Schon Anfang der 30er Jahre wurden Implantate in den Penis zur Versteifung eingebracht. Mittlerweile sind die technischen Implantate soweit ausgereift, dass sie Männern mit einer schweren erektilen Dysfunktion (ED) eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion
ermöglichen.

Antworten auf Ihre Fragen...
Wie funktioniert ein Penisimplantat?
Wie wird ein Penisimplantat eingebracht?
Wie kommt es zu einer Erektion?
Wie lange hält eine Erektion an?
Wie lange ist ein Penisimplantat haltbar?
Welche Art von Penisimplantat ist das Beste?
Welche Nebenwirkungen könnten auftreten?

Penisimplantate sind Systeme aus unterschiedlichen Kunst stoffen. Es gibt einteilige (nur Zylinder), zweiteilige(Zylinder mit Pumpe) und dreiteilige (Zylinder, Pumpe und Flüssigkeitsbehälter) Penisimplantate. Feste oder auffüll-bare Zylinder werden in die beiden Schwellkörper des Penis durch einen kleinen operativen Eingriff eingebracht. Bei auffüllbaren (hydraulischen) Penisimplantaten wird zusätzlich eine Pumpe in den Hodensack implantiert bzw. ein Flüssigkeitsbehälter in den unteren Bauchraum.

Bei biegsamen (semirigiden) Penisimplantaten ist das
Glied dauerhaft versteift und kann für eine Erektion nach
oben gebogen werden.

Auffüllbare (hydraulische) Penisimplantate gleichen am ehesten einer normalen Erektion. Wird eine Erektion gewünscht, wird über die PumpeFlüssigkeit in die beiden Zylinder im Schwellkörper gepumpt, wodurch sich diese in Umfang und Länge ausdehnen und so den Penis versteifen. Durch Drücken des Ablassventils im Hodensack wird die Flüssigkeit aus den Zylindern wieder in das Reservoir zurückgepumpt, der Penis erschlafft.
Bei einer schweren ED, bei der das Schwellkörpergewebe zerstört ist und nicht mehr auf Medikamente anspricht,lässt sich nur noch durch einPenisimplantat eine Erektion erzeugen.
Biegsame (semirigide) Penisimplantate versteifen den Penis dauerhaft. Sie sind sehr einfach zu implantieren und preisgünstig. Technische Defekte sind sehr selten. Auffüllbare (hydraulische) Penisimplantate kommen der normalen Erektion am nächsten, wobei die dreiteiligen auffüllbaren Prothesen die derzeit besten Implantate sind. Diese Implantate sind technisch anspruchsvoller und deutlich teurer als biegsame Implantate. Auffüllbare Implantate sind beim Sport oder in der Sauna nicht zu erkennen, kommen dem natürlich versteiften oder erschlafften Zustand des Gliedes am Nächsten und besitzen eine sehr hohe Akzeptanz bei beiden Partnern.
Durch eine kleine Operation von weniger als einer Stunde werden über einen kleinen Schnitt am Hodensack oderoberhalb des Penis die Zylinder in die beiden Schwellkör per eingebracht. In der Regel ist ein Krankenhausaufent halt von 5 – 7 Tagen notwendig. Etwa 6 Wochen nach der Operation ist das Implantat vollständig eingeheilt und kann benutzt werden.
Bei biegsamen Implantaten erfolgt die Erektion durch ein Aufstellen des Gliedes. Bei auffüllbaren Implantaten wirddurch die Pumpe Flüssigkeit in die Zylinder gepumpt, die sich so versteifen. Diese Erektion sollte für Sie und Ihren Partner für einen Geschlechtsverkehr ausreichend sein.

Die Erektion durch ein Penisimplantat kann beliebig lange
aufrechterhalten werden. Nach dem Geschlechtsverkehr
strömt mittels Betätigen des Ablassventils die Flüssigkeit
aus den Zylindern zurück in das Reservoir, so erschlafft
der Penis wieder vollständig.
Treten keine technischen Defekte, Infektionen oder Wanderungen des Implantates nach außen auf, sind Penisimplantate unbegrenzt haltbar.
In seltenen Fällen können die Zylinder eines Penisimplantats durch die Wandung der Schwellkörper hindurch treten und durch die Haut oder die Harnröhre nach außen kommen. Selten treten Allergien auf den verwendeten Kunststoff auf.
Penisimplantate sollten nur durch Spezialisten eingebracht werden. Mit Ihrem Urologen und Operateur sollten Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Implantate vor einer Operation ausführlich besprechen. Penisimplantate werden von den Firmen AMS und Mentor angeboten
und stehen in den verschiedensten Größen zur Verfügung.

Grundsätzlich werden die Kosten für biegbare und auffüllbare (hydraulische) Penisimplantate (inklusive der stationären Behandlung) von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.







