Gesundheit
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Wer erfand eigentlich das Kondom?

Vom Schafsdarm zum Gummikondom - Kondome sind keine Erfindung der Neuzeit - schon die alten Griechen benutzten tierische Membranen wie Ziegenblasen oder Schafsdärme, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern und sich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen.

Eine dieser gefürchteten Infektionen war die Syphilis. Christoph Kolumbus und seine Mannschaft hatten sie 1492 aus Amerika "mitgebracht" - daher wurde die Syphilis zynisch auch "Geschenk der Neuen Welt" oder "Rache der Eingeborenen" genannt. Sie breitete sich rasend schnell über ganz Europa und Indien bis nach China aus.


Der italienische Arzt und Anatom Gabriele Fallopio fand als einer der ersten einen Schutz gegen die verhängnisvolle Infektion. In seinem Buch "De morbe gallico" empfiehlt er 1564, beim Geschlechtsverkehr ein mit Medikamenten und anorganischen Salzen getränktes Leinensäckchen zu tragen. 1844 patentierte Charles Goodyear eine neue Methode der Gummiverarbeitung (Vulkanisation des Gummis) - die Geburtsstunde des Gummikondoms.


Herkunft - Dr. Condom?
Die Herkunft des Namens "Kondom" ist nicht eindeutig geklärt. Ein sagenhafter Arzt namens Dr. Condom am Hof des englischen Königs Charles II. (1660-1685) soll der Erfinder sein. Charles II galt als sehr vergnügungssüchtig und zeugte reichlich Nachkommen. Sein Arzt, Dr. Condom, sorgte schließlich mit Hammeldärmen, die er zu Verhütungskappen umfunktionierte, für die weitere Familienplanung. Vielleicht geht das Wort Kondom aber auch auf den lateinischen Begriff "condus" (Behälter) zurück.

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