Lese-Lust

Krisen und Chancen

Wenn es in der Beziehung nicht mehr läuft, wenn über Kleinigkeiten gestritten wird und etwas ganz anderes gemeint ist, wenn es auch im Bett nicht mehr läuft – dann könnte sich das Buch „Wie Partnerschaft gelingt – Spielregeln der Liebe“ von Hans Jellouschek als guter Ratgeber erweisen. Der Psychoanalytiker und langjärige Paartherapeut aus Tübingen spricht darin die häufigsten Beziehungsprobleme an. Eifersucht, Seitensprung, Ungleichheit zwischen Mann und Frau, Verletzungen, die erloschene Leidenschaft in einer langjährigen Beziehung – all diesen Punkte nähert sich der Autor mit anschaulichen Beispielen, überraschenden Einsichten und klaren Schlussfolgerungen. In seinem Buch wird klar, dass niemals ein Partner die volle Verantwortung für ein Problem hat. Dabei betont Jellouschek, dass in jeder Beziehungskrise auch eine Entwicklungschance steckt – nicht zuletzt aus eigener Erfahrung: Bei der Trennung von seiner ersten Frau erlebte er vieles von dem, was nun in seinem Buch vorkommt. Und das macht es umso glaubwürdiger.

296 Wahrheiten über Sex

Schon der Titel verrät einige Überraschungen: „Warum Frauen Pornos mögen und Männer einen G-Punkt haben“ heißt das Buch von Prof. Dr. Frank Sommer. Das ISG-Vorstandsmitglied, Deutschlands erster Professor für Männergesundheit, verrät darin „296 Wahrheiten über Sex“. Er beruhigt Männer mit kleinem Penis, klärt über die Gründe einer Beschneidung auf und beantwortet Fragen wie „Macht Kaffee die Spermien schneller?“ oder „Macht Radfahren impotent?“ Breiten Raum nehmen sexuelle Störungen und ihre Behandlung ein, etwa Potenzprobleme. Im zweiten Teil sind die Frauen an der Reihe. Sommer erklärt, was bei einem Orgasmus passiert und wie sich die Vagina nach einer Geburt verändert. Er informiert über Fragen der Verhütung und gibt Tipps für die Wechseljahre. Hier kann jeder Mann und jede Frau noch etwas lernen – ein empfehlenswertes Buch in verständlicher Sprache. Übrigens: Frauen mögen wirklich Pornos. Jedenfalls wenn sie eine Handlung haben. Und der G-Punkt des Mannes ist die Prostatadrüse.

Wann ist ein Mann ein Mann

Los geht es auf der ersten Seite mit dem Text des Songs „Männer“ von Herbert Grönemeyer. Damit ist schon einmal viel über die Widersprüchlichkeit von Männern, ihre Stärke, Verletzlichkeit und Sexualität gesagt, die Thema des Buches „Die Kraft der männlichen Sexualität“ ist. Die beiden Schweizer Autoren, der Psychologe Peter A. Schröter und der Journalist Charles Meyer, schildern darin die Entwicklung einer männlichen sexuellen Identität von der Kindheit bis ins Alter. Die Bedeutung von Mutter und Vater, die Entdeckung der Sexualität in der Pubertät, Onanie, der erste Sex, das Zulassen der weiblichen Seite und Sexualität im Alter heißen dabei einige Stationen. Vielen Männern wird dieses Buch gut tun: Es weckt Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene Sexualität. Andere dagegen werden es bald wieder aus der Hand legen: Die seltsame Parallelisierung mit dem Parzival-Epos und die entweder übertrieben um Jugendlichkeit bemühte oder sehr pathetische Sprache können bei der Lektüre doch sehr stören.

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