Gesundheit
Fruchtiger Zellschutz: Nektarinen gegen Übergewicht und Diabetes
Nektarinen, Pfirsich, Pflaumen und Co. enthalten bioaktiven Bestandteile die den negativen Faktoren wie Übergewicht, Insulinresistenz, Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerte entgegenwirken.
Der Verzehr senkt deshalb das Risiko für das Metabolische Syndrom und damit die Wahrscheinlichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu erkranken. Das haben US-amerikanische Forscher der Texas A & M Universität herausgefunden.Für ihre Untersuchung isolierten die Wissenschaftler bestimmte chemische Verbindungen aus Pflaumen, Nektarinen und Pfirsichen. In der Zellkultur zeigte sich, dass die vier Hauptgruppen der sekundären Pflanzenstoffe - Anthocyan, Chlorogensäure, Quercetin und Katechin - direkt auf Fettzellen, Fresszellen und Zellen der Gefäßinnenwand wirken. "Die Pflanzenstoffe verändern die Aktivität der Gene sowie die Proteinbildung dieser Zellen und haben dadurch zum Beispiel einen antientzündlichen Effekt", so Studienleiter Luis Cisneros-Zevallos.
Inwiefern das Essen von Pfirsichen und anderen Steinfrüchten das Metabolische Syndrom tatsächlich beeinflussen kann, müssen weitere Studien allerdings erst klären. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher zunächst untersuchen, welche genauen molekularen Mechanismen hinter den entdeckten positiven Wirkungen stecken. Zudem ist geplant, ihre Ergebnisse in Experimenten an Mäusen zu bestätigen.
25 Prozent der Deutschen erkrankt Schätzungen zufolge am Metabolischen Syndrom. Jeder der vier Faktoren des metabolischen Syndroms allein erhöht bereits das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Sind mehrere Faktoren bei einem Menschen vorhanden, steigt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Beschwerden noch mehr an. (kr)
Quelle: Pressemitteilung der Texas A & M University

