Medizinwelt

Neues aus der Wissenschaft von A-Z

EREKTILE DYSFUNKTION.
Der Zusammenhang zwischen Erektionsstörungen und schweren Gefäßerkrankungen wurde erneut bestätigt. Nach einer amerikanischen Studie bekommen Männer, die bereits ab dem Alter von 40 Jahren Potenzprobleme haben, in den folgenden zehn Jahren 50- mal häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen als sexuell gesunde Altersgenossen. Das ergab eine Studie in Rochester, die 1400 Männer über einen Zeitraum von zehn Jahren untersuchte. Deshalb ist es auch für vergleichsweise junge Männer wichtig, Erektionsstörungen wirksam behandeln zu lassen.

LIBIDOVERLUST.
Frauen, die unter vermindertem sexuellen Verlangen leiden, können auf medizinische Hilfe hoffen. Derzeit durchläuft ein Medikament die klinische Prüfungsphase, dessen Wirksamkeit im vergangenen Jahr belegt werden konnte. Es handelt sich um einen 5-HT1A-Rezeptorantagonist, der die für die sexuelle Stimulation wichtigen Neurotransmitter-Rezeptoren im Hirn beeinflusst. In ersten Berichten war der Wirkstoff fälschlicherweise als „Viagra für die Frau“ bezeichnet worden. Derzeit wird die Substanz in sieben Studien mit rund 5000 Frauen untersucht. Ergebnisse sind in diesem Jahr zu erwarten.

PROSTATAKREBS.
Amerikanische Wissenschaftler der Universität Ann Arbor haben herausgefunden, wie sich mit einer Urinprobe die Aggressivität eines Prostatatumors bestimmen lässt. Indikator dafür ist das Stoffwechselprodukt Sarkosin. Als die Forscher Urinproben von Krebs-Patienten und tumorfreien Personen verglichen, fanden sie bei 42 Prozent aller frühen Tumorstadien und bei 79 Prozent aller bereits metastasierten Prostatakarzinome Sarkosin im Urin. In den Proben der tumorfreien Probanden befand sich der Stoff nicht. Die neue Methode ist zuverlässiger als der bisherige PSA-Test. Bis sie tatsächlich in der Praxis eingesetzt werden kann, dürften aber noch einige Jahre vergehen.

UNFRUCHTBARKEIT.
Männer, die wegen der Chromosomenstörung Morbus Klinefelter zu kleine Hoden haben und zu wenige Spermien entwickeln, galten lange als unfruchtbar. Jetzt haben verschiedene Ärzteteams einen Weg gefunden, den betroffenen Männern den Kinderwusch doch zu erfüllen. Dabei werden Spermatozoen operativ aus dem Hoden entnommen und der Partnerin anschließend injiziert. Die Erfolgsquote der Behandlung lag bei fast 50 Prozent. Allerdings nimmt die Chance auf eine biologische Vaterschaft ab dem 30. Lebensjahr ab.

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