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Adenom
ist eine gutartige Geschwulst mit Ursprung in drüsenbildendem Gewebe wie z.B. der Prostata (Vorsteherdrüse). Ein Prostataadenom verursacht typischerweise häufiges und nächtliches Wasserlassen mit den Symptomen schwacher Harnstrahl, Harndrang, Schmerzen, Restharnbildung bis zum Harnverhalt.
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AIDS
Ist eine tödliche Viruserkrankung der Körperabwehr. Der Erreger der Immunschwächekrankheit AIDS ist das HI-Virus. Das Virus lässt sich bei infizierten Patienten in Körperflüssigkeiten nachweisen. Übertragen wird HIV fast ausschließlich über Blut, Sperma und Scheidensekret. Besonders gefährdet für eine Ansteckung sind daher Menschen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, Bluterkranke, Drogenabhängige, und Patienten, die bei Operationen infizierte Blutkonserven erhalten. Der Beginn der Infektion lässt sich in der Regel nicht genau feststellen. Zwar kommt es meist zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Schwächegefühl, Magen-Darm-Problemen und gelegentlich Kopfschmerzen. Doch werden diese meistens mit einer Erkältung, nicht jedoch einer HIV-Infektion in Verbindung gebracht. Nach der Infektion breitet sich der Virus unbemerkt im Körper aus. Er greift gezielt so genannte T-Helferzellen und Makrophagen an, die „Fresszellen“ des Körpers, die unter anderem für die Vernichtung von Bakterien verantwortlich sind. Schon jetzt ist der Infizierte ansteckend und kann die Krankheit an andere weitergeben, z. B. durch Blutspenden oder Geschlechtsverkehr. Es dauert etwa sechs bis zwölf Wochen, bis der Körper reagiert und mit Antikörpern gegen den Eindringling ankämpft. Mediziner sprechen dann von einer Serokonversion: Das Blut wird Antikörper-positiv, die Antikörper können im Blut nachgewiesen werden. Die Krankheit könnte früh erkannt werden. Doch oft dauert es sieben bis zehn Jahre, bis der Betroffene von seiner Infektion erfährt. Dann erst treten die ersten Krankheitszeichen wie geschwollene Lymphknoten und Pilzerkrankungen auf. Schreitet die Krankheit voran, kommt es vermehrt zu Fieber, Gewichtsverlust und Durchfall. Infektionen der Haut mit Herpes- oder Warzenviren sind nicht selten; sie klingen nur langsam ab. Nach und nach versagt das Immunsystem: Die Patienten infizieren sich mit normalerweise relativ harmlosen Erregern und erkranken an Hirnhaut- und Lungenentzündung, Krebs oder an Infektionen mit Bakterien, Viren oder Parasiten - an denen sie letztlich auch sterben.
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Altern
Viele Menschen glauben, dass ab dem mittleren Lebensalter das Bedürfnis nach Sexualität abnimmt und schließlich ganz aufhört. Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum. In einer amerikanischen Studie eine Gruppe mit dem Durchschnittsalter von 86 Jahren hatten noch 64% der Frauen und 82% der Männer regelmäßig sexuelle Kontakte, davon hatten 30% der Frauen und 63% der Männer regelmäßig Geschlechtsverkehr. Die Häufigkeit der Kontakte nimmt also etwas ab. Als Folge von Erektionsstörungen und anderen körperlichen Veränderungen im Alter verändert sich die Art der Kontakte von Geschlechtsverkehr hin zu vermehrt anderen zärtlichen sexuellen Kontakten. Für Menschen, für die Sexualität immer eine große Rolle gespielt hat, wird dies auch im Alter so bleiben (Informationsblatt: Sexualität und Alter).
Veränderungen des Körpers:
Im Zuge des Alterungsprozesses verändert sich der Körper. Einige dieser Umstellungen beeinflussen auch die Sexualität: Bei Frauen ist die Scheide durch den verminderten Östrogenspiegel nach den Wechseljahren weniger elastisch, dünner und wird auch häufig nicht mehr so feucht. Das führt gelegentlich zu kleinen und kleinsten Einrissen, was dann Schmerzen verursachen kann (Informationsblatt: Sexualstörungen bei Frauen). Durch die verminderte Bildung von Testosteron, altersbedingten Gefäßveränderungen und andere Erkrankungen entwickelt sich eine Erektion bei Männern weniger schnell und spontan. Der Penis wird nicht mehr so steif wie früher (Informationsblatt: Erektile Dysfunktion). Außerdem kann durch die verminderte Bildung von Testosteron, dem männlichen Geschlechtshormon, das Verlangen (Libido) nachlassen.
Krankheiten, die Sexualität beeinträchtigen können:
Gerade die Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Arteriosklerose und Zuckerkrankheit können sich negativ auf die Sexualität auswirken. Aber auch Operationen im Beckenbereich, wie an der Gebärmutter, dem Darm oder der Prostata führen oft über die Verletzung von Nerven und Gefäßen zu sexuellen Empfindungs- oder Funktionsstörungen. Des weiteren haben viele harninkontinente Patienten Angst vor unkontrolliertem Urinabgang bei sexueller Aktivität, obwohl es wirksame Hilfen gibt, wenn man mit dem Arzt über dieses Problem spricht. Darüber hinaus kann es im Rahmen von Depressionen zu einer Verminderung des sexuellen Interessen und einer Beeinträchtigung des Erlebens kommen.
Medikamente:
Im Alter ist es oft nötig, über längere Zeit oder dauerhaft Medikamente einzunehmen. Viele können die Sexualität beeinträchtigen. Häufig kann das Umsetzen des Präparats schon Hilfe schaffen, was aber nie eigenmächtig geschehen darf, sondern nur in Absprache mit dem Arzt.
Lebensstil:
Die Folgen von starkem Zigarettenrauchen, überhöhtem Alkoholkonsum, eine fett- und cholesterinreiche Ernährung, Übergewicht, mangelnde Bewegung und viel Stress machen sich vor allem im Alter bemerkbar und tragen wesentlich zu sexuellen Problemen bei. Manche Menschen machen sich Sorgen, dass sexuelle Aktivität zu anstrengend sein könnte. Diese Sorge ist jedoch verhältnismäßig unbegründet, da die Belastung für das Herz oft überschätzt wird: die Anstrengung für das Herz ist der beim Treppensteigen, Schneeschippen oder Tragen von schwereren Lasten vergleichbar. Wenn Sie diese Tätigkeiten ohne Probleme ausführen können, besteht auch in der Regel beim Geschlechtsverkehr kein übermäßiges Risiko. Im Zweifelsfall kann ein Belastungstest beim Arzt Klarheit verschaffen.
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Analsex
Beim Analsex ist das Ansteckungsrisiko für Aids und andere Infektionen doppelt so hoch wie beim Vaginalverkehr, besonders für den passiven Partner. Nach einer Umfrage des US-Magazins „Redbook“ unter 100 000 Frauen üben nur zwei Prozent Analsex regelmäßig aus.
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Androgene
sind männliche Hormone. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron, welches hauptsächlich in den Hoden gebildet wird.
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Antiandrogene
sind Medikamente mit Wirkung gegen die männlichen Hormone. (Das Prostatakarzinom wächst in den meisten Fällen androgenabhängig. Durch ein Antiandrogen wird sein Wachstum eingeschränkt).
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Antibaby-Pille
Die erste Antibaby-Pille gab es in Deutschland 1961. Die ersten Anwenderinnen hatten zwar einen zuverlässigen Empfängnisschutz litten aber oft unter starken Nebenwirkungen. In den vergangenen 40 Jahren ist die Dosierung reduziert worden, die Pille ist dadurch viel verträglicher geworden. Die Hormone Ethinylestradiol, aber vor allem ein Gestagen unterdrücken den monatlichen Eisprung. Daher auch der Name „Ovulationshemmer“ (Ovulation = Eisprung). Die Hormone der Antibaby-Pille sorgen außerdem dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut sich weniger stark aufbaut, so dass sie für eine befruchtete Eizelle nicht genügend vorbereitet ist. Zudem verdichtet sie den Schleimpfropf am Gebärmutterhals. Spermien gelangen so wesentlich schlechter in die Gebärmutter. Am verbreitetsten sind Ein-Phasen-Präparate, die an allen Tagen die gleiche Gestagen-Östrogen-Mischung enthalten. 21 Tage lang (manchmal auch 22) nimmt die Frau täglich eine Pille ein. Danach folgen sieben (bzw. sechs) Tage, an denen sie pausiert. In der Einnahmepause erfolgt die Entzugsblutung, der Menstruation vergleichbar, aber meist schwächer. Die Zwei-Phasen-Pillen liefern in den ersten Einnahmetagen nur Östrogene, in der zweiten Phase eine Östrogen-Gestagen-Kombination. Dem natürlichen Auf und Ab der Hormone am ehesten gleichen die Zwei- und Drei-Stufen-Pillen. Die Hormondosierungen wechseln während der Einnahmezeit. Die Mikropille ist ein kombiniertes Präparat mit ganz niedrigen Hormonmengen. Mikropillen sind ebenso wirksam wie die höher dosierten, haben jedoch seltener Nebenwirkungen. Mittlerweile nehmen die meisten Frauen eine Mikropille ein. Die Methodensicherheit der Pille liegt zwischen 0,1 und 0,9 Versagern pro 100 Frauen/Jahr(Pearl-Index). Die Verlässlichkeit hängt aber vor allem von der Regelmäßigkeit der Einnahme ab. Vergisst man die Pille einmal länger als 12 Stunden, ist der Empfängnisschutz nicht mehr garantiert. Auch Durchfall, Erbrechen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können zur Folge haben, dass die Pille „versagt“. Neben der Mikropille gibt es noch die „Minipille“, die nur aus einem Gestagen besteht, das ununterbrochen eingenommen wird. Da eine moderne Minipille nicht nur den Schleimpfropf verdichtet und die Gebärmutterschleimhaut verändert, sondern auch ziemlich sicher den Eisprung verhindert, ist die Sicherheit ohne weiteres mit der einer Mikropille vergleichbar. Besonderheiten bei Einnahme einer Minipille sind anfängliche Blutungsstörungen und gelegentliches Ausbleiben der Menstruation. Die Einnahmegenauigkeit muss hierbei noch besser eingehalten werden als bei einer Mikropille. Die meisten Begleiterscheinungen der Pille sind harmlos. Dazu gehören u. a. Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, leichte Übelkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Spannungsgefühl in der Brust, leichte Gewichtszunahme und die Veränderung der sexuellen Lust. Seitdem die Präparate weniger Hormone enthalten, treten diese Nebenwirkungen immer seltener auf. Auf dem Markt gibt es über 100 verschiedene Antibaby-Pillen - genug Auswahl, um für jede Frau das passende Produkt zu finden. Nicht zu empfehlen ist die Pille bei Raucherinnen und Frauen, die sich extrem wenig bewegen, Bluthochdruck, Diabetes oder eine Veranlagung zu Venenerkrankungen haben. Bei ihnen kann die Pille das Risiko gegenüber Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfällen und Herzinfarkten erhöhen. Den Verdacht, dass die Pille das Brustkrebsrisiko erhöhen könnte, haben auch zahlreiche internationale Studien weder bestätigt noch widerlegt. Andererseits konnte nachgewiesen werden, dass die Hormone der Pille die Gefahr nachweislich reduziert, an Gebärmutter- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Außerdem schützt die Pille vor Gebärmutter- und Eileiterinfektionen. Mitunter wird die Pille zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Mit ihren Hormonen behandeln Gynäkologen unter anderem starke Menstruationsbeschwerden, Endometriose, Akne oder eine übermäßige Körperbehaarung. Vor- und Nachteile: Die Pille gehört zu den sichersten und bequemsten Verhütungsmitteln. Setzt man die Pille ab, ist mehr oder weniger sofort eine Schwangerschaft möglich. Allerdings empfinden viele Frauen den hormonellen Eingriff in ihren Körper als unangenehm. Sie haben das Gefühl allzeit bereit und verfügbar zu sein. Außerdem zeigt sich nach jahrelanger Einnahme manchmal eine „Pillenmüdigkeit“, die zu Nachlässigkeit bei der Einnahme führt. Kosten: Je nach Produkt kostet die Pille um die 15 Mark im Monat.
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Aphrodisiakum
Liebesfördernde Elixiere waren bereits in der Antike und im Mittelalter verbreitet und begehrt. Mit gekochten Hoden, Honig, Trüffel, Zimt oder Muskat suchte man das Liebesspiel zu intensivieren. Das Gift Strychnin und Yohimbin aus der Rinde des afrikanischen Yohimbebaums nutzte man vor allem Anfang dieses Jahrhunderts. Die meisten Liebestränke waren den Männern vorbehalten, für Frauen ist das Angebot bis heute kärglich. Bei einer FOCUS-Umfrage 1998 glaubten immerhin 26,7 Prozent der befragten Männer und Frauen, das als lustfördernd gepriesene Nahrungsmittel (z. B. Sellerie, Austern, Ingwer, Knoblauch) bei ihnen etwas bewirken könnten. Wissenschaftliche Studien konnten die versprochenen Wirkungen nie schlüssig bestätigen.
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Beschneidung
Religion und Kultur sind Gründe für millionenfache Beschneidungen junger Mädchen und Buben. Die Jahrtausende alte Tradition in etwa 30 afrikanischen Ländern, die Genitalien junger Mädchen als Zeichen der Treue und Reinheit vor der Ehe zu verstümmeln, wurde in den letzten Jahrzehnten durch Einwanderung auch in die Industriestaaten importiert. Werden in Afrika jedes Jahr rund zwei Millionen Mädchen beschnitten, so sind nach Schätzungen allein in deutschen Städten bereits 2000 misshandelt worden, Tausenden steht dieses Schicksal in den nächsten Jahren möglicherweise noch bevor. Bei der Klitoridektomie wird vier- bis zwölfjährigen Mädchen die gesamte Klitoris entfernt, die inneren Schamlippen abgeschnitten, Vaginalgewebe ausgeschabt, oft die äußeren Schamlippen auf eine winzige Öffnung zusammengenäht. Das Ritual wird meist ohne Betäubung und oft mit nicht sterilisierten Rasierklingen oder Glasscherben durchgeführt. Ebenfalls aus religiöser Überzeugung lassen Juden und Moslems ihre männlichen Säuglinge beschneiden. In den USA sind es etwa zwei Drittel der neugeborenen Jungen. Die allgemeine Überzeugung, die Beschneidung verhindere Entzündungen, Harnwegsinfektionen und Krebserkrankungen, ist medizinisch nicht haltbar. Üblicherweise wird dem Säugling unter Lokalbetäubung die Vorhaut des Penis abgeschnitten. Während durch die Beschneidung Frauen ihrer sexuellen Lust völlig beraubt werden, ist das sexuelle Empfinden der Männer durch sie nicht eingeschränkt. Informationen und Hilfe gegen Beschneidung von Mädchen in Deutschland:
(I)ntact, Saarbrücken, Tel.: 06 81/3 24 00.
Internet: www.unicef.de/fileadmin/content_media/presse/fotomaterial/Beschneidung/I0038_Doku_Beschn.pdf
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Biopsie
ist eine Probeentnahme von Gewebe, z.B. aus der Prostata. Die Entnahme ist fast schmerzlos. Durch die Untersuchung des entnommenen Gewebes kann zwischen gutartigen und bösartigen Geschwülsten unterschieden werden.
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BPH -Benigne-Prostata-Hyperplasie
ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata,die allerdings mit Blasenentleerungsstörungen einhergeht und durch die Abflussstörungen zu Blasen- sowie Prostataentzündungen und anderen Komplikationenführen kann (s. auch Adenom).
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Chemische Verhütung
Tabletten, Zäpfchen, Gels, Cremes, mit samenabtötenden Chemikalien (Spermizide) getränkte Plättchen und Schwämme vermindern die Befruchtungsfähigkeit des männlichen Samens. Sie bauen zum einen vor der Gebärmutter einen zähflüssigen Schleim auf, den die Samenfäden nicht durchdringen können, zum anderen sollen sie das Spermium direkt angreifen und seine Schutzhülle zerstören. Zur Verhütung muss man die Präparate wenige Minuten vor dem Verkehr in die Scheide einführen, wo sie sich durch die Wärme des Körpers in der Scheidenflüssigkeit auflösen und ihre Wirkung entfalten. Wendet man spermizide Mittel als einziges Verhütungsmittel an, ist ihre Wirkung mit einem Pearl-Index bis zu 25 gering. Nebenwirkungen : Der für die Mittel häufig verwendete Wirkstoff Nonoxynol-9 dringt durch die Vagina und den Gebärmutterhals in den Blutkreislauf und belastet die Leber. Er kann die natürliche Scheidenflora negativ verändern und allergische Reaktionen bei Frau und Mann hervorrufen. Vor- und Nachteile. Spermizide setzt man nur ein, wenn man sie braucht. Man erhält sie rezeptfrei in Apotheken und Drogerien. Als einzige Maßnahme gegen eine Schwangerschaft sind sie nicht zuverlässig genug. In Kombination mit einem Kondom, Diaphragma, einer Portiokappe oder Lea Kontrazeptivum erhöhen sie deren Sicherheit. Früher haben einige der Spermizide die Oberfläche von Kondomen zerstört. Mittlerweile kann man beide problemlos zusammen verwenden.
Kosten: Je nach Präparat und Verpackungsgröße ca. 15 Mark.
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Corpus cavernosum
Die Schwellkörper sind das Kernstück des Penis: Zwei liegen oben (Corpora cavernosa), während der Harnröhren-Schwellkörper (Corpus spongiosum) auf der Unterseite lagert. Sie bestehen auseinem schwammigen Gewebe, sind jedoch ein Muskelorgan: eine Art Schwamm aus Millionen kleiner Muskelzellen. Die äußere Hülle bildet die nur begrenzt dehnbare Haut (Tunica albuginea), die aus festen Kollagenfasern besteht. Über die im Zentrum der Schwellkörper liegenden Arterien erfolgt die Blutversorgung. Bei erotischer Stimulation über das parasympathische, unwillkürliche Nervensystem erschlaffen die Muskelzellen der Schwellkörper mittels ausgesandter Botenstoffe. Blut strömt widerstandslos in die cavernösen Räume, die Löchern in einem Schwamm ähneln. Je mehr Blut sich im Schwellkörper sammelt, desto stärker werden die kleinen blutabführenden Gefäße an die Schwellkörperhülle gepresst. Das Blut staut sich.
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Cybersex
Das Wort „Sex“ ist der am häufigsten genutzte Suchbegriff im Netz. Unter Cybersex fassen Experten folgendes zusammen:
- erotischer Chat im Internet
- Partnerbörse per PC
- Hardcore-Nackedei-Fotos
- Online-Striptease
- Lust-CD-ROMs
Cyberdildo: über den Laptop ferngesteuertes Sexspielzeug. Aber nur wer mit Datasuit, 3D-Brille und Datenhandschuh ausstaffiert ist, wird vielleicht in einigen Jahren echten virtuellen Sex genießen. Noch vertreibt kein kommerzieller Anbieter das Equipment. Auch bei Beate Uhse suchen Sie vergebens. Etwa 15 Prozent aller 57 Millionen US-Internet-Nutzer klicken Sexseiten an. Eine neue Studie, im April im Fachblatt „Professional Psychology“ publiziert, konnte bei den meisten Nutzern keine negativen Effekte auf ihr Leben feststellen. Nur wer elf Stunden und länger pro Woche (acht Prozent der Befragten) der Lust vor dem PC frönte, fühlte sich gestresst und gab einen negativen Einfluss zu. Drei von vier Befragten gestanden, dass sie es geheim halten, wie viel Zeit sie lustvoll vor dem Computer verbringen.
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Dauererektion
tritt extrem selten auf. Wenn der Blutrückfluss aus dem erigierten Penis behindert ist, kann eine sogenannte prolongierte Erektion (drei bis sechs Stunden) oder gar ein Priapismus (> sechs Stunden) auftreten. Ursachenkönnen sein: Krebs, Bluterkrankungen, Dialyse, Gefäßdefekte oder immer häufiger Medikamentenmissbrauch (z. B. Erektionsspritzen). Es gibt zwei Arten der Dauererektion:
- Low- Flow- Priapismus: eindeutig die häufigere Variante: das Blut kann aus verschiedenen Gründen nicht mehr abfließen und führt innerhalb von 12 - 24 Std. zu erheblichen Schäden, deshalb sollte mal so schnell wie möglich zu einem Arzt gehen.
- High- Flow- Priapismus: eher selten und anfangs schmerzlos!!!: es strömt vermehrt Blut in die Schwellkörper ein. Die Ursache ist meistens eine Stoßverletzung beim Sport oder Fahrrad- oder Motorradfahren.
Bei beiden Formen führen die genannten Ursachen dazu, dass eine normale z.B. nächtliche Erektion sich nicht mehr von alleine zurückbildet. Therapie: So schnell wie möglich sollte ein Arzt aufgesucht werden, der ein gefäßverengendes Mittel gibt, um so den Blutrückfluss zu ermöglichen. Bereits eine sechsstündige Dauererektion ist in der Regel sehr schmerzhaft und gefährlich. Sie kann die Schwellkörpermuskulatur nachhaltig schädigen. Mehr als 18 Stunden führen zu dauerhafter Impotenz.
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DHEA
Das Hormon Dehydroepiandrosteron (DHEA) wird in Nebennieren, Gehirn und Haut produziert und ist die Vorstufe vieler Sexualhormone. Die Bedeutung von DHEA ist umstritten. Vermutlich hat es keine eigene Wirkung, sondern ist nur eine Zwischenstufe im komplizierten Hormonstoffwechsel. Große Untersuchungen zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit einer längerfristigen Einnahme von DHEA wurden nie durchgeführt. Daher kann die Einnahme nicht empfohlen werden, auch wenn sie in Amerika weit verbreitet ist. Nur in Einzelfällen, in denen der Arzt einen DHEA - Mangel festgestellt hat, ist der Ausgleich durch Tabletten sinnvoll. Ein so hochwirksames Hormon wie DHEA sollte nie ohne ärztlichen Rat eingenommen werden.
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Diabetes
Es gibt zwei Typen von Diabetes mellitus: zum einen die jugendliche Form, Typ I (5% der Diabetiker): hierbei werden in der Bauchspeicheldrüse die Zellen, die das Blutzuckersenkende Hormon „Insulin“ produzieren vernichtet. Zum anderen gibt es den sog. „Alterszucker“, Typ II (ca. 95% der Diabetiker): es wird zwar genügend Insulin produziert, aber die Zellen des Körpers reagieren nicht darauf. Über 70% der Typ II Diabetiker bekommen Sexualstörungen. Bei den Typ I Diabetikern liegt der Anteil sogar noch höher. Durch die hohen Zuckerkonzentrationen des Blutes kommt es zu Schädigungen der Nerven und Gefäße. Diese sind entweder für die Versteifung des Penis notwendig oder zum Feuchtwerden der Scheide. Des weiteren spielen die seelische Belastung dieser chronischen Krankheit, die verminderte körperliche Belastbarkeit und/oder die Nebenwirkungen von Medikamenten eine Rolle. Oft sind sexuelle Funktionsstörungen ein erstes Zeichen der Erkrankung. Bei Männern stehen die Erektionsstörungen, also das für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ungenügende Steifwerden des Penis im Vordergrund. Häufig ist zudem die Lust auf sexuelle Aktivität vermindert. Bei Frauen kommt es häufig zu Entzündungen der Scheide, was dann zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führt. Außerdem wird die Scheide häufig nicht mehr richtig feucht, so dass der Geschlechtsverkehr schmerzt. Oberstes Ziel ist es, die Ursache zu behandeln, also den erhöhten Blutzucker. Manchmal reicht es schon, auf ein Normalgewicht abzunehmen, die Ernährung umzustellen und regelmäßig Sport zu treiben. Falls der Blutzucker damit nicht wieder normalisiert werden kann, müssen Medikamente eingenommen werden. Je besser der Blutzucker eingestellt ist, umso positiver wirkt sich das auf die Sexualität aus! Frauen sollten bei Entzündungen der Scheide diese unbedingt vom Frauenarzt behandeln lassen. Bei ungenügendem Feuchtwerden helfen Gleitcremes. Die Erektionsprobleme der Männer können mit Sildenafil, SKAT, MUSE, Vakuumerektionshilfen oder Penisprothesen behandelt werden (Informationsblätter).
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Dildo
Ersatz-Gefühl. Der Dildo ist eher Spielzeug als Penis-Ersatz - für Homo- und Heterosexuelle. „Gegen die Hysterie der Frauen“ - so lautete die Verordnung von Dildos durch Ärzte in der Antike und im Mittelalter. Damals war das Lustwerkzeug aus Holz, Elfenbein oder Jade, heute werden überwiegend Silikon-Dildos verwendet. Vorteile: samtartige Oberfläche, anti-allergen (im Vergleich zu Latex), gleicht sich der Körpertemperatur an, leicht zu reinigen und langlebig - auch mit Vibriereinheit. Kosten: von 40 bis 200 Mark.
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Drei-Monats-Spritze
Die Drei-Monats-Spritze enthält in Depot-Form ein Hormon (Gestagen). Es verhindert drei Monate lang den Eisprung und die Einnistung der Eizelle, da die Gebärmutterschleimhaut sich nur unzureichend aufbaut. Der Schleimpfropf am Gebärmutterhals bleibt zäh, so dass Samenzellen nicht passieren können. Der Frauenarzt spritzt das Hormon je nach Präparat am ersten bis fünften Tag des Zyklus in den Gesäßmuskel. Die Injektion wirkt - wie der Name sagt - zwölf Wochen lang. In den ersten Anwendungszyklen empfehlen Experten jedoch, das Hormondepot schon nach acht Wochen aufzufrischen.
So sicher ist die Drei-Monats-Spritze: Die Injektion ist ähnlich zuverlässig wie die Antibaby-Pille. Die Versagerquote liegt bei 0,5 Prozent. Nebenwirkungen Oft sind die Drei-Monats-Spritzen mit starken und unregelmäßigen Blutungen verbunden. Zudem treten ähnliche Nebenwirkungen wie bei der Pille auf: Gewichtszunahme, Spannungsgefühl in der Brust, Nachlassen der Lust, Verstimmungen usw. Ein normaler Zyklus mit einem Eisprung kann in Extremfällen manchmal erst ein Jahr und länger nach der letzten Spritze stattfinden.
Vor- und Nachteile: Depotspritzen haben den Vorteil, dass Frauen nach der Injektion erst einmal drei Monate lang nicht mehr an die Verhütung denken müssen. Einnahmefehler sind nicht möglich und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten treten weitaus seltener auf als bei der Antibaby-Pille. Außerdem können sie bestimmte Beschwerden lindern, wie zum Beispiel zyklusabhängige Migräne. Ein Nachteil ist, dass man immer auf jemanden angewiesen ist, der die Spritze geben kann. Treten Nebenwirkungen auf, kann man das Präparat nicht absetzen, sondern muss damit leben, bis die Hormone im Körper abgebaut sind.
Kosten : Die Kosten liegen bei circa 50 Mark pro Spritze.
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Dysurie
Schmerzhafter Harndrang mit Erschwernis des Wasserlassens. Siehe auch Nykturie, Pollakisurie.
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Ejaculatio praecox
Der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox) ist das häufigste sexuelle Problem des Mannes. Einmal oder gelegentlich hat ihn schon so ziemlich jeder Mann erlebt. Der Samenerguss oder Orgasmus kommt zu früh und kann willentlich nicht zurückgehalten werden. Je ungewohnter und aufregender eine sexuelle Situation erlebt wird, um so wahrscheinlicher ist ein vorzeitiger Samenerguss. Manche Männer kommen direkt nach dem Eindringen in die Scheide der Partnerin zum Orgasmus oder in Extremfällen auch schon nur beim Gedanken an sexuelle Aktivitäten oder beim bloßen Berühren der Partnerin. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass der Durchschnitt der Männer ungefähr 3min nach dem Eindringen in die Scheide bis zum Orgasmus braucht. Viele Männer können diese Zeit willentlich wesentlich länger hinauszögern. Durch Übungen und Medikamente kann dieses für beide Partner belastende Problem behoben werden. Ein Arzt weiß Hilfe. (Informationsblatt: Ejakulatio präcox)
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Ejakulation
Der Ausstoß des Samens erfolgt vehement und stoßweise - und das ist auch gut so. Sonst würde der Samen nicht schnell an seinen Bestimmungsort gelangen, den Gebärmuttermund. Der fünfsekündige Vorgang unterliegt einer komplexen Steuerung durch das unwillkürliche Nervensystem: Bei ausreichender Stimulation verschließt sich der Blasenausgang, damit der Samen nicht in die Blase laufen kann, und die Spermien werden in kürzester Zeit in dem in der Nähe der Prostata gelegenen Teil der Harnröhre bereitgestellt. Auf Befehl der Pudendusnerven kontrahieren synchron die Prostata, der Muskel, der den Harnröhrenschwellkörper umschließt, und die Beckenbodenmuskulatur. Es erfolgt der Ausstoß im 0,8-Sekunden-Intervall. Bei vielen Männern (genaue Studien gibt es nicht) wird das Ejakulat nicht herausgeschleudert, sondern es tröpfelt heraus. Das ist völlig normal. Kurz vor dem Orgasmus sondern die zwei erbsengroßen Cowperschen Drüsenein Gleitsekret für die Harnröhre ab. Die Spermien aus den Samenleitern vermischen sich mit dem Prostatasekret und dem Sekret der Samenbläschen. Fakten zum Samenerguss: Bei mehreren Ejakulationen innerhalb weniger Stunden sinkt die Spermienzahl gegen null. Zwei bis sechs Milliliter einer gallertartigen Flüssigkeit verlassen die Harnröhre mit 60 bis 240 Millionen Spermien. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 17 km/h schleudern die Spermien zusammen mit dem Sekret heraus. Inhaltsstoffe: Wasser, Eiweiß, Fruktose, Zink, Zitronensäure. Vor wenigen Jahren flammte die Diskussion um die weibliche Ejakulation auf. Plötzlich entdeckten Forscher immer mehr Hinweise auf eine Art Freudenfluss, der zwar aus der Harnröhre tröpfelt, aber sich deutlich von Urin unterscheidet und eher dem Prostatasekret ähnelt. Im Zustand höchster Erregung entleert sich bei einigen Frauen zwischen einem und drei Teelöffeln einer wässrigen bis milchigen Flüssigkeit, die wahrscheinlich von paraurethralen Drüsen gebildet wird. Auch die Bartholinschen Drüsen, ähnlich den Cowperschen Drüsen des Mannes, könnten ein Glückströpfchen beisteuern. Da weder Masters und Johnson noch Kinsey das Phänomen beschrieben, blieb die weibliche Ejakulation lang unerforscht.
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Erektionsstörungen- Erektile Dysfunktion (ED)
Unter dem Begriff "Erektionsstörung"- oder medizinisch "Erektile Dysfunktion"- versteht man die vollständige oder teilweise Unfähigkeit, einen für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Aktivitäten ausreichende Erektion (Versteifung) des Penis zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Sie ist sehr häufig und betrifft etwa drei von zehn Männern. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit zu. In 70% aller Fälle sind körperliche Faktoren, wie Veränderungen am Penis direkt, seiner Blutversorgung oder an den Nervenbahnen verantwortlich. (Informationsblatt: Erektile Dysfunktion). Auch Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes mellitus, ein hoher Cholesterinspiegel, Nebenwirkungen von Medikamenten (insbesondere verschiedene Blutdrucksenker), Alkohol- und Drogenmissbrauch und schwere chronische Krankheiten wie Leber- oder Nierenversagen können dazu führen. In den restlichen 30% sind psychische Faktoren wie Versagensangst, Stress oder Partnerschaftsprobleme ursächlich. Jedoch ist die menschliche Sexualität so komplex, dass sich körperliche und psychische Ursachen meist nicht so einfach voneinander trennen lassen. Zum Glück kann heute praktisch allen Betroffenen geholfen werden (Informationsblätter: Sildenafil, Harnröhrenzäpfchen (Transurethrale Therapie), SKAT, Vakuumpumpe, Schwellkörperimplantate).
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Fertilität
s. Reproduktion
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Fruchtbarkeit
s. Reproduktion
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Herz-Kreislauferkrankungen
Herz-Kreislauferkrankungen schädigen die Gefäße, die für das Funktionieren der Geschlechtsorgane notwendig sind. Somit kann der Körper nicht mehr mit einer ausreichenden Erektion oder dem Feuchtwerden der Scheide auf sexuelle Stimulation reagieren. Des weiteren können Medikamente gegen hohen Blutdruck, erhöhte Blutfette oder Herzrhythmusstörungen die Erektionsfähigkeit beieinträchtigen. Dies ist aber eher selten der Fall. Der Wechsel auf ein anderes Präparat kann oft Abhilfe schaffen. Dazu kommt die psychische Belastung, an einer chronischen Krankheit zu leiden. Auch die verminderte körperliche Leistungsfähigkeit, Schmerzen oder eventuell die Angst vor einem Herzinfarkt spielen eine wichtige Rolle. Bei Männern stehen die Erektionsstörungen, also das für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ungenügende Steifwerden des Penis im Vordergrund. Häufig ist zudem die Lust auf sexuelle Aktivität (Libido) vermindert. Bei Frauen entsteht oft das Problem, dass die Scheide nicht mehr genügend feucht wird, was zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen kann. Außerdem erkranken Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesprochen häufig an Depressionen, was auch zu einer Verminderung der Libido führen kann. Viele Patienten oder ihre Partner haben gerade nach Herzinfarkt oder Herztransplantationen Angst, dass Geschlechtsverkehr das Herz überlasten könnte. Dabei wird jedoch die Belastung für das Herz überschätzt: die Anstrengung für das Herz ist der beim Treppensteigen, Schneeschippen oder Tragen von schwereren Lasten vergleichbar. Wenn Sie diese Tätigkeiten ohne Probleme ausführen können, besteht auch beim Geschlechtsverkehr kein übermäßiges Risiko.
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Hoden
Bereits im Mutterleib entscheidet sich, wie viele Spermien ein Mann später produzieren wird, denn die Anzahl der Sertoli-Zellen bestimmt Hodengröße und Spermienkapazität. Und die wird im Fötus, spätestens aber beim Kleinkind festgelegt. Im Nebenhoden erlangen die Millionen Samenfäden aber erst ihren endgültigen Schliff.
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Hormontherapie
Anwendung von Hormonen als Heilmittel z.B. die Gabe von Antiandrogenen zur Hemmung des Wachstums des Prostatakarzinoms oder die Zufuhr von Estradiol zur Hormonersatztherapie in der Postmenopause.
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Hypophyse
Die Hirnanhangsdrüse, ein Teil des Gehirns, ist etwa haselnussgroß. Sie produziert Hormone, durch die der männliche wie weibliche Stoffwechsel, aber auch die Bildung anderer Hormone wie z.B. das männliche und weibliche Sexualhormon (Testosteron, Estradiol),gesteuert werden. Bei der Frau haben die Hypophysenhormone zusätzlich eine bestimmte Funktion beim Eisprung, wobei der Dialog zwischen Eierstock und Hypophyse mit Hilfe der Sexualhormone gefiltert wird.
Durch die Hemmung bestimmter Hypophysen-Hormone kommt es zur Hemmung der Bildung des Testosterons und Estradiols und dadurch zur Hemmung des Wachstums hormonabhängiger Tumoren.
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Immunstimulation
Aktivierung des Immunsystems durch besondere Medikamente, aber auch durch körperliches Training und eine an Vitaminen und Spurenelementen reiche Ernährung. Innere Ruhe und Ausgeglichenheit können das Immunsystem - und so z.B. auch die Abwehrfunktion der weißen Blutkörperchen gegen die Krebszellen - unterstützen.
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Immunsystem
System der körpereigenen Abwehr, das z.B. durch die weißen Blutkörperchen Eindringlinge wie Bakterien und Viren, aber auch Krebszellen unschädlich machen kann.
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Impotenz
s. Erektionsstörungen
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Inkontinenz
Unwillkürlicher Harnverlust.
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Karzinom
Krebsgeschwulst, durch ein übermäßiges Wachstum der in ihrem Stoffwechsel und in ihrem Vermehrungsverhalten gestörten Krebszellen. Der Prostatakrebs gehört zu den relativ langsam wachsenden Krebsarten, so dass eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung den Krebs in einem frühen und noch heilsamen Stadium entdecken kann. Leider nehmen diese Früherkennung in Deutschland bisher nur 13% der Männer wahr.
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Klitoris
Die Klitoris ist ein Organ im Körper der Frau, das der Lust dient. Dafür ist dieses Organ gut ausgestattet. Es besitzt doppelt so viele Nervenfasern (ca. 8000) wie der Penis. Sie münden alle in einen kleinen, sichtbaren Hügel, der Glans clitoridis. Erst 1996 entdeckten italienische Forscher, dass die Versorgung mit Blutgefäßen - im Vergleich zum Penis - völlig unterschiedlich ist. Es strömt bei erregender Stimulation Blut ein, wird aber nicht darin festgehalten. Die Klitoris ist ein komplexes Lustorgan. Sie besteht aus zwei Schenkeln, die neun Zentimeter lang sein können, und zwei darunter liegenden Schwellkörpern, die Vagina und Harnröhre umschließen.
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Kondom
Kein anderes Verhütungsmittel hat so viele Namen: Präservativ, Pariser, Gummi, Überzieher, Tüte, Verhüterli wird es genannt und von 37 Prozent der Paare benutzt. Das Kondom besteht aus 0,04 bis0,08 mm dünnem Naturgummi (Latex), ist also dünner als die menschliche Haut. Trotzdem ist es so elastisch, dass es sogar 18 Liter Luft nicht zum Platzen bringen.
Das Prinzip ist ganz einfach: Das Kondom fängt das Ejakulat auf, bevor es in die Scheide gelangen kann. Kommt kein Samen in die Scheide, kann keine Befruchtung stattfinden.
So funktioniert's: Der Mann (oder seine Partnerin) rollt das Kondom über den erigierten Penis. Nach der Ejakulation sammelt sich der Samen in einem kleinen Reservoir an der Spitze des Gummis. Wird der Penis aus der Scheide herausgezogen, muss man das Kondom am Schaft festhalten, damit es nicht herunterrutschen kann.
So sicher sind Kondome: Je nach Studie schwankt der Pearl-Index zwischen 1 bis 30 (Versager/ 100 Frauen/Jahr). Wichtig ist ein vorsichtiger Umgang mit dem hauchdünnen Material. Ein eingerissener Fingernagel, öl- oder fetthaltige Kosmetik können es beschädigen. Auch auf die Qualität des Kondoms sollte man achten. Die Stiftung Warentest hat 1994 bei einer Studie festgestellt, dass deutsche und europäische Markenware qualitativ weit besser ist als die Konkurrenz. Deshalb: Auf das dlf-Prüfsiegel und das Haltbarkeitsdatum achten.
Nebenwirkungen: In seltenen Fällen treten Allergien gegenüber dem Material auf. Eine Alternative sind Kondome aus anderen Materialien, die allerdings teurer sein sollen.
Vor- und Nachteile: Das Verhüten mit Kondomen ist unkompliziert. Man verwendet sie, wenn man sie braucht, eine ärztliche Voruntersuchung ist nicht nötig. Außerdem ist es eine der wenigen Methoden, bei der der Mann die Verantwortung für die Verhütung übernimmt. Gummis schützen nicht nur vor Empfängnis, sondern auch vor Infektionen.
Kosten: Je nach Packungsgröße zwischen 80 Pfennig und 1,50 Mark pro Stück.
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LHRH-Analoga
Der Hypothalasmus ist eine Art Hormondrüse, die am Hirnstamm oberhalb der Hypophyse liegt. Er produziert u.a. ein sogenanntes LH-releasing-Hormon (LHR), das bei Mann wie Frau die Bildung des Sexualhormons beeinflusst. LHR-Analoga verhindern vorübergehend die Wirkung dieser Hormone. Dadurch wird dann weder Testosteron noch Estradiol gebildet, und das Wachstum hormonabhängiger Karzinome verhindert.
LHRH-Analoga sind die medikamentöse Alternative zur operativen Entfernung der Hoden oder Eierstöcke.
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Libido
Das Begehren ist vor allem vom Testosteronspiegel abhängig. Männer produzieren mehr, Frauen weniger, trotzdem kann die Libido bei beiden ähnlich intensiv sein: In einer Untersuchung wurden von männlichen und weiblichen Pornosehern Blutproben entnommen. Bei Männern stieg der Testosteronspiegel um 100, bei Frauen um 80 Prozent an. Häufiger Sex treibt den Testosteronpegel bei beiden Geschlechtern in die Höhe, was wiederum die Lust auf Sex potenziert und intensiviert. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt der Testosteronspiegel des Mannes um jährlich ein Prozent ab. Eine Frau in den 40ern produziert durchschnittlich nur noch die Hälfte des Androgens wie eine Frau Mitte 20.
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Liebe
„Historisch gesehen war das Thema Liebe der Kunst, den Geisteswissenschaften sowie der Psychologie vorbehalten, aber jetzt bringen wir auch eine neurobiologische Sichtweise mit hinein“, freut sich die schwedische Physiologin Kerstin Uvnäs-Moberg vom Karolinska-Institut. Sie gehört weltweit zu den wenigen Forschern, die entschlüsseln wollen, wie Liebe entsteht. Das Liebeshormon, dem die wichtigste Bedeutung beigemessen wird, ist das Hormon Oxytocin. Es wird vom Hypothalamus produziert, der obersten Hormonschaltzentrale im Gehirn, und kann entweder im Gehirn selbst an Nervenzellen wirken oder im übrigen Körper, wenn es von der Hirnanhangsdrüse in winzigen Mengen abgegeben wird und so ins Blut gelangt. Oxytocin überschwemmt den Körper bei der Geburt, beim Orgasmus, beim Stillen und bei zärtlichen Berührungen. Es reduziert möglicherweise Angstgefühl, beruhigt, macht schmerzunempfindlicher, aktiviert das Immunsystem, erhöht die Spermienbeweglichkeit, löst Kontraktionen in der glatten Muskulatur aus, z. B. beim Orgasmus, löst fürsorgliches Verhalten aus und könnte bei Autismus eine Rolle spielen. Neue Studien lassen vermuten, dass die Unfähigkeit, soziale Bindungen einzugehen, durch einen Oxytocinmangel hervorgerufen wird.
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Lustvoll Geniessen
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Masturbation
Onan, eine Figur aus dem Alten Testament, ist der Namensgeber für Onanie (Masturbation). Wie "Das kleine Lexikon der Erotik von A-Z (Compact Verlag 1999) erklärt, ist diese Namensgebung allerdings ein Missverständnis. Onan wurde nicht bekannt, weil er sich selbst befriedigte, sondern weil er sich des Coitus interruptus schuldig gemacht hatte. Er lebte mit der Witwe seines Bruders im Levirat, schlief auch mit ihr, verweigerte ihr jedoch seinen Samen und so eine legitime Nachkommenschaft, die für die soziale Sicherheit und das Prestige der Frau wichtig gewesen wäre. Laut Sexualforscherin Theresa Cershaw masturbieren ältere Männer häufiger, wenn sie mit einer Testosteron-Substitutions-Therapie behandelt werden. Forscher haben festgestellt, dass die lustvolle Eigenbetätigung eine Art Sexualversicherung gegen Libidoverlust und Impotenz sein kann.
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Miktion
Natürliche Harnentleerung der Blase.
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Miktionsstörungen
Störungen bei der natürlichen Entleerung der Blase z.B. durch Vergrößerung der Prostata: siehe auch Dysurie, Nykturie und Pollakisurie.
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MUSE
ist eine Abkürzung für Medikamentöses Urethrales System zur Erektion. Der Wirkstoff Alprostadil (PGE1) wird in Form eines reiskorngroßen Pellets mit Hilfe eines Röhrchens in die Harnröhre eingebracht. Er muss im Kühlschrank gelagert werden. Vor Einführen der Tablette sollte man Wasser lassen, damit die Harnröhre angefeuchtet ist, so dass die Anwendung weniger schmerzt. Dies erhöht auch die Wirksamkeit. Um den Kreislauf zu stabilisieren, solle man nach der Anwendung etwa 10 Minuten umherlaufen. Durch Gefäßverbindungen zwischen der Harnröhre und den Schwellkörpern gelangt das freigesetzte Alprostadil in die Schwellkörper und kann dort seine Wirkung entfalten. Es führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße des Penis und somit zu einem verstärkten Bluteinstrom in den Schwellkörper. Zudem werden die Schwellkörperhohlräume erweitert, was den Abstrom von Blut aus dem Penis verringert. Dadurch kann es innerhalb von 10-15 Minuten zu einer vollständigen Erektion kommen, die durchschnittlich 30 - 60 Minuten anhält, unabhängig von partnerschaftlicher Situation und sexueller Stimulation. Um Komplikationen zu vermeiden sollte man nicht mehr als zwei Anwendungen innerhalb von 24 Stunden benützen. Da die Wirkstoffe direkt in den Penis eingebracht werden, kann diese Methode auch wirken, wenn die zum Penis führenden Nervenstränge, z.B. bei einer Operation, durchtrennt wurden. Ein Erfolg trat bei über 50% der Behandelten ein, egal, ob die Ursache für die Erektionsstörung psychischer oder organischer Natur war. Wenn die Partnerin schwanger ist, muss bei der Anwendung von MUSE ein Kondom benutzt werden, da der Wirkstoff die Schwangerschaft gefährden kann.
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Nykturie
Häufiges nächtliches Wasserlassen.
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Nymphomanie
In der Sexualwissenschaft definiert man die Nymphomanie als die weibliche Form der Hypersexualität Der Begriff stammt vom griechischen Begriff "mania" (Raserei) und den kleinen Schamlippen, die Nymphen genannt wurden. Die Züricher Sexologen Claus Buddeberg und Samuel Huber schätzen, dass Frauen nur etwa 20 Prozent aller Hypersexuellen ausmachen.
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Oral-Sex
Oralsex liegt in der Skala der beliebtesten Sexpraktiken bei Männern an dritter Stelle. Dem Hite-Report zufolge empfinden Frauen Cunnilingus als "die aufregendste Aktivität", auch wenn nur 42 Prozent dadurch zum Orgasmus kommen. In den 50er-Jahren noch eine überwiegend maskuline Vorliebe, ist inzwischen Gleichberechtigung zu verzeichnen: Mehr als 70 Prozent der Männer und Frauen haben Oralsex wenigstens einmal praktiziert.
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Orchiektomie
Operative Entfernung des hormonproduzierenden Hodengewebes, Syn.: Kastration. Therapeutisch zur Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms verbreitet.
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Orgasmus
Er ist der Höhepunkt der geschlechtlichen Vereinigung, das ultimative Ziel der Erregung. In der amerikanischen Umfrage von 1994 gaben nur 29 Prozent der Frauen an, bei jedem Geschlechtsverkehr zum Orgasmus zu kommen, während 75 Prozent der Männer den höchsten Genuss immer erreichen. Gleichwohl beeinträchtigte dies das sexuelle Glück der Frauen keineswegs: 40 Prozent waren mit ihrem Sexualleben durchaus zufrieden. Männer erreichen im Durchschnitt nach zwei bis vier Minuten den Höhepunkt, Frauen brauchen oft fünf bis zehn Minuten; zwölf Prozent gar noch länger, so das Ergebnis einer älteren Kinsey-Umfrage. Dafür können Frauen leichter mehrmals hintereinander einen Orgasmus erleben.
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Palpation
Tastuntersuchung. Dadurch, dass die Prostata dicht am Enddarm (Rektum) liegt, kann der Arzt eine Vergrößerung oder eine Geschwulst der Prostata häufig vom Darm aus mit dem Zeigefinger ertasten. Die Palpation ist Bestandteil der Vorsorge-/Früherkennungsuntersuchung.
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Penisprothesen
s. Schwellkörperimplantate
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Penisverkrümmung
oder auch Induratio Penis Plastica (IPP), Morbus de la Peyronie Eine Penisverkrümmung mit verhärteten Stellen wird Induratio penis plastica, kurz IPP genannt. Sie kommt bei ungefähr 10% der männlichen Bevölkerung vor. Die am häufigsten vorkommende, milde Form bildet sich von selbst innerhalb von 6-15 Monaten zurück. Die aggressivere Variante führt in der Anfangsphase häufig zu Schmerzen bei der Erektion. Nach einiger Zeit wird die Verkrümmung so schlimm, dass der Geschlechtsverkehr nicht mehr möglich wird. Bisher ist die genaue Ursache der IPP noch nicht abschließend geklärt. Vermutet wird, dass aufgrund der Biege- und Scherkräfte beim Geschlechtsverkehr kleinste Risse im Penis entstehen, die flächig vernarben. Diese sog. Bindegewebsplaques "verziehen" dann den Penis.
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Phimose
s. Vorhautverengung
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Pollakisurie
Drang zum häufig Wasserlassen ohne vermehrte Urinmenge z.B. bei Prostataerkrankungen.
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Prostata
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein etwa kastaniengroßes Organ, das direkt unter der Harnblase liegt. Sie umschließt ringförmig die Harnröhre. Die Prostata besteht aus vielen Einzeldrüsen, deren Ausführungsgänge in die Harnröhre münden. Die Vorsteherdrüse gehört, genau wie Hoden, Nebenhoden und Samenleiter, zu den Geschlechtsorganen des Mannes. Sie bildet ein Sekret, das bei der Ejakulation dem Samen beigemischt wird. Das Prostatasekret ernährt und schützt die Spermien auf ihrem langen Weg zu weiblichen Eizelle. Für die Erektionsfähigkeit hat die Prostata aber keinerlei Bedeutung. Im äußeren Teil der Prostata entsteht der Prostatakrebs. Er gehört zu den häufigsten Krebsarten und Todesursachen des Mannes. Da der Prostatakrebs meisten erst dann Beschwerden macht, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, soll jeder Mann ab dem 40. Lebensjahr zur Früherkennungsuntersuchung gehen. Denn ein frühzeitig erkannter Krebs kann heut fast immer geheilt werden. Darüber hinaus gibt es heute für alle Krebsstadien vielfältige Behandlungsmöglichkeiten.
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Prostatektomie
Bei frühzeitiger Erkennung eines Prostatakarzinoms durch eine, Tastuntersuchung der Prostata, Ultraschalluntersuchung, Blutuntersuchung, Gewebeentnahme (Biopsie) etc. ist eine Operation, die so genannte radikale Prostatektomie, möglich. Bei dieser Operation wird die Prostata- und somit auch der Krebs - vollständig (radikal) entfernt. Zusätzlich werden auch die umgebenden Lymphknoten, die als Auffangstationen eine Ausbreitung der Krebszellen in andere Organe verhindern, entnommen und auf das Vorhandensein von Krebszellen untersucht. Nach Entfernung der Prostata wird die Harnröhre wieder mit der Blase vernäht, so dass das Wasserlassen normal erfolgen kann. Allerdings kann es nach der Operation mitunter (meist nur vorübergehend) zu einem unwillkürlichen Harnverlust kommen.
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PSA
Die Prostata gibt bei Krebsbefall bestimmte Stoffe, so genannte Tumormarker wie das prostataspezifische Antigen PSA, vermehrt in das Blut ab. Durch die Laboruntersuchung einer kleinen Blutmenge kann PSA nachgewiesen werden. So kann mit Hilfe der PSA nicht nur ein Krebs diagnostiziert, sondern auch sein Verlauf sowie sein Ansprechen auf eine Therapie beurteilt werden.
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Quickie
Ohne Vor- und Nachspiel genießt der schnellste gemeinsame Liebesakt - zwischen 40 Sekunden und drei Minuten - bei Männern (Umfragen zufolge etwa 50 Prozent) einen besseren Ruf als bei Frauen (rund 30 Prozent). Einen spontanen "Schnellschuss" unter der Dusche, im Lift oder Zug wünschen sich sogar weniger als 20 Prozent der Frauen. Grund: Mit durchschnittlich langsamerer Erregbarkeit erleben sie den Quickie oft als unbefriedigende Blitzattacke.
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Rektale Untersuchung
Tastuntersuchung (Palpation) der Prostata vom Enddarm (Rektum) aus.
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Reproduktion
Syn.: Fertilität, Unfruchtbarkeit
Viele Menschen denken, dass es ganz einfach ist, schwanger zu werden. Nicht jeder ungeschützte Geschlechtsverkehr führt aber zu einer Schwangerschaft. Eine Befruchtung kann nur dann erfolgen, wenn eine Eizelle den Eierstock verlässt, also zum Zeitpunkt des Eisprungs. Bei achtzig Prozent der Paare, die nicht verhüten, kommt es innerhalb eines Jahres zur Schwangerschaft. Um ein Kind zu bekommen würden 15% der Paare, die Fruchtbarkeitsprobleme haben, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bei unregelmäßigem Eisprung oder niedrigem Hormonspiegel helfen in vielen Fällen Medikamente. Chirurgische Eingriffe sind dann erfolgreich, wenn es sich um kleinere anatomische Unregelmäßigkeiten handelt. Bei anderen hilft jedoch nur eine hochspezialisierte Medizin. Das sind Behandlungsmethoden, die die Menge der Samen- und Eizellen und damit die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung erhöhen. Diese Methoden nennt man Sterilitätstherapie. Sie wird dann durchgeführt, wenn bei Frauen unregelmäßige oder ausbleibende Eisprünge auftreten. Eine künstliche Befruchtung ist nötig, wenn eine Befruchtung weder natürliche noch durch einen Eingriff möglich ist.
Eine künstliche Befruchtung wir in folgenden Fällen angewandt: schlechte Samenqualität des Mannes, Spermium und Eizelle passen nicht zusammen, es findet keine Befruchtung statt, Spermium und Eizelle treffen nicht zusammen.
1978 wurde in England das erste Retortenbaby durch künstliche Befruchtung geboren. 1980 gab es weltweit bereits etwa 16.000 Kinder, die durch verschiedene Arten der künstlichen Befruchtung geboren wurden. Die Statistik zeigt, dass die Befruchtung im Reagenzglas in 23% der Fälle zu einer Schwangerschaft und in 19% der Fälle zu einer Geburt führt.
Methoden zur Behandlung von Fruchtbarkeitsproblemen:
Bei der Frau:
- hormonelle Stimulation des Eisprungs mit natürlicher Befruchtung beim Sexualverkehr
- Ei-Entnahme unter Ultraschallkontrolle
- Befruchtung mit dem Samen im Labor
- Tieffrieren von Eierstockgewebe
- Einspritzen von Eiplasma einer jüngeren Frau, um die ältere Eizelle zu verjüngen.
Beim Mann:
- Entnahme reifer und unreifer Spermien aus dem Hoden und Nebenhoden (TESE, MESA)
- Spermienaufbereitung im Labor
- Einfrieren von Spermien und Hodengewebe
- Spermieninjektion in die Eizelle (ICSI).
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Schmerz
Lust und Schmerz liegen nah beieinander. Sie sind keine Gegenpole, sondern grundsätzlich in jedem Erleben enthalten - wenn auch mit unterschiedlicher Intensität und individuellen Bewertungen. Welche Schmerzreize wir als lustvoll empfinden und welche Lustreize als schmerzhaft, wird in der Kindheit geprägt. Diese strukturelle Prägung im Gehirn ist später nicht mehr umcodierbar, zum Beispiel beim Masochismus. Eine wesentliche Entdeckung der Hirnforschung ist, "dass die Bewertung von Lust und Schmerz nicht bewusst ist oder sein muss" erklärt der Hirnforscher Ernst Pöppel, Professor der Medizinischen Psychologie in München. Bei intensivem Lusterleben, zum Beispiel beim Orgasmus, wird die Lust zwar bewusst, der Schmerz ist aber dennoch als Komponente vorhanden, als "implizite Repräsentation von Schmerz", so der Fachjargon. Wenn Lust und Schmerz zusammenfließen und sich gegenseitig steigern, ist der Mensch zur Ekstase fähig, dem intensivsten menschlichen Empfinden überhaupt. Hirnmessungen zeigten, dass bei intensiven Lust- und Schmerzerlebnissen vor allem die rechte Hirnhälfte beteiligt ist. Die typischen Veränderungen im EEG sind dann ähnlich.
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Schwellkörperimplantate
Ist das Schwellkörpergewebe so stark geschädigt, dass es auf Medikamente nicht mehr oder nur unzureichend anspricht, kann nur noch durch Schwellkörperimplantate - sogenannte Penisprothesen - ein erektionsähnlicher Zustand erzeugt werden. Wenn man sich gemeinsam für diese Behandlung entschieden hat, kann, die Akzeptanz der Partnerin sehr hoch sein. Penisprothesen sind künstliche Schwellkörper aus unterschiedlichen Kunststoffen. Es gibt einteilige, biegsame (nur Zylinder), zweiteilige hydraulische (Zylinder + Pumpe) oder dreiteilige hydraulische (Zylinder + Pumpe + Flüssigkeitsbehälter) Implantate. Jede Art von Penisimplantat ermöglicht zwar wieder den Geschlechtsverkehr, sie können jedoch nicht die aktuell vorhandene Gliedlänge verändern. Dauerhaft steife Zylinder werden für die biegsamen Prothesen (ca. 2000 DM) in die Schwellkörper eingebracht; für den Geschlechtsverkehr muss der Penis nur noch nach oben gebogen werden. Im Gegensatz dazu ahmen die hydraulischen Prothesen (8000 - 12 000 DM) die normale Erektion nach: im normalen Zustand ist der Penis schlaff. Um eine Versteifung zu bekommen, wird über eine Pumpe, die am Hodensack eingepflanzt worden ist, Flüssigkeit in die Zylinder im Schwellkörper gepumpt, wodurch sich diese versteifen. Beide Penisprothesenarten erhalten normalerweise sowohl das Ejakulations- als auch das Orgasmusverhalten und -empfinden, d.h. dass die Zeugungsfähigkeit unbeeinträchtigt bleibt. Das Implantat ist etwa 6 Wochen nach der Operation komplett eingeheilt, es kann aber bis zu einem Jahr dauern, bis es zu einem Orgasmus kommt. Da bei Penisprothesen -- wie bei allen technischen Geräten - Defekte auftreten können, ist mitunter eine operative Korrektur erforderlich. Das Risiko schwerer Infektionen bei der Operation hat man heute in der Regel im Griff.
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Selbstbefriedigung
s. Masturbation
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Sexallergie
Sexallergien sind verbreiteter als bislang angenommen. 1958 erstmals beschrieben, haben US-Allergologen des University of Cincinnati College of Medicine 1997 durch eine Studie mit 1100 Patientinnen herausgefunden, was die Sexunverträglichkeit verursacht, die nur bei Frauen bekannt ist: Zwölf Prozent der Patientinnen waren hypersensitiv gegen die Spermienflüssigkeit ihres Partners, die spezifische Eiweiße enthält. Nutzten die Männer Kondome, traten die typischen Symptome wie Brennen der Vagina, Anschwellen des Gesichts oder gar Herzattacken, nicht auf. Die erfolgreiche Therapie: Um eine Toleranz des Ejakulats bei den Frauen zu erreichen, injizierten sie ihnen sieben Tage lang konzentriertes Plasma aus der Samenflüssigkeit. Allerdings müssen die Partner dann regelmäßigen Sex ausüben, um ihre Immunisierung nicht zu verlieren.
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Sexualtherapie
Eine Sexualtherapie ist eine besondere Form der Psychotherapie, die bei sexuellen Funktionsstörungen (Erektionsstörungen, vorzeitiger Samenerguss, Anorgasmie, Vaginismus = Scheidenkrampf, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr = Dyspareunie und andere Störungen) eingesetzt wird. Diese Therapieform ist stärker verhaltens- als problemorientiert, wobei allerdings auch versucht wird, den zugrunde liegende Konflikt zu lösen. In der Sexualtherapie geht es sowohl um das Vermitteln von Informationen über das sexuelle Verhalten (viele Leute betrachten das in Pornofilmen u.ä. dargestellte als normalen Durchschnitt, was aber absolut nicht der Realität entspricht!), als auch um die Analyse von partnerschaftlichem Fehlverhalten. Dies geschieht mit Hilfe von Verhaltenstherapie und Kommunikation. Die Hauptziele der Therapie sind zum einen die Reduzierung von Ängsten und negativen Denkensweisen und zum anderen die Maximierung sexueller Erregung. In der ersten Sitzung wird der Therapeut z.B. den Patienten unter anderem nach seiner sexuellen Vergangenheit befragen, welche Einstellung er zur Sexualität hat und unter welchen Umständen und wann die Erektionsstörungen auftreten. Man muss keine Angst vor intimen Fragen des Therapeuten haben: einerseits ist er darauf geschult, mit solchen Themen umzugehen, andererseits unterliegt er, wie Ärzte auch, der Schweigepflicht. Nach den Sitzungen gibt es oft eine Art "Hausaufgabe": z.B. nach der ersten Sitzung etwa: Man soll den Partner zu Hause nur streicheln, aber die Intimregionen dabei auslassen. Der Sinn dieser Aufgabe ist es, die Aufmerksamkeit wieder nur auf den Körper des Partners zu lenken. In der nächsten Stunde werden dann mit dem Therapeuten die durchlebten Empfindungen besprochen. Im Laufe der Zeit gehen die "Hausaufgaben" dann immer weiter. Erst, wenn die Erektion zuverlässig und immer wieder zustande kommt/kam, ist auch wieder der Geschlechtsverkehr erlaubt. In der Therapie werden die Partner mit ihren jeweiligen Widerständen konfrontiert und sollen lernen, wieder sowohl körperlich als auch im Gespräch aufeinander einzugehen und Ängste zu bewältigen. Durch Diagnose und Klärung des ursächlichen Konfliktes und Prozesses versucht man, das vorliegende sexuelle System zu verändern. Man hofft, durch Aufklärung bezüglich der Anatomie einem negativen Körperbild entgegenzusteuern und die Empfindlichkeit zu erhöhen.
Wie finde ich einen Sexualtherapeuten? Sexualtherapeuten sind weitergebildete Psychologen. Leider stehen sie häufig nicht in den "Gelben Seiten". Fragen Sie entweder bei einer Krankenkasse nach, welche Sexualtherapeuten in Ihrem Gebiet niedergelassen sind, oder wenden Sie sich an ProFamilia (Deutsche Gesellschaft für Sexualberatung e.V., Tel. 069/ 639002 oder www.profamilia.de).
Wer bezahlt die Sexulatherapie? Wenn die Therapie von einem Arzt empfohlen wurde, werden die Kosten dafür in der Regel von der Krankenkasse übernommen.
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Sildenafil
ist der Wirkstoff des Präparats Sildenafil (Informationsblatt: Sildenafil). Es ist wie Tadalafil und Vardenafil ein Phosphodiesterase-V-Hemmer und hat einen ähnliche Wirkung. Durch eine Erweiterung der Blutgefäße kann mehr Blut in den Penis einströmen und es entsteht wieder eine harte und feste Erektion. Allerdings nur, wenn auch gleichzeitig eine sexuelle Stimulation stattfindet. D.h., die Erektion endet ganz natürlich. Da die Wirkdauer 4-5 Std. beträgt, sind je nach individuellen Gegebenheiten weitere Erektionen möglich. Es ist jedoch kein Aphrodisiakum und steigert auch nicht die Libido.
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SKAT
steht für Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie. Die Wirkstoffe Alprostadil (=Prostaglandin E1), Papaverin und/ oder Phentolamin werden mit einer dünnen Nadel in den Penisschaft injiziert. Mit Hilfe verschiedener Spritzensysteme, Spritzenautomaten und Spezialnadeln ist dies weitgehend schmerzlos möglich. Dies führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße des Penis und somit zu einem verstärktem Bluteinstrom in den Schwellkörper. Außerdem werden die Schwellkörperhohlräume erweitert, was den Abstrom von Blut aus dem Penis verhindert. Dadurch kommt es innerhalb von 10-15 Minuten zu einer vollständigen Erektion, die durchschnittlich 60 Minuten anhält. Da die Wirkstoffe direkt in den Penis eingebracht werden, wirkt diese Methode auch, wenn die zum Penis führenden Nervenstränge, z.B. bei einer Operation, durchtrennt wurden. Ein Erfolg trat bei 89-96% der Behandelten ein, unabhängig davonl, was die Ursache für die Erektionsstörung war. Wann darf man SKAT nicht anwenden? Diese Therapieform sollte nicht angewendet werden bei bekannter Allergie gegen die Wirkstoffe, bei bekannter IPP (Induratio Penis Plastica), Penisprothesen oder Erkrankungen, die zu verlängerten Erektionen neigen wie z.B. Sichelzellanämie, Leukämie, Multiples Myelom, u.a. Wie bekommt man SKAT? Die Medikamente und Injektionshilfen zur Injektionstherapie erhalten Sie auf ein Rezept von Ihrem Arzt, der zuvor die für Sie ideale Dosierung und evtl. Wirkstoffkombination bestimmt. Seit dem Urteil des Bundessozialgerichts Kassel (8. Senat, Urteil vom 30.09.99)- das eine Einzelfallentscheidung war- übernehmen viele Krankenkassen wieder die Behandlungskosten für diese Therapieform. Verpflichtet sind sie aber nicht dazu.
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Sonografie
Ultraschalluntersuchung. Mit der Ultraschalluntersuchung der Prostata lassen sich die Größe der Vorsteherdrüse ausmessen sowie Unregelmäßigkeiten erkennen. Ggf. können mit einer Sonde vom After her Dichte-Unterschiede im Gewebe festgestellt werden, die auf verschiedene Erkrankungen hinweisen.
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Spermium
Die Evolution hat beim männlichen Geschlecht auf Quantität, nicht auf Qualität gesetzt: Von 100 Millionen Spermien erreichen vielleicht gerade 100 die befruchtungsfähige Eizelle. Der Rest ist zu langsam, verkrüppelt oder gar tot. "Wir sehen zwar immer mehr Patienten mit Fertilitätsstörungen, weil sie sich trauen, um Rat zu fragen, aber es gibt eine sehr positive Entwicklung", berichtet der Andrologie-Experte Eberhard Nieschlag von der Universität Münster. Bei als zeugungsunfähig geltenden Männern können Reproduktionsmediziner unreife Spermien aus dem Hoden und Nebenhoden gewinnen, die dann per Mikroinjektion die Eizelle im Labor befruchten. "Solange ein Mann einen Hoden besitzt, ist er heute potenziell zeugungsfähig", lautet die mutspendende Botschaft von Nieschlag. Mit einer computergestützten Spermienanalyse (Anzahl, Beweglichkeit, Aussehen) und einigen Funktionstests (Vitalität, Zervikalschleim-Interaktionstest, Akrosomreaktion, Bindungsfähigkeit an die Eizelle) lässt sich die Fitness der Samenzellen bestimmen. Für einen normalen Ejakulatbefund wird in einer urologischen Praxis oft nur eine Spermienanalyse unter dem Mikroskop vorgenommen wird.
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Spirale
Die Spirale, auch Intra-Uterin-Pessar (IUP) genannt, ist das unkomplizierteste Verhütungsmittel. Einmal in die Gebärmutter eingesetzt, kann man es, wenn alles gut geht, für die nächsten Jahre vergessen. Die Spirale besteht aus Kunststoff, ähnelt - meistens - einem T und ist zwei bis vier Zentimeter lang. Bei den gebräuchlichen Spiralen handelt es sich um sogenannte Kupfer-IUP`s, deren Kunststoffschaft mit einem feinen Kupferdraht umwickelt ist. Dieser gibt regelmäßig geringe Mengen Kupfer ab. Die Kupferionen verändern das Milieu in Muttermund und Gebärmutter so, dass die Spermien bewegungsunfähig werden und die Eizelle nicht mehr erreichen können. Zudem erzeugt das Kupfer eine Reaktion des Immunsystems: Es bildet vermehrt Abwehrzellen, die sich gegen die Spermien und die Eizellen wenden.
Ein weiteres Modell gibt statt Kupfer das Gestagen Levonorgestrel (LNG-IUP) an die Gebärmutterhöhle ab. Wie alle Gestagene verdichtet es den Schleimpfropf im Muttermundhals und verändert das Milieu in der Gebärmutter so, dass extrem selten eine Schwangerschaft entsteht. Gleichzeitig können auch gelangen seltener Bakterien in die Gebärmutter. Durch die veränderte Schleimhaut gehen die Blutungsstärke und die Schmerzen bei der Menstruation zurück.
So funktioniert's: Der Frauenarzt vermisst die Gebärmutter, um die ausreichende Größe der Gebärmutter festzustellen. Die Spirale wird durch den Muttermund in die Gebärmutter eingeführt. Die meisten Gynäkologen führen diesen Eingriff während der Menstruation durch. Zu diesem Zeitpunkt ist der Muttermund etwas geöffnet. Spiralen können bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter verbleiben und sollten dann ausgetauscht werden. Die Sicherheit der Spiralen liegt bei über 98 Prozent.
Nebenwirkungen: Manche Frauen bekommen unter einem Kupfer IUP eine stärkere und schmerzhaftere Menstruation sowie Zwischenblutungen, vor allem in den ersten Monaten nach dem Einlegen der Spirale. Außerdem steigt bei manchen Spiralen das Risiko, an Unterleibsentzündungen zu erkranken. Dabei sollen die Rückholfäden der Spirale, die in die Scheide ragen, eine Art Leiter für Keime bilden. Die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft war bei den älteren Spiralen etwa um das Dreifache erhöht. Jungen Frauen mit einer kleinen festen Gebärmutter, die sich noch Kinder wünschen, rieten deshalb Ärzte wegen der Gefahr einer Eileiterschwangerschaft von der Spirale ab. Dies trifft für die modernen Kupfer - bzw. LNG Spiralen nicht mehr zu.
Vor- und Nachteile: Die relative Sicherheit und die Tatsache, dass man das Problem der Verhütung vergessen kann, sind die großen Pluspunkte der Spirale. Allerdings leiden manche Frauen unter den Nebenwirkungen.
Kosten: Je nach Modell kostet die Spirale inklusive Einlegen um 200 - 500 Mark.
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Sterilisation
Bei der Frau:
Unter Vollnarkose verschließt der Operateur die Eileiter der Frau. Nach der Tubensterilisation (Tuben=Eileiter) kommt es zwar nach wie vor zum Eisprung. An der unterbrochenen Stelle kommt die Eizelle jedoch nicht weiter und löst sich auf. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose über die Bauchdecke oder über die Scheide und hinterlässt nur kleine Narben. Die Methode ist sehr sicher, die Versagerquote beträgt 0,2 Prozent.
Nebenwirkungen: Die Tubensterilisation ist ein Eingriff unter Vollnarkose und mit einem entsprechenden Risiko verbunden. Wenn sterilisierte Frauen trotzdem schwanger werden, neigen sie häufiger zu Schwangerschaften in den Eileitern und Bauchhöhlen. Manche klagen danach über Menstruationsbeschwerden.
Vor- und Nachteile: Der ambulante Eingriff bietet einen hohen Empfängnisschutz. Verhütung ist danach kein Thema mehr. Der Eingriff ist (fast) nicht mehr rückgängig zu machen.
Kosten: Die Kosten übernimmt häufig die Krankenkasse wenn ein medizinischer Grund vorliegt. Bezahlt man die Operation privat, hängen sie von dem behandelnden Arzt bzw. der Klinik ab.
Beim Mann:
Ein kleiner operativer Eingriff verschließt die Samenleiter des Mannes. Er produziert zwar weiterhin Spermien, diese stauen sich aber an der Schnittstelle und werden vom Körper abgebaut. Der Eingriff ist relativ einfach. Unter örtlicher Betäubung durchtrennt der Operateur die beiden Samenleiter und bindet sie ab oder verschweißt sie. Die Versagerquote beträgt lediglich 0,1 Prozent.
Nebenwirkungen: Die Sterilisation ist zwar ein leichter Eingriff, jedoch eine Operation. In seltenen Fällen kommt es zu Wundentzündungen. Manchmal bildet sich ein so genanntes Sperma-Granulom, wobei sich Samenfäden verkapseln, die aus dem Samenleiter oder den Nebenhoden ins Gewebe gesickert sind. Potenzprobleme entstehen durch den Eingriff nicht.
Vor- und Nachteile: Der ambulante Eingriff bringt einen hohen Empfängnisschutz. Verhütung ist danach kein Thema mehr. Manche Männer leiden seelisch darunter, nicht mehr zeugungsfähig zu sein. Die Operation ist in Ausnahmefällen rückgängig zu machen. In entsprechenden andrologischen Zentren wird eine hohe Erfolgsrate (70 - 80 %) erzielt.
Kosten: Die Kosten übernimmt häufig die Krankenkasse. Bezahlt man die Operation privat, hängen sie von dem behandelnden Arzt bzw. der Klinik ab.
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Stress
Wenn jeder zehnte Mann und fast jede vierte Frau Sex nicht als Vergnügen empfinden, sondern eher als Stress, dann kann man Stress getrost als Lustkiller Nummer 1 bezeichnen. Mehr als 30 Prozent der Frauen haben kein Interesse an Sex, bei Männern sind es in jüngeren Jahren etwa 14 Prozent, bei über 50-Jährigen 17 Prozent, so eine US-Umfrage der Universität von Chicago, die 1999 publiziert wurde. Angst zu versagen haben 16 Prozent aller 18- bis 29-jährigen Frauen und 19 Prozent aller Männer im gleichen Alter. Über die Ursachen des Lustverlusts, der Ängste und der zunehmenden Belastung diskutieren Wissenschaftler seit langem: Ist die Sexflut in den Medien schuld? Oder die hohen Anforderungen, die Menschen an ihren Sexualpartner stellen? Treibt die Versagensangst Männer wie Frauen in die Lustlosigkeit? Oder fordern die Mehrfachbelastungen wie Job, Haushalt, Karriere, Kinder und gesellschaftliche Aktivitäten ihren Tribut? Bleibt einfach keine Zeit mehr für genussvollen Sex? Steigen die täglichen physischen und psychischen Belastungen, schüttet der Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol in der Nebenniere aus. Cortisol und die Releasinghormone, die im Gehirn produziert werden, drosseln die Testosteronproduktion und aktivieren das sympathische Nervensystem wie bei einer Angst- oder Fluchtreaktion. Das parasympathische Nervensystem, das die Kontrolle über Atmung und unwillkürliche sexuelle Reaktion hat, kann dagegen nicht mehr störungsfrei agieren.
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Tadalafil
ist der Wirkstoff eines Präparates der Firma Lilly Icos (Informationsblatt: Tadalafil). Der Wirkstoff wirkt als Phosphodiesterase-V-Hemmer ähnlich wie Sildenafil und Vardenafil. Tadalafil sorgt im Penis für eine Erweiterung der Blutgefäße. Somit kann mehr Blut in den Penis einströmen und es entsteht eine vollständige Erektion. Dies geschieht jedoch nur, wenn gleichzeitig eine sexuelle Stimulation stattfindet. Die Erektion endet mit dem Orgasmus bzw. dem Samenerguss. Je nach den individuellen Gegebenheiten sind innerhalb des Wirkzeitfensters von 24 Stunden weitere Erektionen möglich. Es ist jedoch kein Aphrodisiakum und steigert auch nicht die Libido.
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Testosteron
Männliches Sexualhormon, das in den Hoden gebildet wird. Testosteron ist ein Hochwirksames Hormon, das viele Funktionen hat: im Mutterlaib sorgt es dafür, dass sich ein männliches Embryo auch zum männlichen Baby weiterentwickelt, in der Pubertät ist es für die Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale, das Wachstum der Genitalien und das ansteigende sexuelle Verlangen verantwortlich, und den erwachsenen Mann hält es gesund: Psyche, Knochen, Muskeln und Gefäße brauchen Testosteron. Das sexuelle Verlangen ist beim Erwachsenen stark von Testosteron abhängig, die Erektionsfähigkeit aber kaum. Daher sollte Testosteron bei vom Arzt nachgewiesenem Mangel ersetzt werden. Zuviel Testosteron-Doping kann aber erheblich schaden: Gefäßerkrankungen bis zum Herzinfarkt, Atemprobleme und Prostatakrebs können von Testosteron begünstigt werden. Bei Männern ab 40 nimmt der Testosteron -Spiegel im Blut um etwa 1% im Jahr ab. Ob dies zu Beschwerden führt und behandelt werden muss, hängt sehr vom Einzelfall ab und sollte sorgfältig mit dem Arzt besprochen werden. Aber auch Frauen produzieren in ihren Nebennierenrinden Testosteron. Nach neuen Erkenntnissen brauchen auch Frauen dies für ein ausgeglichenes Sexualleben. Wenn aber zuviel davon da ist, kann dies zu Bartwuchs und Menstruationsstörungen bis zur Unfruchtbarkeit führen.
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Transsexualität
Der Begriff Transsexualität (auch Transsexualismus) bezeichnet ein Phänomen, bei dem es um die Überschreitung von Geschlechtergrenzen geht. Es gibt Männer, die sich als Frauen erleben, und Frauen, die sich als Männer erleben. Man spricht von Transsexualität, wenn diese Menschen sich auch ihrer Eigenwahrnehmung entsprechend verhalten. Das heißt, sie verfolgen intensiv den Wunsch nach einem Geschlechtswechsel - in körperlicher, sozialer und rechtlicher Hinsicht. In allen Kulturen und Epochen hat es Menschen gegeben, die sich über die Grenzen ihres biologischen Geschlechts hinweg gesetzt haben, entweder zeitweise oder dauerhaft. Manche dieser Menschen wurden von ihren Mitmenschen wegen ihres Geschlechtswechsels bewundert. Andere Transsexuelle wurden verfolgt und bestraft, weil sie die gesellschaftlichen Normen und Regeln nicht akzeptiert und eingehalten haben. Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieb der Berliner Sexualforscher Magnus Hirschfeld den Transvestitismus in seiner "Theorie der sexuellen Zwischenstufen". Hirschfeld unterschied damals noch nicht genau zwischen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Heute versteht man unter Transvestitismus eine Form der sexuellen Orientierung, während die Transsexualität als Störung der Geschlechtsidentität gilt. Sexuelle Identität gilt heute als vorrangig und unabhängig von sexuellen Präferenzen. Schätzungen zufolge leben in Deutschland zwischen 2000 und 4000 transsexuelle Menschen. Dabei gibt es ungefähr doppelt so viele Mann-zu-Frau- wie Frau-zu-Mann-Transsexuelle. Was sind die Kennzeichen von Transsexualität? Transsexuelle beschreiben ihre Kindheit und frühe Jugend etwa ab dem Zeitpunkt der Einschulung als konfliktreich. Sie haben das Gefühl, dass etwas mit ihnen und ihrem Körper nicht stimmt. Jungen tragen beispielsweise lieber Kleider und lange Haare, spielen lieber mit Mädchen und weinen häufig. Mädchen verhalten sich tendenziell wie Jungen, versuchen beispielsweise, die Toilette im Stehen zu benutzen. Jungen und Mädchen leiden alles in allem darunter, dass die Realität anders ist als ihre Selbstwahrnehmung. Die geschilderten Verhaltensweisen sind typisch, aber natürlich nicht in jedem Fall Anzeichen von Transsexualität. Viele Transsexuelle haben schon als Jugendliche ein sicheres Empfinden dafür, dass ihr körperliches Geschlecht nicht mit ihrem seelischen Empfinden übereinstimmt. Es gibt aber auch Transsexuelle, die sich erst als Erwachsene ihres Geschlechtskonflikts bewusst werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Die meisten Transsexuellen streben eine körperliche Geschlechtsumwandlung mit großer Vehemenz an. Seit 1987 wird Transsexualität als Krankheit von den Krankenkassen anerkannt. Die Voraussetzung für die anerkannte Heilbedürftigkeit ist aber, dass ein erheblicher psychischer Leidensdruck vorliegt. Bevor Ärzte mit der Hormonbehandlung als erstem Schritt zur Geschlechtsumwandlung beginnen, müssen Gutachter die Diagnose Transsexualität stellen. Damit diese Diagnose gestellt wird, sollten die Transsexuellen bereits einige Zeit vorher in der jeweils anderen Geschlechtsrolle gelebt haben. Wichtig ist auch, dass ein Psychotherapeut den Transsexuellen kontinuierlich über mindestens ein Jahr begleitet hat. Erst nach weiteren sechs Monaten kann der Gutachter die Diagnose stellen, die vor der operativen Geschlechtsumwandlung steht. Zur Zeit ist die Zahl der Transsexuellen, die eine Operation vornehmen lassen, rückläufig. Häufig begleiten Psychotherapeuten die Transsexuellen auch erst nach der Operation, da erst dann die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund steht. Wie sieht die rechtliche Situation aus? Seit 1981 gibt es das "Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen" (BGB I: 1654), auch Transsexuellengesetz genannt. Betroffene können diesem Gesetz zufolge einen Teil ihrer Identitätsstörung ausgleichen, indem sie etwa ihren Vornamen ändern (z.B. von Michael zu Michaela oder umgekehrt). Im Beruf können Transsexuelle in der neuen Geschlechtsrolle leben, sie können eine Partnerschaft eingehen oder sogar heiraten.
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Vakuumpumpe
Eine Vakuumpumpe ist ein durchsichtiger Kunststoffzylinder, der mit der offenen Seite über den Penis bis zur Wurzel gestülpt wird. Ein Abdichtungsgel stellt einen luftdichten Verschluss gegen das Schambein her. Danach kann entweder batteriebetrieben oder mit Hilfe einer Handpumpe ein Unterdruck zwischen 20-500mmHg erzeugt werden. Passiv wird dadurch das Blut in den Penis gesaugt, so dass dieser erigiert. Die Schwellkörper brauchen Zeit, um sich auszudehnen und das Blut einströmen zu lassen. Anschließend bringt man einen Spannungsring an der Penisbasis an, der den Blutrückfluss und somit das Erschlaffen behindert.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
· Die Erektion ist häufig nicht ganz so stabil wie die natürliche, weshalb eine manuelle Hilfe der Partnerin beim Einführen manchmal notwendig ist.
· Der Spannungsring sollte nicht länger als 30 Minuten getragen werden, ansonsten kann es zu Schmerzen, kleinen Hautblutungen und blauen Flecken (Hämatomen) kommen.
· Durch Druck auf die Harnröhre kann es zu einem tröpfelnden oder fehlendem Samenerguss kommen
· In seltenen Fällen wurde ein Kältegefühl des Penis beschrieben oder eine verminderte Empfindlichkeit.
· Bei ungenügender Abdichtung des Zylinders können Teile des Hodensackes eingesaugt werden.
Wer darf die Vakuumpumpe nicht anwenden? Wann wirkt sie?
Patienten, die Marcumar, Thrombozytenaggregationshemmer (wie z.B. ASS) oder andere antikoagulatorische Medikamente einnehmen, dürfen die Vakuumpumpe benützen, nur sollten sie zu starke Unterdrücke vermeiden. Es gibt somit keine Einschränkungen, wer die Vakuumpumpe nicht anwenden darf. Gerade, wenn die pharmakologische Therapie (Sildenafil, SKAT, MUSE) versagt hat, wird gerne auf die Vakuumtherapie zurückgegriffen. Sie kann aber auch von Anfang an angewendet werden.
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Vardenafil
ist der Wirkstoff eines Präparates der Firma Bayer (Informationsblatt: Vardenafil). Es ist wie Sildenafil und Tadalafil ein Phosphodiesterase-V-Hemmer und hat eine ähnliche Wirkung. Durch eine Erweiterung der Blutgefäße und der Schwellkörper des Penis kann mehr Blut in den Penis einströmen und es entsteht wieder eine vollständige Erektion. Allerdings nur, wenn auch gleichzeitig eine sexuelle Stimulation stattfindet. D.h., die Erektion endet mit dem Orgasmus bzw. dem Samenerguss. Da die Wirkdauer ca. 4-5 Std. beträgt, sind je nach individuellen Gegebenheiten weitere Erektionen möglich. Es ist jedoch kein Aphrodisiakum und steigert auch nicht die Libido.
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Vorhautverengung (Phimose)
Bei einer Vorhautverengung ist die Vorhaut des Penis entweder mit der Eichel fest verklebt oder weist eine ringförmige Vernarbung auf und lässt sich nicht über die Eichel zurückschieben. Man unterscheidet eine vollständige und eine unvollständige Phimose. Bei der vollständigen Phimose können Sie die Vorhaut auch bei erschlafftem Glied nicht zurückschieben, bei der unvollständigen Phimose ist es nicht möglich, die Vorhaut beim erigierten Glied zurückzuschieben. Eine Vorhautverengung ist im Neugeborenen- und Säuglingsalter durchaus normal. Während des zweiten, spätestens dritten Lebensjahrs lässt sich die Vorhaut dann aber üblicherweise leicht zurückschieben. Ist dies nicht möglich, besteht eine Vorhautverengung. Versuchen Sie bei Vorliegen einer Vorhautenge nicht, die Vorhaut mit Gewalt zurückzuziehen. Es könnten kleine Verletzungen oder Einrisse in der Vorhaut entstehen, die Narbengewebe hinterlassen, das schließlich zu einer Verschlimmerung der Vorhautverengung führen kann. Weitere Ursachen der Phimose sind genetische Veranlagung und Entzündungen. Welche Anzeichen gibt es für eine Vorhautverengung? Eine Vorhautverengung kann das ganze Leben hindurch ohne Beschwerden bestehen. Allerdings kann sie auch Anlass zu Entzündungen oder Schwierigkeiten beim Harnlassen (Miktion) sein. Eine angeborene narbige Enge der Vorhaut sollte spätestens bis zur Einschulung operiert werden. Die Versteifung des Gliedes bei der Erektion kann durch die verengte Vorhaut gestört werden, so dass das anschließende Zurückziehen der Vorhaut Schmerzen bereitet. Oder die Vorhaut kann nicht wieder zurückgezogen werden, bis der Penis erschlafft. Bei zu enger Vorhaut kann es passieren, dass die beim Geschlechtsverkehr zurückgestreifte Vorhaut hinter der Glans (Penisspitze) einen Schnürring bildet, die so genannte Paraphimose (spanischer Kragen). Bei Verdacht auf eine Entzündung (Rötung, Schwellung, Schmerzen beim Wasserlassen) unter der Vorhaut müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Wie kann eine Vorhautverengung behandelt werden? Kortisoncreme: Sechs Wochen lang wird dreimal täglich die Spitze des Penis eingecremt. (Der Hausarzt kann diese Behandlung durchführen.) Die Vorhaut soll so weit wie möglich ohne Kraftanwendung zurückgezogen werden, danach wird die Creme aufgetragen. Bleibt diese Behandlung ohne Erfolg, kann eine Operation erfolgen. Phimose-Operation: Diese Operation nennen Mediziner auch Beschneidung oder Welche Probleme können bei einer Vorhautverengung auftreten? Das Risiko, an einem Peniskrebs zu erkranken, ist erhöht, da durch die Verengung das Glied nicht regelmäßig von allen Sekreten gesäubert werden kann.
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Vorspiel
Obwohl die Erregungskurve der Frauen bei der Selbstbefriedigung ähnlich der der Männer ist (etwa zwei Minuten), brauchen Frauen beim Geschlechtsverkehr rund 15 Minuten, um in Fahrt zu kommen. Im Gegensatz zu den Männern scheinen Frauen weniger orgasmusorientiert zu sein. Auf die Frage an verheiratete Frauen in einer US-Studie, welche Sexaktivitäten sie am meisten befriedigen, setzten 58 Prozent das Vorspiel an die erste Stelle. Nur 16 Prozent erwähnten den Orgasmus.
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Yohimbim
s. Aphrodisiakum
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Zirumzision
ist eine Beschneidung der Vorhaut beim Mann, die teilweise oder komplett entfernt wird. Eine Circumcision steigert weder die Potenz, noch verringert sie das Standvermögen oder die Zeugungsfähigkeit.
Siehe auch Beschneidung.
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Zwitter
Eines von 2000 Neugeborenen kommt zweigeschlechtlich auf die Welt - wie Hermaphroditos, der androgyne Sohn von Hermes und Aphrodite aus der griechischen Sage. Wird durch Auffälligkeiten der Genitalien die Intersexualität, wie man Zwitterbildung heute nennt, gleich nach der Geburt festgestellt, können Neugeborene mit einer fast "hundertprozentigen Chance auf ein normales Leben" operiert werden, so Wolfgang Sippell von der Universitätskinderklinik in Kiel. Sie werden durch entsprechende Hormontherapien nebenwirkungsfrei weiterbehandelt. Bei einer Zweigeschlechtlichkeit entwickeln sich sowohl Hoden als auch Eierstöcke in einer Person. Genetisch kann das Kerngeschlecht zwar männlich (mit XY-Chromosomen oder weiblich (mit XX-Chromosomen) sein, die äußeren und inneren Geschlechtsorgane sind aber sowohl weiblich als auch männlich.
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Zärtlichkeit
Wen wir lieben, den berühren wir und genießen jede Streicheleinheit. Eltern kuscheln mit ihren Kindern, Verliebte streicheln und massieren sich. Ist das Gehirn das wichtigste Lustorgan, dann ist die Haut sicher flächenmäßig das größte: Schätzungsweise fünf Millionen Sinneszellen nehmen auf unserer im Schnitt 1,7 Quadratmeter großen Körperoberfläche jede noch so zarte Berührung wahr. Rezeptoren in der Haut leiten die zärtlichen Signale über das Rückenmark ins Gehirn. Neue Studien belegen, dass der taktile Sinnesgenuss nicht nur angenehm und lustvoll ist, sondern auch Schmerzen lindert, Heilungsprozesse beschleunigt, Ängste reduziert, Stress abbaut, Verspannungen löst, die Lernfähigkeit steigert und das Immunsystem stärkt. Selbst der Blutdruck sinkt. Zärtlichkeit ist heilsam für Leib und Seele. Der Körper schüttet unter angenehmen Berührungen weniger Stresshormone aus und mehr Oxytocin, ein Hormon, das unser Gehirn auch während der Geburt und des Orgasmus abgibt. Zusätzlich werden Endorphine, körpereigene Schmerzhemmstoffe, freigesetzt. Vor allem an Ratten, die mit einer Frequenz von 40 Streicheleinheiten pro Minute massiert werden, lassen sich die heilsamen Effekte von Körperkontakt erforschen