Ankündigung zu den 4. ISG Männergesundheitstagen

Freitag, 19.03.2010

bis Sonntag 21.03.2010

Öffnungszeiten:

Fr. 11-9 h, Sa. und So. 10-18 h

 

im Rahmen der

Fit for life Gesundheitsmesse
Messe Freiburg, Halle 3

 

u.a. mit:

  • Männer Vorsorge Checks + Tests
  • Infoausstellung zur Männergesundheit
  • Vortragsforum "Alles für gesunde Männer"
  • Prominenteninterview mit dem Handball-Olympiasieger Michael Roth, der zeitgleich mit seinem Zwillingsbruder an Prostatakrebs erkrankte und die gemeinsam das Buch "Unser Leben - unsere Krankheit: vom richtigen Umgang mit dem Prostatakrebs" schrieben.
  • begehbares Prostatamodell

Schirmherr: Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon

 

weitere aktuelle Infos auch bei der fit for life

Übersicht Angebote und Vorträge bei den ISG Männergesundheitstagen 2010
ISG_Männergesundheitstage 2010_Angebote[...].pdf
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Jeder Mann kann einen umfangreichen Check absolvieren Jeder Mann kann einen umfangreichen Check absolvieren

Rückblick auf die letztjährigen Freiburger Männergesundheitstage

Am Samstag, 11. Oktober 2008, stand der Mann im Mittelpunkt: Zum dritten Mal bot der Freiburger Männergesundheitstag Aufklärung, Informationen sowie einen Männer-TÜV. Im Kollegiengebäude II (KG II) der Universität Freiburg wurde Männern und ihren Partnerinnen aufgezeigt, was dem starken Geschlecht gut tut. Initiator der Veranstaltung war das  Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. (ISG).

 

Markantes Merkmal des 3. Männergesundheitstags war der Männer-TÜV:  Verschiedene Abteilungen der Universitätsklinik und die Aussteller des Männergesundheitstags führten Checks und Tests durch: Blutdruckmessen, Fettwertbestimmung, geistige Fitness bis hin zum PSA- und Testosteronwert. „Der Männer-TÜV ist ein Check von A bis Z“, sagt Sabine Pirnay-Kromer, ISG-Geschäftsführerin. „Dies ist ein hoher Nutzen für unsere männlichen Besucher, bringen sie doch, - so heißt es, lieber ihre Autos zum TÜV, als selbst zum Arzt zu gehen“, so Sabine Pirnay-Kromer weiter. Denn in dieser Hinsicht haben Frauen dem „starken“ Geschlecht etwas voraus: regelmäßige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, weniger riskante Verhaltensweisen bei Sport und Freizeit sowie angemessener Umgang mit Stress führen dazu, dass ihre Lebensdauer um 6,5 Jahre höher liegt. „Männer sind immer noch Vorsorge-Muffel. Sie sind über die eigenen Gesundheitswerte schlecht informiert und nutzen die Angebote der Medizin zu wenig“, erläutert Prof. Dr. Wetterauer, Chefarzt der Uni-Urologie und Vorsitzender des veranstaltenden ISG e.V. “Mit unserem Männer-TÜV und den Infoangeboten machen wir es den Männern so einfach wie möglich!“

Ein Prostata-Modell im Maßstab 200:1 machte dem Betrachter Funktionsweise und Lage des sonst kastaniengroßen Organs des männlichen Körpers im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Es klärt über die für Männer häufigste Krebserkrankung auf.Ergänzend dazu informieren Themenstände mit weiteren Informationen zu den Hintergründen.

Wer wissen möchte, wie man rauchfrei und befreit von anderen Lastern wieder durchstarten kann, wie Partnerschaft und Sexualität auch in höherem Alter zu Gesundheit und besserem Lebensgefühl verhelfen können, der war beim Männergesundheitstag genau richtig.

Das Vortragsforum war kostenfrei zugänglich: Interessierte Besucher waren eingeladen, sich über Sport, Ernährung oder typische „Männerkrankheiten“ wie Bluthochdruck, Diabetes, Prostatavergrößerung oder –krebs auf sowohl fachgerechte als auch unterhaltsame Weise zu informieren.

In der Podiumsdiskussion konnte auch der Stadtrat Sebastian Müller (Junges Freiburg) die Sichtweise jüngerer Männer einbringen. „Wer als Mann früh weiß, was ihm und seiner Gesundheit gut tut, der hat die Chance auf eine längere Lebensspanne und mehr Lebensqualität“, so Prof. Wetterauer. Denn gesund und vital älter werden - so zeigen viele Befragungen - wollen Frauen wie Männer gleichermaßen. Und damit kann „Mann“ nie früh genug anfangen. Das ISG freute sich über nahezu 4.500 Besucher zum 3. Freiburger Männergesundheitstag.

Leben sexuell aktive Männer länger? Wie geht man(n) mit Potenzstörungen um? Wie oft sollte die Prostata untersuchtwerden? Das waren nur einige der Fragen, die am Samstag, den 14. Oktober 2006 auf dem zweiten Männergesundheitstag des Informationszentrums für Sexualität und Gesundheit (ISG)  thematisiert wurden. Überraschend locker war der Umgang mit diesen Themen. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit, mit kleinen Bällen auf die Problemzonen des männlichen Geschlechtsteils zu werfen. Natürlich nicht auf die der anderen Besucher, sondern auf eine große anatomische Abbildung des Penis. Andere nahmen sich die Zeit, die Prostata besser kennen zu lernen. 
Möglich wurde das mit dem 200-fach vergrößerten, begehbaren Modell einer Prostata. Beschriftungen an Innen- und Außenwänden des 120 Kilogramm schweren Modells vermittelten Wissenswertes über dieses Organ. Etwa, dass die Hälfte aller Männer über 50 Jahren an einer Vergrößerung der Prostata leidet, bei den 80- jährigen sind es 90 Prozent. Natürlich ging es nicht nur darum, seinen Spieltrieb auszuleben, sondern sich auch darum, seine Gesundheit zu checken.
Im „Männersache-Mobil“ konnte man einem kostenlosen Harnstrahltest machen und sich über mögliche Probleme informieren. Zusätzlich bot sich den zirka 4000 Besuchern – überwiegend Männer – bei Vorträgen und Diskussionen im Kollegiengebäude der Universität die Gelegenheit, sich auszutauschen.
Turnweltmeister Eberhard Gienger und Torwartlegende Sepp Maier, die die Aktion „Männersache“ aktiv unterstützen, gaben den Zuhörern Tipps, wie sie sich auch nach Ende der Jugend fit halten kann. Professor Ulrich Wetterauer, der Vorsitzende des ISG, erläuterte die Bedeutung der richtigen Balance zwischen Essen und Bewegung. Auch Alkohol sei in Maßen gesund, meinte Psychiater Michael Berner, solange es nicht mehr als 200 Gramm (Männer) pro Woche sind. Für Frauen liegt das Limit bei 100 Gramm. Ein großes Problem bei Männern sei, dass sie Krankheiten nur akzeptierten, wenn sie zu ihrer Person passten. Will heißen: Eine Verletzung von einem Skiunfall wirkt männlich, Erektionsstörungen nicht. 
Deshalb drückten sich viele Männer um den Besuch beim Urologen, auch wenn es sich dabei um eine reine Vorsorgeuntersuchung handelt, so Berner. „Männer lieben Quick-fix, also wenn Dinge schnell repariert werden und keine weiteren Folgebelastungen mit sich bringen. Aus Angst vor der Entdeckung einer langwierigen Krankheit lassen Männer sich erst gar nicht untersuchen. “ Deshalb ermutigte Eberhard Gienger die Männer, sich untersuchen zu lassen, bevor es zu spät ist. „Wenn der Bescheid kommt, dass ich vollkommen gesund bin, ist das genau so erleichternd, wie wenn man bei den Weltmeisterschaften zum Sieger gekürt wird.“ (Artikel von Stephanie Rohde aus der Badischen Zeitung v. 16.10.06)