Partnerschaft
Partnerschaft

Liebespaare: Sprachtest verrät, ob die Beziehung hält

 

US-Psychologen können ziemlich genau vorhersagen, ob eine Liebesbeziehung halten wird oder nicht. Das Erfolgsgeheimnis ist ein Sprachtest, der so entworfen ist, dass er die tatsächliche Einstellung dem Partner gegenüber enthüllt - selbst wenn sie einem selbst gar nicht bewusst ist. Auf diese Weise lasse sich sehr früh erkennen, ob die positiven Gefühle des ersten Verliebtseins zu verblassen beginnen oder sogar ins Gegenteil umschlagen, schreibt das Team um Soonhee Lee von der University of Rochester im Fachblatt «Psychological Science» (Bd. 21, Nr. 6, S. 857).

Wenn dieser Gefühlsumschwung eintritt, habe die Beziehung schlechte Chancen, sehr viel länger zu überdauern. Der vielsagende Sprachtest basiert auf einem simplen Prinzip, erläutern die Forscher: Die Teilnehmer sollen immer dann reagieren, wenn ein spontan auf einem Bildschirm erscheinender Begriff sich auf ihren Partner oder ein positives Konzept bezieht, und alle negativen Begriffe ignorieren.

Alternativ kann die umgekehrte Verbindung Partner-schlecht abgefragt werden. Ersteres kann der Vorname des Partners sein, ein privater Kosename oder ein anderes Wort, das eine typische Eigenheit wiedergibt. Letzteres sind allgemeine Begriffe wie Tod, Tragödie, Unfall sowie Geschenk, Urlaub und Frieden oder Verben, die direkt auf eine Beziehung passen wie verstehen, teilen, annehmen oder angreifen, kritisieren und meckern.

116 Freiwillige nahmen an der Studie teil. Sie bestand aus zwei Stufen: In der ersten sollten die Probanden, die alle in einer länger andauernden Beziehung lebten, einen Fragebogen zur Qualität ihrer Partnerschaft ausfüllen und den Sprachtest absolvieren.

In der zweiten Stufe überprüften die Forscher im folgenden Jahr regelmäßig, ob die Beziehung noch bestand. Insgesamt 19 Partnerschaften wurden in diesem Zeitraum aufgelöst, berichten die Forscher. Alle hatten eines gemeinsam: Die Teilnehmer hatten im Sprachtest größere Schwierigkeiten, den Partner mit positiven Begriffen zu assoziieren. Dieser Effekt war so deutlich, dass sich daraus sehr gut vorhersagen ließ, welche Beziehung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auseinandergehen würde.

Im ersten Aufblühen der Liebe sorgt eine rosarote Brille dafür, dass Fehler des Partners und eigene Bedenken übersehen oder beiseitegeschoben werden, erläutern die Forscher. Später treten häufig Veränderungen der inneren Einstellung und der Emotionen ein, ohne dass man es zugeben will - weder vor anderen noch vor sich selbst. Der Test schaffe es nun im Gegensatz zu einer direkten Befragung, auch diese unbewussten Gefühle aufzudecken, auch wenn die Veränderung der Emotionen zu subtil ist, um sie klar formulieren zu können. Manchmal werde sie vielleicht auch als bedrohlich empfunden und deswegen verdrängt. Zudem wird in Fragebögen meist eine sehr komplexe, rationale Einschätzung der Beziehung abgefragt, während der Sprachtest mit ganz grundlegenden Assoziationen zu «gut» und «schlecht» arbeite.

In Zukunft, glauben die Forscher, könnte ein derartiger Test daher ein wichtiges Werkzeug für Paartherapeuten werden, um versteckte, verdrängte oder unbewusste Probleme in einer Beziehung aufzudecken.

(Quelle: www.netdoktor.de)


Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann könnten Sie auch diese interessieren:

 

Rat und Tat per Telefon Unterstützen Sie uns Newsletter abonnieren Magazin

Expertenpool

Suchen Sie einen Facharzt in Ihrer Nähe?

Ort / Postleitzahl

Bitte wählen Sie eine Facharztrichtung


Schlagwörter

 Frauen   Gesundheit   Krebs   Mann   Männer   Partnerschaft   Penis   Prostata   Sex   Sexualität   Sport   Vorsorge