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Warum Frauen älter als Männer werden

In jungen Jahren sind Männer leicht in der Überzahl, später die Frauen...

 

Doch soziale Gründe können das natürliche Gleichgewicht durcheinanderbringen

Die Natur hat Männer mit einem leichten Vorsprung ausgestattet: Auf 100 Jungen werden 96 Mädchen geboren. Der kleine Unterschied ist kein Zufall: Da Männer im Durchschnitt nicht so lange leben wie Frauen, holen diese mit zunehmendem Alter ihren zahlenmäßigen Rückstand wieder auf.


„Die Natur hat es so eingerichtet, dass das Geschlechterverhältnis im Alter von etwa Anfang 20 bis Mitte 30 ausgeglichen ist“, sagt Professor Ulrich Otto Mueller, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie und Sozialmedizin der Universität Marburg. Das ist der Lebensabschnitt, in dem Mann und Frau zusammenfinden, um gemeinsam eine Familie zu gründen. So galt es zumindest bis in die jüngste Vergangenheit.

Doch die verbesserten Lebensbedingungen haben zur Folge, dass heute mehr Buben die Kindheit und Jugend überstehen als früher. So bleibt in Deutschland der Männerüberschuss bis weit in das Erwachsenenalter hinein erhalten. Bei den 30-Jährigen steht es immer noch 100 zu 96 zugunsten der Männer.


Während in jungen Jahren Frauenmangel herrscht, fehlen später die Männer. Im Alter von 54 haben Frauen mit ihnen gleichgezogen und bilden fortan die Mehrheit. So kommen in der Altersgruppe der 80- bis 85-Jährigen zwei Frauen auf einen Mann. Häufig überleben Frauen ihren Partner um viele Jahre – auch weil der Mann meist der Ältere der beiden ist.


Mädchen, die im Jahr 2006 geboren sind, werden im Schnitt 82,3 Jahre, Jungen dagegen nur 76,9 Jahre alt, sagen die Prognosen. Doch nur zum Teil liegt die kürzere Lebenszeit der Männer an deren weniger robuster Natur. „Männer trinken mehr Alkohol als Frauen, rauchen häufiger, bewegen sich weniger, neigen eher zu Übergewicht und gehen seltener zu Vorsorgeuntersuchungen“, erklärt Mueller. Zudem arbeiten sie häufiger in Berufen, welche die Gesundheit belasten.

39% der männer zwichen 35 und 40 rauchen. Bei den Frauen sicnd es nur 27% (Quelle: Mikrozensus 2009)


Allerdings haben sie in den vergangenen Jahren wieder Boden gutgemacht. Denn die Lebensverhältnisse der Geschlechter gleichen sich an. So nimmt die Lebenserwartung in Deutschland weiter zu, doch die der Frauen steigt langsamer. „Der Grund dafür, dass die Schere sich nicht weiter öffnet, liegt darin, dass die rauchenden Frauen jetzt auch in die Jahre kommen“, sagt Mueller. Diese Gewohnheit war früher vor allem Männersache, inzwischen rauchen aber 28 Prozent aller Frauen. Das hat schwerwiegende Folgen für sie und ihn, denn regelmäßiger Tabakkonsum verkürzt das Leben im Schnitt um zehn Jahre. (Quelle: www.Gesundheitpro.de)


 

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