Reise-Lust

Traumhafter Realismus

„Der intime Blick“ von Henri de Toulouse-Lautrec und „Frauenbilder“ von Alfred Kubin laden zu einem Besuch in die Museen der europäische Kulturhauptstadt Linz ein

Im Jahr 1909 fand in Österreich die erste Ausstellung des französischen Malers Henri de Toulouse-Lautrec statt. Hundert Jahre später gibt es seine Bilder erneut zu sehen: Die Ausstellung „Der intime Blick“ in der Landesgalerie Linz zeigt den Künstler in aktuellem Licht – umso mehr, als die oberösterreichische Stadt Linz 2009 die Kulturhauptstadt Europas ist. Zeitgleich zeigt die Galerie eine Reihe der „Frauenbilder“ des einheimischen Malers Alfred Kubin, die mit den Gemälden Toulouse-Lautrecs in einen spannenden Dialog treten. Henri Toulouse-Lautrec (1864-1901) war der Sohn einer alten Adelsfamilie. Seit seiner Jugend litt er an einer angeborenen Knochenkrankheit, die seine Hinwendung zur Kunst und sein Werk entscheidend prägte: Weil Toulouse-Lautrec häufig für mehrere Monate an das Bett gefesselt war, begann er zu zeichnen. Und später als Maler in Paris wurde er zum Chronisten des pulsierenden Nachtlebens. Fast scheint es dabei, als wolle der Künstler durch seine Bilder und die Nähe zu den Modellen das erleben, woran ihn sein Handicap hinderte.

Henri Toulouse-Lautrec (1864-1901) war der Sohn einer alten Adelsfamilie. Seit seiner Jugend litt er an einer angeborenen Knochenkrankheit, die seine Hinwendung zur Kunst und sein Werk entscheidend prägte: Weil Toulouse-Lautrec häufig für mehrere Monate an das Bett gefesselt war, begann er zu zeichnen. Und später als Maler in Paris wurde er zum Chronisten des pulsierenden Nachtlebens. Fast scheint es dabei, als wolle der Künstler durch seine Bilder und die Nähe zu den Modellen das erleben, woran ihn sein Handicap hinderte.

Seine Gemälde und Plakate machten Toulouse-Lautrec in ganz Europa bekannt. Die Wiener Ausstellung von 1909 beeinflusste Künstler wie Gustav Klimt und Egon Schiele. Toulouse-Lautrecs Werke zeichnete sich durch eine genaue Beobachtung aus, wobei er es verstand, gerade seine realistischen, teils schockierenden Szenen aus dem Pariser Vergnügungsviertel Montmartre mit subtilen Momentaufnahmen des gesellschaftlichen Lebens zu verbinden.

Alfred Kubin dagegen, der ebenfalls viele Frauenporträts und Akte schuf, verlagerte seine Bilder in das Reich des Fantastischen, Symbolischen. Seine Bilder wirken traumhaft, der Wirklichkeit entrückt. So bilden sie einen interessanten Kontrast zu den Werken Toulouse-Lautrecs. „Der intime Blick“ und Kubins „Frauenbilder“ grenzen sich ab, und doch verweisen sie aufeinander wie zwei Seiten der gleichen Medaille.

Die beiden Ausstellungen bilden nur einen kleinen Teil der Veranstaltungen, mit denen die Kulturhauptstadt Linz dieses Jahr aufwartet. Die Stadt, lange eher für Schwerindustrie bekannt, hat sich zu einem wichtigen Museumsstandort weiterentwickelt. Neben den klassischen Ausstellungen der Landesgalerie lohnt ein Besuch im avantgardistischen Lentos Museum oder im interaktiven Center der alljährlichen Medienkonferenz Ars Electronica.

Adresse
Landesgalerie Linz
Museumstraße 14, A-4010 Linz
Tel. 0043 (0) 732/774482-0
www.landesgalerie.at

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 9.00 - 18.00 Uhr
Do 9.00 - 21.00 Uhr,
Sa / So / Fei 10.00 - 17.00 Uhr,
Mo geschlossen

Anreise
Flug: www.aua.com
Bahn: www.bahn.de
Auto: www.oberoesterreich.at

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