie nachts ganz normale Erektionen erleben und tagsüber keine, passt also nicht in das Krankheitsbild einer Fibrose.
Außerdem hat ihr Urologe all die Untersuchungen durchgeführt, die eine Fibrose ausschließen. Dazu gehören das Abtasten des Penis, eine Schwellkörperinjektion und eine Sonographie.


Nun ja, die nächtlichen Erektionen treten ja nicht immer so normal auf - und allermeistens sind sie beim Aufstehen wieder verschwunden - so ganz normal ist das ja wohl auch nicht.

Da ich nun gerade mal dabei bin mögliche Ursachen auszuschliessen möchte ich auch noch folgende Sache bemerken.

Mir ist aufgefallen, dass unterhalb der Eichel eine Stelle existiert, aus der reichlich Blut direkt aus dem Schwellkörper

abzufließen scheint (zweites Bild auf der Web-Page). Könnte das eine Ursache für den relativ schnellen Rückgang der Erektion bei aussetzen der Stimulation sein ? (Hätte aber eingentlich auch bei der SKIT/Sonographie-Untersuchung erkannt werden
müssen).

Zitat:
Was die Masturbation angeht, ist es jedem selbst überlassen, wie häufig und wie lange er masturbiert. Es ist schwierig, hier

zwischen normal und unnormal zu unterscheiden. Problematisch ist die Selbstbefriedigung dann, wenn sich aufgrund bestimmter

Masturbationsarten Schwierigkeiten beim Sex ergeben.

Es kommt zum Beispiel vor, dass Männer, die sehr viel masturbieren, Probleme damit haben, mit einer Partnerin zusammen zu

einer Erektion zu kommen. Das kann zum einem an einer zu starken Fixierung auf die Stimulation durch die eigene Hand liegen,

so dass das Eindringen in die Vagina der Frau keinen ausreichenden Reiz darstellt, um die Erektion aufrechtzuerhalten.

Zum anderen kann es sich um eine Fixierung auf bestimmte sexuelle Phantasien bei der Masturbation handeln, die in der

Realität meistens nicht genau erfüllt werden. Durch eine Reduktion der Selbstbefriedigung und dem Versuch, sich beim Sex ganz

auf die Partnerin einzulassen, ist es möglich, die Erektionsschwäche zu überwinden.

Gelingt dies nicht, ist es ratsam, einen Psychotherapeuten zu Rate zu ziehen. Wir empfehlen bei sexuellen Störungen, einen

Sexualterapeuten zu wählen oder Psychotherapeuten, die sich speziell mit Sexualität befassen, um genau auf das Problem

fokussierte Therapieansätze zu finden.


Auch hier kann ich ihnen nur völlig zustimmen. Ich habe inzwischen psychotherapeutische Massnahmen eingeleitet, die darauf abzielen sollen die Hintergründe, die zu diesem abnormen Verhalten geführt haben, zu erkennen und zu verändern.

Ich bin mir bewusst, dass psychische Störungen auch einen grossen Einfluss auf die Sexualfunktionen und den Neurotransmitterstoffwechsel haben können.

Wie man zB. auch aus meinen Worten hören kann bin ich mehr ein ängstlicher und oft depressiver, schwarzsehender Mensch. Da
ich aber meinen Körper/Sexualität über mehrere Jahre nicht in einer gewöhnlichen Weise benutzt habe möchte ich ganz sicher
die organische Seite abklären, damit die psychische Arbeit, die kommen wird, nicht ständig durch Misserfolge und Ungewissheit
zurückgeworfen wird.

Ich schätze es wirklich sehr, meine Gedanken hier so klar & anonym und detailliert ausformulieren zu dürfen. Das wäre mir in
einem direkten Gespräch mit einem Arzt nicht (oder jedenfalls nicht in diesem Ausmaß) möglich gewesen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir ihre Einschätzung zu den Fragen in obigem Informationsbombardement schicken könnten.
ICh würde mich auch gerne für ihre Mühe erkenntlich zeigen.

Viel Grüsse,

blumfeld74@hotmail.com


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