Gemeinsam älter werden …

... aber nicht alt und krank! Was Paare tun können, um sich einen gesunden Körper und eine erfüllte Sexualität zu bewahren

Wenn Mann und Frau miteinander alt werden, haben sie viel gemeinsam – leider oft auch die gesundheitlichen Probleme. Dabei wartet, nachdem sie in Rente gegangen sind, statistisch gesehen auf beide noch ein langes Leben. Frauen leben im Durchschnitt weitere 22 Jahre, Männer 18. Eine Zeit, die von Gesundheit, Lebensfreude und liebevollem Miteinander geprägt sein sollte. Damit es nicht anders kommt, sollten sich älter werdende Menschen frühzeitig einen gesunden Lebenswandel angewöhnen und medizinische Vorsorgeangebote in Anspruch nehmen. Auch das Erleben einer erfüllten Sexualität kann das Glück und die Gesundheit älter werdender Paare positiv beeinflussen. 

Die effektivste Gesundheitsvorsorge ist und bleibt die Vermeidung von Übergewicht. Egal ob Männlein oder Weiblein: Wer zu viele Kilos mit sich herumschleppt, riskiert nicht nur sein Wohlbefinden, sondern eine Unzahl von Folgeerkrankungen. Auch die Libido und die Erektionsfähigkeit leiden unter den Pfunden. Dass körperliche Betätigung das beste Mittel ist, um nicht nur schlank, sondern auch fit zu bleiben, liegt auf der Hand. Aber auch eine Hormonersatztherapie kann das Wohlbefinden älterer Frauen und Männer entscheidend verbessern. Hormone helfen, Erkrankungen zu verhindern, und steigern gleichzeitig die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Außerdem wirken sie gegen Inkontinenz, Gelenkbeschwerden und Depressionen. Und natürlich sind sie auch dafür verantwortlich, dass ein Paar auch in hohem Alter noch eine erfüllende Sexualität erleben kann.

Östrogene etwa unterstützen die Durchblutung der Genitalorgane und haben direkten Einfluss auf das sexuelle Verlangen und die Orgasmusfähigkeit. Auch gegen den Mangel von Androgenen sollte bei Mann und Frau vorgegangen werden: Klassische Symptome sind Gewichtsprobleme („Schwimmringe“), Verlust der Libido und eine geringere Orgasmusfähigkeit. 

Der Schlüssel für eine hohe Lebensqualität älterer Männer ist eine gesunde Prostata. Ist sie erkrankt, sind Potenzstörungen die Folge, die Männer oft in vielerlei Hinsicht belasten. Tatsächlich leiden 25 Prozent der älteren Männer dauerhaft an einer erektilen Dysfunktion. Trotz ihres Leidensdrucks lassen sich viele von ihnen nicht behandeln. Wohl auch deshalb, weil man Erektionsstörungen lange Zeit für hauptsächlich psychisch bedingt hielt. Und mit diesem „Versagen im Kopf“ wollen viele Männer nur ungern zum Arzt gehen. Ein Irrtum: Heute weiß man, dass mehr als 60 Prozent der Potenzstörungen in erster Linie körperliche Ursachen haben. Gerade wenn die Dysfunktion erst in höherem Alter auftritt, liegt es nahe, dass Organ- oder Stoffwechselprobleme dafür verantwortlich sind. So leiden etwa 30 Prozent aller männlichen Diabetiker an Potenzstörungen. 

Eine regelmäßige Untersuchung der Prostata wird Männern jenseits der 50 aber nicht nur zur Erhaltung ihrer Potenz empfohlen. Denn auch die Gefahr, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter kontinuierlich. Und nur eine rechtzeitige Entdeckung eines solchen Tumors bietet hohe Chancen, ihn so zu entfernen, dass die Nerven und damit die Erektionsfähigkeit des Mannes erhalten werden können.

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