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Ihre Fragen … beantwortet vom Expertenteam der ISG-Hotline

 

Seanna, 26 Jahre:

Ich lebe seit fast 8 Jahren in einer Beziehung. Anfangs hatten mein Partner und ich sehr häufig Sex. Vor ca. 3 1/2 Jahren hat sich das ins Gegenteil gewandelt: Es ging schleichend, aber doch recht rasch, dass ich kaum noch Lust hatte. Dabei finde ich meinen Partner nach wie vor sehr attraktiv und fasse ihn auch gerne an. Früher konnte ich offen mit ihm über Sex reden, jetzt irgendwie gar nicht mehr. Wenn es mal zum Sex kommt, habe ich meis tens Lust dabei und denke, „warum machen wir das nicht öfter?“ Dennoch fehlt fast immer die „Initialzündung“. Außerdem habe ich trotz Lust Probleme abzuschalten. Deshalb kommt es nur selten zum Sex, circa alle 6 bis 8 Wochen mal. Mein Partner zeigte anfangs viel Verständnis, aber nach so langer Zeit kommt es immer häufiger zu Konflikten. Ein Gynäkologe, den ich wegen des Libidoverlustes aufsuchte, schob das Problem auf die Beziehung (mein Partner ist deutlich älter als ich) und verweigerte einen Hormontest. Ein zweiter Gynäkologe wollte ebenfalls keinen Hormontest machen – er glaubt, die Ursache sei eine psychische Erkrankung vor mehreren Jahren, wegen der ich recht viele Psychopharmaka eingenommen habe. Das Aussetzen der Pille für mehrere Monate hat keine Veränderungen in Sachen Libido herbeigeführt. Wäre ein Hormontest für mich sinnvoll? Können die Psychopharmaka, die ich lange Zeit eingenommen habe, ein Grund für meinen Libidoverlust sein?

ISG-Hotline

Wir möchten uns auf Ihre fehlende Lust auf Sex konzentrieren. Wie wir Ihren Ausführungen entnehmen, sind zwei Gynäkologen wenig konstruktiv auf Ihr Problem „Libidoverlust“ eingegangen. Ein Hormonstatus wäre aus unserer Sicht wichtig, gerade weil Sie über die Einnahme der Pille und auch Psychopharmaka berichten. Wir raten Ihnen, einen Endokrinologen aufzusuchen, der sich mit dem Zusammenspiel der Hormone im menschlichen Körper beschäftigt. Eventuell wird er auch die Schilddrüse untersuchen, deren Hormone Einfluss auf die Sexualhormone haben. Fachärzte für Endokrinologie sind in (Uni) Frauenkliniken mit angeschlossener Hormonsprechstunde zu finden. Fragen Sie Ihren Hausarzt nach einer Überweisung. Sollte die Untersuchung ohne „krankhaften“ Befund verlaufen, empfehlen wir eine Sexualtherapie. Dort können Sie, am besten gemeinsam mit ihrem Partner, offen über Ihre Probleme sprechen. Bis dahin ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Partner über das Problem und die damit verbundenen Gedanken reden. Nur so kann er sich in Sie hineinversetzen und mit Ihnen nach einer Lösung suchen. Verlieren Sie nicht den Mut und machen Sie weiter mit der Suche nach der Ursache.

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