Wohlfühlen

Tanze Tango mit mir!

In vielen deutschen Städten hat das Tango-Tanzen in den vergangenen Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Die Kurse boomen, in denen Mann und Frau zusammen die eleganten Bewegungen zur Rhythmik des südamerikanischen Tanzes einüben. Was viele der Teilnehmer wahrscheinlich nicht ahnen: Sie tun ihrem Hormonhaushalt damit etwas Gutes.
Das hat der Oldenburger Musikwissenschaftler Gunter Krutz in einer speziellen Untersuchung herausgefunden. Tango-Tanzen, so das in der Fachzeitschrift „Music and Medicine“ veröffentlichte Ergebnis, baut das Stress-Hormon Cortisol ab, während der Körper gleichzeitig das Sexualhormon Testosteron ausstößt. Beides löst eine Reihe positiver hormoneller Reaktionen aus. Dieser Prozess findet sowohl beim Mann als auch bei der Frau statt. Interessant war dabei, dass das Stresshormon allein durch den Klang der Tango- Musik vermindert wird. Das Testosteron wiederum entsteht durch den Körperkontakt und die rhythmischen Bewegungen der Tänzer.
Der Musikwissenschaftler hatte 22 Tango-Paare fünf Wochen beobachtet und ihnen vor und nach dem Tanzen Speichelproben entnommen. Dadurch ließen sich die Hormonkonzentrationen messen. Dabei mussten die Paare manchmal mit und manchmal ohne Musik tanzen. Das Ergebnis der Studie bestätigt Paartherapeuten, die Tango-Tanzen in kriselnden Beziehungen einsetzen. Denn dadurch steigt wieder die sexuelle Anziehungskraft zwischen den Partnern. Und tanzend Stress abzubauen, ist ja auch nicht das Schlechteste.
„Tanzen und Musik stärkt unser Immunsystem“, sagt der Musikwissenschaftler über seine Tango- Studie sowie eine frühere Untersuchung. Gerade jetzt im Winter können wir das alle gut gebrauchen. Kein Wunder also, dass quer durch die Republik der Tango entdeckt wird. Und es wieder wie im alten Schlager von Roland Kaiser heißt: „Tanze Tango mit mir“!

Die Zahl

Frauen leben länger: Deutsche Männer haben eine um fast 7 Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen. Die große Differenz hat auch damit zu tun, dass nur jeder fünfte Mann zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung geht. Bei den Frauen ist es die Hälfte. Also, meine Herren: Gehen Sie doch einfach mal zum Arzt und fragen Sie, welche Untersuchungen gerade anstehen. Sie werden überrascht sein, was Ihre Krankenkasse alles zahlt.

Attraktives Alter

Irgendwann sind sie vor dem Spiegel wie über Nacht da: die ersten Fältchen. Ein Grund zur Besorgnis? Keineswegs! Denn Männer wie Frauen haben heutzutage immer weniger Befürchtungen, im Leben „alt“ auszusehen. Im Gegenteil: Umfragen zeigen, dass jeder zweite Mann glaubt, mit zunehmendem Alter besser, attraktiver und interessanter auszusehen. Diese Ansicht teilen immerhin auch 40 Prozent der Frauen. Heute gilt das alte Motto erst recht: Man ist so alt, wie man sich fühlt.

Wasser ist wichtig

Wie viele Liter Flüssigkeit nehmen Sie am Tag zu sich? Achten Sie darauf, dass es mindestens 1,5 Liter sind. Zwar merken wir es manchmal gar nicht, wenn wir zu wenig trinken, aber unerklärliche Müdigkeit und nachlassende Leistungsfähigkeit können sehr schnell die Folge sein. Auch kommt es leichter zu Infekten, wenn die Schleimhäute in Nase und Mund durch Flüssigkeitsdefizite ausgetrocknet sind. Hilfreich ist zum Beispiel, bei der Arbeit, bei den Mahlzeiten oder in der Freizeit immer ein Glas Wasser in der Nähe zu haben. So vergisst man nicht zu trinken. Wichtig ist außerdem, dass Mineralwasser nicht zu mineralhaltig sein sollte – achten Sie auf natriumarmes Wasser. Empfohlen wird auch, Fruchtsäfte stets mit Wasser zu verdünnen. In England gibt es in diesem Zusammenhang ein schönes Sprichwort: „Drink before thirsty“ – trinken, bevor der Durst da ist. Wenn Sie das jeden Tag beherzigen, nehmen Wohlbefinden und Lebensfreude fast automatisch zu.

Auf Augenhöhe

In der Partnerschaft ist es wichtig, auf Augenhöhe zu sein. Wenn es Ungleichgewichte zwischen Mann und Frau gibt, kann sich das zu unterschwelligen Konflikten ausweiten. Diese können sowohl die Themen Geld und Beruf, aber auch die emotionale Balance betreffen. Ist auch noch nach vielen Jahren das Interesse am jeweils anderen gleich groß? Trifft immer nur einer die Entscheidungen? Ist die Bereitschaft unterschiedlich ausgeprägt, dem anderen zuzuhören oder ihn zu trösten? Wer kümmert sich mehr um die Kinder? Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Umfrage, die vom Magazin „Brigitte Balance“ in Auftrag gegeben wurde. Demnach sind zwar fast 90 Prozent aller Paare der Meinung, dass sie gleichberechtigte Partner sind. Gleichwohl glaubt ein Drittel der Befragten, dass meistens die Frau die Entscheidungen trifft. Bemerkenswert ist auch, dass zwar nur noch elf Prozent der Männer die Beziehung bedroht sehen, wenn die Frau mehr Geld verdient, aber fast 30 Prozent der Frauen dieser Ansicht sind. Teilweise wird auch die Sexualität als Druckmittel benutzt, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Dies betrifft aber nur sieben Prozent der Frauen und drei Prozent der Männer. Wichtig ist bei auftretenden Ungleichgewichten vor allem, rechtzeitig zu reagieren. Reden Sie mit Ihrem Partner oder gehen Sie mit ihm zum Paartherapeuten. Damit die Beziehung wieder in die richtige Balance kommt.

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