Medizinwelt

 

Mehr als ein Schönheitsfehler: Bauchfett

 

Ein erhöhter Bauchumfang ist ein Hinweis auf Gesundheitsrisiken

So ziemlich jeder gesundheitsbewusste Mensch hat wohl schon mal nachgerechnet, ob sein Gewicht noch im Normalbereich liegt. Meist wird dazu der „Body Mass Index“ (BMI) herangezogen, der Körpergröße und Gewicht in ein Verhältnis setzt. Allerdings verrät der BMI nichts darüber, wie das Fett an unserem Körper verteilt ist. Doch gerade darauf kommt es an.

Selbst bei Normalgewichtigen können Herz und Gefäße gefährdet sein – und zwar dann, wenn sich das Körperfett vor allem im Bauchbereich angesammelt hat. Dieses so genannte „Innere Bauchfett“ ist für den Körper wesentlich belastender als Fettansammlungen, die etwa im Gesäß- oder Oberschenkelbereich sitzen. Denn das Bauchfett produziert Substanzen, die zu Entzündungen an den Blutgefäßen führen und sie verengen. Das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken und einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt. Auch der Fett-, Zucker- und Insulinstoffwechsel wird negativ beeinflusst, was die Gefahr erhöht, an Diabetes mellitus zu erkranken.

Eine dritte, besonders problematische Nebenwirkung des Bauchfettes ist sein Einfluss auf die körpereigenen Leptinproduktion. Dieses Hormon ist dafür zuständig, dass wir ein Gefühl der Sättigung empfinden. Durch ein erhöhtes Bauchfett kann der Leptinspiegel jedoch so sehr durcheinander geraten, dass unsere natürliche Essbremse nicht mehr funktioniert. Besonders Männer geraten häufig in diesen Teufelskreis. Ihnen kann oft durch eine Testosterontherapie geholfen werden. Das Sexualhormon reguliert die Leptinbildung und sorgt so für eine Normalisierung von Sättigungsgefühl und Stoffwechsel. Bei Patienten, denen das Testosteron über Gels oder Injektionen zugeführt wird, gehen Gewicht und Bauchfett meist automatisch zurück.

Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Arzt oder unter der ISG-Infoline: 0180-555 84 84 (0,12 Euro/Min)

Wie messe ich mein inneres Bauchfett?

Das innere Bauchfett lässt sich ganz einfach mit einem flexiblen Maßband kontrollieren. Stellen Sie sich morgens vor dem Frühstück unbekleidet vor einen Spiegel. Entspannen Sie Ihren Bauch, legen Sie das Maßband zwischen dem unteren Rippenbogen und dem Beckenkamm an und führen Sie es gerade um den Bauch herum. Ein Risiko für Folgeerkrankungen besteht für Frauen bei einem Umfang ab 88 cm, bei Männern ab 102 Zentimetern.

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