LEBENS-LUST

Die Sprache der Blumen

Wer einen großen Strauß duftender roter Rosen erhält, kann sich sicher sein: Da liebt mich jemand – und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur platonisch! Schon gewagter ist die Behauptung, dass ein Ehemann, der seiner Frau gelbe Rosen schenkt, um Vergebung für einen Seitensprung bitten wolle. Und wer weiß schon, was rosa Nelken oder weiße Margeriten bedeuten? Kaum jemand kennt sie mehr, die Sprache der Blumen. Dabei war das Kommunizieren per Blumenstrauß einst eine regelrechte Kunst. Die Sitte, etwas „durch die Blume zu sagen“, stammt wahrscheinlich aus dem antiken Persien und erreichte von dort die Serails der mittelalterlichen Sultane. Dorthin reiste im 18. Jahrhundert eine gewisse Lady Mary Wortley Montagu, denn damals war der Orient sehr in Mode. Als Frau erlangte sie mühelos Zutritt in Harems, wo sie die Kommunikation per Blüten entdeckte. Sie berichtete darüber in ihren „Briefen aus dem Orient“. Es heißt, dass diese Veröffentlichung in Europa eine regelrechte Mode auslöste. Es war zwar bereits vorher üblich, Blumen als Zeichen der Liebe und Galanterie zu verschenken, doch von nun an gewann diese Geste eine nie geahnte Bedeutung. Es entstand ein umfangreiches Zeichensystem, fast so kompliziert wie eine Fremdsprache. Wir haben für Sie ein paar Beispiele zusammengestellt. Leidenschaftliche Liebe etwa lässt sich nicht nur mit den allseits bekannten roten Rosen ausdrücken. Auch dunkelrote Nelken sind ein Sinnbild für heiße, brennende Leidenschaft. Mit weißen Nelken hingegen kann man signalisieren, dass man noch zu haben ist und auf eine Entscheidung wartet. Sorgen muss man sich machen, wenn man je eine einzelne rote und weiße Rose erhält. Das ist nämlich eine Kriegserklärung! Auch hellblauer Flieder ist ein Alarmsignal. Hier will der Überbringer sagen: Die Lage ist ernst. Blaue Tulpen hingegen stehen für Treue.

Das Rezept: Creme Caramel

Man isst sie nicht, um seinen Hunger zu stillen: Nachtische dienen meist der puren sinnlichen Lust. Wichtig ist deshalb, dass sie nicht zu mächtig ausfallen, denn nach einem gelungenen Abendessen ist der Magen ja meist bereits gut gefüllt. Und wer sich später mit seinem Partner noch einen besonders schönen Abend machen will, sollte natürlich besonders darauf achten, sich nicht über Gebühr vollzustopfen. Wir empfehlen daher eine delikate Creme Caramel, ohne fettige Sahne oder Unmassen von Zucker. Stattdessen sorgen Kardamom und Vanille für einen aparten Geschmack. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken stimulierend und regen den Kreislauf an. Und ein ordentlicher Schuss Kaffee hilft nicht nur beim Verdauen, sondern sorgt auch dafür, dass Sie nicht „vorzeitig“ müde werden...
Und so geht unser Rezept: Zwei Flanförmchen (oder möglichst gerade Tassen) werden dünn mit Öl eingepinselt. 50 Gramm Zucker in einem Topf mit dickem Boden bei mittlerer Hitze goldbraun karamelisieren, die Hälfte davon in die Förmchen gießen. Einen Teelöffel Kaffeebohnen, zwei Kardamomkapseln und 50 ml Wasser zum restlichen Karamel in den Topf geben, aufkochen und dann abkühlen lassen.
Eine halbe Vanilleschote längs aufschlitzen. Ein achtel Liter Milch, Vanilleschote und ein bis zwei Kardamomkapseln und Kaffee zwei Minuten kochen. Ein Ei und ein Eigelb mit einem Eßlöffel Zucker verrühren. Die Milch durch ein Sieb gießen und unter Rühren nach und nach zur Eimasse geben. Die Eiermilch in die Förmchen gießen. Die Förmchen in ein Wasserbad setzen, so dass sie bis etwa 2 cm unter den Rand in Wasser stehen, abdecken und in den auf 200 Grad heißen Backofen schieben. 20 bis 25 Minuten stocken lassen. Mindestens drei Stunden auskühlen lassen. Creme mit einem Messer aus der Form lösen und auf Teller stürzen. Mit dem vorbereiteten Karamel begießen.

Wein-Lust

Nach einem heißen Spätsommernachmittag steht uns der Sinn oft gar nicht so sehr nach rassigen Kabinettweinen und/oder üppigen Spätlesen. Nein, an den meisten dieser Tage wünschen wir uns einen Weißwein, der leicht und unkompliziert ist, erfrischend und spritzig. Ein Wein, der mit einem frischen Salat harmoniert oder einem mageren Fischfilet. An solchen Tagen ist es gut, einen Wein der Marke Frank & Frei im Kühlschrank zu haben. Der Escherndorfer Winzer Rainer Sauer hat diesen süffigen Müller-Thurgau für alle Tage produziert. Der schicke Bocksbeutel verrät auf den ersten Blick die fränkische Herkunft dieses Tropfens, der mit Aromen von Zitrus, Ananas und grünem Apfel erfrischt. Ein Hauch natürlicher Kohlensäure verstärkt diesen Effekt noch. Preis: 5,40 Euro zuzüglich Versand. „Frank&Frei 2006“, bestellbar unter www.weingutrainer-sauer.de

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