Medizinwelt

 

Neues aus der Wissenschaft von A-Z

 

EREKTILE DYSFUNKTION.

In Zukunft könnten auch Schwefelwasserstoff-Präparate gegen Erektionsstörungen helfen. Eine Forschergruppe aus Neapel hat festgestellt, dass der Stoff die Schwellkörper des Penis entspannt, so dass sich die Adern weiten und Blut einströmen kann. Schwefelwasserstoff fungiert gasförmig als Botenstoff in den Nerven und wird im Körper aus dem Ausgangsstoff L-Cystein mit Hilfe zweier Enzyme produziert, die auch im Penis vorkommen. Die Forscher hatten Ratten L-Cystein in die Schwellkörper gespritzt und festgestellt, dass es dadurch leichter zu einer Erektion kommt als sonst.

 

MÄNNERGESUNDHEIT.

Berliner Männer leben ungesünder als andere Männer in Deutschland. Das hat die Deutsche Angestellten- Krankenkasse in einem Gesundheitsreport herausgefunden. So starben in Berlin 20 % mehr Männer in der Altergruppe zwischen 40 und 55 Jahren als im übrigen Bundesgebiet. Bewegungsmangel, Stress, Alkohol und psychische Erkrankungen gehören dabei zu den häufigsten Ursachen. Auch das Aufschieben von Arztbesuchen sowie mangelnde Gesundheitsvorsorge spielen eine große Rolle. Dadurch können viele Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt werden, was die Heilungschancen vermindert.

 

ORALSEX.

Amerikanische Wissenschaftler haben Hinweise darauf gefunden, dass die steigende Zahl an Krebserkrankungen der Mandeln durch Oralsex und Zungenküsse ausgelöst sein könnte. Die sogenannten Tonsillenkarzinome werden häufig durch Übertragung des Humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Das Warzenvirus ist die am häufigsten sexuell übertragene Krankheit und kann auch zu Gebärmutterhalskrebs führen. Laut den Untersuchungen der Forscher nimmt das Risiko, am Tonsillenkarzinom zu erkranken, mit der Zahl der Sexualpartner zu. Bisher wurden Tonsillenkarzinome am häufigsten durch das Rauchen ausgelöst.

 

WECHSELJAHRE.

In Deutschland ist die erste Leitlinie zur Hormontherapie in den Wechseljahren vorgestellt worden. Sie wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe mit medizinischen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie Selbsthilfegruppen erstellt. Bisher gab es über den Nutzen der Hormontherapie bei Frauen in den Wechseljahren widersprüchliche Meinungen, da die Therapie auch gesundheitliche Risiken haben kann. Die Leitlinie erleichtert Ärzten und Patientinnen, eine gemeinsame Entscheidung auf Grundlage der gesammelten Daten zu treffen.

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