Thema

Die Liebe in der Krise

Welchen Einfluss hat die Wirtschaftskrise auf die Partnerschaft? Antworten gibt eine großangelegte Umfrage

Die Wirtschaftskrise ist in aller Munde und täglich in den Nachrichten. Niemand weiß genau, ob es inzwischen wieder allmählich bergauf geht oder aber das Schlimmste noch vor uns liegt. Selbst Experten wagen keine Prognosen. Die Menschen haben Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Und die Jüngeren fragen sich, was wohl auf sie zukommt, wenn der Staat die gigantischen Schuldenberge abbauen muss, die er zur Bekämpfung der Krise aufgehäuft hat.

Das alles wird viel diskutiert. Ein wichtiger Aspekt der Wirtschaftskrise aber ist bisher noch nicht beleuchtet worden: Wie wirkt sie sich auf Paare aus, die eine Familie gründen wollen? Was denken die Menschen in der aktuellen Situation über Liebe und Partnerschaft? Über diese und ähnliche Fragen gibt es jetzt erstmals Antworten. Eine Umfrage hat über 10.000 Singles und über 60.000 Paare befragt, was sie über die Liebe in der Krise denken.

Dabei wurde deutlich, dass die Partnerschaft in unsicheren Zeiten als emotionaler Rückzugsraum an Bedeutung gewinnt. Fast 47 Prozent der Männer und über 60 Prozent der Frauen gaben an, dass sie in der Krise Geborgenheit beim Partner suchen. Und bei den Menschen, die gerade auf der Suche nach einem Partner sind, sind Themen wie Geld und Sicherheit wichtiger geworden. Für 50 Prozent der Männer und 56 Prozent der Frauen zum Beispiel ist ein wichtiges Auswahlkriterium, dass der zukünftige Partner die gleiche Einstellung zum Geld und zum Geldausgeben teilt. Der Beruf und die finanzielle Situation des neuen Partners sind 24 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen wichtig.

Die unsichere wirtschaftliche Situation wirkt sich auch auf die Bereitschaft aus, eine Familie zu gründen. Fast ein Drittel der alleinstehenden Männer und Frauen gab an, derzeit Bedenken zu haben, Kinder in die Welt zu setzen. Bei den Paaren liegt dieser Wert etwas niedriger – bei 23 Prozent. Nur bei alleinstehenden Akademikern und Akademikerpaaren ist die Bereitschaft etwas größer, während der Wirtschaftskrise Nachwuchs zu bekommen.

In der Umfrage bestätigt sich auch, dass Frauen vorsichtiger mit Geld umgehen. Wenn es darum geht, seltener auszugehen, beim Einkaufen weniger Geld auszugeben und mehr Geld als sonst zurückzulegen, liegen die Prozentwerte der befragten Frauen stets und teils deutlich vor denen der Männer. In der Krise hält man sein Geld eben beisammen.

So zeigt sich, dass die Wirtschaftskrise auch Liebe und Partnerschaft beeinträchtigt. In positiver Weise, indem die Partnerschaft stärker als Ort der Geborgenheit wahrgenommen wird. Aber auch in negativer Weise, was etwa die Bereitschaft zum Nachwuchs angeht.

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