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BeitragVerfasst: Do, 05 Apr 2012 13:26 
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Registriert: Do, 05 Apr 2012 13:08
Beiträge: 1
Hallo! Ich leg mal direkt mit meiner Leidensgeschichte los und sie ist etwas ausführlicher, da ich nichts auslassen will...

Zu meiner Vorgeschichte: Ich hatte mit 18-19 meine erste feste Freundin. Mein Sexleben war super und alles war wunderbar... Mein bestes Stück hat mich eigentlich nie im Stich gelassen.
Als die Beziehung auseinander gebrochen ist habe ich das was mir auf körperlich sexueller Ebene gefehlt hat durch intensiven und regelmäßigen (täglichen) Pornokonsum ausgeglichen (davor habe ich nur selten mal nen Porno geguckt).
Als ich dann ca. 1 Jahr später die zweite feste Freundin kennengelernt habe, merkte ich zum ersten mal, dass es nicht mehr so funktioniert wie früher. Davon war ich sehr überrumpelt... Ich hab mich daraufhin an einen Urologen gewendet, der das Thema leider nur belächelt hat, mir ein Gläschen Rotwein empfohlen hat und mir desweiteren ne Packung Cialis verschrieben hat. Damit hat es erst mal ganz gut geklappt und da wir uns sowieso nur am Wochenende sehen konnten, habe ich mir einfach übers Wochenende ne Cialis reingeschmissen und das Problem war erst mal vom Tisch.
Irgendwann ging aufgrund der Entfernung auch diese Beziehung in die Brüche...
Seitdem hatte ich keine feste Beziehung mehr, sondern nur noch One night stands (Nur noch mit Potenzmitteln und da ich mir keine Originale mehr leisten konnte, habe ich auf empfohlene Generika zurückgegriffen).
Zu meinem jetzigen Zustand: Ich bin mittlerweile 23 Jahre alt und lebe entsprechend seit über 3 Jahren mit diesem Problem. Die Generika wirken nur noch schlecht oder gar nicht. Ich habe quasi keine Morgen- oder Spontanerektionen. Bei der Selbstbefriedigung schaffe ich es auf eine vollständige Erektion. Sobald der Stimulus fehlt, geht diese allerdings innerhalb von kürzester Zeit (ca. 10 Sekunden) zurück. Allgemein habe ich auch das Gefühl, dass die Sensibilität und die Libido nicht annähernd mit der von früher vergleichbar sind. Mein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen haben über die Zeit sehr gelitten. Es verging eigentlich kaum ein Tag, an dem dieses Thema nicht in meinem Kopf präsent war.
Jetzt habe ich endlich mit der Unterstützung einer Psychologin nochmal allen Mut zusammengefasst und mich einem Urologen vorgestellt, der mich nun erstmalig mit einem SKAT-Test untersucht hat. Allerdings hatte ich bei diesem Test nur eine minimale Erektion. Entsprechend war der venöse Abfluss viel zu groß, der arterielle Zufluss war ausgesprochen gut (hilft ja nur leider nichts).
Die Diagnose laut Urologe: Venöses Leck oder evtl. zu hohe Sympathikusaktivität (=Stress, was bei meiner Angst und meinem Erwartungsdruck nicht auszuschließen ist). Er hat mir nun einen Spezialisten in München empfohlen, der weitere Untersuchungen anstellen soll. Ich hab nur leider auch gelesen wie schlecht die Erfolgsaussichten bei so einer OP eines "venösen Lecks" sind. Hormone werden auch noch kontrolliert... Beim letzten Test kam allerdings heraus, das die Testosteronwerte absolut in Ordnung sind. Insofern schließe ich das als Ursache aus (falls sich da was ergeben sollte reiche ich die Info nach).
Mein letzter Anker ist nun nur noch eine Internetseite, auf der sie einem empfehlen ca. 3 Monate (ist individuell von der Person zu Person abhängig) auf Pornos und Masturbation zu verzichten. Ich habe jetzt schon etwas über 2 Monate verzichtet (über die Zeit hab ich doch ca. 3 mal Hand angelegt, wobei ich nicht wirklich sagen kann ob das Kontrolle oder wahre Lust war. Jedenfalls habe ich dabei auf Pornos verzichtet).
Zum Schluss sollte ich vielleicht nochmal dazusagen, dass ich schlank, sportlich regelmäßig aktiv und Nichtraucher bin. Alkohol trinke ich nur selten...
Ich hoffe das war nicht zu viel Text... Ich hoffe in diesem Forum auf konstruktive Antworten, sowohl von professioneller Seite, als auch von gleichgesinnten und Männern die von der selben Problematik betroffen sind und ihre Erfahrungen teilen wollen.
Liebe Grüße,
Black_Panther


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BeitragVerfasst: Mi, 11 Apr 2012 16:57 
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Registriert: Di, 11 Jun 2002 02:00
Beiträge: 1169
Wohnort: Freiburg
Hallo black_panther,


zuerst einmal herzlich willkommen im ISG-Forum. Sie schildern die Geschichte Ihrer erektilen Dysfunktion in Folge derer bei Ihnen die Diagnose "Venöses Leck" gestellt wurde.

Aus Ihrer Krankheitsgeschichte heraus denke ich, dass dies als einzige Ursache eher unwahrscheinlich ist. Die Kombination aus hohem Stresslevel und exzessivem Pornokonsum ist sicherlich ein Risikofaktor auf psychischer Ebene, der nicht zu unterschätzen ist. Insofern halte ich es sicherlich für sinnvoll, einige Zeit auf diesen Konsum zu verzichtne und einen möglichen Erfolg abzuwarten. Der sexuelle Appetit auf eine "echte" Partnerin dürfte dadurch sicher gestärkt werden.

Zum venösen Leck: Die Meinungen über die Operation gehen durchaus auseinander. Ich würde Ihnen raten, sich einmal mit dem empfohlenen Spezialisten über die Quoten, die in seiner Klinik hierbei aufkommen, zu unterhalten. Sollte es sich um einen erfahrenen Operateur handeln, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert, das venöse Leck zu therapieren.


Mit freundlichen Grüßen
Ihr ISG-Team


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