
Es ist gemeinhin bekannt, dass Menschen mit einem augeprägten Einfühlungsvermögen gegenüber ihren Mitmenschen, in vielen Lebensbereichen besser gestellt sind und ausgeglichener sind. Nun wurde in einer neuen Studie des King’s College London außerdem nachgewiesen, dass es sich auch erheblich auf die Qualität der Sexualität, vor allem bei Frauen, auswirkt. Ganz klar formuliert heißt es, dass je höher der Emotionale Intelligenzquotient einer Frau, desto höher die Anzahl der Orgasmen. Emotionale Unausgeglichenheit gilt als ein sehr einflussreicher Faktor, wenn es um Orgasmusstörungen geht, woran immerhin etwa ein Drittel aller Frauen leidet.
Die Studie wurde an 2035 weiblichen Zwillingspaaren im Alter zwischen 18 und 83 durchgeführt. Zwillinge eignen sich optimal für solche Studien, da sich anhand der identischen DNS leicht genetische Faktoren von Umwelteinflüssen unterscheiden lassen. Die Zwillingspaare füllten ausführliche Fragebögen zu ihrem Sexualleben und -verhalten aus. Zusätzlich wurden anhand spezieller Fragen ihre emotionale Intelligenz festgestellt.
Die Ergebnisse dieser Studie bestätigten den Vorteil eines hohen EQ für alle möglichen Lebensbereiche, vor allem für das Sexleben, und sollen dazu beitragen bessere Verhaltenstherapien bei Orgasmusstörungen zu entwickeln.
Am deutlichsten stellte sich dieser Zusammenhang an der Häufigkeit der Orgasmen durch Masturbation und partnerschaftlichem Sex dar. Die Hauptautorin der Studie, Andrea Burri, schlussfolgerte daraus: „Emotionale Intelligenz scheint einen direkten Einfluss auf ein funktionierendes Sexleben von Frauen zu haben, indem sie ihre Fähigkeit beeinflusst, ihre sexuellen Erwartungen und Wünsche ihrem Partner zu vermitteln.“ (Quelle:www.optikur.de)







