Partnerschaft
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So unterschiedlich kann Liebe sein

Romantisch, freundschaftlich, aufopfernd oder besitzergreifend. Jeder Mensch liebt anders. Ein Psychologe erklärt die unterschiedlichen Arten.

 

Herzen, Rosen, Amors Pfeil – so eindeutig die Symbole der Liebe sind, so unterschiedlich kann sie selber aussehen. "Liebe ist nicht einheitlich. Das Wort ist ein Sammelbegriff für die verschiedenen Formen", bestätigt Professor Hans Werner Bierhoff, Leiter der Abteilung Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum. Wie stellen vier typische Muster vor.


Die romantische Liebe

Die typische Liebe, die Filmemacher oder Romanautoren gerne beschreiben, bezeichnet Bierhoff als romantische Liebe. Die Partner sind eng und intim miteinander verbunden. Sie empfinden Leidenschaft und sexuelle Zuneigung für einander. Sind sie für einige Zeit getrennt, so empfinden sie starke Sehnsucht nach dem anderen.

Laut Bierhoff beginnt die romantische Liebe in fast 25 Prozent der Fälle mit dem berühmten ersten Blick. Der Psychologe erklärt diesen Umstand damit, dass die romantische Liebe stark auf physiologischen Gründen basiert. Aber natürlich kann diese Art der Verbundenheit auch über einen gewissen Zeitraum hinweg entstehen.


Die freundschaftliche Liebe

Partner, die einander besonders kameradschaftlich verbunden sind, teilen laut Bierhoff eine freundschaftliche Liebe. Oft kommt so etwas vor, wenn sich zwei Menschen seit ihrer Kindheit kennen. Aus den gemeinsamen Spielen entsteht nicht selten in späteren Jahren eine echte Liebe.
Die Partner teilen gemeinsame Interesse und Gewohnheiten. Es gibt viele Übereinstimmungen und eine gute Kommunikationsbasis. Die Liebenden ergänzen sich und haben in der Regel selten Streit. Charakteristisch ist auch, dass beide sich eine Partnerschaft ohne Liebe oder eine Liebe ohne Freundschaft nicht vorstellen können.


Die besitzergreifende Liebe
Die besitzergreifende Liebe schickt die Partner abwechselnd durch Höhen und Tiefen. Sie ist stark von Eifersucht gekennzeichnet. Die Bindung bezeichnet Bierhoff – im Gegensatz zu der romantischen Liebe – als unsicher. Meistens liebt nur einer der Partner besitzergreifend. Ist es bei beiden der Fall, dann ist die Beziehung ausgesprochen instabil. "Misstrauen, Klammern und Kontrolle sind der Grund", so Bierhoff.


Der Ärger in der Liebesbeziehung färbt oft auf alle anderen Lebensbereiche ab. Trotzdem können sich die Betroffenen ein Leben ohne den Partner nicht vorstellen. Laut Bierhoff überwiegt der Frauenanteil in dieser Art der Liebe ein wenig.


Die altruistische Liebe

Wenn ein Partner die eigenen Wünsche und Ziele ständig zugunsten des anderen zurücksteckt, spricht Bierhoff von einer altruistischen Liebe. Sie ist von Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit gekennzeichnet. Auch diese Art der Liebe ist ein beliebtes Muster in der Literatur. Es beschreibt das Gegenteil von Narzissmus.


Laut Bierhoff lieben mehr Männer als Frauen auf die opferbereite Art. Betroffene würden für den Partner alles tun und können sich eine Liebe ohne gegenseitige Fürsorge nicht vorstellen.

 

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