Lieben und Leben

 

Die Kunst der Urologie

 

Die Urologie kann heute bewunderswerte Dinge vollbringen: Testosteronmangel ausgleichen, die Prostata verkleinern und sogar Erektionsstörungen beheben. Wie alles angefangen hat, veranschaulicht das Düsseldorfer Museum und Archiv der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Harnschau, Beschneidung und der Umgang mit Kathetern gehören zu den ältesten Heilkünsten und wurden bereits im alten Ägypten betrieben. Das Museum zeigt unter anderem historische Instrumente für den Steinschnitt bei Harnsteinen und erzählt von der Erfindung des Blasenspiegels durch den Arzt Maximilian Nitze (1848-1906) (Foto). Das Düsseldorfer Museum kann auf der Webseite museum.dgu.de angeschaut werden. Einen Besuchstermin bekommt man unter der Telefonnummer 02 21/51 60 96-0.

 

„Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.“

 

Franz Kafka

 

Etwa 350 Kalorien verbrennt der Körper bei einer halben Stunde Sex. Das verbessert die Kondition mehr, als man denkt: Die Menge der Kalorien entspricht in etwa einem 40-minütigen Dauerlauf. Und noch dazu wird das Hirn beim Sex mit mehr Sauerstoff versorgt als sonst. Wozu also noch ins Fitness-Studio gehen, wenn man auch zu Hause trainieren kann?

 

Gesund durch die Wechseljahre

 

Es ist fast ein bisschen paradox: Gerade dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind und es mehr Zeit für sich, den Partner oder die Karriere gibt, kommen die Frauen in die Wechseljahre. Und erleben einen Einschnitt, der von vielfältigen körperlichen und psychischen Beschwerden begleitet sein kann. Der Sexualhormonhaushalt verändert sich, unter Umständen sind sexuelle Lustlosigkeit oder verminderte Leistungsfähigkeit die Folge. Doch sind die Wechseljahre keine Krankheit, sie sind Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Und das eigene Verhalten kann viele Beschwerden abfedern. So helfen Saunabesuche gegen die Hitzewallungen. Auch regelmäßiger Sport, Verzicht auf Kaffee und Alkohol sowie eine gesunde Ernährung wirken sich positiv auf die Hormonumstellung aus. Viele Frauen begreifen die Zeit der Wechseljahre auch positiv, als Jahre des Wandels und der Veränderung. Sie orientieren sich beruflich neu oder entdecken neue Seiten an sich. Den Verlust an Jugendlichlichkeit wiegen Lebenserfahrung und Reife auf. Häufig hat dieser Prozess positive Auswirkungen auf Liebe, Partnerschaft und Sexualität. Oft empfinden gerade Frauen ab dem 50. Lebensjahr die Sexualität als erfüllter als zuvor. Und falls die Beschwerden zu stark sind, kann frau jederzeit einen Arzt aufsuchen. Die Medizin bietet gegen das klimakterische Syndrom viele Therapiemöglichkeiten an: von pflanzlichen Wirkstoffen über psychologische Therapie bis zur Hormonersatzbehandlung. Welche Möglichkeiten in Frage kommen, kann im Gespräch mit dem Arzt entschieden werden.

 

Hätten Sie’s gewusst?

 

Ist dieses Ergebnis eine Überraschung? Für diejenigen, die Männer auch im 21. Jahrhundert für hoffnungslos triebgesteuerte Wesen halten, wahrscheinlich nicht: Frauen sind weniger geneigt als Männer, für eine Nacht fremdzugehen. Die Bereitschaft zum One-Night-Stand untersuchte eine Forschergruppe, die 850 Männer und Frauen in Deutschland, den USA und Italien befragte. Das Ergebnis: Männer zeigen durchweg stärker Bereitschaft, auf das Angebot eines One-Night-Stands einzugehen. Und noch ein Unterschied wurde deutlich. Während die Frauen sich höchstens bei einem außergewöhnlich attraktiven Mann zum Seitensprung hinreißen ließen, war den Männern das Aussehen der fremden Partnerin mehr oder weniger egal. Stimmt das mit dem triebgesteuerten Wesen also doch? Nicht ganz. Denn an dieser Stelle müssen wir den deutschen Männern ein großes Kompliment machen: Sie waren deutlich weniger als ihre amerikanischen und italienischen Artgenossen dazu bereit, in die Wohnung einer fremden Frau mitzukommen und Sex mit ihr zu haben. Es besteht also noch Hoffnung – und die deutschen Frauen müssen sich weniger Sorgen machen.

 

>Darf ich bitten?

 

Die Tanzfläche ist in früheren Jahrhunderten eine der wenigen Gelegenheiten für beide Geschlechter gewesen, ungezwungen miteinander umzugehen und sich kennenzulernen. Und noch heute nehmen dort Bekanntschaften, Freundschaften und manchmal auch der Bund fürs Leben ihren Anfang. Warum damals die Dorffeste und heute der Tanztee eine so große Rolle spielen, darauf haben Wissenschaftler der Universität Göttingen eine Antwort gefunden. Und sie haben damit zugleich das Rätsel gelöst, warum Frauen gute Tänzer attraktiv finden: Sie können Stärke, Dominanz, Durchsetzungsvermögen – und damit auch die Fortpflanzungschancen – aus den Tanzbewegungen herauslesen. Für ihre Studie ließen die Forscher 40 Studenten, deren Gesicht und Körperform unkenntlich gemacht worden waren, vor einer Gruppe von 50 Studentinnen tanzen. In der Auswertung stellte sich heraus, dass die Frauen besonderes Augenmerk auf die Kraft der Unterarme und der Hände legten. Von ihnen schlossen sie auf Stärke, Durchsetzungsvermögen und Potenz des Mannes. Und genau nach diesen Kriterien haben die Frauen offenbar jahrhundertelang ihre Tanzpartner aufgefordert. Als hätte die Evolution das Tanzen zur Auswahl der passenden Paare erfunden ...

 

Spielerisch

 

Früher galten Vibratoren als unanständig, heute werden die Sexspielzeuge immer beliebter. In einer amerikanischen Studie gaben mehr als die Hälfte der Frauen und 45 Prozent der Männer an, regelmäßig Vibratoren zu verwenden. Insgesamt nahmen über 3000 Menschen an der Umfrage teil. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Sexual Medicine“ veröffentlicht. Offenbar scheint der Vibrator das Sexualleben anzuregen: So berichteten die Nutzerinnen, Lust, Erregbarkeit und Orgasmus hätten sich verbessert. Die Männer gaben eine stärkere Stimulierung der erektilen Funktion an – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung übrigens. Bei den heterosexuellen Männern wird der Vibrator meistens beim Vorspiel benutzt. Interessant ist außerdem, dass die Vibratoren das Gesundheitsbewusstsein der Nutzer verbessern: Sowohl die weiblichen als auch die männlichen Nutzer von Vibratoren gehen häufiger zum Gynäkologen beziehungsweise Urologen als die übrige amerikanische Bevölkerung.

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