Medizinwelt

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DEPRESSION.
Wenn Frauen nach der Geburt eine Wochenbettdepression entwickeln, kommt es häufig auch zu sexuellen Funktionsstörungen. Eine Studie hat ergeben, dass in einem solchen Fall die Gabe von Antidepressiva nicht nur die Depressivität verringert, sondern auch die sexuelle Dysfunktion. Nach acht Wochen Behandlung mit Antidepressiva sank der Anteil der Frauen mit sexueller Unlust von 73 auf 37 Prozent. Zuvor hatte man befürchtet, die Antidepressiva würden erst zu sexuellen Funktionsstörungen führen.

HIV.
Forscher an den Universitäten Ulm und Hannover haben herausgefunden, dass ein bestimmtes Molekül in der Samenflüssigkeit den Aids-Erreger gefährlicher macht. Das berichtet die „Apotheken Umschau“. Es handelt sich dabei um das Abbauprodukt eines Sperma- Enzyms, mit dessen Hilfe das HIV-Virus neue Zellen infiziert. Dadurch steigt die Ansteckungsgefahr um das Hunderttausendfache – selbst wenn das Sperma ansonsten nur wenige HIV-Viren enthält.

PROSTATAKREBS.
Das Prostatakarzinom ist für Männer nach wie vor die häufigste Krebserkrankung. Doch jetzt gibt es Medikamente zur Prävention. Die Wirkstoffe Finasterid und Dutasterid wurden eigentlich zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung entwickelt. Wie erst seit kurzem bekannt ist, verringern sie aber auch das Wachstum der Krebszellen. Für Männer mit einem hohen Prostatakrebsrisiko empfehlen die Medikamente sich deshalb auch zur chemischen Präventation. Laut einer amerikanischen Studie sinkt das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, für diese Männer um 25 Prozent.

SPERMAQUALITÄT.
Viel Sex ist gut für das Sperma – so lautet das Fazit einer australischen Studie, die der Mediziner David Greening durchgeführt hat. Der Grund ist, dass DNA-Schäden im Sperma zunehmen, je länger es im Hoden verbleibt. In Greenings Studie sank die Zahl dieser Schäden nach einer Woche täglichen Ejakulierens um 12 Prozent. Allerdings empfiehlt Greening die tägliche Ejakulation nicht über einen Zeitraum von 14 Tagen hinaus. Ab dann sinkt die Zahl der Spermien unter die Fruchtbarkeitsrate.

TESTOSTERON.
Frauen werden in ihrem Verhalten nicht risikofreudiger, wenn sie Testosteron erhalten. Dies hat eine Gruppe schwedischer Ärzte in einer Studie festgestellt. Sie hatte Frauen einen Monat das männliche Geschlechtshormon verabreicht und danach eine Reihe von Tests durchgeführt, in denen die Frauen Geld mit unterschiedlichen Risiken ausgeben konnten. Eine Studie mit Männern hatte ergeben, dass diese mit erhöhtem Testosteronspiegel sehr wohl mehr Risiko gingen.

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