Wohlfühlen

Im Rausch der Pheromone

Bestimmt haben Sie so eine Werbung auch schon mal gesehen: Ein Durchschnittsmann betritt einen Raum und sämtliche anwesenden Frauen sind sofort ganz wild auf ihn. Grund: Sein Deo oder Parfüm lässt bei den Damen sämtliche Sicherungen durchbrennen. Schön wär’s für manchen Mann, wenn sich so leicht Aufmerksamkeit erregen ließe. Doch der Verdacht liegt nahe, dass wir es mal wieder mit einer Erfindung der Werbeindustrie zu tun haben – oder etwa nicht?
Wahr ist, dass unsere Nase an der Entstehung von Gefühlen, ja sogar Lust beteiligt ist. Schließlich hängt gleich der erste Eindruck davon ab, ob wir jemanden „gut riechen können“. Die Vermutungen einiger Wissenschaftler gehen aber weiter: Sie vermuten, dass sich in unserer Nasenwand ein winziges Organ befindet, mit dem wir Sexuallockstoffe ausstoßen können. Bei Schweinen existiert dergeichen tatsächlich: Eber niesen die Sau vor dem Begatten an und versprühen dabei ein Hormon. Dieses führt bei der Sau zu einem Stillhaltereflex und erleichtert so den Geschlechtsakt. Der Stoff ist so gut erforscht, dass er sogar in Sprühflaschen erhältlich ist.
Ist es möglich, dass wir Menschen einen ähnlichen Stoff produzieren? Der Wissenschaftler Karl Grammer ließ Frauen an Tüchern schnuppern, die mit geruchslosem frischem Achselschweiß von Männer getränkt waren. Darin fand sich Androstenol und Androstenon, die beide aus dem Hormon Testosteron hervorgehen. Während Androstenol überwiegend zu Glücksgefühlen führte, rief Androstenon oft negative Reaktionen hervor. Letzteres wurde vom weiblichen Zyklus beeinflusst: An ihren fruchtbaren Tage standen die Frauen dem Androstenon weniger ablehnend gegenüber. Nicht gerade ein „Rausch der Sinne“ , aber immerhin der Beweis, dass wir unbewusst von chemischen Signalen beeinflusst werden. Bis wir Näheres wissen, sollten wir auf einen angenehmen Körpergeruch setzen: Der hilft sicher dabei, zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern.

Zurück: Männermähnen


Endlich sind sie wieder da: lange Haare bei Männern. Ob in der H&M-Werbung, im Kino oder auf den Schulhöfen: Mann trägt wieder Mähne. Besonders angesagt: Der out-of-bed-look, bei dem die Haare kunstvoll gestylt werden, bis man aussieht, als sei man gerade aufgestanden. Auch sehr in, besonders bei Sportlern: Schulterlanges Haar, das mit einem Stirnband gebändigt wird.

Schönheit aus der Rotweinflasche

Die Vinitaly ist einer der größten Weinmessen Italiens. Natürlich werden hier zahllose edle Tropfen präsentiert – neuerdings aber auch Kosmetik. „All’Amarone“ heißen ein neues Aftershave und die dazugehörige Gesichtscreme, die auf der Messe für viel Aufmerksamkeit sorgten. In den Pflegeprodukten für Männer steckt tatsächlich Amarone drin, ein überaus kostbarer und köstlicher italienischer Rotwein aus getrockneten Trauben. „All’Amarone“ soll für einen besseren Schutz der Haut vor Umweltverschmutzung und freien Radikalen sorgen und zudem eine aromatische Duftnote mit ganz eigenem Charakter hinterlassen.

Schmankerl aus der Gerüchte-Küche

Eier machen Potent, Bier macht dick und Salz treibt den Blutdruck nach oben. Glauben Sie das wirklich? Tatsächlich weiß kein Mensch, wie Hühnereier es fertig bringen sollen, die Potenz zu steigern. Belege für eine solche Wirkung gibt es jedenfalls nicht. Fest steht nur, dass Eier ganz besonders reichhaltige Lebensmittel sind: Ein einziges Eigelb enthält stolze sechs Gramm Fett. Doch bekanntlich macht Fett eher schlapp als fit – auf die heiße Liebesnacht haben Eier also keine Auswirkungen. Auch an der Annahme, dass Bier besonders dick macht, ist nur bedingt etwas dran. Denn tatsächlich ist Bier mit 40 kcal pro 100 Gramm kein besonders reichhaltiges Getränk. Schuld am männlichen Bierbauch sind weibliche Sexualhormone, die im Hopfen enthalten sind: Phyto-Östrogene erhöhen die Einlagerung von Fett ins Gewebe und schwemmen auf. Wird der Biergenuss eingeschränkt, bilden sich Bierbauch und eventueller Brustansatz schnell zurück. Und auch die platte Weisheit, dass Salz den Blutdruck erhöhe, stimmt so nicht. Tatsächlich reagieren nur 10 bis 15 Prozent der Bluthochdruckpatienten empfindlich auf eine zu hohe Salzzufuhr. Und tatsächlich kann auch salzarme Kost ungesund sein: Denn sie kann zu verringerter Durstwahrnehmung führen und so eine Austrocknung des Körpers begünstigen.

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