Medizinwelt

 

Neues aus der Wissenschaft von A-Z

ANTIDEPRESSIVA
Wissenschaftler von der US-Universität Alberquerque haben laut „Spiegel Online“ herausgefunden, dass potenzstärkende Medikamente auch Frauen helfen: Die Mittel verringern offenbar die sexuellen Nebenwirkungen von Antidepressiva. Häufig klagen Frauen, die Antidepressiva einnehmen, über Orgasmusprobleme oder eine verminderte sexuelle Erregbarkeit. In einer Studie berichteten nun 72 Prozent der Patientinnen, ihr Sexualleben habe sich durch die Gabe von Potenzmitteln verbessert. Bei Frauen sind die sexuellen Folgen von Antidepressiva stärker ausgeprägt als bei Männern.

CHLAMYDIEN
Die Bakterien, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und zur Vernarbung der Eileiter bei Frauen und Entzündung der Nebenhoden bei Männern führen können, sind nach Erkenntnissen eines EU-Forschungsprojekts oft auch für die Gefäßkrankheit Arteriosklerose verantwortlich. Demnach beschädigen die Chlamydien die Arterienwände. Die Mediziner aus Finnland, Deutschland und Frankreich testen derzeit einen vielversprechenden pflanzlichen Wirkstoff, der bei einer chlamydialen Infektion die Behandlung mit Antibiotika ersetzen soll.

MENOPAUSE
Neue Erkenntnisse über die körperlichen Folgen der Menopause haben Forscher von der Universität Missouri vorgelegt: Im Tierversuch wiesen sie nach, dass auch die Blutversorgung im Gehirn gestört ist. Nach einiger Zeit ersetzte der Körper die verschwundenen Kapillaren jedoch wieder auf natürliche Weise, es setzte sogar ein deutliches Gefäßwachstum ein. Als Konsequenz regen die Wissenschaftler an, nach der Menopause nicht sofort automatisch mit einer hormonellen Östrogentherapie zu beginnen, um dem Körper erst einmal Zeit zu geben, sich an die neue Situation anzupassen.

PROSTATAKREBS
Weil die Strahlentherapie Fortschritte gemacht hat, müssen immer weniger Männer bei einem Prostatatumor operiert werden. Lange Zeit war es üblich, in diesem Fall die Vorsteherdrüse zu entfernen. Der Nachteil: Häufig kam es als Nebenwirkung zu Inkontinenz und Impotenz. Heute lässt sich die Bestrahlung so genau justieren, dass nur der Tumor und kein gesundes Gewebe getroffen wird. Nach Angaben der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft Düsseldorf wurden bei 90 Prozent der Patienten mit hochdosierter Strahlentherapie sehr gute Ergebnisse erzielt.

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