ISG-Intern

Ein voller Erfolg

Der dritte Männergesundheitstag und der parallel statt findende zweite Expertentag fanden auch dieses Jahr wieder sehr viel Zuspruch. Während die eine Veranstaltung Vorsorge zum Anfassen bot, wurden auf der anderen neueste Forschungsergebnisse präsentiert.

Auch der dritte Männergesundheitstag des ISG war wieder ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Liebe hält gesund“ kamen 4500 Männer in das Kollegiengebäude II der Freiburger Universität, um sich über Gesundheit, Ernährung und Fitness zu informieren – und sich sogleich an Ort und Stelle testen zu lassen. Eine erfreuliche Bilanz, denn viele Männer haben zu Vorsorgeuntersuchungen normalerweise ein eher distanziertes Verhältnis: Nur etwa 20 Prozent von ihnen nehmen diese Angebote regelmäßig wahr. Doch auf dem Männergesundheitstag konnten sie sich überzeugen, wie einfach und wichtig Vorsorge ist.

Beispielsweise bestand die Gelegenheit, die Gefäße mit Ultraschall auf Verkalkungen untersuchen zu lassen. Denn Schlaganfall und Herzinfarkt können unter anderem durch verengte Adern entstehen. An einem anderen Stand ließen sich die Männer Blut entnehmen und den PSAsowie Testosteronwert bestimmen. Beide sind für Sexualität und Gesundheit sehr wichtige Parameter: Wenn zu wenig des männlichen Sexualhormons Testosteron im Körper ist, kann das die unterschiedlichsten Folgen haben: neben Erektionsstörungen zum Beispiel auch Konzentrationsschwäche. Und der PSA-Wert überprüft den Zustand der Prostata – Prostatakrebs ist unter Männern die häufigste Krebserkrankung. Der Aufbau des Organs konnte übrigens anschaulich an einem begehbaren Prostatamodell nachvollzogen werden.

Außerdem gab es Tipps für eine gesunde Ernährung, die ebenfalls stark nachgefragt wurden. So wurde ein großer Teil des Spektrums abgedeckt, den die Urologie in Sachen Vorsorge abdeckt. Wenn durch den Männergesundheitstag bei vielen die Hemmschwelle gesunken ist, regelmäßig einen Facharzt aufzusuchen, ist schon viel gewonnen.

Parallel fand an der Universität wie vergangenes Jahr der Expertentag statt, für den sich dieses Mal über 80 Teilnehmer registrierten. „Das Programm war im Themenbereich Sexualität und Gesundheit wieder sehr breit gespannt“, berichtet der Psychiater und Psychotherapeut Michael Berner, der selbst mit zwei Vorträgen vertreten war. Das Angebot reichte von neuen Erkenntnissen in der Prostatadiagnose bis zu den Möglichkeiten und Grenzen von Schönheitsoperationen im Intimbereich, von der Gesprächsführung bei Patienten mit sexuellen Störungen bis hin zur weiblichen Sexualität unter hormonellen Gesichtspunkten.

Eine unerwartete Aktualität gewann übrigens der Vortrag des Psychologen Mathias Berger über „Geschlechterspezifische Aspekte bei psychischen Erkrankungen“. Und das hatte natürlich mit der Bankenund Finanzkrise zu tun. „Es war wohltuend zu erfahren, dass viel Geld der am wenigsten glücklich machende Faktor ist, und das es anderer Dinge für ein erfülltes Leben bedarf“, meint Berner. Es stimmt eben doch: Geld macht nicht glücklich.

So hatten die Teilnehmer am Ende der dreitägigen Fortbildung viel dazugelernt. „Das Feedback war jedenfalls sehr positiv“, sagt Michael Berner. „Es wird sicherlich einen dritten Expertentag geben.“ Und ebenso eine Neuauflage des Männergesundheitstages.

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