
07.07.2009 – REGENSBURG (MedCon) – Nächtlicher Sauerstoffmangel beim Schlafapnoe-Syndrom ist mit erhöhtem Risiko für Erektionsstörungen assoziiert - das haben zumindest Regensburger und Münchener Forscher herausgefunden. Die Studienergebnisse erschienen in der Online-Version des Journal of Sexual Medicine.
Das Team um PD Dr. Stephan Budweiser von der Klinik Donaustauf, Zentrum für Pneumologie und Schlafmedizin evaluierten hierzu über 400 Patienten mit vermutetem Schlafapnoe-Syndrom einer detaillierten schlafmedizinischen Diagnostik (Polysomnographie) unterzogen und parallel dazu das Vorkommen erektiler und sexueller Störungen.
Bei 69% der Patienten mit gesichertem Schlafapnoe-Syndrom fand sich eine manifeste erektile Dysfunktion. Die statistische Auswertung bestätige die bisherige Meinung, dass sowohl Alter als auch viele Begleiterkrankungen wie Herz- bzw. Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus mit der erektilen Dysfunktion vergesellschaftet sind. Darüber hinaus wurde erstmals gezeigt, dass der nächtliche Sauerstoffmangel für sich genommen ebenfalls einen starken, statistisch unabhängigen Zusammenhang mit der erektilen Dysfunktion und anderen Sexualfunktionen aufweise. Neben dem Alter ergab sich für den nächtlichen Sauerstoffmangel sogar der stärkste Zusammenhang.
Die Forscher vermuten deshalb, dass Schlafapnoe, insbesondere der nächtliche Sauerstoffmangel, sehr viel stärker als bisher angenommen zur Entstehung einer erektilen Dysfunktion beiträgt. Sie erhoffen sich durch die Therapierung des Syndroms auch die sexuelle Funktion zu verbessern. Dies soll in weiteren Studien geklärt werden.
Quelle: (http://www3.interscience.wiley.com/journal/122473935/abstract)







