Kondom
Kein anderes Verhütungsmittel hat so viele Namen: Präservativ, Pariser, Gummi, Überzieher, Tüte, Verhüterli wird es genannt und von 37 Prozent der Paare benutzt. Das Kondom besteht aus 0,04 bis0,08 mm dünnem Naturgummi (Latex), ist also dünner als die menschliche Haut. Trotzdem ist es so elastisch, dass es sogar 18 Liter Luft nicht zum Platzen bringen. Das Prinzip ist ganz einfach: Das Kondom fängt das Ejakulat auf, bevor es in die Scheide gelangen kann. Kommt kein Samen in die Scheide, kann keine Befruchtung stattfinden. So funktioniert's: Der Mann (oder seine Partnerin) rollt das Kondom über den erigierten Penis. Nach der Ejakulation sammelt sich der Samen in einem kleinen Reservoir an der Spitze des Gummis. Wird der Penis aus der Scheide herausgezogen, muss man das Kondom am Schaft festhalten, damit es nicht herunterrutschen kann. So sicher sind Kondome: Je nach Studie schwankt der Pearl-Index zwischen 1 bis 30 (Versager/ 100 Frauen/Jahr). Wichtig ist ein vorsichtiger Umgang mit dem hauchdünnen Material. Ein eingerissener Fingernagel, öl- oder fetthaltige Kosmetik können es beschädigen. Auch auf die Qualität des Kondoms sollte man achten. Die Stiftung Warentest hat 1994 bei einer Studie festgestellt, dass deutsche und europäische Markenware qualitativ weit besser ist als die Konkurrenz. Deshalb: Auf das dlf-Prüfsiegel und das Haltbarkeitsdatum achten. Nebenwirkungen: In seltenen Fällen treten Allergien gegenüber dem Material auf. Eine Alternative sind Kondome aus anderen Materialien, die allerdings teurer sein sollen. Vor- und Nachteile: Das Verhüten mit Kondomen ist unkompliziert. Man verwendet sie, wenn man sie braucht, eine ärztliche Voruntersuchung ist nicht nötig. Außerdem ist es eine der wenigen Methoden, bei der der Mann die Verantwortung für die Verhütung übernimmt. Gummis schützen nicht nur vor Empfängnis, sondern auch vor Infektionen. Kosten: Je nach Packungsgröße zwischen 80 Pfennig und 1,50 Mark pro Stück.
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